Beiträge von plattyplus

    Bitte mal drei konkrete Verschlechterungen in eurem Leben nennen seit der Ampelregierung. Würde mich wirklich interessieren, selbst wenn man nicht die AfD unterstützt, muss es ja irgendwas geben, was Protestwahlen rechtfertigen würde.

    Ich wähle die AfD nicht, trotzdem mal eine Verschlechterung: Die übermäßige Migration

    Ich war es jedenfalls bisher nicht gewohnt, dass die Migranten in den Willkommensklassen sich erst auf Arabisch anschreien und dann in der Ausbildungswerkstatt mit Stechbeiteln aufeinander losgehen. Die dürfen gerne sofort wieder gehen und ihren Bürgerkrieg in ihrer Heimat ausfechten aber nicht hier!

    Selbst wenn wir das enorme Agressionspotential mal nicht beachten, ist es einfach die komplette Überforderung der Infrastruktur durch zu viele Zugezogene, als da wären zu nennen:

    • Wohnungen
    • Kindergartenplätze
    • Ärztliche Versorgung
    • Schulplätze

    Nein, wir schaffen das einfach nicht. Nur will das niemand von den Politikern wahrhaben.

    Und die Alimentation deckt das bisher ab. (Ob die Höhe reicht, darüber kann man natürlich streiten, aber ausgelegt ist es nach meinem Verständnis durchaus so.)

    Die Alimentation deckt die Ehefrau im Alleinverdienermodell keineswegs ab. Ich gehe jetzt einfach mal vom kleinsten Beamten aus, der 15% mehr bekommen muss als der Bürgergeldempfänger, um die Argumentation zu vereinfachen. Würde die Alimentation das abdecken, müsste der Beamte in Familienstufe 1 (verheiratet ohne Kinder) 230% des Bürgergelds nach Hause bringen. Wäre die Familie arbeitslos, würden ja beide Bürgergeld beziehen (=200% des einfachen Satzes). In Verbindung mit dem Abstandsgebot von 15% komme ich so auf 230% (100% * 2 * 1,15).

    Die höheren Besoldungsgruppen müssten entsprechend noch mehr Geld nach Hause bringen.

    Da die Beamtenbesoldung bei weitem nicht in so hohem Umfang gewährt wird, kann von einem staatlich gewünschten Alleinverdienermodell im Beamtentum keine Rede sein.

    Warum sollte sie das?

    Weil DFU gesagt hat, dass ein Beamter in einer Alleinverdiener-Ehe zu leben hat. Ich wollte seine Aussage widerlegen. Denn wenn der Gesetzgeber uns das Alleinverdiener-Modell vorschreiben würde, um den Beamten jederzeit überall abordnen und versetzen zu können, müsste er auch die Ehefrau voll alimentieren, damit sie zusammen mit dem Beamten umziehen kann.

    Mein Beitrag sollte zeigen, dass das eben gerade kein gangbarer Weg ist.

    state_of_Trance Warum bist Du verwirrt? In den 1950ern hatte ein Lehrer in der Sekundarstufe 2 gefälligst verheiratet zu sein oder er musste eine Haushälterin einstellen, um seine ganze Kraft dem Beruf widmen zu können. Außerdem galt damals die Residenzpflicht. Wenn man solche Regeln zu Grunde legt, muss die Ehefrau selbstverständlich alimentiert werden, hält sie doch dem Beamten den Rücken frei und muß bei etwaigen Versetzungen oder Abordnungen selbstverständlich mit umziehen.

    Aber wir leben nun einmal nicht mehr in den 1950ern und sowohl die Residenzpflicht als auch die Pflicht zur Bestellung der Haushaltsführung durch Externe oder durch die Ehefrau sind abgeschafft.

    Das ist bei Beamten mit dem Alleinverdienermodell nicht notwendig. Darüber muss man erst nachdenken, wenn die Besoldung so abgeändert wird, dass Ehepartner nicht mehr alimentiert werden.

