Beiträge von plattyplus

    DFB-Pokal-Auslosung

    Da sagst Du was. Ich finde es doof, daß die Öffentlich-Rechtlichen viel zuviel Fußballübertragungen bringen. Allein schon die Bundesliga-Konferenzen, die samstags nachmittags gefühlt auf allen Radiosendern gleichzeitig laufen. :daumenrunter:

    Ich sehe es jedenfalls nicht ein, warum ich diese Konzerne, der BVB Dortmund ist eine AG, zwangsweise mit meinen GEZ-Gebühren und Steuergeldern subventionieren muß. Die sollen im Profi-„Sport“ die Kosten für ihre Polizeieinsätze mal schön selber zahlen.

    Ansonsten gilt: bis 14.30 (letzte Stunde) sollen, wenn möglich, keine privaten Termine in der Prüfungszeugnisse gelegt werden.

    Ich lege sogar den Sportverein (Trainingstermin) in die Zeit des Dienstplans, weil es einfach gar nicht anders geht.

    Die letzte Stunde endet bei uns Mo-Fr um 21.00 Uhr und samstags um 16.00 Uhr.

    Dennoch müssen sie regelmäßig (was das ist, sollte eine Dienstvereinbarung regeln) auf den Vertretungsplan nachsehen, ob sie irgendwo vertreten müssen (oder man wird kurzfristig angerufen). Und dann ist eben die Vertretungsstunde wichtiger als der Frisörtermin (wenn man nicht bereits mit Lockenwicklern auf dem Stuhl sitzt).

    Daraus ergibt sich für mich die Frage: Was ist, wenn der Friseur, der Arzt, ... ein Ausfallhonorar haben will, weil ich den vereinbarten Termin nicht wahrgenommen habe. Kann ich diese Schadenersatzforderung dann an die Schulleitung weiterreichen?

    Ansonsten weiß ich nicht, ob das Freizeit im eigentlichen Sinne ist, ich wäre nicht auf die Idee gekommen, in eine Hohlstunde 9.45h einen Termin zu legen, allenfalls ein Elterngespräch. Unsere Kernzeit für Unterricht ist allerdings auch Recht kurz, an berufsbildenden Schulen ist die ja mitunter den ganzen Tag plus Samstag und da muss dann halt eine Regelung her, man kann ja nicht 24/7 Rufbereitschaft haben.

    Das wollte ich gerade schreiben. Also wenn mir ein Schulleiter sagen würde, daß ich Mo-Fr. von 7.30 - 21.00 Uhr und samstags von 7.30 - 16.00 Uhr durchgehend zur Verfügung zu stehen habe, würde ich ihn daran erinnern, daß ich als Beamter zur Gesunderhaltung verpflichtet bin. Außerdem liegen bei so ausgedehnten Dienstplänen ja praktisch sämtliche privaten Termine in der Dienstzeit.

    Den Grupp willst du nicht als Schulleiter. Dafür ist das Schmerzensgeld zu gering.

    Ich habe in meiner Karriere insg. 6 Schulleiter als Vorgesetzte kennengelernt und nichts war für den kleinen Lehrer belastender als ein Schulleiter, der keine Entscheidungen fällen will, weil er Angst vor Fehlern hat.

    Viele Probleme mit Führungskräften in Schulen haben meiner Meinung nach damit zu tun, dass diese zu weit weg vom Alltagsgeschäft sind und sich oft über Zirkustheater (Projekt X, Schulkonzept Y, Einführung des "Nur Tofu Donnerstags" in der Mensa) für ihre Stelle "ausgezeichnet" haben und nicht über Qualität im Unterricht. Mir wäre es deutlich lieber, Unterricht würde bei Beförderungen stärker berücksichtigt.

    Und mir wäre es deutlich lieber, wenn Führungsqualitäten stärker berücksichtigt werden würden. Ein Schulleiter sollte sicher im Schulrecht und zudem entscheidungsfreudig sein. Jede Entscheidung, auch wenn sie sich nachträglich als falsch herausstellen sollte, ist besser als keine Entscheidung.

    Bei dem Zirkustheater gebe ich Dir Recht. Das ist wirklich überflüssig und lenkt nur ab. Aber viele profilieren sich damit, weil man sie dafür nachher nicht rechtlich belangen kann, wenn mal etwas daneben geht.

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    Damit hätte er das Zeug zum Schulleiter.

    Zum Nachreichen meiner Anerkennung des Staatsexamens bin ich bei der Bezirksregierung selbst vorstellig geworden und habe am Empfang solange genervt, bis ich die Unterlagen der Sachbearbeiterin persönlich in die Hand drücken konnte :D

    Beio mir war es genau so. Dazu kam dann noch ein Odyssee durch ganz NRW und das alles an einem Tag.

