Beiträge von plattyplus

    Im Wiederholungsjahr haben die Nachsitzer einen anderen Mathelehrer. Der erklärt ihnen alles noch mal ganz von vorn, aber er wird es ein bisschen anders machen, denn wir haben selber alle einen unterschiedlichen Zugang zum Verstehen. Gibt es überhaupt eine andere Chance, als es noch einmal einen anderen Lehrer versuchen zu lassen? Läuft nicht in Wirklichkeit alle Förderung auch nur darauf hinaus?

    Grundsätzlich bin ich auch für das Sitzenbleiben, allein schon um der übrigen Lerngruppe zu zeigen, daß man mit Nicht-Leistung nicht zu den gleichen Ergebnissen kommt.

    Was mir im Unterricht aber immer wieder aufgefallen ist: Es wird genau das falsche Schuljahr wiederholt, gerade wenn es um Defizite im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich geht. Insb. in der Informatik erlebe ich es immer wieder, daß die Schüler noch so gerade eben die Versetzung ins zweite Jahr der dreijährigen vollschulischen Ausbildung schaffen, dann aber im zweiten Jahr scheitern, weil ihnen die Grundlagen aus dem ersten Jahr fehlen. Die Lerninhalte bauen aufeinander auf und es gibt in den drei Jahren keinen Cut, an denen die Schüler erneut einsteigen könnten. Diese Schüler wiederholen dann das zweite Jahr, aber scheitern erneut, weil der komplette Unterbau aus dem ersten Jahr fehlt.

    Dass Grundschullehrer eher zugunsten des Kindes irren wollen, ist nur angemessen.

    Ich habe eher das Gefühl, dass die Grundschullehrer es dem Schulträger recht machen wollen und die Schulempfehlungen gemäß den politischen Verhältnissen in der Stadt bzw. im Kreis herausgeben. Wie sonst läßt sich erklären, daß sich die Grundschulrektor:innen damals in der Presse dafür gefeiert haben, daß sie ausreichend Hauptschulempfehlungen herausgegeben haben, so daß diese Schulform weiter bestehen bleiben konnte?

    Würden die vorhandenen Gesamtschulen in Real- oder Mittelschulen umgewandelt werden, gäbe es entsprechende Plätze wieder. Die entsprechend ausgebildeten Lehrer gäbe es ja bereits. Das hängt aber natürlich von der Schwerpunktsetzung der für die Kultuspolitik zuständigen Partei bei euch ab.

    Hätten sie damals nicht die Hauptschulen und Förderschulen geschlossen und alle schwachen Schüler in die Gesamtschule gesteckt, während die starken Schüler weiter das Gymnasium besuchen, die Gesamtschulen hätten einen wesentlich besseren Ruf.

    DFB-Pokal-Auslosung

    Da sagst Du was. Ich finde es doof, daß die Öffentlich-Rechtlichen viel zuviel Fußballübertragungen bringen. Allein schon die Bundesliga-Konferenzen, die samstags nachmittags gefühlt auf allen Radiosendern gleichzeitig laufen. :daumenrunter:

    Ich sehe es jedenfalls nicht ein, warum ich diese Konzerne, der BVB Dortmund ist eine AG, zwangsweise mit meinen GEZ-Gebühren und Steuergeldern subventionieren muß. Die sollen im Profi-„Sport“ die Kosten für ihre Polizeieinsätze mal schön selber zahlen.

    Ansonsten gilt: bis 14.30 (letzte Stunde) sollen, wenn möglich, keine privaten Termine in der Prüfungszeugnisse gelegt werden.

    Ich lege sogar den Sportverein (Trainingstermin) in die Zeit des Dienstplans, weil es einfach gar nicht anders geht.

    Die letzte Stunde endet bei uns Mo-Fr um 21.00 Uhr und samstags um 16.00 Uhr.

