Beiträge von plattyplus

    Nach abgeschlossenem 2. Staatsexamen kann man sich als Gym-Lehrer auch so am BK bewerben.

    Das kann ich aus der Praxis bestätigen. Alle rein allgemeinbildenden Kollegen haben an einem Gymnasium oder an einer Gesamtschule ihr Ref. gemacht, weil sie so die 12 Monate Praktikum umgehen konnten, bevor sie zu uns gekommen sind.

    Warum sie im Lk-Betrieb eingesetzt werden soll? Weil einer der zwei „richtigen“ Info-Kollegen bald Vater wird und entsprechend nicht zur Verfügung steht und der andere Kollege ist an eine andere Schule teilabgeordnet.
    Somit reichen unsere Kapazitäten aller Voraussicht nach nicht aus, Mittelstufen- und Oberstufenunterricht ausschließlich durch Fachlehrer durchzuführen.

    Da widersprichst Du dir doch selber.

    Wie kann ich jemanden teilabordnen, wenn ich meinen eigenen Bedarf in dem Fach nicht decken kann? Da wäre mein erster Schritt die Abordnung zu beenden, auf das der Kollege wieder mit vollem Stundendeputat in meiner Schule eingesetzt werden kann.

    Oder anders, sieh es doch mal aus Sicht des Kollegen, der da teilabgeordnet ist: Wofür bestraft ihr den mit der Teilabordnung? Warum sollte der nicht aus Frust gleich komplett den Büttel hinschmeißen und einen Versetzungsantrag an eine dritte Schule stellen, in der er dann wirklich gebraucht und nicht wieder abgeordnet wird? Unabkömmlich kann er ja nicht sein, denn sonst könntet ihr es euch nicht erlauben ihn auch nur teilweise abzuordnen.

    wie es beim Gymnasiallehrer oder Lehrer am BK der Fall ist

    Moin,
    da mußt zwischen Gymnasium und BK aber noch einmal unterscheiden. Der Lehrer am BK in den berufsbildenden Fächern muß noch mindestens 1 Jahr Industriepraktikum vorweisen, besser noch eine abgeschlossene Lehre.

    Was die allgemeinbildenden Fächer (Deutsch, Mathe, Englisch, ...) angeht, hast Du aber Recht. Da gibt es zwischen Gym und BK keinen Unterschied.

    Kriegen wir jetzt a14 als Einstiegsgehalt? ;)

    @DeadPoet:

    Ok, dann guck mal hier: http://www.dlr-rheinpfalz.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/ALL/57448A10F058B164C12579EA0023B28C/$FILE/PAS%20Innofrutta%2004_07_IF_Titelstoy.pdf

    Das erinnert mich hier so langsam an die schräge These einer Schülerin, daß man besser Fleisch aus Massentierhaltung essen sollte denn aus artgerechter Haltung. Ihre Begründung: Das Tier in der Massentierhaltung mußte eh leiden, so daß der Tod eine Erlösung war. Deshalb wäre es auch nicht verwerflich das Fleisch nachher zu essen. Wohingegen das Tier aus artgerechter Haltung ein erfülltes Leben gehabt hätte, das man nicht so einfach beenden dürfe, bloß um es zu essen.

    Ich kaufe schweizer Fleisch und selbstverständlich hat das eine bessere Ökobilanz als Importware aus dem Ausland, vor allem natürlich, wenn diese aus Übersee kommt (Brasilien, Argentinien, ...). Alleine schon, weil die Transportwege minimal sind.

    Das erinnert mich immer an die Umweltbilanz eines Apfels und ob es unter ökologischen Gesichtspunkten mehr Sinn macht einen Apfel hochtechnisch einzulagern oder doch besser aus Neuseeland (wo er gerade geerntet wird) einzufliegen.

    Ergebnis: Der eingeflogene Apfel hat in der Produktion nur geringfügig mehr Co2 produziert. Aber wenn man auch nur 1km mit dem Auto zum Einkauf fährt, macht man die Ökobilanz so kaputt, daß es auch keine lokalen Lebensmittel mehr rausreißen können.

    Es bleibt zu hoffen, dass qualifizierte Berufsanfänger nicht auf die diesjährige "Vorzugsbehandlung" der Berufseinsteiger bei der Erhöhung der Tarifentgelte im öffentlichen Dienst hereinfallen, sondern sich vielmehr an der langfristigen Entwicklung der Entgelte der "Bestandsbeschäftigten" bei den Ländern orientieren und ihre Chancen, die sich durch den demografischen Fachkräftemangel ergeben, anderweitig nutzen.

    Das Verrückte in diesem Zusammenhang ist ja, daß die öffentliche Hand, um auch nur halbwegs konkurrenzfähig zu bleiben, bei den oberen Gehalts- bzw. Besoldungsgruppen eigentlich wesentlich mehr drauflegen müßte als bei den unteren Gruppen. Aktuell läuft es durch die Sockelbeträge aber genau andersrum.

