Der Artikel von Meyerhöfer ist von 2013, also ca. 11 Jahre alt.
Wegen der in die Jahre kommenden Aussagen kann man diese vernachlässigen, denke ich, es ist einfach nicht aktuell und außerdem scheint Meyerhöfer schlecht informiert. Auch vor 11 Jahren hat man sich überlegt, wie man geschickt rechnen kann und warum. Das gehört doch schon lange in den Grundschulunterricht. Den Umbruch (mehr hin zum Verständnis, zum Entdecken) bekam ich in Bayern um die Jahrtausendwende mit. Da gab es den neuen Lehrplan 2000. Inzwischen macht man doch sehr viel zur Zahlenvorstellung und zum Verständnis, natürlich alters- und entwicklungsangepasst.
In Wikipedia findet man einiges über Meyerhöfer, angeblich arbeitet er seit 2020 an einer Schule in Potsdam, eine reformpädagogische Schule, wo er allerdings nicht als Lehrkraft gelistet ist. Der Lebenslauf, wie er in Wiki geschildert ist, zeugt davon, dass er einige "spezielle" Ansichten hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_Meyerh%C3%B6fer
Ich war schon öfter in Fortbildungen über Dyskalkulie und da gab es auch einmal ein interessantes Sympositum, wo Vertreter verschiedener Ansätze zu Wort kamen (aus der Forschung - Unis, PHs - und aus der Praxis -Therapeuten), wie man versucht, der Dyskalkulie zu begegnen. Einig waren sich alle Ansätze, dass es den Dyskalkulikern an konkreter Zahlenvorstellung fehlt und dass diese viel mehr Mühe haben, diese aufzubauen (quasi über ein inneres optisches Bild). Und da geht es eben um gezielte Wege dorthin. Ich denke, das gilt auch jetzt noch, doch man ist sicher heute durch weitere Forschungen und Erfahrungen auf einem aktuelleren Stand.