Beiträge von plattyplus

    Ein Studium lässt sich auch mit Arbeit in den Semesterferien schnell hinbekommen. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Und das haben beide Eltern hinbekommen. Und diese Personen sind die Vorbilder für die Kinder

    Guter Einwand, nur was ist, wenn die Eltern schon von ihren Eltern im Studium schon ordentlich Geld bekommen haben, um schnell fertigzuwerden? Was ist, wenn die Eltern selber schon das Grundstück samt Haus geerbt haben? Was ist, wenn die Eltern selber schon von ihren Eltenr den Führerschein finanziert bekommen haben?

    Bei mir war es jedenfalls so, daß meine Eltern ganz klar gesagt haben: "Das haben wir auch von unseren Eltern so finanziert bekommen, da haben wir das jetzt auch zu finanzieren." Damit war das Thema durch.

    Arbeit in den Semesterferien war bei mir an der uni keine Option, da durchgehend über die kompletten Semesterferien Klausuren angesetzt waren. Die Zeit konnte man also nicht vorab verplanen. Es gab "die Semesterferien" nicht, bei denen man schon weit vorher wußte, daß man dann wirklich nicht zur Uni muß. Aber ja, ich habe auch während der Studentenzeit bei BoFrost im Tiefkühllager Ware kommissioniert, weil deren Arbeitszeiten (spät abends/nachts) gut zum Vorlesungsbetrieb paßten. Aber alleine von dem Geld hätte ich mein Studium inkl. Wohnung nie finanzieren können.

    Das Geld gilt explizit für das Auslandsschuljahr. Und junge Menschen wollen das grundsätzlich; es ist ein Abenteuer und es ist auch schön von den Eltern mal getrennt zu sein.

    Also ich wollte nie ein Auslandsschuljahr. Mein Ding war eher Work&Travel nach dem Abitur, weil man da wenigstens schon volljährig und nicht auf eine Gastfamilie angewiesen ist. Wenn man dann in entsprechende Länder geht (Australien, Neuseeland, Kanada, ...) ist der Führerschein allerdings auch ein "Muss". Da brauchen wir gar nicht zu diskutieren.

    Mein Onkel war auch so drauf wie Yummi, also das es ausdrücklich ein Auslandsschuljahr nach Klasse 11 sein müsse. Nachdem seine Tochter dreimal die Gastfamilie gewechselt hat, ist sie dann total verstört nach Hause gekommen. Nein Danke. Sowas macht man grundsätzlich nach dem 18. Geburtstag, weil man dann erst rein rechtlich wirklich in der Lage ist vor Ort zu entscheiden.

    Ich finde das Ding mit "Du kannst dir das Geld für den Führerschein selber verdienen" in der heutigen Zeit auch albern. Früher, als ich in den 1990ern den Lappen gemacht habe, kostet der Führerschein für Klasse 1 + 3 (Motorrad + Auto) zusammen ca. 1.000,- €. Damit darf ich dann alles bis 18,75T fahren (7,5T LKW + Anhänger). Heute liegt der PKW-Führerschein alleine bei 2.000,- €. Wollte ich die ganzen Führerscheinklassen haben, die ich mit dem alten Führerschien bekommen habe, also Motorrad, PKW+Anhänger, kleiner LKW, kleiner LKW+Anhänger, ... wäre ich locker bei 5.000,- €. Sowas bekommt man auch mit Ferienjobs nicht mehr zusammen.

    Und ja, im Ausland waren bei W&T gerade die kleinen LKW-Führerscheine bei mir gewaltig von Vorteil.

    Ideal ist es natürlich, wenn die Präsenz einfach da ist.

    Klar kann man das trainieren, aber dazu ist der Ansatz, wie er im Referendariat läuft, doch absolut falsch. Jedenfalls war es bei mir im Ref. so, daß ich von der Lehrerpersönlichkeit und der Präsenz in der Klasse wesentlich besser war, wenn ich keinen Unterrichtsentwurf hatte oder diesen wegen anderer Dinge in der Stunde eh schon komplett über den Haufen geworfen hatte.

    Je kleinteiliger und detailierter der Stundenverlaufsplan wurde, desto bescheidener war die Lehrerpersönlichkeit. Jedenfalls haben mir das damals alle Ausbildungslehrer so bestätigt. Da habe ich nur noch die Pläne abgearbeitet.

