Beiträge von Caro07

    Ich finde dieses Malkreuz auch eher verwirrend. Liegt vielleicht daran, dass ich von Grundschuldidaktik keine Ahnung habe.

    Man sollte die Anwendung des Malkreuzes nicht auf alle Bundesländer beziehen. Bei uns spielt das Malkreuz in den verwendeten Schulbüchern keine Rolle. So weit ich erinnern kann, habe ich das nur einmal in einem Zyklus gemacht, als wir die "Welt der Zahl" hatten. Es muss wohl einen Grund gegeben haben, warum ich es nicht mehr gemacht habe. Vielleicht habe ich nicht so richtig den Nutzen darin gesehen. Manchmal habe ich es schon bei Referendaren gesehen, aber die Anwendung scheint nicht die Regel zu sein.

    Genau, ich meine unzureichend behandelt. Ich habe mir die Frage gestellt, weil ich mich mit der Behandlung der schriftlichen Division beschäftigt habe. Und bei dem Thema soll z.B. die Sprechweise des Aufteilen genutzt werden, die "0-Mal Sprechweise statt "Geht-nicht-Sprechweise", es soll operativ geübt werden, aktiv-entdeckend unterrichtet werden, Strategiekonferenzen gehalten werden, generell viel gemeinsam gerechnet werden.... Und wenn ich das nicht wissen würde und dann die schriftliche Division durchnehme...

    Ich möchte nochmals auf diesen Schwerpunkt der Fragestellung bei der Eingangsfrage eingehen.

    Es scheint mir, dass du davon ausgehst, dass man sich quasi so intensiv mit Thematiken, die man in der Grundschule unterrichtet, beschäftigen muss, dass man das fast nicht leisten kann und dies enorm fehleranfällig wäre.

    Doch bedenke: Du erhältst durch das Studium ein gewisses Grundwissen. Im Referendariat lernst du, wie du Unterricht vorbereitest und erhältst weiteres Wissen in Bezug auf die Praxis. In meinen Augen kann es nicht passieren, dass du etwas grottenfalsch vermittelst, wie du befürchtest. Du bringst durch die Ausbildung ein gewisses Knowhow mit.

    Für Anfänger sind genehmigte Bücher von Schulbuchverlagen ganz gut geeignet. Denn da kannst du ziemlich sicher sein, dass die Vermittlung den allgemeinen Standards entspricht. Außerdem gibt es dazu Lehrerbände. Wichtig ist sich immer wieder mit den Themen zu befassen (auch mal mit KollegInnen auszutauschen), wo man sich nicht sicher ist. In der ausführlichen Unterrichtsplanung macht man eine Sachanalyse und eine didaktische Analyse auf dem Hintergrund der Voraussetzungen, denen du im Unterricht (Schülerwissen, soziale Situation usw.) begegnest. Bei uns müssen Referendare viele Artikulationsschemata schreiben. (Das ist eine Kurzform der Unterrichtsplanung.)

    Wenn man fachfremd unterrichtet, muss man sich am Anfang besonders mit dem Fach auseinandersetzen und sich einarbeiten. Da sind Fortbildungen und Kollegen vom Fach hilfreich, gerade wenn man etwas ganz neu macht. (Wir haben auch schon zu selbstsichere Anfänger gehabt, wo man dann darauffolgend bei bestimmten Themen ordentlich zurechtbiegen musste - die hätten mal lieber sich mit Kolleginnen ausgetauscht bzw. sich intensiv mit der Thematik beschäftigt.) Zu evtl. kleinen Fehlern haben andere schon geschrieben.

    Du musst übrigens nicht alle Kompetenzen an einem Thema abarbeiten, da gibt es noch genug Themen, wo du diese auch abdecken kannst.

    Ich habe geschrieben, dass ich schlechte Erfahrungen mit der gleichzeitigen Einführung beider Arten gemacht habe und es deshalb geändert habe und nur noch das Ergänzungsverfahren allgemein in der Klasse einführe.

    Interessant, ich habe jetzt einmal im Bildungsplan Ba-Wü nachgeschaut. Tatsächlich ist das Subtraktionsverfahren nicht vorgeschrieben. Dann kann das wohl jedes Schulbuch so machen, wie es will und ich interpretiere es auch so, dass man beides anbieten kann, je nach Bedarf.

