Beiträge von plattyplus

    Für mich ist immer noch das wichtigste Argument gegen Kreidetafeln der unendliche Dreck, den die verursachen. Dieser Schmutz, dieser Staub, am schlimmsten ist der Kreideschleim nach dem (zu) feuchten Tafelputzen. Dreckig und primitiv. Ein wahres Relikt des 19. Jhs.Man könnte darüber streiten, ob die Kreidetafel damit nicht zum perfekten Paradigma des deutschen Schulsystems würde?

    Naja,
    ich binb der Kreide gegenüber positiver eingestellt. Den Kreideschleim bekommen wir regelmäßig durch Abziehen der Tafeln mit einem Fenstergummi runter. Entsprechend verfügt bei uns jede Tafgel auch über einen Schwamm und ein Fenstergummi. Manche meiner Schüler meinten schon mal, ob man vor dem Lehramtsstudium eine Lehre als Fensterputzer hätte machen müssen. ;)

    Außerdem finde ich den Kreideschleim gar nicht so schlimm. Was meinst Du denn, was die Dir als Kontrastmittel zu trinken/schlucken geben, wenn es beim Röntgen mi Krankenhaus heißt: "Thorax in zwei Ebenen + Kontrast". Genau, es ist exakt dieser Kreideschleim und entsprechend ist der mir noch allemal lieber, als irgendwelche hochchemischen Filzstift-Rückstände von den Weißwandtafeln oder sonstwas.

    Warum kannst du an einer Kreidetafel mit deinen Schülern ein Tafelbild entwickeln und an einem digitalen Whiteboard geht das nicht?

    Meine Schüler wußten irgendwann bei dem ganzen Gescrolle gar nicht mehr, wo wir eigentlich gerade bei dem "Tafelbild" sind. Das Tafelbild muß als Ganzes auf dem Gerät sichtbar sein und dafür sind die Dinger einfach zu klein.

    Mit diesem Argument sind Kopiergeräte SOFORT abzuschaffen und die alten, mechanischen Matritzendrucker wieder einzuführen. Damals roch es auch noch besser ;)


    Du wirst lachen, aber unsere beiden Kopierer laufen auf Leasing inkl. eines Wartungsvertrags mit 3 Stunden Reaktionszeit und bei einem Totalschaden steht binnen 24 Stunden ein Austauschgerät da. Der Leasinggeber tauscht die Geräte auch alle 5 Jahre gegen neue aus. So müßte das bei den elek. Whiteboards auch laufen. Aber erklär das mal der Verwaltung. Da beißt auf Granit, weil dann die tatsächlichen Kosten der Elek. Whiteboards erst offensichtlich werden. Die Anschaffungskosten, das sind die einzigen, die aktuell gesehen werden, sind da ja der kleinste Posten.

    @Kapa
    Ja, und ich muß gestehen, daß es so, wie es heute ist, total Sch**** aussieht, wie da manche in der Öffentlichkeit rumlaufen. Schuhe zubinden geht nicht mehr, eine Schulterklappe hängt runter, ...

    Nee du, man braucht zwar keine Bügelfalte in einer Jeans, aber so total abgerockt, wie da manche rumlaufen, geht auch nicht.

    Apropos 'reinrollen: Wir hatten mal Laptopwagen. Je einen für zwei Flure (die übrigen Klassenräume waren außen vor). Die wurden nie benutzt.

    Hör mir bloß mit dem Scheiß auf. An meiner alten Schule hatten wir auch solche Wagen. Benutzt hat die aber nach der ersten Euphorie, die 2 Wochen anhielt, niemand. Der Grund war relativ einfach; die Schulleitung hatte die Anweisung herausgegeben, daß zu Schulschluß die Netzstecker aller Geräte gezogen werden müssen von wegen Feuergefahr. Ergebnis davon war, daß die Notebooks natürlich nie ihre Akkus laden konnten. Bei 30 Notebooks dauert das ja zieg Stunden, weil immer nur 6 Geräte gleichzeitig geladen werden können an einer Schuko-Steckdose, ohne das die Sicherung rausfliegt. Aber wenn der Stecker des Wagens natürlich gezogen wird, passiert da nichts.

