Beiträge von plattyplus

    Ich verstehe deinen Ärger, wir haben ja gerade auch Trubel mit dem Finanzamt, weil die Solarfirma scheinbar nicht mehr vorhanden ist und wir bisher keine Bescheinigung für die energetische Sanierung haben.

    Ich habe es halt bei meiner Solaranlage und aktuell auch bei meiner Brauchwasser-Wärmepumpe erlebt, dass die Kostenvoranschläge der Handwerker so extrem waren, dass ich dann die Dinge gar nicht umgesetzt hätte.

    So habe ich meine Solaranlage selber aufs Dach genagelt, alle Komponenten „Made in Germany“ (SMA, Meyer Burger, Varta), habe auf die knapp 10.000€ Förderung verzichtet und war am Ende trotzdem noch 30.000€ unter dem Kostenvoranschlag.

    Bei der Brauchwasser-Wärmepumpe war es ähnlich. Die habe ich im Internethandel für 2.500€ eingekauft + 1.000€ fürs Kleinmaterial. Der Spaß hat mich also 3.500€ gekostet. Der Kostenvoranschlag des Handwerks belief sich auf 10.500€. Allein für die Wärmepumpe (gleicher Hersteller, gleiche Typenbezeichnung) wurden 6.200€ Materialkosten veranschlagt.

    Also für 7.000€ Unterschied arbeite ich drei Tage im Heizungskeller.

    Jetzt bei der Heizung ist es ähnlich. Ich liebäugele mit einer Wärmepumpe mit Tiefensonde, also Erdwärme. Meine Kollegen halten mich für verrückt, weil das für ein Zweifamilienhaus sicher 60-80.000€ kosten würde. Ich rechne derweil mit 35-40.000€ bei entsprechender Eigenleistung. Ok, die 200m tiefe Bohrung muss ich in Auftrag geben, aber bei dem Rest bin ich inzw. entspannt. Meine Frau meinte schon: „Bevor wir die Erdarbeiten im Vorgarten für die Zuleitung in den Keller in Auftrag geben, kaufen wir von dem Geld besser einen gebrauchten Minibagger und dann mache ich das selber. 😎“ Soll sie mal machen.

    Vielleicht ist auch eines der Probleme, dass die Deutschen insgesamt zu viel und zu oft zum Arzt gehen.

    Sollen wir das System der DDR einführen? Da gab es die Gemeinde Schwester, zu der man mit den kleinen Wehwehchen ging. Wenn die Gemeinde Schwester dann beim Arzt anrief, war es ernst.

    Damit wären zumindest schon mal Fälle wie die von meiner Omi erledigt. Sie war am Ende so verwirrt, dass sie regelmäßig wegen einem Schnupfen den Krankenwagen bestellt hat.

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    Vorteil: deutlich kleinere Projektionsfläche. Als digitale Tafel nutzt die niemand.

    Ich hätte gerne meine zweiflächige Pylonentafel zurück, 4m breit, 1,2m hoch. Die Wand dahinter glatt gespachtelt und weiß gestrichen als Projektionsfläche für den Deckenbeamer.

    Wenn es unbedingt digitale Whiteboards als Tafelersatz sein sollen, dann mindestens 4m breit, 1,2m hoch und davon zwei Stück. Alles Andere empfinde ich als einen Rückschritt. Bei der alten Tafel paßte die Lösung einer Aufgabe gerade so auf die Tafeln, so das die Schüler den kompletten Lösungsweg sehen konnten. Bei den kleinen digitalen Whiteboards muss man die ganze Zeit über 10 Seiten umblättern und niemand kommt mehr mit.

    Die Verbraucherzentrale ist doof. Da bieten sie Energieberatungen an, aber geben einem am Ende keine BzA-Nummer, mit der man die kfw-Förderung für die Heizungsmodernisierung (Ersetzen einer Gasheizung durch eine Wärmepumpe) beantragen kann. Dann können sie die Beratung auch gleich bleiben lassen. Diese Nummern gibt es nur vom Energieberater. Da muß ich mir jetzt also noch einen Berater holen, der mir genau das Gleiche erzählt und ca. 1.000€ dafür haben will, nur damit ich am Ende diese Nummer habe.

    Dabei weiß ich die Heizlast und die Vorlauftemperaturen so schon, ohne Verbraucherzentrale und Energieberater. Ich weiß auch welche Heizung ich haben will und wo ich die bekomme. Einbauen würde ich das Ding auch in Eigenregie, wie ich es bei der Photovoltaik-Anlage und der Brauchwasser-Wärmepumpe auch schon gemacht habe.

    Ich bin aber ein großer Fan von technologisch fortschrittlichem Unterricht und suche auch immer nach neuen Möglichkeiten 😊

    Ich bin es nicht mehr aus folgenden Gründen:

    • In den Klassenräumen befinden sich unterschiedliche Geräte, die unterschiedlich angesteuert werden. Es wurde immer die jeweils aktuelle Technik angeschafft und eben nicht die ganze Schule auf einen Schlaf mit baugleichen oder zumindest bauähnlichen Geräten bestückt. Man kann also nicht einfach den Raum wechseln. Bei Kreidetafeln geht das problemlos.
    • Fällt ein Gerät aus, ist der Unterricht praktisch unmöglich, weil es keine Alternativen mehr gibt. In meiner ganzen Laufbahn musste ich erst einmal den Unterricht abbrechen, weil sich die Dübel einer Kreidetafel in der Wand gelockert hatten und ich befürchtete, dass sie umstürzen könnte. Beim digitalen Unterricht laufen ca. 5-10% der Stunden aufgrund von Technikausfall nicht nach Plan.