    Mal sehen, wie weit die Schere bei a13 und a14 noch aufgeht im Vgl. zu den Löhnen in der Wirtschaft, bis auc hdie letzten kapieren, daß man für den Lohn nicht einmal mehr Seiteneinsteiger bekommt. ;)

    Ein Kunde hat die Wahl: billiger und umweltschädlicher, oder teurer und umweltfreundlicher kaufen?
    Ein Unternehmen hat die gleiche Wahl: billiger und umweltschädlicher, oder teurer und umweltfreundlicher herstellen?

    Du vergißt die dritte Version:
    Der Kunde kauft teuer und glaubt daran, daß das, was er kauft, umweltfreundlich hergestellt wurde. Der Unternehmer, dessen Ziel die Gewinnmaximierung ist, bewirbt das Produkt mit "umweltfreundlich" und läßt es trotzdem in der gleichen Fabrik wie das billige und umweltschädliche Produkt fertigen.

    Irgendwann bemerkt der Kunde dies und wendet sich frustriert ab. Wenn sie eh alle billigst produzieren, kann er dann auch ruhigen Gewissens billigst kaufen. Der Umweltschaden entsteht ja eh, egal welches Produkt er kauft.

    Ich bin Realist und glaube nicht, dass eine staatliche Regulierung etwas ändern würde. Ich halte das auch für den völlig falschen Weg. Aufklärung und Information sind sehr viel wichtiger, denn staatliche Vorgaben werden in breiten Bevölkerungsteilen abgelehnt werden. Die Leute müssen überzeugt, nicht gezwungen werden.

    Als gutes Beispiel dafür muß man sich nur mal das Verbot von Glühbirnen angucken.

    Als damals das Verbot kam und man aufgefordert wurde dafür Energiesparlampen zu kaufen, war der Aufschrei groß und sehr viele Bürger (ich auch) haben Glühbirnen gebunkert. Einige Jahre später kamen dann die LEDs und damit waren die Energiesparlampen weg vom Fenster. Die LEDS sind es, die heute absolut den Markt beherrschen.
    Ich wage mal zu behaupten: Auch ohne das Glühbirnenverbot wären wir zur LED gekommen, weil die Technologie einfach besser ist als das, was wir vorher hatten. Nur war das Glühbirnenverbot für viele einfach nur eine Gängelung.

    Wie wenig ernst es der Regierung mit dem Umweltschutz ist, sieht man doch an Großprojekten wie dem Stromnetz. Wo sind die Süd-Link Stromtrassen? Wo ist die Eisenbahn-Zuwegung zum Gothart-Tunnel in der Schweiz? Wir in Deutschland sind nicht mehr dazu in der Lage Großprojekte durchzuführen. Nicht einmal die Gorch Fock schaffen wir schwimmfähig zu halten, von baufälligen Schulen will ich gar nicht reden, und dann faseln alle etwas davon die Welt zu verbessern?

    Wäre das alles so dringlich, hätten Bundeswehr-Pioniere und das THW die Stromleitungen schon lange verlegt, auch gegen den Willen der Grundstückseigentümer und ohne auf irgendwelche Gerichtsurteile bis zum St. Nimmerleinstag zu warten, ohne Windräder abstellen zu müssen, weil in der Nähe eine Fledermaus flattert und ohne Rücksicht auf den Juchtenkäfer, den man inzw. im Internet kaufen und gezielt aussetzen kann, um ungeliebte Bauarbeiten in der Nachbarschaft zu verunmöglichen.

    Nur mal so zum Vergleich: Der Flughafen Berlin Tegel wurde innerhalb von 7 Monaten unter Belagerungszustand erbaut. Sowas würde heute in Deutschland niemand mehr hinbekommen.

    Ich würde die NZZ empfehlen. Es hat zwar keine rechtliche Bindung, aber im Kanton St Gallen z B kam es im Zuge dessen zur Debatte über eine mögliche Kerosinsteuer.

    Ok,
    dann die NZZ: https://www.nzz.ch/schweiz/schuel…-aus-ld.1461370

    Zitate daraus:

    • "Insbesondere am Begriff Klimanotstand stiessen sich diverse Mitglieder des Grossen Rates. «Notstand» stehe für die Ausserkraftsetzung des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens und sei daher nicht adäquat."
    • "So erklärte der liberaldemokratische Grossrat André Auderset, mehrere Forderungen seien fragwürdig. Ausserdem würden die Jugendlichen nicht ernst genommen, wenn man eine Resolution im Wissen übernehme, dass sie gar nichts bewirke."

    Also doch wieder Wahlkampf.