    Wenn das deutsche Beamtentum vom Alleinverdienermodell ausgeht, wovon ich nicht ausgehe, was ich jetzt aber mal als Arbeitshypothese nutze, müsste bei einer Hochzeit die Ehefrau in nicht unerheblichen Umfang alimentiert werden. Die Alimentation beruht ja auf der Annahme, dass ein bestimmter Lebensstandard finanziert bzw. gehalten wird. Um diesen Lebensstandard auch dann zu halten, wenn die Ehefrau bei der Heirat ihren Job aufgibt, um dem Alleinverdienermodell zu entsprechen, wäre z.B. in meinem Fall ein Familienzuschlag Stufe 1 von ca. 60.000€ im Jahr bzw. 5.000€ im Monat anzusetzen, eben das Bruttoeinkommen besagter Ehefrau. Da der Familienzuschlag Stufe 1 wesentlich geringer ausfällt (ca. 130€ monatlich), kann also von einem Alleinverdienermodell im Beamtentum keine Rede sein.

    Ich verstehe Dein Anliegen. Jedoch würde das dann bedeuten, dass man die Kollegen nicht abordnet sondern versetzt, weil nur dann wäre die Übernahme von Umzugskosten wirtschaftlich.

    Und dann wäre auch noch die Frage zu klären, ob auf Basis des Alimentationsprinzips nicht die Ehefrau bzw. der Ehemann des Beamten am neuen Wohnort ebenfalls eine Stelle angeboten bekommen muss. Schließlich muss diese Person für den Umzug dann ja den Job aufgeben. Ich denke in diesem Zusammenhang immer an die Jobbeschreibung „Hausmeister Ehefrau“, die zumeist in der Verwaltung eingesetzt wurde. Dadurch, dass der Hausmeister Residenzpflicht hatte, entsprechend zum Dienstort umziehen musste und seine Ehefrau entsprechend mit umziehen musste, musste sie eingestellt werden.

    OT: Im 1. Weltkrieg passierte an Weihnachten das hier:

    Zur Fahnenflucht im 1. Weltkrieg schreibt Wikipedia: „Die Fahnenflucht vom Posten vor dem Feind oder aus einer belagerten Festung wurde mit dem Tode bestraft. Dieselbe Strafe traf den Fahnenflüchtigen, welcher zum Feinde überging (Überläufer).“

    Es ist nicht zielführend wenn sich die beiden Parteien gegenseitig ihre Kriegsverbrechen oder vermeintlichen Kriegsverbrechen vorwerfen. Es muss lösungsorientiert miteinander gesprochen werden damit das drohende noch größere Leid und die noch größere Zerstörung verhindert werden.

    Genau, „lösungsorientiert“ ist das Stichwort. Wie willst Du sicherstellen, dass ein Friedensvertrag auch wirklich eine Lösung bringt und nicht dem Aggressor Putin als Vorwand dient, um Zeit zum Rüsten zu bekommen und in wenigen Jahren erneut loszuschlagen?

    Auch vor dem Hintergrund unserer deutschen Geschichte fallen mir da nur zwei Lösungsalternativen ein. Wir selber hatten ja so einen Friedensvertrag nach dem 1. Weltkrieg, der zum 2. Weltkrieg führte.

    Die eine Lösung wäre Russland komplett zu besiegen, so wie Deutschland im 2. Weltkrieg auch besiegt wurde, und zu besetzen. Da würde Putin dann aber spätestens beim Endkampf in Moskau seine Interkontinentalraketen losschicken, er hätte ja nichts mehr zu verlieren.

    Die andere Lösung wäre sämtliche Nachbarn Russlands zu Atommächten hochzurüsten, auf das auch der Kreml erkennt, dass ein erneuter Krieg zur sofortigen Auslöschung Russlands führen würde.

    Aktuell sehe ich nur eine Möglichkeit für einen langfristigen Frieden: Wir müssen die russische Bevölkerung dermaßen gegen die eigene Regierung aufbringen, dass ein zweiter Graf Staufenberg ins Spiel kommt, also das die Russen eine Revolution ausrufen, ihre jetzige Regierung stürzen und eine neue Regierung installieren, der man dann hoffentlich vertrauen kann, dass diese sich an Verträge (hier an einen Friedensvertrag) auch halten möge.

    Würde ich meinen Sohn zum jetzigen Zeitpunkt die Freiheit der Ukraine mit Waffen verteidigen lassen, statt auf Verhandlungen zu drängen? Klares nein. Und als Ukrainerin würde ich das wahrscheinlich ähnlich sehen.

