Beiträge von plattyplus

    Muss aber sagen, dass beim letzten mal dann drei da waren von zehn "eingeladenen", und die hatten dann auch echt miese Noten. DIE taten mir dann - trotzdem zwei davon zu den "üblichen Verdächtigen" gehörten - doch leid.

    Na, bei mir war es halt so, daß die immer wieder krank waren an den Berufsschultagen. Also wenn sie wieder da waren, habe ich ihnen in der 1. Stunde gesagt, daß sie gleich in der 3. Stunde nachschreiben. Zu Beginn der 3. Stunde waren sie dann weg, weil "krank" und haben auch immer Atteste dafür angeschleppt. Das zog sich dann über insg. 2,5 Monate!

    @Landlehrer:
    Wenn das bei Euch in Bayern so ist, schön. Bei uns darf ein Schüler, der zu einer Prüfung zu spät kommt, die Prüfung noch anfangen. Allerdings geht die fehlende Bearbeitungszeit natürlich zu seinen Lasten. Aber wenn der Kollege ihm da keine Prüfung ausgehändigt hat, kann man dem Schüler deswegen natürlich keinen Strick draus drehen.

    Das geht an Berufsschulen zum Teil nicht, wegen der Schulrhythmen: Die jungs sind an 1 bzw 2 Tagen die Woche da, andere Klassen an anderen 1 bzw 2 Tagen. Die restlichen Tage wird gearbeitet. Drum kommt bei uns WENN, dann Abend oder Samstag in Frage, aber das tut ich mir garantiert nicht an (außer wenn ich sowieso abends drin bin, s.o.).

    Bei ganz extremen Fällen habe ich auch schonmal im Betrieb angerufen, gefragt wann die Feierabend haben und gefragt, ob der Chef mit einer erzieherischen Maßnahme einverstanden ist. Die durften dann nach der Arbeit (also nicht am Berufsschultag) abends bei mir in der Abendschule auflaufen und oft hat der Chef sie dann auch persönlich bei mir abgeliefert, damit sie sich auf dem Weg auch nicht verlaufen. :pirat:
    So eine Nummer muß man, wenn man sie über ein Schuljahr mal durchgezogen hat, auch lange Zeit nicht mehr anwenden. Irgendwie spricht sich sowas unter den Azubis über Jahre rum.

    Wer unentschuldigt fehlt bekommt eine 6.

    Das ist mir auch klar, nur was will man machen, wenn der Reffi dem einen Zuspätkommer die Klausur gar nicht erst gegeben hat? Evtl. hätte er in den verbleibenden 30 Minuten ja noch ein Literarisches Meisterwerk abliefern können.


    Ich setze den Nachschreibtermin erst an, wenn alle Schüler wieder gesund sind.

    Das funktioniert hier auch nicht. Dafür sind es einfach viel zuviele. Da ist immer wer krank. Ich meine wirklich krank und nicht eingebildet krank.

    Bei den eingebildeten Kranken fahre ich allerdings auch harte Linie. Vor der Klausur mußt ja immer fragen, ob sich alle gesund fühlen, wenn nicht, dann sollen sie jetzt zum Arzt gehen und nicht gleich in 2 Minuten, wenn sie den Aufgabenzettel haben. Hatte da auch immer mal Einzelne, die gesund aussahen, dann aber trotzdem aufgestanden sind und gehen wollten. Meine Antwort ist dann immer nur: "Kein Problem. Gehen sie jetzt zum Arzt, um sich ihr Attest bzw. die Krankschreibung (gelber Schein) zu holen. Ach und, bevor sie gehen, können wir ja schonmal den Nachschreibtermin festzurren. Ich würde vorschlagen Donnerstag 18 Uhr, wenn das nichts wird, dann wahlweise montags oder dienstags 18 Uhr."

    Was meinst, wie viele sich da wieder hingesetzt und dann doch mitgeschrieben haben. Vielleicht sollte ich mal ein Buch über diese Spontanheilungen schreben. :teufel:
    Zweimal hatte ich altgediente Kollegen als Zeugen im EDV-Raum, weil die gerade an einem Rechner Software installieren wollten oder so. Denen blieb aufgrund des ganzen Ablaufs da die Spucke weg. Dabei war ich erst gerade ein Jahr nach meinem Ref. dabei, also auch noch taufrisch. :staun:

    Moin,

    vielleicht kennt Ihr das Problem der Nachschreibtermine auch. Es kommen die Schüler dann alle einzeln, weil von den 5 Nachschreibern natürlich an dem Tag wieder welche Krank sind. Ergebnis ist, daß man zieg Nachschreibtermine braucht und natürlich eine große Anzahl an Klausuren "verbrennt". Wie löst Ihr das Problem?