    Dennoch müssen sie regelmäßig (was das ist, sollte eine Dienstvereinbarung regeln) auf den Vertretungsplan nachsehen, ob sie irgendwo vertreten müssen (oder man wird kurzfristig angerufen). Und dann ist eben die Vertretungsstunde wichtiger als der Frisörtermin (wenn man nicht bereits mit Lockenwicklern auf dem Stuhl sitzt).

    Daraus ergibt sich für mich die Frage: Was ist, wenn der Friseur, der Arzt, ... ein Ausfallhonorar haben will, weil ich den vereinbarten Termin nicht wahrgenommen habe. Kann ich diese Schadenersatzforderung dann an die Schulleitung weiterreichen?

    Ansonsten weiß ich nicht, ob das Freizeit im eigentlichen Sinne ist, ich wäre nicht auf die Idee gekommen, in eine Hohlstunde 9.45h einen Termin zu legen, allenfalls ein Elterngespräch. Unsere Kernzeit für Unterricht ist allerdings auch Recht kurz, an berufsbildenden Schulen ist die ja mitunter den ganzen Tag plus Samstag und da muss dann halt eine Regelung her, man kann ja nicht 24/7 Rufbereitschaft haben.

    Das wollte ich gerade schreiben. Also wenn mir ein Schulleiter sagen würde, daß ich Mo-Fr. von 7.30 - 21.00 Uhr und samstags von 7.30 - 16.00 Uhr durchgehend zur Verfügung zu stehen habe, würde ich ihn daran erinnern, daß ich als Beamter zur Gesunderhaltung verpflichtet bin. Außerdem liegen bei so ausgedehnten Dienstplänen ja praktisch sämtliche privaten Termine in der Dienstzeit.

    Den Grupp willst du nicht als Schulleiter. Dafür ist das Schmerzensgeld zu gering.

    Ich habe in meiner Karriere insg. 6 Schulleiter als Vorgesetzte kennengelernt und nichts war für den kleinen Lehrer belastender als ein Schulleiter, der keine Entscheidungen fällen will, weil er Angst vor Fehlern hat.

    Viele Probleme mit Führungskräften in Schulen haben meiner Meinung nach damit zu tun, dass diese zu weit weg vom Alltagsgeschäft sind und sich oft über Zirkustheater (Projekt X, Schulkonzept Y, Einführung des "Nur Tofu Donnerstags" in der Mensa) für ihre Stelle "ausgezeichnet" haben und nicht über Qualität im Unterricht. Mir wäre es deutlich lieber, Unterricht würde bei Beförderungen stärker berücksichtigt.

    Und mir wäre es deutlich lieber, wenn Führungsqualitäten stärker berücksichtigt werden würden. Ein Schulleiter sollte sicher im Schulrecht und zudem entscheidungsfreudig sein. Jede Entscheidung, auch wenn sie sich nachträglich als falsch herausstellen sollte, ist besser als keine Entscheidung.

    Bei dem Zirkustheater gebe ich Dir Recht. Das ist wirklich überflüssig und lenkt nur ab. Aber viele profilieren sich damit, weil man sie dafür nachher nicht rechtlich belangen kann, wenn mal etwas daneben geht.

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    Damit hätte er das Zeug zum Schulleiter.

    Zum Nachreichen meiner Anerkennung des Staatsexamens bin ich bei der Bezirksregierung selbst vorstellig geworden und habe am Empfang solange genervt, bis ich die Unterlagen der Sachbearbeiterin persönlich in die Hand drücken konnte :D

    Beio mir war es genau so. Dazu kam dann noch ein Odyssee durch ganz NRW und das alles an einem Tag.

    • Prüfungssektretariat an der Uni: "Ihr Akte ist schon bei der Bezirksregierung, sie müssen es dort nachreichen."
    • Bezirksregierung: "Ihr Akte ist schon beim Schulministerium in Düsseldorf, sie müssen es dort nachreichen."
    • Schulministerium: "Ihr Akte ist schon bei der Bezirksregierung ihrer Einsatzschule (nicht die BezReg der Universität), sie müssen es dort nachreichen."

