Die Erhöhung, die bei uns ansteht, ist in der Summe IMHO absolut vergleichbar mit dem, was beim Bürgergeld (im Vergleich zum Hartz4) ansteht.
Ja wie? Wir bekommen auch 25% mehr? 
Die Summe in Euro interessiert mich weniger, weil bei gleichen Summen die Abstände ja immer geringer werden. Wenn es heute 1.000€ Unterschied netto sind, dann sind das vielleicht 30% Unterschied. Bleiben wir bei diesen 1.000€ Unterschied und der Bürgergeldempfänger hat nach Jahrzehnten starker Inflation 100.000€ monatlich netto und der Lehrer 101.000€, dann sind das immer noch 1.000€ Unterschied, aber IMHO lohnt es sich dann für den Lehrer nicht mehr auch nur das Abitur zu machen geschweige denn zu studieren, weil das Einkommen praktisch identisch ist und ein halbes Jahr mehr Bürgergeldbezug aufs Lebenseinkommen betrachtet mehr bringt als das Lehramt.
Entsprechend ist mir auch schleierhaft warum es immer wieder heißt, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Würden alle 25% mehr bekommen, eben weil das Bürgergeld um 25% angestiegen ist, würde das die Schere nur in der gleichen Stellung halten. Bedingt durch die Sockelbeträge und die entsprechend sehr viel größeren prozentualen Gehaltszuwächse in den unseren Lohngruppen geht die Schere doch immer weiter zusammen. Für den abhängig beschäftigten Arbeitnehmer ist dies zumindest so.
Die Schere würde erst auseinder gehen, wenn die Arbeitgeber z.B. sagen würden: „Bei Besoldungsgruppe A5 haben wir so viele Bewerber, dass wir immer jemanden finden. Da lassen wir die Besoldung so wie sie ist. Bei A13 hingegen können wir mit der Wirtschaft nicht mehr mithalten und bekommen keine Leute mehr, da packen wir 20% drauf.“
Alles Andere ist keine sich öffnende Schere.