    Und zur Kerosinsteuer im Kanton St. Gallen: An welchen Flughäfen in St. Gallen wird denn Kerosin in nennenswertem Umfang verkauft? Die kleinen Propellerflugzeuge mit Kolbenmotoren benötigen AvGas (=Benzin) und kein Kerosin (= vergleichbar mit Diesel). AvGas wird seit jeher besteuert. Bei uns kostet der Liter AvGas der Standard-Sorte 100LL an die 3,- €/l.

    Da ist der Beschluß in St. Gallen dann auch wieder Symbolpolitik, die aber absolut nichts bringt. Das wäre so, als würden wir in Deutschland den Weltraum-Tourismus besteuern oder das Fracking zur Erdölgewinnung, wohlwissend, daß es sowas bei uns nicht gibt bzw. inzw. verboten ist.
    --> https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/…tungen/fracking

    Wenn das Argument gegen Klimawandel ist, dass wir noch nicht alle tot sind, dann fällt mir auch nichts mehr ein...

    Ich sehe aktuell jedenfalls die Gefahr, daß uns eine Atombombe auf den Kopf fällt, wesentlich größer an als unseren Beitrag zum Klimawandel.

    Man erinnere sich bitte an den Herbst 1983, wie schnell es gehen kann bis zum Weltuntergang:
    --> https://de.wikipedia.org/wiki/Stanislaw…row#Der_Vorfall

    Nur, weil der eine Mann damals nicht auf den Knopf gedrückt hat, leben wir überhaupt noch. Das war knapper als die Cuba-Krise 1962.

    Können wir dazu mal bitte einen Quellenabgleich machen?

    Also ich habe dazu das hier gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rzt…eutschland_2006

    Damals haben sich die Ärzte von Verdi abgespalten und in dem Wikipedia Artikel ist zu finden: "Insbesondere für Berufsanfänger und Assistenzärzte, aber auch für die tarifvertraglich entlohnten Oberärzte gab es Gehaltsteigerungen bis zu 20 Prozent."


    Für alle Übrigen galt: "Einkommensverbesserungen von 10 bis 13 Prozent im Vergleich zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst vorgesehen."
    Also 10 bis 13% zusätzlich zu dem, was Verdi in der Runde rausgeholt hatte.

    Einige der Beiträge hier im Thread sind so zynisch, dass ich :uebel: möchte.
    Ein Klassiker der Bemerkungen gegenüber der jüngeren Generation ist es, dass sie sich zu wenig engagieren. Jetzt machen sie etwas, was der überwiegende Großteil unserer Generation nicht hinbekommt, nämlich den Hintern hoch zu bekommen,

    Ich kann zwar nicht für die ganze Generation sprechen sondern nur für mich,
    aber ich will den Allerwertesten nicht mehr hochbekommen, weil ich mich von den Öko-Terroristen verschaukelt fühle. In meiner Schulzeit gab es den kalten Krieg, das Waldsterben, sauren Regen, Tschernobyl und noch viel mehr Weltuntergangsszenarien. Ich erinnere mich noch zu gut daran, wie damals im Fernsehen Bilder zu sehen waren, wo Gürterzüge mit Lebensmitteln vernichtet wurden, weil alles verstrahlt war. Da habe ich damals meine Eltern gefragt, ob ich denn die Snickers noch essen dürfe oder auch wegschmeißen müsse.

    Und was ist letztlich passiert? Nichts! Wir leben immer noch.

    Ähnlich sehe ich es heute auch. Da wird von der Presse wieder skandalisiert, um eine große Story zu haben, mit der man die Auflage steigern kann. Aber inhaltlich passiert nichts.


    Oder anders: Zum g20 Gipfel hat die Presse gefeiert, daß Greta mit den Zug angereist ist, während alle Politiker mit dem FLugzeug gekommen sind, blöd nur, daß man heute mit dem Zug pro Kopf mehr Energie verbraucht als mit dem Flugzeug, wenn man mit der tatsächlichen Auslastung der Züge rechnet und nicht mit fiktiv immer bis auf den letzten Sitzplatz ausgelasteten Zügen.

    --> https://www.faz.net/aktuell/wissen…it-1488587.html

    Flugzeuge brauchen heute nur noch knapp 3L pro Passagier und 100km.

    (Randnotiz: bei den Verhandlungen haben sich die Ärzte von Verdi getrennt und selbst verhandelt, das gab dann bis 20 % mehr Lohn.)

    Guck dir die GdL an. Die wissen auch wie man streikt.

    Motto: "Wir sind zuerst unseren Beitragszahlern = Mitgliedern verpflichtet und nicht dem Staat, der Allgemeinheit oder sonst wem. :)

    Gleichzeitig ist das aber auch eine Branche bei der Streiks natürlich nie eine Grundversorgung gefährden

    Warum nicht?

    Wenn die Altenpfleger wirklich streiken würden, müßten die ganzen Pflegebedürftigen kurzfristig in Krankenhäuser verlegt werden, um die Grundversorgung sicherzustellen. Mal sehen, wie lange die Pflegekräfte streiken müßten, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. 3 Tage?

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