Beiträge von plattyplus

    Zweiwöchige Klassen- bzw. Abschlussfahrten? Wow, das habe ich noch nie gehört.

    Mein Fahrtenprogramm als Schüler:

    • 4. Klasse: Eine Woche in eine Jugendherberge im Landkreis (Montag bis Freitag)
    • 6. Klasse: Zwei Wochen nach Wangerooge (Montag bis zur Folgewoche Freitag. Der Landkreis betreibt da ein eigenes Landschulheim und organisierte die Termine.
    • 10. Klasse: Eine Woche Harz (Montag bis Freitag)
    • 13. Klasse: Zwei Wochen Skandinavien, also über Kopenhagen nach Stockholm und Retour. Sollte eigentlich nur eine Woche (Montag bis Freitag) dauern und dann irgendwo in Malmö enden, aber dank EU-Fördergeldern ging es dann doch wieder bis Stockholm.

    Über Steuerhinterziehung regen sich die deutschen Stammtische seltsamerweise nicht so gerne auf. Vielleicht weil es immer leichter ist, nach unten zu treten.

    Wie bereits zuvor von mir gesagt:

    Ein weiteres Mittel zur Staatsfinanzierung: Aufstockung des Personals in der Steuerfahndung bis zu dem Punkt, wo die Grenzkosten eines zusätzlichen Mitarbeiters den Grenzertrag, den dieser durch Fahndungserfolge erwirtschaftet, übersteigt. Und ja, wir kaufen als Staat selbstverständlich weiterhin die Daten von Steuerflüchtlingen an.

    Ich denke nicht, dass du eine Studienfahrt nach England für unter 500 € hinbekommst.

    Wäre Irland auch akzeptabel? Da würde ich dann nämlich bei der EU Fördergelder für alle Schüler (unabhängig vom Einkommen der Eltern) beantragen.

    Als ich selber damals Schüler war, ging unsere 13er Abschlußfahrt nach Schweden. Die Jahrgänge vor uns sind alle 2 Wochen gefahren. Wir sollten der erste Jahrgang sein, der nur eine Woche fährt, eben weil es zu teuer wurde. Daraufhin haben wir uns damals (Ende der 1990er) selber um Fördergelder gekümmert und dank Erasmus-Programm der EU auch erhalten. Wir alle mußten vorab einen Schwedisch-Kurs in der VHS besuchen und bekamen dann pro Person 400,- DM Zuschuß. Die ganzen Formulare hatten wir selber auch schon soweit ausgefüllt, daß der Schulleiter nur noch die Schulnummer eintragen und unterschreiben mußte.

    Dank dieser Eigeninitiative durften wir dann doch zwei Wochen nach Skandinavien fahren, wie schon die Jahrgänge vor uns. :cash:

    Aber ob meine Schüler so eine Eigeninitiative bringen würden, wenn es darum geht Geld für eine Fahrt zu organisieren? Da würde sich vorher der Alte Fritz, der hier die Schulpflicht eingeführt hat, im Grabe umdrehen. :traenen:
    Wenn sie das jedoch bringen würden, würde ich auch heute noch davon ausgehen, daß für 500,- € eine Fahrt nach Irland machbar ist.

    Wobei: nehmen wir mal an, dass den Bürgergeld-Empfängern diese Klassenfahrt nicht finanziert würde - wäre dann der Familie im Beispiel von Dr. Caligari geholfen? Nein.

    Selbstverständlich wäre der Familie geholfen! Würde bei der Klassenfahrt kein einziger Schüler mitfahren können, eben weil das Amt nicht bezahlt, würde diese Klassenfahrt nicht stattfinden und es würde ein günstigeres Klassenfahrtziel ausgesucht.

    Ja, das finde ich auch schlimm, dass Kinder aus armen Haushalten Bildungschancen über das Allernötigste hinaus bekommen sollen.

    Ich glaube, dass Du die Kernaussage nicht verstanden hast. Es gibt in Deutschland Familien, in denen beide Eltern Vollzeit arbeiten, die keine Stütze bekommen und es sich nicht leisten können ihre Kinder auf solche Fahrten zu schicken. Würden die Eltern jetzt den Job kündigen, hätten sie mit Bürgergeld mehr in der Tasche, weil dann das Amt alle solche Zusatzkosten übernimmt.

    Bsp. für sowas: Klassenfahrt nach New York für 38.000€ (2.539€ pro Kopf). Bis auf drei Schüler in der Klasse waren alle Schüler vom Amt finanziert. Entsprechend fuhren auch alle Schüler mit bis auf die Drei, deren Eltern die Fahrt aus eigenen Mitteln hätten stemmen müssen.

    https://www.welt.de/politik/deutsc…8-000-Euro.html

    Mir ist klar, dass differenzieren zumindest keine von dir in diesem Forum gezeigte Stärke ist, sondern du hier lieber an vielen Stellen populistische Phrasen raushaust,

    Und mir ist klar, daß Du immer nur das Haar in der Suppe suchst ohne die Suppe zu sehen. Da werden dann die kleinste Splittergruppen rausgesucht, für die eine Lösung ungerecht wäre und wegen der man dann nicht mit der breiten Masse so verfahren darf, wie es eigentlich angebracht wäre.

    Entweder klagt irgendwann mal jemand und erwirkt eine Grundsatzentscheidung, oder wir diskutieren uns hier den Wolf (haben wir vor acht Jahren ja auch schon) und es passiert...

