Beiträge von plattyplus

    Das hier hast du noch im April 2023 zu dem Thema geschrieben

    Ja, da ging es um die Verherrlichung der Hamas und nicht um den Ukraine-Krieg. Aber der Grundtenor ist identisch.

    Wie kommen die auf die Idee ihren Krieg hier her importieren zu dürfen?

    Dass "wehrtüchtige Männer" sich nicht in die Schlacht werfen wollen, finden die unmöglich. Vielleicht sollten sich diese Großsprecher als Söldner für die Ukraine verdingen.

    Naja,

    ich habe hier zwei Ukrainer in meiner Klasse, die regelmäßig den einen russischen Mitschüler drangsalieren. Alle drei Schüler sind 18 bzw. 19 Jahre alt. Die dürfen ihren Krieg auch gerne in ihrer Heimat austragen und brauchen ihn nicht nach Deutschland mitzubringen.

    Wie war das noch mit dem Kalkutta-Zitat von Peter Scholl-Latour?

    Wie sieht die Lage bei euch aktuell aus? Wie geht ihr damit um?

    Ich spreche das Thema ebenfalls nicht mehr an, weil es sonst in der Klasse komplett eskaliert. Aktuell habe ich genug damit zutun, daß in meiner Klasse zwei Ukrainer in schöner Regelmäßigkeit auf einen Russen losgehen.

    Der Rest der Klasse ist von dem ganzen Theater dermaßen genervt, daß sie zum überwiegenden Teil die AfD wählen wollen, um einfach alle rauszuwerfen.

    Merke: Der Terrorist der eine Seite, ist der Freiheitskämpfer der anderen Seite. Es kommt da ganz auf die Blickrichtung an.

    ich fürchte nur, dass das wieder Wasser auf den Mühlen von AfD und Verschwörungstheoretikern wäre, die im Jahr 2022 bereits meinten, dass die Geflüchteten in der Masse doch nicht zurückkehren, sondern in Deutschland bleiben würden.

    Also wir hatten in Deutschland schon immer eine Einwanderer-Geschichte, ich denke da nur an die Hugenotten, die nach dem 30 jährigen Krieg nach Brandenburg gekommen sind, weil sie vor der Verfolgung in Frankreich geflohen sind. Oder guckt euch doch einfach mal die polnischen Nachnamen im Ruhrgebiet an. Allerdings war es damals immer so, daß Menschen gekommen sind, die als Gruppe für sich selber sorgen konnten, wohingegen heute eine Einwanderung in die Sozialsysteme stattfindet.

    Deutschland sollte wie Australien, Kanada und die USA darauf achten, daß Einwanderer der Volkswirtschaft einen Mehrwert bringen, dann geben die AFDler auch Ruhe. Also konkret würde ich den Ankommenden sofort erlauben einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen und dies ab einem bestimmten Punkt auch einfordern.

    Credo: Ihr müßt für Euch selber sorgen!

    Ich weiß nicht, ob männlichen Geflüchteten eine Verurteilung wegen Verweigerung des Kriegsdienstes droht. Da kenne ich die derzeitige Rechtslage in der Ukraine zu wenig.

    Nach aktueller Rechtslage droht ihnen eine Verurteilung. Allerdings denke ich, daß die Ukraine die Rechtslage nach dem Krieg ändern wird. Schließlich handelt es sich bei den Straftätern zumeist um junge Männer, die die Wirtschaft beim Wiederaufbau entsprechend nach vorne bringen können. Ich kann mir nicht voirstellen, daß die Ukraine volkswirtschaftlich auf deren Arbeitsleistung zugunsten etwaiger Verurteilungen und Gefängnisstrafen wird verzichten wollen.

    Ich muß da immer an den Ausspruch von Konrad Adenauer denken, als es darum ging die Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg wieder aufzubauen: "Man schüttet kein dreckiges Wasser weg so lange man kein sauberes hat."