    • Prüfungssektretariat an der Uni: "Ihr Akte ist schon bei der Bezirksregierung, sie müssen es dort nachreichen."
    • Bezirksregierung: "Ihr Akte ist schon beim Schulministerium in Düsseldorf, sie müssen es dort nachreichen."
    • Schulministerium: "Ihr Akte ist schon bei der Bezirksregierung ihrer Einsatzschule (nicht die BezReg der Universität), sie müssen es dort nachreichen."

    Angekommen bei der letzten Bezirksregierung:

    • Pförterner bei der Bezirksregierung: "Die Kreisverwaltung ist auf der anderen Straßenseite!"
    • Ich: "Ich will aber zur Bezirksregierung."
    • Pförtner: "Wieso? Hier will doch nie jemand hin."

    Ich habe mich echt gefühlt wie bei Asterix, als es um den Passierschein A38 ging. :sterne:

    Subjektiver Erfahrungsbericht: bei uns wurden die Klassengrößen gesprengt oder es kam direkt die Ansage, das Kind doch bitte durchrutschen zu lassen, um die Klassengrößen des Nachfolgejahrgangs nicht zu sprengen (und irgendwer kippt dann meist eh immer um und liefert die gewünschten Noten... und der Rest fragt sich, wofür er sich die Mühe gemacht hat, authentische Noten zu erheben und Förderpläne zu schreiben).

    Bei uns gibt es dann in der Konferenz aber auch Kollegen, die in einem solchen Fall von der Note 5 auf die Note 6 gehen, um dem ganzen Geschacher ein Ende zu machen, auch wenn das bedeutet, daß man zieg Seiten Begründung schreiben muß.

    Legt man den WIderspruch eigentlich gegen die Mitteilung, die 6 Wochen vor dem Zeugnis kommt oder erst gegen das Zeugnis, wenn die Entscheidung endgültig ist? Weil das Kind kann sich ja theoretisch noch verbessern und dann hat sich das eh vielleicht erledigt.

    Ich komme zwar aus dem Berufsschulbereich, aber bei uns ist es so, daß gegen das Zeugnis (und nicht gegen die Mitteilung) Widerspruch eingelegt werden kann, eben weil das Zeugnis im Hinblick auf die Versetzung bzw. Nichtversetzung oder Abschulung einen Verwaltungsakt darstellt. Der Widerspruch bezieht sich auf den Verwaltungsakt und nicht auf die Noten.

    Ich hatte mal einen Widerspruch gegen meine Note auf dem Halbjahrszeugnis. Der Widerspruch wurde aus formalen Fehlern abgelehnt. Man könne gegen ein Halbjahrszeugnis keinen Widerspruch erheben, weil mit dem Halbjahrszeugnis kein Verwaltungsakt verbunden ist.

    SteffdA : Dein Witz ist - auf jeder denkbaren Interpretationsebene - IMHO einfach nur daneben.


    Wenn das Thema überhaupt in der Schule etwas zu suchen hat, dann als Auseinandersetzung mit den Zwängen im Leben einer Diktatur - in Russland müssen Kinder "Wehrsport" in der Realität durchmachen.


    Im Westen nur in Deiner Phantasie.

    Die Auseinandersetzung ist leider auch im Westen näher an der Realität als uns allen lieb ist. So habe ich z.B. zwei Ukrainer in meiner Klasse sitzen, die gerade volljährig und damit wehrpflichtig geworden sind.

    Habt ihr gute Vorschläge?

    Hast Du ggf. schon einmal bei einem Sportverein etc. angefragt, ob die ihren Sport mittels AG an die Schule bringen wollen?

    Wir betreiben als Segelflugverein AGs an den örtlichen Schulen. Da können die Schüler dann das Segelfliegen erlernen. Zugegeben ist das nichts für Jahrgangsstufe 5, aber es wäre mal etwas ganz Anderes als der übliche Kram a la "Schach, kreatives Schreiben, ..."

    Was man ab Jahrgangsstufe 5 aber machen könnte wäre Modellflug, also Modellflugzeuge mit Funkfernsteuerung. Bei schlechtem Wetter wird gebastelt, bei gutem Wetter geflogen. So einen "kleinen UHU" dürfte auch ein 10jähriger zusammen bekommen. Das würde ich jedenfalls wesentlich cooler finden als den ganzen Kram, den eh jede Schule irgendwo macht.

    Das ist echt interesting zu sehen wie die vielen ganz unterschiedlichen Firmen alle miteinander verbunden sind. Weil sie gleiche CPUs nutzen, gleiche Software nutzen, die Programmierer, Manager und Hardwaredesigner von einer zur anderen Firma hin und her hüpfen, ... Ich hatte das damals als Kind gar nicht so mitbekommen und dachte immer das wären alles ganz verschiedene Firmen, die gar nichts miteinander zu tun haben. Das erste mal geschnallt hatte ich es etwa 1988, als mir beim 128er der Microsoftsschriftzug auffiel. (ja, den 128er gab es schon vorher, aber da ich selbst keinen hatte, war mir das vorher nie aufgefallen.)

