Bei uns (GS Bayern) gibt es eine feste wöchentliche Sprechstunde (45 Minuten). An uns an der Schule können sich die Eltern im Elternportal anmelden. Ich habe 2 Termine pro Sprechstunde. Sollten die Termine vergeben sein, dann müssen sie den nächsten freien Termin nehmen. Bei dringenden Problemen können mich die Eltern anschreiben und wir vereinbaren einen Extra-Termin. Das kommt bei mir üblicherweise eher selten vor.
Dazu haben wir noch zwei abendliche Elternsprechtage (je 3 Stunden) pro Schuljahr für Eltern, die nicht tagsüber in die Sprechstunde kommen können.
So ähnlich ist es an meiner Schule auch geregelt. Ich habe immer nur Termine vergeben, auch in der Sprechstunde. Spontan kam keiner, das habe ich auch so kommuniziert, denn ich wollte mich auf die Sprechstunde vorbereiten und entsprechende Unterlagen mitnehmen. Zusätzlich gab es noch Termine nach Vereinbarung. Die Sprechstunden legt man meistens in die Freistunden. Wenn sich niemand angemeldet hat, dann hat man in der Stunde auch andere Arbeiten zu tun.
Unangenehm finde ich die Elternsprechtage, denn da hat man kaum Zeit für ein ausführlicheres Gespräch und es ist dann eher Fließbandarbeit und man muss sich in kürzester Zeit immer wieder auf andere Gesprächspartner einstellen. Fand ich nicht unbedingt gewinnbringend. Deswegen habe ich Termine n. V. angeboten (aber so, dass ich nicht extra nochmals in die Schule kommen musste), damit nicht zu viele am Elternsprechtag aufschlagen. Gerade als Klassenlehrkraft geht es doch öfter um ein ausführlicheres Gespräch.
Belanglose Dinge wurden, wenn ich die Eltern schon kannte, telefonisch oder per Mail geklärt. Seit Corona wollten manche, die nicht reinkommen konnten, auch einmal eine Videosprechstunde. Das ging mit der digitalen Tafel und Dokumentenkamera vom Klassenzimmer aus.
P.S.: pepe Durch die Terminvergabe auch in der Sprechstunde habe ich nicht die Erfahrung gemacht, dass Eltern nur kamen, um reden zu wollen ohne neue Erkenntnisse. In der Sprechstunde waren das immer grundsätzliche Gespräche, die länger dauerten. Das hat dann doch eine Weile gereicht.