    Ich frag nur, weil ich letztens unseren Referendar (ist gerade erst ein paar Monate dabei) in der Klasse stehen hatte in meinem Unterricht. Bin zwar da nicht der Klassenlehrer, die beiden Kandidaten kenne ich aber, weil ich sie im vorherigen Jahr als Klassenlehrer hatte und sie eine Ehrenrunde gedreht haben. Er wollte zwei Schülern zum Nachschreiben seiner Klausur holen. Blöd allerdings, daß nur einer da war. Ich habe daraufhin im Klassenbuch nachgesehen, ob die beiden wirklich nachschreiben dürfen und bin mit dem Ref. dann mal kurz im Nebenraum verschwunden, weil bei dem Kandidaten, der nicht da war, für den Klausurtag kein Attest vermerkt war. Der Schüler war einfach 60 Minuten zu spät gekommen und unser Reffi im BDU hat ihm die Deutsch-Klausur nicht mehr gegeben, weil er die in der verbleibenden Zeit ja nicht schaffen könne und das auch vor der ganzen Klasse so begründet.

    Naja, der Reffi kennt sich wohl mit dem Schulrecht noch nicht so gut aus bzw. traut sich nicht das auch wirklich durchzusetzen. Ok, ich hatte da zu Beginn auch Bammel mal auf den Putz zu hauen, deshalb habe ich nach unserer Unterredung im Nebenraum das Heft des Handelns in die Hand genommen.

    • Ansage an den einen Nachschreiber: Ruf mal deinen Kumpel an, Handy hast ja eh versteckt unterm Tisch liegen, und frag ihn wo er ist.
    • Als er ihn an der Strippe hatte, kam meine Ansage: "Neuer Nachschreibtermin genau eine Woche später. Wenn dann beide nicht da sind, wären alle darauffolgenden Nachschreibtermine bei mir abends um 18 Uhr. Wegen der Abendschule bin ich ja eh da. Der Hr. ... gibt mir dann einfach die Aufgaben und ihr schreibt bei mir." Die beiden haben das bei mir nämlich auch schonmal versucht, daß immer nur einer krank ist. Gibt ja Ärzte, die das Spiel mitspielen. Außerdem sind wir an einem Berufskolleg und beide Schüler sind inzw. volljährig.
    • Als dann noch Gemaule kam von wegen "Ich war ja nur zu spät, hätte also noch schreiben können ...", war mein Fazit nur noch: "Genau, ich hätte dich auch schreiben lassen, auch wenn du nicht 30 Minuten sondern nur noch 30 Sekunden Restzeit gehabt hättest und es nur für deinen Namen auf dem Aufgabenblatt gereicht hätte!" Damit war für mich die Diskussion beendet.
    • Der eine Schüler, der da war, hat daraufhin seinem Kumpel am Telefon etwas Feuer unterm Hintern gemacht von wegen der etwaigen 18 Uhr Termine.

    Unser Reffi fragte mich später im Lehrerzimmer, was das denn war. Antwort: Erziehung live! :zungeraus:
    Oder hätte ich den Reffi da weiter rumeiern lassen sollen? Habe ich ihn so erst recht bloßgestellt? Wobei, kann es da überhaupt noch schlimmer kommen, wenn sich schon die Schüler die Klausurtermine quasi alle einzeln selber aussuchen?

    Ach komm - sie ist Botschafterin beim Vatikan.

    Ja und?

    Mutti Merkel hat mal telefoniert und schon waren alle Regeln über Bord geworfen. Gottseidank ist die FDP gestern ihrem Gewissen gefolgt und hat diesem unsäglichen Theater von Sondierungsgesprächen "Wir sprechen mal darüber, ob wir überhaupt über eine etwaige Regierung sprechen wollen..." ein Ende gesetzt. :)

    Bei uns im Lehrerzimmer hatten wir heute die Diskussion: Was ist, wenn die SPD doch noch in eine große Koalition geht mit der einen Vorgabe, daß die SPD den Kanzler stellt? :pirat:
    Kanzlerin Barley könnte ich mir vorstellen.

    Sollte das Sabbatjahr evtl. doch in Fragef kommen: Zumindest in NRW kann man die Ansparphase auf 2 Jahre verkürzen. Da arbeitet man also 2 Jahre voll für 2/3 des Gehalts und hat im 3. Jahr frei.
    Die Frage bei der Beurlaubung ist halt, ob Du dir das finanziell leisten kannst. Bei unbezahltem Urlaub fällt ja auch das Einkommen komplett weg, die Kosten bleiben aber gleich oder werden gar höher, wenn du auch räumlich Abstand von der Situation nehmen willst (=ans andere Ende der Welt reisen).