    Ich habe den alten Lehrplan 2000 von Bayern aufbewahrt. Da musste man das Abziehverfahren machen. Zum Ergänzungsverfahren stand, dass man es evtl. erarbeiten könnte, aber nur individuell anwenden soll. Im gültigen Lehrplan PLUS wird nur noch das Abziehverfahren erwähnt (wobei wir ja ein optisch schöneres haben), das Ergänzungsverfahren ist ganz rausgefallen.

    Die im Ba-Wü erwähnten "verschiedenen Rechenwege" könnte man so verstehen, dass man zum einen reine Kopfrechenaufgaben auf verschiedene Weise löst und zum anderen Aufgaben von derselben Schwierigkeit, die man später schriftlich rechnet, im Vorfeld halbschriftlich rechnet. Das dient zum Aufbau der Zahlenvorstellung. Die schriftlichen Rechenverfahren sollten deshalb nicht zu früh eingeführt werden. Es braucht die Zahlenvorstellung. Deshalb habe ich die Eltern in der 3. Klasse immer gebeten, den Kindern nicht im Voraus die schriftliche Addition beizubringen, denn das verhindert den weiteren Aufbau der Zahlenvorstellung. (Man sollte auch zu einem Überschlag fähig sein um die Größenordnung der schriftlichen Rechnungen zu überprüfen.)

    In den alten Lehrplänen wurde auf das Halbschriftliche großen Wert gelegt.Im 4. Schuljahr wird es bei der Multiplikation und Division grenzwertig, auch von der verfügbaren Zeit her. Inzwischen wird nicht immer alles in diesem Bereich halbschriftlich vor den beiden schriftlichen Verfahren bis zum Exzess durchgekaut, sondern nur, was kopfrechentauglich und der Zahlenvorstellung zuträglich ist.

    Unter den "verschiedenen Rechenwegen" würde ich eher die Kopfrechenwege oder die halbschriftlichen Möglichkeiten (man kann bei Plus z.B. erst die Hunderter und dann die Einer rechnen oder umdrehen) und nicht die beiden Verfahren der schriftlichen Subtraktion verstehen. Doch vielleicht ist das Definitionssache. Im alten bayerischen Lehrplan findet man das Wort "Lösungswege", im neuen werden die Rechenwege definiert als "Art der Berechnung zur Lösung".

    Und ich meine nicht: Weil es im Lehrplan steht. Sondern ernsthaft: Habt ihr an der Grundschule das Gefühl, dass man den Schülern damit etwas sinnvolles beibringt?

    Vielleicht geht die Erklärung von raindrop in diese Richtung.

    Ich denke allerdings, dass diese Frage (auch) Lehrer weiterführender Schulen beantworten sollten.

    Mir hat einmal eine Gymnasiallehrerin vor Jahren gesagt: Hauptsache, die Kinder können die schriftlichen Verfahren, wenn sie ans Gymnasium kommen.

    Vielleicht ist es auch Tradition, von der man sich noch nicht lösen kann, will. Das Problem ist, entweder kann man die schriftlichen Rechenverfahren sicher, oder man lässt es gleich sein. Halb gekonnt bringt nichts, sonst kann man es ja nicht (statt Taschenrechner) anwenden.

    Es ist noch nicht lange her (gefühlt noch am Anfang dieses Jahrtausends), da galten die schriftlichen Rechenverfahren als Königsdisziplinen.

    Vielleicht noch ein Argument: Besonders fitte Schüler rechnen bei Plus (und Minus) schriftlich im Kopf, das kann auch ganz schön schnell gehen.

    Ich bin selbst ein Wittmann/ Müller " Jünger". Sie waren meine Profs an der Uni.

    Ich hab aber persönlich nicht mehr in Erinnerung was sie genau zu den 2 Verfahren sagten..war es überhaupt Thema?

    Das Zahlenbuch war immer das non Plus ultra...es hat sich trotzdem nicht durchgesetzt...warum..zu anspruchsvoll..Im Endeffekt waren die Herren halt auch Theoretiker und wenig in der realen Praxis.

    Ich persönlich finde das Zahlenbuch alleine optisch nicht ansprechend...