    Da gab es echt Kollegen, die am Nachmittag selber den Stecker gezogen haben, um sich am nächsten Tag zu beschweren, daß die Notebooks nicht laufen. :autsch:

    Für uns auf dem Land ist das Auto immer noch ein Segen, auch wenn das kein städtischer Umweltschützer einsehen will. Die werden dort ja mit ÖPNV zugeschüttet und können es sich gar nicht vorstellen, daß es am Wochenende über 36 Stunden (Samstagnachmittag - Montagmorgen) bei uns gar keinen ÖPNV gibt.

    Wenn ich an Umweltschutz denke, muß ich bei uns zwangsweise ans Militär denken. Die sind es nämlich, die den Truppenübungsplatz Sennelager in den letzten 200 Jahren erst zu einem schützenswerten Biotop gemacht haben, das an Wochenenden auch für Zivilisten als Erholungsgebiet zugänglich ist, so lange man die Straßen nicht verläßt. Natürlich laufen die Umweltschützer aus Düsseldorf (200km weit weg) dagegen sturm, daß hier in der Region alle der Meinung sind, daß man den Truppenübungsplatz weiter unter der Fuchtel des Militärs belassen sollte. So lange die da das Sagen haben, kann da niemand bauen, auch nicht die Großkopferten aus der Politik.
    --> https://de.wikipedia.org/wiki/Truppen%C3%BCbungsplatz_Senne

    Weitere Meinungen?

    Was ja auch extrem schlimm wäre., wenn das der Mann können müsste.

    Früher hat Mann das während der Wehrpflicht gelernt. Die Ausgehuniform hatte ja entsprechend auszusehen, um fürs Wochenende die Kaserne verlassen zu dürfen. Aber die Wehrpflicht gibt es ja nicht mehr und die Soldaten, denen man auf der Straße begegnet, laufen heute auch alle im Kampfanzug rum. Auf Etikette scheint man bei der Wache am Kasernentor nicht mehr zu achten.

    mit den Schülern gemeinsam die T-Konten ausfülle

    Wie machst Du das?

    Ich habe in der Abendschule das Problem, daß wir beim Buchen 20-30 T-Konten gleichzeitig offen haben und die muß ich dann alle auch an der Tafel haben. Da reicht einfach der Platz vorne und hinten nicht und ich nehme immer schon den Raum mit den größten Tafeln in der Schule. Abends hat man ja praktisch freie Raumwahl. Mit den kleinen elek. Whiteboards geht das doch gar nicht. *grübel*

    Unter 10km Strecke mach ich das Auto nicht an.
    Mein Problem aber: 6o.ooo km Fahrleistung jährlich und dazu noch Flugreisen, zwar wenige, aber richtig weit. Also so weit, daß es kein anderes Verkehrsmittel gibt.
    Da werden meine bewaldeten 6.ooo m² wohl kaum ausreichen, um das ganze CO2 wieder einzufangen.

    Warum wohnen gefühlt die meisten Umweltschützer in Großstädten, kennen die Natur selber nur vom Blumenkasten auf dem Balkon und wollen der Landbevölkerung dann erzählen, wie sie zu leben haben?

    Schaffst du es, während deines Urlaubs (also während du weggefahren bist) im Internet nicht auf Lehrerseiten zu gehen?

    Natürlich schaffe ich das. Der Computer bleibt nämlich zuhause. :zungeraus:
    Das Handy ist auch nur für den Notfall da. EU-weites Roaming ist inzw. zwar bezahlbar, aber weltweites Roaming ist immer noch viel zu teuer, um da ans Surfen zu denken.