    Angekommen bei der letzten Bezirksregierung:

    • Pförterner bei der Bezirksregierung: "Die Kreisverwaltung ist auf der anderen Straßenseite!"
    • Ich: "Ich will aber zur Bezirksregierung."
    • Pförtner: "Wieso? Hier will doch nie jemand hin."

    Ich habe mich echt gefühlt wie bei Asterix, als es um den Passierschein A38 ging. :sterne:

    Subjektiver Erfahrungsbericht: bei uns wurden die Klassengrößen gesprengt oder es kam direkt die Ansage, das Kind doch bitte durchrutschen zu lassen, um die Klassengrößen des Nachfolgejahrgangs nicht zu sprengen (und irgendwer kippt dann meist eh immer um und liefert die gewünschten Noten... und der Rest fragt sich, wofür er sich die Mühe gemacht hat, authentische Noten zu erheben und Förderpläne zu schreiben).

    Bei uns gibt es dann in der Konferenz aber auch Kollegen, die in einem solchen Fall von der Note 5 auf die Note 6 gehen, um dem ganzen Geschacher ein Ende zu machen, auch wenn das bedeutet, daß man zieg Seiten Begründung schreiben muß.

    Legt man den WIderspruch eigentlich gegen die Mitteilung, die 6 Wochen vor dem Zeugnis kommt oder erst gegen das Zeugnis, wenn die Entscheidung endgültig ist? Weil das Kind kann sich ja theoretisch noch verbessern und dann hat sich das eh vielleicht erledigt.

    Ich komme zwar aus dem Berufsschulbereich, aber bei uns ist es so, daß gegen das Zeugnis (und nicht gegen die Mitteilung) Widerspruch eingelegt werden kann, eben weil das Zeugnis im Hinblick auf die Versetzung bzw. Nichtversetzung oder Abschulung einen Verwaltungsakt darstellt. Der Widerspruch bezieht sich auf den Verwaltungsakt und nicht auf die Noten.

    Ich hatte mal einen Widerspruch gegen meine Note auf dem Halbjahrszeugnis. Der Widerspruch wurde aus formalen Fehlern abgelehnt. Man könne gegen ein Halbjahrszeugnis keinen Widerspruch erheben, weil mit dem Halbjahrszeugnis kein Verwaltungsakt verbunden ist.

    SteffdA : Dein Witz ist - auf jeder denkbaren Interpretationsebene - IMHO einfach nur daneben.


    Wenn das Thema überhaupt in der Schule etwas zu suchen hat, dann als Auseinandersetzung mit den Zwängen im Leben einer Diktatur - in Russland müssen Kinder "Wehrsport" in der Realität durchmachen.


    Im Westen nur in Deiner Phantasie.

    Die Auseinandersetzung ist leider auch im Westen näher an der Realität als uns allen lieb ist. So habe ich z.B. zwei Ukrainer in meiner Klasse sitzen, die gerade volljährig und damit wehrpflichtig geworden sind.

    Habt ihr gute Vorschläge?

    Hast Du ggf. schon einmal bei einem Sportverein etc. angefragt, ob die ihren Sport mittels AG an die Schule bringen wollen?

    Wir betreiben als Segelflugverein AGs an den örtlichen Schulen. Da können die Schüler dann das Segelfliegen erlernen. Zugegeben ist das nichts für Jahrgangsstufe 5, aber es wäre mal etwas ganz Anderes als der übliche Kram a la "Schach, kreatives Schreiben, ..."

    Was man ab Jahrgangsstufe 5 aber machen könnte wäre Modellflug, also Modellflugzeuge mit Funkfernsteuerung. Bei schlechtem Wetter wird gebastelt, bei gutem Wetter geflogen. So einen "kleinen UHU" dürfte auch ein 10jähriger zusammen bekommen. Das würde ich jedenfalls wesentlich cooler finden als den ganzen Kram, den eh jede Schule irgendwo macht.

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