    Bezüglich des Zahlenbuchs gebe ich dir Recht. Ich kann jetzt nur für Bayern (und Klasse 3/4) schreiben:

    Ungefähr um die Jahrtausendwende war ich auf einem mehrtägigen Mathekompositum an einer Uni, wo Lehrer eingeladen waren. Da waren die Ideen in der Grundschulmathedidaktik, die sich zu der Zeit im Zahlenbuch 2000 manifestiert haben, für uns neu und revolutionierend. Im nächsten Lehrplan sind die Ansätze der "neuen" Mathematikdidaktik stark eingeflossen und die angebotenen Lehrwerke nahmen Ideen vom Zahlenbuch auf. Ich finde sie in anderen Lehrwerken weiterentwickelt. Das reine Zahlenbuch ist mir auch zu anspruchsvoll. Das Mathematikbuch, mit dem wir zuletzt arbeiteten (Zahlenzauber - vorher hatten wir die Zahlenwerkstatt, die war auch nicht schlecht, aber der fehlte irgendwie die Tiefe) und meine Schule immer noch arbeitet, fand ich einen guten Kompromiss. Das, was fehlt, muss man halt zusätzlich beisteuern. Beim Zahlenzauber braucht man manchmal noch zusätzliche Übungsaufgaben und manchmal anspruchsvollere Textaufgaben.

    Schipper/Wittmann sind (waren?) tatsächlich führend in der Grundschuldidaktik, vor allem als man von der "Mathe 2000" im Grundschulbereich sprach. Da war um die Jahrtausendwende eine große Neuerung (ist jetzt auch schon wieder mehr als 20 Jahre her).

    Meine Meinung zur Subtraktion: Das Abziehverfahren ist erstmal für die Schüler verständlicher. Das Argument "ergänzen" sticht für mich beim schriftlichen Verfahren nicht, weil man da quasi nur Stellenwertrechnen macht und eine Kopfrechenleistung in einem kleinen Zahlenbereich erbringen muss. Die Durchstreicherei ist allerdings unübersichtlich. Das war die Haupttkritik, die von den weiterführenden Schulen kam. Deswegen hat Bayern eine andere Schreibweise eingeführt. Man macht in der Mitte einen Strich für die Merkzahl. (Theoretisch kann man dann auch ergänzen.)

    Das Abziehverfahren ist in meinen Augen nicht so anerkannt, weil die meisten Lehrer in ihrer Zeit als Schüler das Ergänzungsverfahren geübt haben und das sozusagen im Traum beherrschen. Wenn man das Abziehverfahren nicht einführen muss, dann erhält man auch keinen Überblick über die Stolpersteine und wie man denen begegnen kann. Die schriftliche Subtraktion ist nicht leicht zu lernen. Da Eltern das Ergänzungsverfahren gelernt haben, helfen sie ihren Kindern meist mit dem Ergänzungsverfahren. Das bringt die Schüler komplett durcheinander. Trotz Warnung hatte ich in meinen Klssen mindestens 1-2 Schüler, deren Eltern zuhause mit dem Ergänzungsverfahren halfen und die Kinder dann letztendlich durcheinander kamen.

    Ich finde das Abziehverfahren logischer, für die Schüler einfacher zu begreifen und schneller zu erlernen. Ich habe schon vor der Einführung des Abziehverfahrens das Ergänzungsverfahren unterrichtet und das Ergänzungsverfahren dauerte länger zum Begreifen und Einzutrainieren.

    Zur Subtraktion im Kopf:

    Da geht unser Mathematikbuch super darauf ein, mit Aufgaben, die den "Zahlenblick" schulen: Da geht es um die Differenz und die Zahlenkonstellation: Manchmal ist es einfacher bzw. schneller zu ergänzen, dann wieder ist das Abziehen schneller, man kombiniert und ein anderes Mal rechnet man es schriftlich. Z.B. bei 356- 298 ergänzt man oder rechnet man - 300 +2. Solche Aufgaben habe ich geliebt, denn das war Rechnen mit Köpfchen! Den Blick dafür schult man durch themenorientierte Rechenaufgaben - ich finde solche Kopfrechnungen sehr wichtig und fast wichtiger als das Stellenwertrechnen bei den schriftlichen Rechenverfahren.

