Habt ihr Erfahrungen mit solchen SuS gemacht und wie konntet ihr die Situation lösen?
Bei Deiner Beschreibung mußte ich unweigerlich an das hier denken:
--> http://www.mattshultz.org/wp-content/upl…lem-890x500.jpg
Und ja,
ich denke auch, daß da noch mehr "Schutz" der falsche Weg ist. Der Knirps muß auch mal Lernen mit Ungerechtigkeiten (zumindest empfindet er es so) klarzukommen. Ich lasse mich dann ab einem gewissen Punkt auch auf keine Diskussionen mehr ein. Die ganze Situation klingt für mich eh so wie ein Kleinkind, das nölt, daß die Eltern es ins Bett schicken.
Was evtl. helfen könnte:
Für jedes Mal, wenn der Schüler nervt, machst dir einen Vermerk ins Heft. Der Schüler darf gerne das Gleiche tun, wenn er sich wieder ungerecht behandelt fühlt. Sein Erwachen kommt in dem Moment, wo aus deinen aufzeichnungen Konsequenzen resultieren, er auf Basis seiner eigenen Aufzeichnungen aber keine für dich negativen Konsequenzen ziehen kann. Ich würde ihm das auch ganz klar so ansagen, was passiert, wenn du 3, 5, 10 Eintragungen im Buch hast.
Mit Kleinkindern macht man das ja genauso. Wenn es da Ärger gibt, kommt ein gelber Magnetpin an die Wand. Das Kind darf gerne, wenn es Ärger mit Papa hat, einen roten Pin an die Wand hängen. Nur wenn es dann zu den Konsequenzen kommt, stellt es fest, daß "die Erwachsenen" am längeren Hebel sitzen. Entsprechend würde ich mich auch ab einem gewissen Punkt auf keine Diskussionen mit dem Knirps mehr einlassen. Das bestärkt ihn nur noch, daß Du dich überhaupt mit ihm so lange beschäftigst.
Sag mal, kann es sein, daß Du erst seit Kurzem Lehrer bist und dir entsprechend die notwendige Distanz zu den Schülern noch etwas fehlt?