    Sorry, hatte die letzten Beiträge übersehen, daher:

    Über was kannst du dich freuen?

    Über Geschenke, die man nicht kaufen kann, die aber sehr viel Aufwand verursachen. Meine damalige Freundin hat mir z.B. im Urlaub mal zum Geburtstag einen Glaskuchen (--> http://www.mamas-rezepte.de/kuchen_im_glas_rezepte.html ) unter die Nase gehalten. Den hat sie vorher 50km weit im Ruckwack mitgeschleppt und schon den ganzen Urlaub dabei gehabt. :staun:
    Da der Kuchen im Einmachglas gebacken und das noch heiße Glas dann verschlossen wird, ist der ja auch ohne Kühlung locker 6 Monate haltbar.


    Nächster?

    Die Anschaffungskosten sind das allerallerallerbilligste bei der Angelegenheit.

    Vor allem muß sich die grundlegende Einstellung ändern. Wenn man sowas anschafft, muß man das komplette Beschaffungswesen umstellen. Ich habe hier auch das Vergnügen "nebenbei" für ein paar Computer den Support machen zu dürfen. Das Ergebnis sieht so aus, daß der Chef von mir verlangt, daß ich die Ersatzteilbestellungen bis Mai bei ihm einreichen soll. Das sind dann die Ersatzteile für alle Defekte, die im Kalenderjahr kommen. Ich soll also schon im Mai wissen, was im November kaputtgehen wird. Einfach das Geld zu sparen und die Teile, dann aber wirklich sehr kurzfristig, zu beschaffen, wenn sie kaputt gehen, ist keine Option. Im November ist dann nämlich ggf. wieder Haushaltssperre.

    Daraufhin kam von der Verwaltung der Tipp doch einfach Ersatzteile einzulagern. Als ich dann mal die Rechnung aufgemacht habe, daß wir dann für ca. 50.000,- € Teile einlagern müßten und diese Teile nach 3 Jahren auf dem Müll landen, dann eben ggf. ungebraucht, also allein die Ersatzteilhaltung jedes Jahr 15.000,- € kosten würde, guckten sie nur noch ganz blöd.

    Da bekomme ich von den Kollegen immer nur zu hören: "Wenn du das so dem Chef verkaufst, bekommst Du sowieso nichts." Ja, dann bekomme ich halt nichts. Aber immer noch besser als mit irgendwelchen kurzfristigen "Nice to have" Argumenten zu kommen und sich dann das Genöle der Kollegen anhören zu müssen, weil die in meinem Raum irgendwas machen wollen, aber Rechner nicht laufen. Das wird dann auch gerne gepaart mit "Du bekommst Doch 0,5 Ermäßigungsstunden dafür". Was soll ich denn ohne Ersatzteile machen? :daumenrunter:

    Inzw. bin ich soweit: Die Ermäßigungdstunde können sie gerne von mir haben, wenn ich dann mit in den Chor der Nöler einstimmen kann.

    Oder, die positive Lösung: Jeder Raumbetreuer bekommt für seinen Raum ein bestimmtes jährliches Budget, über dessen Höhe wir gerne streiten können. Aber mit dem Budget macht der Raumbetreuer dann, was er für richtig hält. Ob er davon alle 3 Jahre günstige oder alle 7-10 Jahre richtig teure Computer anschafft, ist sein Ding. Das will die Verwaltung dann aber auch wieder nicht hören.

    Den Überblick nicht verlieren...
    Bei mir versuchen sie immer mich abzulenken mit "ich hab da mal ne Frage" und gleichzeitig geht am anderen Ende des Raums die Koproduktion los.