    Wirklich unterrichten habe ich nicht mit Stundenentwürfen und der ganzen Theorie gelernt sondern bei einem Ausbildungslehrer, der mir regelmäßig 3 Minuten vor Unterrichtsbeginn das Thema der Stunde angesagt hat. Da lernst dann, was das Standing in der Klasse bedeutet, oder negativ formuliert: "Sicherstes Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit." :)

    Und ja, wenn mir heute jemand sagt: "Du mußt da gleich vertreten, guck mal im Klassenbuch nach, was gerade Thema ist", dann bringt mich das auch nicht einmal ansatzweise mehr in Probleme. Die Schüler wundern sich dann immer nur, daß die Vertretung auch fachlich dabei ist und nicht bloß irgendwelche Kreuzworträtsel mitbringt.

    Ist wie beim Fliegen. Da wird man auch erst mit der ganzen theorie vollgestopft, nur um dann zu bemerken, daß es beim Landen allein aufs Gefühl und Augenmaß ankommt und die ganze Theorie einem nur im Wege ist. :pirat:

    Für mich ist das Singen des Kollegiums bei Schüler-Verabschiedungen DER Grund so einer Veranstaltung komplett fernzubleiben.
    Habe da immer das Gefühl, daß wir uns damit absolut lächerlich machen.

    Ich muss jetzt aussteigen. Das regt mich nur auf und bringt sowieso nichts.
    Danke an meine Eltern, dass sie so nicht waren. :rose:

    Immer cool bleiben. Ich habe beide Situationen erlebt. Als meine Omi mütterlicherseits gestorben ist, war abends der Pastor da und es wurde besprochen wie die Beerdigung ablaufen soll. Nachdem der Pastor weg war, Omi war noch nicht unter der Erde, haben sich alle Erben darauf geeinigt, wie das laufen soll. Da wurde dann verteilt: "Du wohnst eh schon in dem Haus, in dem Omi wohnte, Du bekommst das ganze Haus (ohne jemanden ausbezahlen zu müssen). Du bekommst dafür das Aktiendepot. Du bekommst ... " Motto bei der ganzen Aktion war: Auf 10.000,- € gucken wir jetzt nicht. Es wird so verteilt, daß jeder damit was anfangen kann.

    Mein Onkel war ähnlich drauf wie Yummi. In seinen letzten 3 Jahren lag er im Wachkoma. Seine zwei Frauen und Kinder streiten sich heute noch, er ist schon 5 Jahre tot, wer denn jetzt die Pflegekosten zu zahlen hat und wer was vom Erbe bekommt. Die haben sich sogar gegenseitig Möbelteile aus der Wohnung geklaut, damit der/die Andere mit der Schrankwand nichts mehr anfangen kann, weil eine Schranktür fehlt oder beim Sofa ein Holzteil, oder ...

    Ich denke, wenn Yummi das so trocken durchzieht, wird es ähnlich laufen wie in dem letzten der beiden Fälle. Wie war das noch mit der Weihnachtsgeschichte von Ebenezer Scrooge?

    @Sissymaus:
    Ich werde jetzt Yummi zwar zur Verzweifelung treiben, wenn ich sage, daß ich in einem Zwei-Familien-Haus mietfrei wohne trotz eines a13 Einkommens, ist aber so. Die Hütte ist abbezahlt und wird von mir jetzt durchsaniert. Hier eine neue Heizung, da neue Fenster, Garageneinfahrt pflastern, ... also so in Form von Natuarlien stecke ich da schon so 10-15k€ jedes Jahr rein. Aber in Bargeld würden sie das Geld nie nehmen. Dabei gehört mir das Haus nicht einmal.

    Aber da jetzt jeden Euro gegenrechnen? Nee, da gucke ich nicht drauf. Wird bezahlt und fertig.

    Ein Auslandsschuljahr ist Pflicht. Das ist prägend für einen jungen Menschen.

    Geile Vorstellungen. Fast so genial wie: "Meine Kinder bekommen keine Süßigkeiten."

    Sowas erinnert mich immer nur an meinen Sportskammeraden. Seine Eltern meinten nach Namibia auswandern zu müssen und er mußte als Kind im Alter von 12 Jahren mit. Der wollte als Kind schon nicht dorthin, aber die Eltern hatten halt das Auffenthaltsbestimmungsrecht. Hast Du eine Idee davon, wie das Spielchen ausgegangen ist?

    Genau! Direkt am 18. Geburtstag haben ihm morgens noch seine Eltern gratuliert und er ist um 5 Uhr morgens zum Flughafen, um nach Deutschland zurückzufliegen. Inzw. streiten sie darüber, ob er für die Pflegekosten seiner Eltern aufkommen muß oder nicht. Das ist nämlich das Ergebnis von sowas.