    Aus Sicht der Ukraine besteht das dreckige Wasser aus den Wehrdienstverweigerern.

    Welche Auswirkungen hat das auf die Ukrainer, die derzeit außer Landes sind?

    Das hängt davon ab, ob die Ukraine die wehrfähigen Männer anschließend wegen Wehrdienstverweigerung vor Gericht stellt. Ich habe ja auch zwei 19jährige Ukrainer in meiner Klasse, die sich jetzt schon überlegen können, ob sie jemals in die Ukraine zurückj wollen, eben weil ihnen genau dieser Gerichtsprozess dann droht.

    Ich denke, dass die Ukraine Russland langfristig besiegen kann, wie es die Mudschahedin in Afghanistan bereits in den Jahren 1979-89 auch geschafft haben.

    Wenn ich meine Maximalforderung (Alle Russen von meinem Land schmeißen.) nicht durchbekomme, ist dieser Kompromiss mir lieber als ein andauernder Krieg mit allen negativen damit verbundenen Folgen.

    Ich würde den Kompromiss nur eingehen, um Zeit zum Rüsten zu gewinnen und dann noch härter zurückschlagen.

    Konkret würde ich versuchen den Krieg nach Moskau und St. Petersburg zu bringen, damit auch die russische Zivilbevölkerung lernt was Krieg ist.

    Die beiden anderen Punkte halte ich vor allem aus unserer eigenen Perspektive für völlig anachronistisch. Ein erneutes atomares Wettrüsten hilft garantiert niemandem.

    Wir (und auch die Russen) haben im Budapester Memorandum der Ukraine Beistand im Kriegsfall zu leisten, damit die Ukraine ihre Atomwaffen und Interkontinentalraketen an Russland abgibt. Wir haben uns nicht an den Beistand gehalten, also ist es nur folgerichtig, daß die Ukraine die Atombombe zurück bekommt.

    Ich würde mal behaupten, dass die absolute Minderheit in diesem Land, selbst unter AfD- und BSW-Wählern, diesem Krieg auch nur irgendetwas Positives abgewinnen kann. Die Meinungen gehen nur auseinander, wie dieser Krieg enden sollen.

    Ich würde mir für Russland wünschen, dass es einen zweiten diesmal erfolgreich Grafen von Staufenberg gibt, der Putin und seine Entourage beseitigt. Dies wäre jedenfalls eine vertrauensbildende Maßnahme im Ausland.

    Es reicht ja nicht, die Russen irgendwie rauszubekommen, sondern noch wichtiger wäre die Frage "Was passiert danach?". Und deswegen komme ich immer wieder auf den Kompromiss zurück.

    Dazu fällt mir auch nur ein:

    • Die Ukraine wird Teil der NATO
    • Die Ukraine wird eine Atommacht
    • Die Ukraine bekommt die Interkontinentalrakete zurück, um die Bombe ggf. auch beim Kreml abliefern zu können.

    Ich hoffe, daß dieses Drohpotential ausreicht, um die Russen von weiteren Eroberungsgelüsten abzubringen.

    Plattyplus hat ja schon die Maximalforderungen der Ukraine vorgestellt.

    Das waren noch nicht die Maximalforderungen, das war realistisch.

    Maximalforderungen wären:

    • Demilitarisierungen Russlands (Abgabe aller Atomwaffen, U-Boote etc.)
    • Deindustrialisierung Russlands und Umwandlung in einen Agrarstaat
    • Verwaltung Russlands durch die UN bzw. den Völkerbund, Abschaffung der Regierung
    • Direkter alleiniger Zugriff der UN auf sämtliche russischen Bodenschätze zur Begleichung der ukrainischen Reparationen
    • Besetzung West-Russlands (bis zum Ural) zur Durchsetzung der Forderungen (vgl. französische Besetzung des Ruhrgebiets)
    • Einrichten einer 100km breiten Sperrzone zwischen der Ukraine und Russland

    Wenn Ihr jetzt fragt woher ich das habe: Das waren alles Dinge, die auch Deutschland nach den Weltkriegen zu tragen hatte oder die zumindest geplant waren.