    Die Diskussion um die Abschaffung der Notengebung in den genannten drei Fächern gab es immer wieder. aber ich sehe es ebenso wie der Verband, dass dann die Akzeptanz der Fächer (weiter) schwindet. Gerade als Fachlehrer in Musik und Kunst hat man es besonders schwer, oft werden diese Stunden zusammen mit Religion an die Randstunden gelegt. So zumindest meine Erfahrungen in Musik - in meinen jüngeren Lehrerjahren habe ich einmal eine Zeitlang Musik in der Hauptschule unterrichtet. Sport musste ich einmal am Nachmittag bei einer völlig unmotivierten Mädchengruppe in der Pubertät unterrichten. Da der Sport mit einer anderen, damals erfahrenen Lehrerin geteilt war, musste ich abwechselnd Bodenturnen (da hatten die Mädchen Null Bock) und Volleyball/Basketball unterrichten. Letzteres ging etwas besser. Da ich eine von drei Sportstunden in dieser Gruppe unterrichtete, war mein Noteneinfluss gering.

    In der Grundschule habe ich in Sport, obwohl es meine eigene Klasse war, immer Schwierigkeiten gehabt, die genauen Lernfortschritte zu dokumentieren und mir zu merken. Das ist einfach eine Überforderung, wenn da die Gesamtklasse von 26 Schülern und mehr herumspringt und man die Sicherheitsbedingungen überwachen muss und sich auf den Unterricht konzentriert. Ich habe dann meistens nach einer Lerneinheit pro Disziplin Noten gemacht und einzelne Schüler oder Gruppen von Schülern etwas vormachen lassen. Da hat man schon gesehen - der eine war besser im Ballspiel (da war die Mitgliedschaft im Verein der Vorteil), aber dann evtl. nicht ganz so gut bei irgendwelchen Sprüngen. Insgesamt rundum sportlich sehr gute Schüler waren dann vielleicht nicht ganz so teamfähig bei Gemeinschaftsspielen. Dennoch haben sich dann letztendlich doch etwas differenzierte Noten herauskristallisiert, allerdings konnte man bei nicht so bewegungsaffinen Schülern die Anstrengungsbereitschaft erkennen. Sport ist in der Grundschule grundsätzlich beliebt, auch bei nicht so sportlichen Kindern.

    In Musik muss man sich nicht auf die Theorie beschränken um eine "gerechte" Note zu finden. Auch da ist es etwas "ungerecht", denn die, die ein Instrument spielen, tun sich wesentlich leichter mit der Musiktheorie, sprich Notenlehre und überhaupt mit dem Notenlesen und den dazugehörigen theoretischen Hintergründen, auch was den Aufbau der Melodieführung betrifft. Wenn man reine Musikgeschichte und Komponistenbilder, auswendig gelernte Musikstile abhört, dann ist das eine kognitive Leistung, bildet aber den Musikunterricht nur halb ab. Referate sind für jeden machbar.

    Musik ist aber auch ein praktisches Fach. Man kann in der Grundschule praktische Elemente, die jeder leisten kann und die zum Musikunterricht dazugehören, benoten. Ich habe gerne einmal Rhythmen eingeübt und diese abgehört. (Hier konnte man schon unterschiedliche rhythmische Begabungen sehen, aber ganz schlecht ist nach einer gewissen Übung niemand, im Gegensatz zu kognitiven Arbeiten.) Oder ich habe Schüler zu Musik kreativ tanzen lassen und dies benotet. Einzeln vorsingen habe ich in der Grundschule nie etwas lassen - mit der Zeit merkt man, wer stimmlich ziemlich sicher ist. In meinen früheren Jahren in der Hauptschule habe ich die Schüler wählen lassen, was sie als "Kür" machen wollen, um eine praktische Note zu erhalten: einen kleinen Text mit Orff gestalten, etwas vorsingen oder auf dem eigenen Instrument etwas vorspielen. Eigenes Instrument oder vorsingen wären heute wahrscheinlich umstritten.

    Ich sehe es ähnlich wie Kathie. Gerade in der Grundschule unterrichtet man viele Fächer. Da sieht man auch krasse Unterschiede in den Noten einzelner Schüler. Und es gibt viele Kinder, die in den kognitiven Fächern schlechter sind, aber doch in dem einen oder anderen" musischen" Fach (Kunst, Musik, Sport, Handarbeit, Werken) eine gute bis sehr gute Note haben und da ein positives Gefühl vermittelt bekommen. So lange wir ein leistungsorientiertes Notensystem haben, sollen auch die Leistungen in musischen Fächern - da kann man durch das Praktische einiges herausholen - gewertet werden.

