Es muss ja nicht jede Laterne zur Ladestation werden.
Genau DAS ist der Trugschluss. Wenn man schon den Bürgersteig aufbuddeln muss, kann man auch gleich jede Laterne mit einer Wallbox ausstatten.
Nehmen wir mal die 11kW Wallboxen und für das Kabel Verlegeart D (mit oder ohne Schutzrohr im Erdreich), so ergibt sich bei 50mm2 eine maximale Strombelastbarkeit von 116 Ampere (Drehstrom, 3 Adern belastet). Jede Wallbox zieht 16A, so können wir an dem 50mm2 Kabel sieben Wallboxen betreiben. Ggf. könnte man unter Verweis auf den Gleichzeitigkeitsfaktor zehn Wallboxen anschließen, zumal es sich ja um normale Parkplätze und nicht um Ladebuchten handeln soll, aber dann ist Schluss. Du siehst, dass solche Kabelquerschnitte nicht aus der Luft gegriffen sind.
Otto-Normal-Nutzer denken halt nicht an die Anhäufung von solchen Verbrauchern.
Oder anders: Stell dir mal vor, dass eine Familie in Zukunft eine 22kW und zwei bis drei 11kW Wallboxen in der Garage hängen haben wird, einfach weil niemand die Fahrzeuge nachts um 2 Uhr zum Laden umparken will. Da wird das Lastmanagement dann interessant, auf das nicht im Hausanschlusskasten die NH-Sicherungen auslösen oder gar die Sicherungen in der Verteilung des Netzbetreibers, auf das der ganze Straßenzug dunkel wird.