Mir geht's jetzt nach ein bisschen Ruhe und Abstand von der Arbeit auch etwas besser. Denke, ich sollte zumindest mal eine weitere Schule gesehen haben, bevor ich mich von diesem Job verabschieden kann.
Ich weiß nicht, von welchem Bundesland du schreibst. Hier wäre die Möglichkeit, sich freiwillig als Krankheitsvertreterin zu melden - nennt sich in Bayern "Mobile Reserve". Da ist man unter Umständen an vielen Schulen eingesetzt und sieht so manche Schulen. Das Jahr ist allerdings anstrengend, weil man immer wieder in Fremdklassen kommt, die ihre Grenzen austesten.
Ansonsten würde ich immer wieder versuchen, einen Versetzungantrag zu stellen und mit den entsprechenden Behörden (bei uns wäre es die zuständige Schulrätin) reden, sofern dir schlagkräftige Argumente für eine Versetzung einfallen. Privatschule wurde schon genannt.
Wenn du von der Schule so schnell nicht wegkommst, würde ich mir innerhalb des Kollegiums Personen suchen, mit denen man vertrauensvoll reden kann und die einem Tipps geben. Ansonsten helfen professionell aufgezogene Supervisionsgruppen oder entsprechende Fortbildungen gut. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.
Um an der Schule etwas zu verändern bin ich an meiner letzten Schule in die entsprechenden Teams und Arbeitsgruppen, habe mit Gleichgesinnten geredet und in den Konferenzen entsprechende Vorschläge gemacht und Anträge eingereicht. Da kann man doch einiges mitprägen. Wenn man zusätzlich noch sachlich und kooperativ auftritt, dann zahlt sich das aus.