    Auch anekdotisch: Ich habe meine Einser in Musik in der ganzen Schulzeit durchgezogen, das war neben einem anderen Einser-Fach das Fach, wo ich einen garantierten Erfolg hatte, was sich positiv auf meine insgesamte Motivation ausgewirkt hat. Es gab nämlich Fächer, da tat ich mich trotz hohem Arbeitseinsatz ziemlich schwer. Das Musikalische wurde in meinem Elternhaus sehr gefördert - aber ich glaube, dass auch eine gewisse Grundbegabung dazugehört. Mein Mann ist nicht besonders musikalisch und so sind es auch unsere Kinder, trotz versuchter Förderung meinerseits.

    Das schreiben halt auch meist Leute, die wie ich früher schlichtweg keine Ahnung vom Pedelecfahren haben.

    Ich, 50 Jahre, benutze meine S-Pedelec-Lastenrad als Alltagsfahrzeug und obwohl ich durchaus immer passionierter Biobiker gewesen bin, sind meine Autofahrten unter 20 km nochmals weiter auf ein Minimum reduziert worden - gar nicht zu reden von beginnender Arthrose und starkem Asthma, die so leichter zu handeln sind.

    Ich habe ein normales 18 Gang Fahrrad und ein E-Bike. Unsere Gegend ist flach und bergig. Um mit meinem (sehr) sportlichen Mann (der fährt ein normales Rad) bei unseren Fahrradtouren mithalten zu können, benutze ich das E-Bike. Dadurch machen wir mehr Strecke, sind schneller und ich kann die Höhen radeln ohne das Fahrrad schieben zu müssen. ;)

    Wenn ich alleine unterwegs bin und keinen Zeitstress mit einem weiteren entfernten Ziel habe, nutze ich das normale Fahrrad. Am Anfang habe ich mich geweigert, ein E-Bike zwecks Niveauangleichung zu kaufen, doch inzwischen finde ich es für die Fahrradtouren bei gut - die Möglichkeiten haben sich erweitert. Ein E-Bike kann man auch zeitweise ohne Strom benutzen und nur den Strom dazuschalten, wenn man ihn braucht. Mit dem Strom des Akkus muss man mit dem E-Bike so oder so haushalten (d.h. nicht die volle Power dazugeben), wenn er für lange Strecken reichen soll, man hat verschiedene Zuschaltstufen.

    Durch das E-Bike sieht man wesentlich mehr ältere Leute Fahrrad fahren - das ist einerseits eine gute Entwicklung, andererseits sollte man sein Können nicht überschätzen, denn die Unfälle mit E-Bikes haben zugenommen, weil manche mit der Geschwindigkeit nicht zurecht kommen.

    Die Entlastungsstunden werden von manchen als „Mumienstunden“ bezeichnet, offiziell heißen sie „Altersermäßigungsstunden“.

    Danke für die Erklärung. Alterermäßigungsstunden gibt es hier auch, die gibt es ganz routinemäßig nach einem bestimmten Prinzip. Aber hier ist noch nie jemand auf die Idee gekommen, diese (ab)wertend zu bezeichnen. Die heißen einfach Altersermäßigungsstunden.

    An meiner Schule werden die Ausflüge immer so geplant, dass es für die "Gehbehinderten" eine Alternative gibt. Wir fahren meistens nicht allzu weit, dann kann man auch nur mal mit dem Auto hinkommen und am Essen teilnehmen. Beim Bowling hätte ich auch kein Problem zuzuschauen, zumal sich ja der Rest der Truppe unterhält, bis man wieder drankommt. Das würde ich wirklich lockerer sehen.

    Bezüglich der herabwürdigenden Bemerkungen sehe ich es wie die meisten anderen. Das geht wirklich nicht und da ist ein klärendes Gespräch mit der Schulleitung angebracht. Den Begriff "Mumienstunden" kenne ich nicht - bei uns gehen die meisten Lehrer in Altersteilzeit.

    Vielleicht zu den Bemerkungen und dem Gegenwind: Ich war einmal neu an einer kleineren Grundschule und habe mich am Anfang mit meinen kritischen Bemerkungen zu wenig zurückgehalten. Den Gegenwind habe ich gespürt und Lehrgeld bezahlt. Ich denke, manchmal ist Zurückhaltung angesagt bzw. große Diplomatie, wenn man sich nicht unnütz aufregen will. Als ich in meiner letzten Schule länger an der Schule war, da konnte alles sagen ohne Anfeindungen, da kannte man mich. ;)