    Das würde auch deutlich mehr Männer in den Beruf bringen

    Also ich wage zu bezweifeln, daß durch eine bessere Bezahlung mehr Männer an der Grundschule anfangen. Dafür bräuchte es eine grundsätzliche Änderung in der Gesellschaft zu den Geschlechterrollen. Jedenfalls habe ich während meines Zivi-Dienstes für mich ausgeschlossen, jemals an einer Grundschule zu unterrichten. Damals hat die Oberschwester (sorry, heißt ja gender-neutral "Regionale Pflegedienstleitung") ganz klar zu verstehen gegeben, daß Männer auf einer Kinder-Intensivstation nichts zu suchen hätten, weil jeder Mann, der den Job freiwillig macht, nur ein potentieller Kinderschänder sein kann, der den Job nur als Sprungbrett nutzen würde, um sich an den Kleinen zu vergreifen. Sie gab erst Ruhe, als ich hier meinen Stellungsbefehl vor die Nase gehalten habe, woraus hervorging, daß ich eben nicht freiwillig da war. Neben mir gab es nur einen männlichen Pfleger, der aber auch nur deswegen da war, weil er eingestellt wurde, als die Dame für ein paar Wochen in Kur war. :autsch:

    Entsprechend würde ich mich da als Mann an einer Grundschule immer mit einem Bein im Knast sehen.

    An anderen Schulformen ist es ja ähnlich. Warum muß ich eine weibliche Lehrkraft (von denen es am technischen BK nicht so viele gibt) mitnehmen, wenn auch nur ein Mädchen in der Klasse ist, aber die Kollegin kann mit der reinen Jungen-Klasse alleine fahren?

    Oder, wenn es um den entsprechenden Kontext außerhalb der Schule geht, sehe man sich nur mal den §183, Abs. 1 StGB an: "Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."
    Ich wäre da mal für Gleichberechtigung, also verboten für alle. :zungeraus:

    Was meinst du konkret mit "Anspruch im Studium [...] massiv erhöhen? Letztlich soll ja das Ziel des Studienganges Grundschullehramt sein, dass die Absolventen das theoretische Wissen zur Qualifikation zur Ausübung des Berufs des Grundschullehrers erwerben.

    Also ich wäre auch dafür die Ansprüche zu erhöhen. Es kann nicht sein, daß irgendwie alle durch das Studium durch kommen und dann nur die Absolventen mit Note 1,1 genommen werden. Dann lieber so wie in Maschinenbau, Physik oder Chemie. Wer da mit der Note 4 sein Diplom bzw. den Master besteht, der findet auch damit einen Job.

    Daher gebe ich HA eher selten auf, lasse eher etwas beenden - wobei die Hausaufgabe "Lernen" natürlich immer besteht.
    Aber das hängt wohl doch sehr von der Alters- und Klassenstufe ab !

    Wobei ich bei uns an der Berufsschule noch die Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb hinzukommt.

    Genauer: Bei 1,5 Berufsschultagen müssen die Azubis an einem Berufsschultag später ja noch in den Betrieb. In meinem Referendariat habe ich kennengelernt, was das in manchen Berufen heißt. Morgens waren die Einzelhandel-Azubis für 4 Stunden bei uns und danach mußten sie abends noch in den Supermarkt. Am nächsten Tag hatten sie dann bei uns ihren kompletten Berufsschultag. So, jetzt kann man sich ja an drei Fingern abzählen wie kurz die Nacht dann wird, wenn man am ersten Tag endlich Feierabend hat. Supermärkte haben ja bis 22 Uhr geöffnet und da die meisten Kunden am Abend kommen, schieben die Azubis da auch eher Spätschicht, so spät wie eben gerade noch gesetzlich zulässig.

    Da war es mir wesentlich wichtiger, daß die Azubis am zweiten Berufsschultag halbwegs ausgeschlafen zur Schule kommen. Da war es dann in der Schule auch allgemeiner Konsens, daß keine Hausaufgaben aufgegeben werden.

    Hausaufgabenkontrolle bedeutet bei dir:

    [...]
    Mich interessiert auch, in welchen Alters- bzw. Klassenstufen was nötig und möglich ist.

    Was sagt ihr?


    Moin,
    also ich unterscheide zwischen Azubis in Berufsschulklassen und Schülern in den Vollzeitklassen. Bei den Azubis ist es mir ehrlich gesagt wichtiger, daß sie ausgeschlafen in den Unterricht kommen. Da haben wir z.T. damit zu kämpfen, daß sie die 11 bzw. 12 Stunden Ruhezeit vorab einhalten. Da verzichte ich entsprechend auf Hausaufgaben.