    Klar bist Du heute gegenüber deinen Kindern am längeren Hebel. Aber es wird der Tag kommen, da wird es genau andersrum sein und zeigt sich die "Qualität" der eigenen Erziehung. Ich sag nur: "So, wie man in den Wald reinruft, kommt es dann auch wieder raus." Warum sollten Deine Kinder für Dich sorgen, wenn Du sie vorher eh nur als monetären Posten gesehen hast?

    @Yummi

    Wofür denn der ETF (Indexfond), wenn Du eh alle wirklich teuren Posten weit von Dir weist?
    Das angesparte Geld ist doch gerade fürs Studium, den Führerschein usw. gedacht. Als "Kind" würde ich jedenfalls auf das Auslandsschuljahr pfeifen, wenn ich dafür mehr finanziellen Spielraum beim Studium hätte. Das Auslandsschuljahr ist Luxus, das Studium die Basis. Sollte das Geld reichen, würde ich da eher an ein Auslandssemester denken.

    Und ja, meine "Kindheit" lief da etwas anders ab. Da hieß es von Seiten meiner Eltern nur: "Unsere Eltern haben uns das Studium (ok, nur FH, nicht Uni) und den Führerschein ermöglicht, da ist es unsere Pflicht es unseren Kindern auch zu ermöglichen."

    Also erst einmal mit einer Lehre zieg Jahre vertrödeln, um dann das Studium komplett selber zu finanzieren, war nicht.

    Was findet ihr wichtig?

    Wenn ich an meine Schüler denke, fallen mir da spontan ein:

    • Schwimmen können
    • Radfahren können
    • Auch ohne Handy (Akku leer) irgendwo hin kommen können, gesteigert: Das auch noch im Ausland hinbekommen.

    Leider muß ich feststellen, daß im Ruhrgebiet einige Schüler nicht einmal radfahren können. So, wie sie dort mit ÖPNV zugeschüttet werden, besteht da einfach kein Bedarf.

    Hast du Lust, irgendwas ganz Verrücktes zu tun? Wenn ja, was?

    Mir ein kleines Flugzeug kaufen und nach Neuseeland fliegen, persönlich am Knüppel. So wie die da: https://en.wikipedia.org/wiki/1919_Engl…ustralia_flight :)

    Welches ist dein Lieblingstier?

    Ein Wombat. Die Tierchen sind ähnlich stur wie ich. :zungeraus:
    Als ich da mal mit meinem gemieteten Camper auf dem Campingplatz auf dem Trampelpfad des Wombats stand, hat das Tierchen echt versucht den Camper wegzuschieben. :staun:
    Über ein anderes Tierchen der Gattung bin ich auch schon gestolpert. Glaubt nicht, daß die abhauen, wenn Wanderer den Weg entlanglaufen. Das stört die überhaupt nicht.

    Hab einfach mal beides beantwortet.

    Wie lange habt ihr noch bis zum Abflug in den Urlaub?

    Nein, ich mag keinen fremdbestimmten Urlaub. Also wenn Kreuzfahrt, dann in die Antarktis, weil man da nicht anders hinkommt.

    Sollte man sich Krankheit in den Ferien wünschen? Wenn man die ganzen Ferien über krank ist, darf man ja seinen Urlaub dann auch in der Schulzeit antreten und hätte so überhaupt erst die Möglichkeit an entsprechende Urlaubsziele zu kommen. Mein damaliger Kollege hat sich so einen Start beim New York Marathon ermöglicht. Im November wäre er da sonst nie hingekommen.

    Noch über 30 Jahre bis zur Pensionierung zu warten und es dann gesundheitlich eh nicht mehr zu können, ist ja auch keine Option.

    Nein,
    aber dafür den Papst (Jahannes Paul II) und das ohne Vorankündigung. Sind von der Schweizer Garde als komplett Unbeteiligte (da evangelisch :teufel: ) mit einer spanischen Besuchergruppe vom Vorplatz in den Petersdom "getrieben" worden. Da die kleinen Knirpse, ich war damals 5, ganz nach vorne dürfen, stand ich dann bei der Messe wirklich in der ersten Reihe.

    Warum wollen alle im Sommer, wenn das Wetter auch hier gut ist, in den Urlaub und nicht im Winter bei usseligem Wetter?

    Wenn mich jemand nach dem Beruf fragt, gucken die alle nur blöd, wenn ich "Pauker" antworte.
    Hobbys und das ganze Auftreten in der Freizeit passen halt nicht zu dem Job, zumindest nicht in das Weltbild der meisten Fragesteller. Die denken wohl, daß ich als Pauker Briefmarken sammeln müßte oder sowas. :teufel:

    Und nu vorwärts... der Nächste.