    Mein Mittel dagegen:
    Wenn groß die Buchstaben A, B und C auf den Klausuren stehen und ich sie von getrennten Stapeln austeile, sind sie identisch. Steht nichts drauf und ich teile alle vom gleichen Stapel aus, sind sie unterschiedlich. Die Klausuren haben meist die gleichen Fragestellungen, unterscheiden sich aber in der Situationsbeschreibung nur um eine Zahl, eine Bemerkung, die zu einem komplett anderen Ergebnis führt. Dabei haben es zwei Schüler, die die Klausuren B und C hatten, sogar mal geschafft die Lösung zu A zu erarbeiten. :autsch:
    Die haben so gut zusammengearbeitet, daß die Antworten exakt identisch waren. Sogar die Rechtschreibfehler waren gleich.


    Es sind Ferien, warum unterhalten wir uns noch über sowas?

    Selber gespickt: Deutsch, 3. Klasse... und erwischt worden

    Kreativster Spickversuch, den ich erwischt habe: Die Schüler sollten ihre Klausuren am PC schreiben, das Netzwerk war abgeschaltet. Zwei SChüler haben einen USB-WLAN-Stick in den Rechner gesteckt, ein Ad-hoc WLAN aufgemacht und so eine Koproduktion abgeliefert.

    Und weiter?

    Finde die Epoche des Spätmittelalter sehr interessant.

    Und du?

    Ich bin froh keine 50 Jahre früher geboren worden zu sein oder noch früher. Dann hätte ich nämlich meine ersten Stunden nicht überlebt und wäre schon seit 38 Jahren tot.

    Warum finden die Menschen die alten Epochen so romantisch? Weil die Schauspieler da in Kinofilmen immer bestens geschminkt rumlaufen?
    Im alten Ägypten sind sogar Pharaonen an Zahnschmerzen (bzw. an der Entzündung) gestorben.

    Für mich klingt das nach wie vor wie "Kenn ich nicht, will ich nicht". Es ist überhaupt nicht notwendig, LED-Displays zu nutzen.

    Sagen wir mal so: Ich hatte in meinem Ref. das Vergnügen meine Hausarbeit über den Einsatz interaktiver Whiteboards schreiben zu dürfen. In dem Rahmen habe ich auch die Mensch-Maschine-Schnittstelle der Geräte auseinander genommen und mein ERgebnis war, daß die Geräte für einen Schülerabstand von bis zu 10m (Ja, auch der Schüler in der letzten Reihe muß noch was sehen können.) und bei einer durchschnittlichen Sehleistung (Auflösungsvermögen des menschlichen Auges) einfach viel zu klein sind. Hab damals entsprechend die Größe ausgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß 3m*2m das Mindestmaß ist, wenn die Schüler auch noch den Mauszeiger erkennen können sollen.

    Mein persönliches Fazit sieht so aus, daß ich froh bin den Kram wieder loszusein, weil er eh nicht ausreichend zuverlässig funktioniert. Das Größenproblem ist dann zusätzlich noch das KO-Kriterium.


    Warum sollte sich ein technisch versierter Kollege nicht auch um die Hardware kümmern können?

    Weil ich von einer Wartung erwarte, daß ich sie auch in der Abendschule um 21 Uhr noch anrufen kann, wenn das Gerät streikt, und sie dann nachts anrücken und reparieren, auf das das Gerät am nächsten Morgen um 7.30 Uhr wieder läuft. Wir haben immer weniger Unterrichtsräume, weil die für so Mätzchen wie "Selbstlernzentrum", "Medienzentrum", ... zweckentfremdet wurden. Gerade im ersten Halbjahr, wenn die ganzen Prüfungsklassen noch da sind, die übliche Lehre im technischen Bereich dauert ja 3,5 Jahre, haben wir akute Raumnot und können auf keinen Raum verzichten, weil da die Tafel kaputt ist oder sowas.

    So, welcher Kollege soll jetzt nachts die Wartung machen und in dem Rahmen bitte auch bis zum nächsten Morgen notfalls die komplette Hardware austauschen, sollte etwas defekt sein? Da müßten entsprechend komplette Whiteboards in Einzelteilen für den Notfall eingelagert werden.

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