    Noch etwas zu den Älteren und den digitalen Kenntnissen und neuen pädagogischen Entwicklungen: Ich gehörte an meiner Schule zu den Älteren und war dafür bekannt, dass ich über gute und innovative digitale Kenntnisse verfüge und modernen Unterricht mache, wie auch andere meiner Kolleginnen im ähnlichen Alter. Es gibt überhaupt keinen Grund, ältere Lehrkräfte auf das Abstellgleis der ewig Gestrigen zu stellen. Es liegt immer an einem selbst, wie offen man sich mit der aktuellen Pädagogik beschäftigt und sich fortbildet. Der Vorteil von uns Älteren ist doch, dass wir große Kenntnisse haben und Neues, was uns sinnvoll erscheint, ausprobieren und adaptieren können. Wir haben einen großen Fundus im Hintergrund. Ich bin seit diesem Schuljahr im Ruhestand und dennoch fragen mich noch KollegInnen meiner Schule nach meinen Materialien und Ideen an.

    Mal eine Frage: Gibt es eigentlich GS oder MS, an denen die Zeugnisse zentral ausgedruckt werden? Ich kenne tatsächlich keine KuK, die das nicht selber machen müssen.

    Wir schreiben die Zeugnisse mit edoop. Das ist ein internetbasiertes Zeugnisprogramm. Ausgedruckt wird das Zeugnis zentral im Sekretariat. Ich musste noch nie meine Zeugnisse selbst ausdrucken, das ging immer über das Sekretariat, selbst die Entwürfe nicht. Auch als wir noch andere Programme nutzten, immer druckte das Sekretariat aus. Da erhielten wir einen Stick, luden das Zeugnis zum Ausdruck durch das Sekretariat drauf.

    In Bayern ist es in der Grundschule üblich Leseproben (= Arbeiten) zu schreiben. Ich selbst war einmal in einer bayernweiten Fortbildung (Dillingen), wo wir uns u.a. mit den Aufgabenformaten und Kompetenzstufen von Leseproben beschäftigt haben - es ist also allgemeiner "Standard".

    An meiner Schule hat sich das in Klasse 3/4 seit ca. dem Jahr 2000 so entwickelt:

    Wir schreiben pro Halbjahr ca. 2 Leseproben in der Dauer von etwa einer Unterrichtsstunde. Früher waren es 3 Proben, aber da wir jetzt noch eine Zuhörprobe und eine Lesetechnikprobe pro Schulhalbjahr schreiben, werden es jetzt realisitsch 2 pro Schulhalbjahr. Die Schüler lesen einen Text für sich alleine und bearbeiten dazu Aufgaben von unterschiedlichen Kompetenzstufen und Formaten ohne dass etwas vorgelesen wird (im Gegensatz zu anderen Arbeiten).

    Als Vorbereitung dazu entwickeln wir ähnliche Übungen, damit das Aufgabengabenformat bekannt ist und dazu keine Fragen gestellt werden müssen. Wir benutzen hierfür oft Lesestücke vom Lesebuch als Vorbereitung. Wenn wir etwas aus dem Lesebuch während des Jahres lesen, entwickeln wir manchmal selbst ein Frageblatt oder adaptieren das von den Lehrermaterialien, damit die Schüler ständig mit diesen Übungen konfrontiert sind. Die Übungen werden teilweise im Unterricht gemacht und teilweise als Hausaufgabe aufgegeben. Als Vorlage für die Leseproben dienten einmal die Materialien vom pb Verlag.

    Die Lesetechnikproben sind angelehnt an den Stolpertest, beinhalten aber noch andere Formate. Diese gehen auf Zeit und zählen halb. Meistens macht man eine pro Halbjahr. Auch diese Formate werden vorher geübt.

    Die finanziellen Auswirkungen sind meiner Ansicht nach nur indirekt, und kommen in einem Dasein als einfache Lehrkraft, wenn überhaupt, nur einmal in 40 Jahren vor

    Ich hoffe wohl sehr, dass auch Bayern bald mit A13 Einstiegsgehalt für Grundschullehrkräfte nachzieht. Bei den Mittelschulen sieht es ja schon besser aus.

    Doch zurück zur Beurteilung: Durch die Beurteilung funktionslos im Lauf des Lehrerdaseins über A12-Z (geht also nicht direkt, sondern erst einmal ein paar Jahre über A12-Z) nach A13 gehaltsmäßig aufzusteigen, was sich dann auch auf die Pension auswirkt, ist noch besser als bei A12 stehen zu bleiben.