    In dem Zusammenhang muß ich immer daran denken, daß in den späten 1990ern Microsoft Apple unter die Arme gegriffen und vor der Pleite bewahrt hat.

    --> https://www.heise.de/news/Vor-20-Ja…le-3793789.html

    Ich kann mich noch gut an die Worte meines Papas von damals erinnern: Microsoft rettet Apple, damit sie bei der Office-Entwicklung die beiden Teams im Wettstreit gegeneinander antreten lassen können (Office für Mac vs. für Windows), um so die Motivation zu steigern. :teufel:

    Mit der Technik der 60er-70er Jahre möchtest du heute auch gar nicht mehr auf den Mond fliegen ;) Es ist im Übrigen nicht so, dass man die Technologie verloren hätte, bis zum Mond zu fliegen, sondern dass das in den letzten Jahrzehnten einfach kein vielversprechender (Forschungs-)Ansatz war. Warum auch Menschen aufwändig zur Erkundung hinschicken, wenn Rover das wesentlich günstiger konnten.

    Du weißt aber schon, daß aktuell der zuverlässigste Raumtransporter, um Besatzungen zur ISS zu bringen, die alten Sojus Raumkapseln sind? Die sind seit 1962 am Start. Ich frage mich immer, warum alte Dinge bei vielen Menschen per se erst einmal als schlecht eingestuft werden?

    Wenn ich so daran denke, habe ich hier noch einige sehr alte Dinge in Gebrauch, weil es in meinen Augen keinen adäquaten "modernen" Ersatz gibt, der zumindest gleichwertig ist.

    Beispiele:

    • Werkzeug von Smalcalda (Made in GDR), bei denen war die geplante Obsoleszenz unbekannt.
    • In der Küche werkelt ein Rührgerät RG 28, auch aus DDR-Produktion. Gemäß Stiftung Warentest kann sogar ein 40 Jahre altes Gerät mit der aktuellen Produktion mithalten. Und, ganz wichtig: Der Rührer ist der Einzige am Markt, der für Dauerbetrieb freigegeben ist. Alle anderen Rührer dürfen laut Hersteller nur 5 Minnuten am Stück laufen, blöd nur, wenn das Rezept 15 Minuten vorschreibt...
    • Getaucht (mit Preßluftflasche auf dem Rücken) wird mit einem Poseidon Cyklon Atemregler. Der ist seit 1958 unverändert am Markt und man sieht der Konstruktion sofort an, daß sie wirklich alt ist. Heutige Atemregler sind ganz anders aufgebaut. Aber als ich damals in der Ausbildung mit dem Tauchlehrer auf 16m Tiefe in der Nordsee war, mein Leih-Atemregler aufgrund der Kälte ausgefallen ist und sein alter Poseidon Cyklon uns beide auf dem Weg zurück an die Oberfläche mit Luft durchfüttern mußte, war das schon eine beeindruckende Demonstration. Selbst bei doppelter Last lief das alte Ding wie das vielzitierte Schweizer Uhrwerk. Nach den 6 Minuten wollte ich nichts Anderes mehr. Der Komfort der modernen Geräte war uninteressant geworden. Absolute Zuverlässigkeit auch unter widrigsten Bedingungen ist wichtiger. Danach habe ich die Werbung des Herstellers: "The first choice of many since 1958", verstanden.

    Ansonsten kann ich einen Besuch des Pantheons in Rom empfehlen. Dieses ca. 2.000 Jahre alte Bauwerk verfügt auch heute noch über die größte Betonkuppel ohne Stahlarmierung und hinter die Geheimnisse des selbstheilenden römischen Betons sind wir auch heute noch nicht so wirklich gekommen. Römischer Beton wird jedenfalls mit der Zeit immer stabiler, gerade auch unter der Einwirkung von Salzwasser, wohingegen moderner Beton hingegen vergleichsweise sehr schnell zerbröselt. Schulgebäude werden heute für eine Lebensdauer von 30-50 Jahren projektiert. Halten sie 100 Jahre, sprechen wir schon von einer außerordentlichen Qualität. Was sind schon 50 Jahre im Vergleich zu 2.000 Jahren?

    Ich wünsche mir echt öfters die Technikgläubigkeit des frühen 20. Jahrhunderts (vor dem 1. Weltkrieg) zurück. Damals hat niemand gesagt, daß ein 300m Hüpfer der Gebrüder Wright sinnlos ist. Man hat es gefeiert...
    ... und bereits 50 Jahre später, also innerhalb eines Menschenalters, konnte man mit so einer Flugmaschine über den Atlantik fliegen.

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