    Bei den Vollzeitklassen sind Hausaufgaben meiner Meinung nach auch ein zweischneidiges Schwert. Also den Azubis/Schülern Aufgaben zu geben ist eine Sache, aber das alles im Unterricht zu kontrollieren eine ganz andere. Das Problem dabei ist doch, daß dafür extrem viel Unterrichtszeit zur Kontrolle verloren geht. Also was nutzen mir Hausaufgaben (allein für mein Fach) im Umfang von 30 Minuten, wenn ich später im Unterricht ebenfalls 30 Minuten einer Doppelstunde benötige, um die Schülererarbeitungen zu kontrollieren?
    Was natürlich gut geht, wenn man das Thema der Hausaufgaben in der nächsten Stunde wieder aufgreifen kann und so die Schüler, die die Aufgaben gemacht haben, entsprechende Vorteile bei der sonstigen Mitarbeit haben. ;)

    Schon vor 12 Jahren habe ich (Lehramt auf Grund-Haupt-und Realschulen) 8 Semester Regelstudienzeit gehabt. *schulterzuck*

    Bei uns in NRW war das anders. Da wurde unterschieden zwischen Lehramt Primarstufe (=Grundschule), Lehramt Sekundarstufe I (=Haupt- und Realschule), Lehramt Sekundarstufe II (=Gymnasium & allgemeinbildende Fächer am Berufskolleg, Klasse 11-13), Lehramt Sekundarstufe II/I (=Gymnasium, darf aber auch in Klasse 5-10 unterrichten) und Lehramt Sekundarstufe IIb (=berufsbildende Fächer am Berufskolleg).

    Die ganze Lehramtsausbildung ist aber auch sehr unterschiedlich, wenn man die Bundesländer vergleicht. Dies habe ich festgestellt, als ich mein 2. StaEx aus NRW in Niedersachsen anerkennen lassen wollte. Ging nicht. Bei meiner Cousine war es ähnlich. Sie hatte Lehramt Grundschule in Niedersachsen studiert und wollte nach NRW zurück.

    Ich habe die Landesgrenze halt 15 Minuten Fahrzeit vor der Tür. Da wäre es schon schön gewesen, hätte ich mich an Schulen in allen vier HImmelsrichtungen im Umkreis bewerben können.

    und die Beamten stünden immer noch besser da als so gut wie jeder Rentner, zumal sie ja keinen Cent dafür einbezahlen.

    Na, ich hätte keine Probleme damit in die Rentenkasse einzuzahlen, nur müßten wir dann mal ganz grundsätzlich über die Höhe meines Bruttolohns bzw. der Bruttobesoldung reden. Beamte zahlen doch nur deswegen nicht in die Rentenvesicherung ein, weil es so aktuell für den Arbeitgeber (also bei uns für das Bundesland) günstiger ist. Sonst müßten sie nämlich in jedem Monat den Arbeitgeberanteil abführen und unsere Bruttolöhne müßten auch entsprechend aufgestockt werden. Das will die Politik nicht, weil sie dann heute mehr Geld in die Hand nehmen muß, das sie nicht mehr für ihre politische Gestaltung ausgeben kann.
    Das das Beamtensystem natürlich langfristig zu enormen Pensionslasten führt, weil das Geld, das eigentlich für Pensionen in der Zukunft zurückgestellt werden müßte, heute bereits für andere Dinge ausgegeben wird, ist allen klar. Allerdings denken Politiker nicht langfristig sondern nur bis zum Ende der Legislaturperiode. Die Lasten fallen dann erst den nächsten Regierungen auf die Füße, aber dann sind die Entscheider schon lange nicht mehr in der Politik.


    Solche Leute sind genauso eine Ausnahme wie Beamte in der GKV

    Du sprichst gerade mit so einer Ausnahme. :pirat:

    Unter den geschilderten Bedingungen würde ich schon auf meinem coolen Job sitzen bleiben bis zur Rente. Oder ist vielleicht doch irgendwas nicht ganz so schön??

    Vielleicht ist der coole Job ja auch ein Schleudersitz und die Rente kommt schneller, als einem lieb ist. ;)


    Bologna-Prozesses

    Ja, der Prozeß hat irgendwie nur den Master of Disaster hervorgebracht. Warum können die da nicht auch eine Rolle rückwärts machen, wie bei uns in NRW mit dem G8-->G9 bei uns an den Gymnasien, zurück zur alten Diplomprüfungsordnung?

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