Wenn aber eine Terrororganisation und Bevölkerung derart eng verflochten sind, und zwar im Hinblick auf Gesinnung (vgl. Zustimmungswerte zur Hamas) ebenso wie räumlich und infrastrukturell, dann ist das, was gerade passiert, vielleicht einfach die Konsequenz. Zivile Infrastrastruktur, die systematisch von Terroristen genutzt wird, ist ein legitimes und für die Terrorbekämpfung vielleicht auch notwendiges Angriffsziel.
Das sehe ich leider auch so. Sobald aus dem Innenhof eines Krankenhauses Raketen abgeschossen werden und im Keller des selben Krankenhauses mit Wissen der UNO ein militärisches Hauptquartier installiert wird, ist das Krankenhaus ein militärisches Ziel.
Und ja, so lange die Hamas nicht bedingungslos kapituliert, wird Israel den Krieg fortsetzen, auch wenn uns in Europa dies gar nicht gefällt. Nichts ist schlimmer als ein Waffenstillstand, den beide Seiten nur zur Nachrüstung nutzen, um dann erneut aufeinander einzuschlagen. Dann lieber jetzt die Geschichte einmal wirklich bis zum Ende durchkämpfen.
Aber das ist vielleicht auch eine Ansichtssache, wie schon das Ende des 2. Weltkriegs in Japan eine Ansichtssache ist. Waren die beiden Atombombenabwürfe die Ausgeburt der Hölle, weil sie zwei Städte inkl. der dort lebenden Zivilbevölkerung ausgelöscht haben, oder haben sie durch ihr folgendes sofortiges Ende des 2. Weltkriegs Millionen von Soldatenleben verschont, die im weiteren Kriegsverlauf bei der Invasion der japanischen Hauptinseln ansonsten gefallen wären?
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