    Ich kann für meine Schule die Aussage nicht unterstreichen, dass die Regelbeurteilung für die allermeisten Lehrkräfte keine finanzielle Auswirkungen hat. Viele permanente Lehrkräfte an meiner Schule sind im Lauf der Jahre eine bis zwei Stufen weitergekommen.

    Bayern war das erste Bundesland, das überhaupt Grund- und Mittelschullehrern diese Möglichkeit gegeben hat. Inzwischen ist diese "Lösung" wieder veraltet und die Entwicklung müsste zum Einstiegsgehalt A13 weitergehen.

    Bei uns hätte es bei ähnlichen Aufgaben auch nur einen Punkt gegeben (siehe panthasan).

    4 mögliche Lösungen: ( 2 parallele Geraden und 2 senkrechte zueinander stehende Geraden sollen gefunden werden, soweit ich das erkennen kann)

    eine Lösung richtig, 1 P. 1 falsch: 0 Punkte, 2 Lösungen fehlen: keine Punkte.

    Es wurde nach meinem Verständnis nichts abgezogen, sondern die einzelnen Teillösungen bepunktet. (Es wurde nur 1/4 der möglichen Lösungen richtig hingeschrieben.)

    Was hat hier die Mutter falsch verstanden bzw. was hatte sie erwartet?

    Ich wurde von einem Verwandten gefragt, kenne mich aber selbst nicht aus und hoffe hier eine Antwort zu erhalten:

    Gibt es überhaupt eine Möglichkeit für einen Ingenieur für Maschinenbau im Schuldienst Baden-Württemberg in einer passenden Fachrichtung quer einzusteigen? Gibt es eine Altersgrenze?

    Wenn es Möglichkeiten gibt, wo kann man da etwas erfahren?

    Ich bedanke mich schon einmal für eure Antworten.

    Ich denke auch, dass nach den zur Verfügung stehenden Stellen von oben her runtergezählt wird.

    @ Krümmelmama: Reichte wirklich UB? Vor Jahren musste man bestimmte Beurteilungspunkte mit BG vorweisen können (die sogenannten Superkriterien) um auf A13 zu kommen.

    Lehrer aus anderen Bundesländern bekommen es wohl gar nicht mit, aber: In Bayern werden gerade wieder Dienstliche Beurteilungen ausgeteilt, nämlich für das Beurteilungsjahr 2022.

    In anderen Beamtenberufen gibt es die Regelbeurteilung auch.

    Frage: Sind da verbeamtete Lehrer in anderen Bundesländern ausgenommen? Ich kann mir das irgendwie schlecht vorstellen.

    Also ich kann mich noch erinnern, dass kurz vor meinem Bundeslandwechsel die Beurteilung durch den Schulleiter in Baden- Württemberg eingeführt wurde.

    Hallo,

    ich kann nur sagen, dass es zu meiner Schulzeit in den 60igern in Ba-Wü sogenannte "Hilfsschulen" gab. Die Hilfsschule war eine extra Schule in meiner Stadt im Gebäude neben der normalen Volksschule, das neu gebaut wurde, deswegen weiß ich das so genau. Darauf gingen diejenigen, die in der Volksschule (Klasse 1-8) nicht mitkamen. Deswegen denke ich, dass damit eine frühere Schule für Lernbehinderte gedacht ist. Es kann natürlich auch sein, dass GE und LE zusammen auf einer Schule waren, denn ich kann mich nämlich nicht erinnern, dass es eine spezielle Schule für GE gab.

    Die Begriffe haben sich weiter entwickelt: Hilfsschule - Sonderschule - Förderschule.

    Die Bücher scheinen aus der DDR zu stammen, deswegen ist die Einordnung vielleicht anders. Wenn ich den Inhalt anschaue, würde ich sagen, dass es für LE zu leicht ist, zumindest für meine inkludierten Schüler, die allerdings auf dem oberen Level einer Förderschule lernen würden. Für das Downkind, das ich hatte, wäre der Fortschritt zu schnell gewesen, sie hätte mehr Übungen zu einzelnen Bereichen gebraucht. Man muss allerdings bedenken, dass die Förderpädagogik in den 60igern noch nicht so weit entwickelt war wie heute - zumindest im westdeutschen Raum hat man den Lern- und Geistigbehinderten nicht so viel zugetraut. Dem Downsyndrom schon gar nichts.

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