    Der Gedankengang ist falsch. Sollte Russland Deutschland angreifen, wirst weder Du noch dein Sohn oder deine Tochter gefragt. Dann wird das Kriegsrecht ausgerufen und die Kinder werden (auch gegen ihren Willen) einfach eingezogen und an die Front geschickt.

    Denkst Du etwa, dass die Soldaten im 1. Weltkrieg freiwillig zum Sterben (… äh, ich meine zum Sturmangriff) aus ihren Hräben geklettert sind? Die hatten nur die Wahl beim Sturmangriff mit 99% Wahrscheinlichkeit abgeschlachtet oder bei der Weigerung mit 100% Wahrscheinlichkeit von den eigenen Feldjägern (=Militärpolizei) exekutiert zu werden.

    Das würde heute im Kriegsfall nicht groß anders aussehen, leider!

    Knochenbrüche infolge von Schlägereien habe ich selbst noch nie erlebt in meiner Zeit als Lehrerin, auch in den rund 10 Jahren in der außerschulischen Bildungsarbeit niemals derartige Dinge erzählt bekommen von meinen Schützlingen und auch keine derartigen Dinge über andere Schulen in meiner Stadt gelesen seit ich hier auf arbeite.

    Freut mich für Dich. Ich sehe das Ergebnis so einer Schlägerei täglich seit 35 Jahren, wenn ich morgens in den Spiegel gucke. Die Beiden, die mich in Grundschultagen so vermöbelt haben, sind auf die Hauptschule gegangen und ich aufs Gymnasium, trotz Hauptschulempfehlung.

    Ursache fürs Zusammenschlagen damals war, dass die Beiden herausbekommen hatten, dass meine Eltern mich am Gymnasium angemeldet hatten.

    Der Satz: „Noch so‘n Spruch, (Ober-) Kieferbruch wurde da verdammt real.“

    Passiert ist das Ganze damals direkt nach der Pause im Klassenzimmer. Da hat man ja immer so 1-2 Minuten, bis die Kollegen ausm Lehrerzimmer in der Klasse wirklich ankommen.

    Leider ist dann das Erlebnis für das Kind, dass man immer unten herumkrebst bzw. in eine leichtere Schulart wechseln muss, eher traumatisch als umgekehrt das Erfolgsserlebnis zu haben, dass man sihc so gut entwickelt hat, dass man weitermachen und sich durch weitere Abschlüsse besser qualifizieren kann.

    Diese Erlebnisse kann man aber auch andersrum sehen. Lieber schlechte Noten am Gymnasium und "da unten rumkrebsen" als gute Noten an der Hauptschule, dafür aber mit der täglichen Gewalt an diesen Schulen konfrontiert zu werden. Wenn die eigenen Kinder mit Knochenbrüchen aus der Pause nach Hause kommen, dann ist die Schule einfach falsch, so sehr sie auch Erfolgserlebnisse im Unterricht vermitteln mag.

    Sie sollen natürlich das Papier wert sein ... aber im Ernst, gerade an einem überflüssigen (sorry) Fach wie Religion sollte das nicht scheitern.

    Ich wäre fast an einer 5 in Sport gescheitert. Also hey, über was reden wir? Hätte ich nicht Deutsch und Englisch in Klasse 13 bis zum Schluß belegt und so einen Grundkurs mehr eingebracht, als es für die Durchschnittsberechnung notwendig gewesen wäre, die 5 in Sport hätte mir beim NC an der Universität das Genick gebrochen. Da ging es nicht um Zehntel- sondern um Hunderstelnoten im dritten Nachrückverfahren.

    Also ich denke schon, daß unsere Grundintention sein sollte, daß die Abschlüsse überhaupt erst einnmal wieder einen Wert bekommen sollten. Wenn ich sehe wie viele Abiturienten in den ersten beiden Semestern an der Universität scheitern, muss ich mir schon die Frage stellen, ob das Abitur wirklich die allgemeine Studierfähigkeit attestiert? Würde sie die Fähigkeit wirklich attestieren, dürfte die Abbrecherquote in den ersten beiden Semestern an der uni nicht bei 50% (und darüber) liegen sondern vielleicht bei 5%.

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