Deswegen wüsste ich auch nicht, was eine Ausbildung im eigentlichen Sinne ist? Klär mich gerne auf.
Ich denke der Hauptunterschied zwischen dem Referendariat für den Schuldienst und allen anderen Ausbildungen ist, daß man im Referendariat keinen empirisch nachgewiesenen Katalog hat, an dem man abarbeiten kann, ob der angehende Lehrer jetzt guten oder schlechten Unterricht macht.
Denn ja, ich hätte gerne von den Ausbildern im Referendariat ein klares "Richtig" oder "Falsch" gehört und nicht irgendwelchen verschrobenen Pädagogik-Quatsch auf Mikro-, Meso- und Makro-Ebene. Diese ganze Verklausulierung läuft doch nur, weil niemand in der Lage ist mal ganz klar Farbe zu bekennen. Da verschanzt man sich lieber hinter irgendwelchen Fachbegriffen. Und wenn es dann bei der Umsetzung des ganzen Krams immer noch nicht läuft, ist der Reffi nicht in der Lage das ganze Geseiere zu verstehen, weil er dafür intellektuell ja total unterbelichtet ist.
Also was macht jetzt einen guten Lehrer aus? Ich hätte gerne ein Checkiste mit den Bewertungsriterien und einer ganz klaren Anforderungmatrix für jeden Punkt auf der Checkliste, so daß ich die Leistung konkret einordnen kann.
Und ja, auch ich empfinde das Ref. als Härtetest. Dabei geht es aber weniger um den Stundenumfang, der zieht nachher noch an. Aber es geht darum, daß man wirklich vor allen in diesem Mordsbetrieb zu Kreuze kriechen muß. Und nein, der "Feind" steht nicht in Form der Schulklasse vor einem sondern in Form des kompletten Kollegiums und der Ausbilder hinter einem. Das sind nicht meine Kollegen, das sind alles meine Prüfer! Nur muß man das erst einmal erkennen. Rückzugsmöglichkeit = null, weil wirklich alles beobachtet und den "Kollegen" mit Beurteilungsmacht gesteckt wird.
Ok, meine Antwort auf diese in die Ecke gedrängte Position war damals ein Frontalangriff auf ganzer Linie. Motto: "Jetzt erst Recht!" Aber die Mentalität bringen wohl nicht alle mit.