    Ich war übrigens während des Studiums sehr lange mit einer Grundschullehrerin zusammen. Mit der konnte ich tatsächlich so ungefähr ab meiner Referendarszeit leider nichts mehr anfangen. Ich fürchte, auch für das folgende droht mir die virtuelle Steinigung, aber ich fand die Probleme, von denen sie berichtete, dermaßen trivial, dass ich mich irgendwann GAR nicht mehr dafür interessiert habe. Das war der Anfang vom Ende der Beziehung.

    So ein ähnliches Gefühl habe ich bei uns im Kollegium. Allerdings geht es da eher um die "Komfort-Zone", also für was man alles einen Handwerker bestellt, weil man es selber nicht kann und auch nicht können will. Gefolgt vom Genöle über die Qualität der Handwerker-Leistungen. So entschuldigung, daß ich auch noch auf eine 6m hohe Leter steige und einen tropfenden Wasserhahn selber ersetze. Für sowas Handwerker zu rufen, ist mir einfach zu blöd. Wir sind doch alle erwachsen und auf das Kleinkindchenschema "ich brauch bei allem Hilfe ud kann selber nix", fahr ich absolut nicht ab.

    Geht dann weiter über die Urlaubsgestaltung: "Du fliegst nach ..., da will ich auch gern hin", bekomme ich da zu hören. Auf meine Antwort: "Ja, dann buch doch ein Flugticket, in dem Camper (gemietet im Zielland) habe ich schon noch einen Platz frei, der Flug dauert aber 24 Stunden ... und der ist noch das Entspannste an der ganzen Reise", kommt dann nur noch Ablehnung. Da verlasse ich wohl regelmäßig deren Komfort-Zone?

    Mittels der Überleitung "abgebrochene Fingernägel" kommen dann irgendwann der Satz einer meiner Koleginnen: "Ich such jetzt im Internet einen Partner für die nächsten 10 Jahre als Lebensabschnittsgefährten und heirate den." Ja wie, die planen vor der Hochzeit schon die Scheidung? :staun:

    Also wenn ich jetzt schon weiß, daß ich da in 10 Jahren vorm Scheidungsrichter stehen werde, weil das alles so geplant ist, dann will ich nicht. Dann bleib ich Single, auch wenns nicht toll ist. Aber ok, für meine Umwelt bin ich dank meiner Marotten eh schon komplett außen vor. Für die bin ich einfach zu anstrengend, wohl weil unberechenbar oder eben berechenbar weit außerhalb ihrer Komfort-Zone.

    Der Erstbesteiger von irgendeinem Berg oder sowas... halt jemand, der irgendetwas zum ersten Mal gemacht hat.
    Motto: Alle sagten: "Das geht nicht." Und dann kam einer, der das nicht wußte und hat es einfach gemacht.

    Kannst Du dem Satz "Man plant alles in seinem Leben, aber die beiden wichtigsten Entscheidungen, nämlich 'mit wem lebe ich zusammen' und 'welchen Job habe ich', sind absolute Zufallsprodukte, abhängig davon welche Leute man wann zufällig tirfft", auch unterschreiben?

    Wer sich "zerfleischt" fühlt, soll doch mal bitte schildern, worin genau das "Zerfleischen" besteht.

    Gerne doch:
    Als ich damals ins Ref. einstieg und eine Schule zugewiesen bekam, ging es schon beim ersten Schulbesucht noch weit vor der Vereidigung los. Die Schulleiterin sagte mir auf den Kopf zu, daß ich es nicht schaffen werde, sie würde mir das ansehen. Sie wollte mich halt einfach loswerden, weil sie sich schon einen Quereinsteiger ausgesucht hatte, den aber nicht einstellen konnte, weil ich mit genau der gleichen Fächerkombination als Refi ihr aufs Auge gedrückt wurde. Dank des BdU hatte die Schule dann auch keine Stelle mehr frei, um den Quereinsteiger parallel einzustellen. Über die ganzen Details der folgenden 2 Jahre will ich mir öffentlich nicht auslassen, es war jedenfalls heftig. Das ich nachher nicht an der Schule bleiben wollte (und die mich eh nicht haben wollten), dürfte klar sein.

    Zusammengefaßt soviel: Die ersten 3 Jahre nach dem Ref. mögen vielleicht Arbeit bedeuten, das Ref. selber bedeutet aber (zumindest in meinem Fall) Krieg!


    Die Rechtschreibung ist eine Katastrophe. Wie kann jemand durchs Studium kommen, ohne die gängigen Rechtschreibregeln zu beherrschen oder wenigstens nachzuschlagen, wenn er/sie sich unsicher ist?

    Wie kann jemand Schulleiter werden, der das ebenfalls nicht beherrscht? Mein Schulleitergutachten hat jedenfalls über 30 Rechtschreibfehler.

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