    Vielleicht schafft ja Trump den Durchbruch.

    Sollte Trump ans Regieren kommen, müssen wir beim Machtanspruch Putins, der bis Lissabon reicht, wohl über eine deutsche Atombombe nachdenken, auf das der Kreml sich dreimal überlegt uns anzugreifen (und es dann bleiben läßt).

    Bei Verhandlungen werden zu Beginn stets von beiden Seiten für den Verhandlungspartner unzumutbare Bedingungen gestellt.

    Also ich habe Selenskis Gegenentwurf zu Putins „Friedensangebot“ noch nicht gehört. Ich könnte mir aber vorstellen:

    • Wiederherstellung der Ukraine in den Grenzen von 2013
    • Reparationen für die Kriegsverwüstungen auf ukrainischem Gebiet
    • Beitritt zur NATO
    • Aufrüstung der Ukraine zur Atommacht (inkl. Interkontinentalrakete)
    • Abriß der Brücke von Kertsch, da diese den Weg zum Hafen von Mariupol für große Container-Schiffe und Tanker versperrt

    Im Wiederholungsjahr haben die Nachsitzer einen anderen Mathelehrer. Der erklärt ihnen alles noch mal ganz von vorn, aber er wird es ein bisschen anders machen, denn wir haben selber alle einen unterschiedlichen Zugang zum Verstehen. Gibt es überhaupt eine andere Chance, als es noch einmal einen anderen Lehrer versuchen zu lassen? Läuft nicht in Wirklichkeit alle Förderung auch nur darauf hinaus?

    Grundsätzlich bin ich auch für das Sitzenbleiben, allein schon um der übrigen Lerngruppe zu zeigen, daß man mit Nicht-Leistung nicht zu den gleichen Ergebnissen kommt.

    Was mir im Unterricht aber immer wieder aufgefallen ist: Es wird genau das falsche Schuljahr wiederholt, gerade wenn es um Defizite im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich geht. Insb. in der Informatik erlebe ich es immer wieder, daß die Schüler noch so gerade eben die Versetzung ins zweite Jahr der dreijährigen vollschulischen Ausbildung schaffen, dann aber im zweiten Jahr scheitern, weil ihnen die Grundlagen aus dem ersten Jahr fehlen. Die Lerninhalte bauen aufeinander auf und es gibt in den drei Jahren keinen Cut, an denen die Schüler erneut einsteigen könnten. Diese Schüler wiederholen dann das zweite Jahr, aber scheitern erneut, weil der komplette Unterbau aus dem ersten Jahr fehlt.

    Dass Grundschullehrer eher zugunsten des Kindes irren wollen, ist nur angemessen.

    Ich habe eher das Gefühl, dass die Grundschullehrer es dem Schulträger recht machen wollen und die Schulempfehlungen gemäß den politischen Verhältnissen in der Stadt bzw. im Kreis herausgeben. Wie sonst läßt sich erklären, daß sich die Grundschulrektor:innen damals in der Presse dafür gefeiert haben, daß sie ausreichend Hauptschulempfehlungen herausgegeben haben, so daß diese Schulform weiter bestehen bleiben konnte?

    Würden die vorhandenen Gesamtschulen in Real- oder Mittelschulen umgewandelt werden, gäbe es entsprechende Plätze wieder. Die entsprechend ausgebildeten Lehrer gäbe es ja bereits. Das hängt aber natürlich von der Schwerpunktsetzung der für die Kultuspolitik zuständigen Partei bei euch ab.

    Hätten sie damals nicht die Hauptschulen und Förderschulen geschlossen und alle schwachen Schüler in die Gesamtschule gesteckt, während die starken Schüler weiter das Gymnasium besuchen, die Gesamtschulen hätten einen wesentlich besseren Ruf.

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