    ... nichts.

    Welche Gewerkschaft bzw. Verband würde einen Kollegen dabei denn unterstützen? Ich kenne niemanden, der bereit wäre einen Kollegen beim Weg durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof zur Seite zu stehen. Ich gehe nämlich davon aus, daß man bis zum EuGh gehen muss, um die EG/2003/88 wirklich durchzusetzen.

    Palim

    Bei mir liegt die Spitze eher in der Zeit von den Sommerferien bis Anfang Dezember. Da kommen nämlich die ganzen neuen Azubis, die noch nicht wissen, wie das in der Lehre läuft mit Pünktlichkeit und so. Ab Dezember laufen dann die ersten Prüfungsklassen aus, die eine 3,5-jährige Lehre durchlaufen.

    Entsprechend habe ich im ersten Halbjahr auch 30-32 Unterrichtsstunden und im zweiten Halbjahr 20, um so im Schnitt auf 25,5 zu kommen.

    CDL

    Sieh es doch einmal so: Nur, wenn wir bei den Standardfällen wirklich mal durchgreifen, also sowohl beim Bürgergeldbezug als auch bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit, können wir es uns als Staat finanziell leisten in solchen Fällen wie bei Dir überhaupt Sozialleistungen zu gewähren.

    Aber da sage ich Dir bestimmt nichts Neues, denn dies ist auch die Linie der CDU, diesmal geäußerst von Herrn Linnemann.

    Hm,

    Zwangsunterbringung von Bürgergeld-Empfängern?

    Du überraschst mich immer wieder. *kopfschüttel*

    Ja, wie interpretierst Du denn die Linie der CDU?

    --> https://www.swr.de/swraktuell/bad…ebatte-100.html

    Bei Kürzungen von "deutlich über 50%" bei Arbeitsverweigerung, ich tendiere eher zu Kürzungen von 80%, dürfte keine normale Wohnung mehr drin sein.

    Ein weiteres Mittel zur Staatsfinanzierung: Aufstockung des Personals in der Steuerfahndung bis zu dem Punkt, wo die Grenzkosten eines zusätzlichen Mitarbeiters den Grenzertrag, den dieser durch Fahndungserfolge erwirtschaftet, übersteigt. Und ja, wir kaufen als Staat selbstverständlich weiterhin die Daten von Steuerflüchtlingen an.

    Ich deute mittlerweile gern gelassen auf die Schilder und sage gar nichts. Schließlich gibt es genau drei Schilder, die man (aus gutem Grund) auch von hinten erkennt.

    Mich hupen sie regelmäßig an, wenn ich vor der roten Ampel mit dem grünen Abbiegepfeil-Schild anhalte, gucke und dann bei rot als Rechtsabbieger über die Kreuzung fahre. Das Schild kennt hier im Westen der Republik wohl auch kaum jemand. :autsch:

    Und auch gerade für diese Menschen wie auch Schülerinnen und Schüler sowie Studierende sind doch gerade Minijobs wichtig.

    Also viele meiner ausländischen Schüler versuchen krampfhaft an einen Job mit 521 € Vergütung zu kommen, weil sie für ihren Auffenthaltstitel einen sozialversicherungspflichtigen Job nachweisen müssen. Aber viele Arbeitgeber haben sich leider auf die 520 € Minijobs spezialisiert. Für diese Schüler sind die aktuelle Situation und die Minijobs eine Falle.

    Nur was ist mit den Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können oder eben nicht in dem geforderten Stundenumfang?

    Wie viele der aktuell 2,6 Millionen Arbeitslosen sind das denn?

    Wenn ich beispielsweise nahe am Mindeslohn Vollzeit arbeite würde, erhielte ich gerade mal 3Euro je Stunde mehr, als wenn Burgergeld beantragen würde.

    [...]


    Ich verstehe daher die Leute, die nicht Vollzeit arbeiten.

    Und genau deswegen denke ich, daß das Bürgergeld mit einer Arbeitspflicht verbunden werden sollte oder eben drastisch gekürzt. Und ja, bei "drastisch" denke ich an eine Unterbringung in einem Wohnheim, Essen auf Lebensmittelmarken und eben nicht an eine kleine Wohnung.

    Da würden die Leute sich dann überlegen: Ich muß eh arbeiten, da kann ich dann auch gleich woanders arbeiten und dafür 3,- € zusätzlich einstreichen.

    Kannst Du Beispiele nennen, wo das Geld dauerhaft und in großen Mengen zum Fenster hinausgeworfen wird?

    Auch wenn Du es wahrscheinlich nicht hören willst, müssen wir an den Sozialstaat ran. So würde ich z.B. an eine Arbeitspflicht für Bürgergeldempfänger denken. Wer nicht arbeitet, bekommt im Gegenzug das Bürgergeld massiv gekürzt.

    Auch sollten Minijobs abgeschafft werden, weil sie die Leute dazu verleiten ewig in den Minijobs zu bleiben. Der Ansporn selber etwas mehr zu verdienen, um dann eine Rente zu bekommen, geht verloren. Das sieht man daran, dass alle Minijobs mit dem sozialversicherungsfreien Maximalgehalt beworben werden.

    Ansonsten müssten wir mal über Sporthallen, Hallenbäder, diverse Subventionen (z.B. gerade die 500 Mio. € für Solaranlagen, die innerhalb von 10 Stunden vergriffen waren) nachdenken.

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