Ich finde es bemerkenswert, dass Leute, die nicht mehr im Schuldienst sind und noch nie in der Grundschule waren, wissen wie es gehen soll. Diejenigen, die meinen, es läge an ihren Lehrmethoden, die sie vor x Jahren praktiziert haben.
Gerne wird unter den Tisch gekehrt, dass sich die Gesellschaft in ihrer Zusammensetzung und Lebensweise doch ziemlich gewandelt hat. Der Einfluss von Smartphone und Co., die Veränderung der Arbeitswelt usw. sind enorm.
Ich bin am Ende meines Beruflebens angelangt und habe viele Veränderungen mitbekommen. Die Pädagogik und Lehrweisen waren immer eine Antwort auf die gesellschaftlichen Lebensumstände. Man versuchte durch "Anpassung" der Methoden das Niveau zu erhalten, zu steigern und den immer heterogener werdenen Schülern gerecht zu werden, zumindest in der Grundschule. Außerdem ist man vom Auswendiglernen und reinem Einüben weggekommen zu Aufgaben, bei dem das Hirn in seiner Kombinationsfähigkeit mehr gefordert wird.
Die Niveauabsenkung an den Sekundarschulen ist ein anderes Thema.
Nur ist in meinen Augen jetzt Ende der Fahnenstange, wir können den gesellschaftlichen Wandel und seine Auswirkungen in der Schule nicht zufriedenstellend auffangen.
Um den Leistungsabfall aufzufangen, müsste man an der Stellschraube drehen, die besagt, dass sich Leistung wieder lohnt. Dafür sind vielleicht viele zu "satt", sehen keinen Grund, sich anzustrengen. Ich selbst hätte dafür kein Patentrezept. Höchstens man versucht mit sehr viel Personal Einzelförderung, was utopisch zu sein scheint. Eltern als unterstützender Faktor fallen mehr denn je aus. Ob Leistungsdruck bessere Ergebnisse bringt?