    Dass dieses System aber langfristig nicht gut geht ist klar. Jedenfalls geht es nicht die Rente bei knapp 50% zu fixieren und bei Beamten nach 40 Jahre auf 71,75% der Besoldung der letzten beiden Dienstjahre.

    Das ist absolut ungerecht.

    Sehe ich auch so. Nur ist es auch ungerecht, dass der, der sein Leben lang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, am Ende genau so viel bekommt wie der lebenslängliche Bürgergeldempfänger, weil beide in der Grundsicherung landen. Entsprechend muss die Rente auf 65-70% rauf und nicht die Pension runter, weil das geringe Rentenniveau nicht zum Leben reicht.

    Ich empfinde es jedenfalls immer extrem negativ mit meinen Azubis über das Thema Altersvorsorge sprechen zu müssen, nur um dann den angehenden Maschinen- und Anlagenführern sagen zu müssen, dass das alles sinnlos für sie ist, da ihre Rente so gering ist, dass sie eh in der Grundsicherung landen werden und sie so am Ende eine gleichhohe monatliche „Rente“ haben werden, egal ob diese sich aus Rente, Altersvorsorge und Grundsicherung oder nur aus Rente und Grundsicherung zusammensetzt. Für sie macht es entsprechend mehr Sinn keine Rücklagen von dem eh geringen Gehalt zu bilden sondern das Geld lieber auszugeben.

    Und wenn ich mich über den Abschluss aufrege, dann heißt es: andere verdienen so viel weniger als wir.

    Meine Frau verdient als Technikerin im Jahr ähnlich viel wie ich. Würde sie als Werkstattlehrerin bei uns anfangen, würde sie mit A9 bzw. A10 bezahlt. Ich bekomme A14.

    Meine Zusammenfassung: Im Vergleich zu dem, was die IG Metall aushandelt, sind wir in der Schule unterbezahlt. Wären wir hinreichend bezahlt, müsste A10 ungefähr auf dem Niveau liegen, auf dem A14 aktuell liegt.

    Oder, um es grafisch zu verdeutlichen:

    —> https://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entwicklung1/

    Da haben wir gegenüber der IG Metall in den letzten 30 Jahren 40% Lohnzuwachs nicht miterleben dürfen. Folglich sind wir unterbezahlt und unsere aktuellen Gehaltszuwächse werden von der Inflation mehr als aufgefressen. Die letzten Jahre fehlen in der Grafik ja leider.

    Ich denke, dass die GEW und die Verbände zu sehr politisch agieren wollen (siehe „strahlende Kinderaugen“) und ihre Kernaufgabe, nämlich dass Optimum für ihre Mitglieder zu erkämpfen, total aus den Augen verloren haben.

    Da fehlt ein Claus Weselsky! Der wusste wenigstens wofür er gewählt wurde.

    Also in meiner Gegend macht sich folgende Praxis breit.

    Bei mir macht sich eher die Praxis breit, dass die Ärzte keine neuen Patienten mehr aufnehmen, wenn es sich um GKV-Patienten handelt. Begründung: Überlastung

    Da kann der Patiente also gar nicht "mit den Füßen abstimmen" und den Arzt wechseln. Aber sowas ist für die PKV-Kollegen hier im Forum wohl nicht vorstellbar. So hat meine Frau z.B. nach ihrem Umzug einen Zahnarzt gesucht und nicht gefunden. Erst mit einigem Zureden hat mein Dentist sich dann bereit erklärt auch sie zu behandeln.

    Es gibt z. B. Hausarztpraxen, die grundsätzlich nicht ans Telefon gehen, so dass man sich zur Terminabsprache vor Ort anstellen muss.

    Der Hausarzt direkt bei mir vor der Tür macht am Ende jedes Quartals die Praxis für 2-3 Wochen zu. Er begründet das damit, dass er irgendwann sein maximales Budget bei der GKV in dem jeweiligen Quartal ausgereizt hat und danach ohne Bezahlung weiter arbeiten müsste. Da macht er lieber Urlaub.

    Das Problem: Wenn die Regierung für andere Projekte Geld benötigt, wird gespart. Das System in GB gilt als unterfinanziert.

    Ich denke auch, dass eine Pflichtversicherung für alle besser wäre, als wenn man ein steuerfinanziertes System, auf das die Politik Zugriff hat. Politiker denken in Wahlperioden und eben nicht langfristig und so wird das Geld für Wahlversprechen bzw. PR-Aktionen rausgehauen und eben nicht langfristig investiert. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an die Rücklagen für die Beamtenpensionen, die nicht gebildet wurden. Auch die zu geringen Krankenkassenbeiträge, die unser Staat für die Bürgergeldempfänger an die Krankenkassen abführt, zeigt wo die Reise in einem staatlichen System de Krankenversorgung hingehen würde.

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