Diesbezüglich stimme ich als Praktikerin nicht mal der Hattie- Studie zu. ![]()
Klar haben Hausaufgaben in der Grundschule Effekte, wenn sie der Wiederholung und Vertiefung gewidmet sind. So viel Übungszeit hat man in der Schule gar nicht zur Verfügung.
Diesbezüglich stimme ich als Praktikerin nicht mal der Hattie- Studie zu. ![]()
Klar haben Hausaufgaben in der Grundschule Effekte, wenn sie der Wiederholung und Vertiefung gewidmet sind. So viel Übungszeit hat man in der Schule gar nicht zur Verfügung.
1. Wie schnell man von A12- auf A12-Z und dann A13 aufsteigen kann als normaler GS-Lehrer?
Also spricht man hier bei über eine konsequent gute Bewertung über 10 Jahren oder gar mehr?
A12-Z, A 13 gibt es noch nicht so lange. Bisher kamen eher die älteren, verdienten LehrerInnen in diesen Genuss, denn die sollten ja erstmal berücksichtigt werden.
2. Der Aufstieg erfolgt allein durch die Ausübung des Berufes und der guten Bewertung und Fleiß?
Rein theoretisch kann man auch gleich zu Beginn sehr gute Beurteilungen bekommen, aber das ist eher selten der Fall. Wie ich beobachtet habe, bekommen erst verdiente Lehrer mit einigen Dienstjahren bessere Beurteilungen. Man schaut erst, wie sich derjenige bewährt.
Wenn man ein Funktionsamt anstrebt, kann man das äußern. Dann gerät man in eine andere Beurteilungsschiene, aber darüber weiß ich nichts Genaues. Ich habe allerdings schon öfter mitbekommen, dass junge, unerfahrene Bewerber für Funktionsämter erstmal abgelehnt wurden. Jeder muss erstmal ein paar Jahre Erfahrung als normaler Lehrer im Schuldienst sammeln, was auch sehr sinnvoll ist. Rektor/in ist eine große Herausforderung.
Dass jetzt teilweise A 13 für GS-Lehrkräfte eingeführt werden soll, ändert nichts an der grundlegend ungleichen Behandlung, solange Lehrkräfte an Grundschulen, Sek-1-Schulen und Förderschulen im gehobenen Dienst bleiben und es keine Aufstiegschancen in vergleichbarer Anzahl und Systematik wie an Gymnasien und beruflichen Schulen gibt.
Da gebe ich dir recht. Bayerische Grundschullehrer müssen sich A13 im Lauf der Jahre durch gute Beurteilungen "erdienen" - und das geht nur, wenn es offene Stellen gibt - während andere Schularten schon eingangs mit A13 besoldet werden.
Bis A 13 kann man funktionslos aufsteigen. Also das heißt, dass man auch als normaler Grundschullehrer bis A13 kommen kann, wenn man die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt.
Man verdient ja mit mehr Berufsjahren so oder so mehr Geld, das sind die Erfahrungsstufen. Ich kann dir nicht sagen um wie viel dass es genau geht - alles, was ich hier schreibe, kann falsch sein. Außerdem ist es davon abhängig, ob man voll oder Teilzeit arbeitet. Das Gehalt steigt so oder so im Lauf der Jahre, auch wegen der Inflation. Am besten suchst du nach entsprechenden Tabellen im Internet. A12 - Z liegt dann so in der Mitte zwischen A12 und A13.
Rektoren und Konrektoren werden nach Größe der Schule bezahlt, zwischen A12 Z und A14, so weit ich weiß.
Ich stimme kodi zu, was die Erwartungshaltung betrifft.
Einige meiner Kolleginnen erwarten eine Würdigung ihrer Arbeit. Doch gerade an einer solchen Erwartungshaltung kann man zerbrechen bzw. unzufrieden werden, vor allem weil immer weniger zurückkommt, als man erwartet.
Wenn man es schafft unabhängig von Würdigungen seine Sachen so zu machen wie man das will, dann ist das am gesündesten.
Ich habe nie etwas in Richtung Würdigung erwartet, meine Sachen durchgezogen, das zusätzlich gemacht, was mir Spaß gemacht hat und dennoch erhielt ich einige positive Rückmeldungen und das nicht nur in Worten. Ich bin da ganz entspannt durchgekommen. Also, manchmal kann einem auch etwas zufliegen, gerade weil man sich nicht auf Würdigungen fixiert hat. Allzu ehrgeizig auf ein Ziel hinzuarbeiten, verkrampft und geht an der Sache vorbei. Man sollte etwas tun um der Sache willen und nicht, weil man "aufsteigen" will, so meine Meinung. Alles andere wird sich ergeben. Bei mir hat es sich auch ergeben.
Zu deiner Frage:
A12-Z heißt A12 mit (finanzieller) Zulage.
Du müsstest erstmal das Bundesland schreiben.
Bayern: Die Schulleiterin kommt zur Regelbeurteilung. Die Regelbeurteilung beinhaltet aber nicht nur die Unterrichtsbesuche, sondern
auch andere Kriterien, die von einem als Lehrkraft erwartet werden, z.B. Fortbildungsfleiß, pädagogisches Wirken, Mitarbeit an der Schule usw.
Dazu wird man voll umfänglich aufgeklärt.
In Bayern ergibt sich im Augenblick langfristig aus einer guten Bewertung ein Aufstieg von A12 zu A12-Z und danach nach A13, sofern die rechnerischen (finanzierten) Stellen dazu frei werden.
Ich habe das Gefühl, dass die meisten ein persönliches Problem mit mir haben und mir das Praktikum zur Hölle machen wollen.
Das siehst du völlig falsch. Die Grundschüler wissen, dass du Praktikant bzw. Student bist und sehen dich nicht in der Rolle als Lehrer, die denken nicht so weit, dass sie einen Lehrer fertig machen wollen. Das kommt erst mit der Pubertät. Die haben auch kein persönliches Problem mit dir, sondern weiten ihre Grenzen aufgrund deiner Rolle und Unerfahrenheit, die sie instinktiv spüren, aus. Sie wissen ja, dass das, was du sagst, nicht diese Gültigkeit hat wie das, was die Klassenlehrerin sagt.
Ich hatte schon öfter StudentInnen mit im Schullandheim oder bei Lesenächten dabei. Da war es immer dasselbe Spiel. Selbst bei relativ verhaltensangenehmen Klassen haben sie sich bei den Studentinnen mehr Freiheiten erlaubt als bei mir. Ganz selten hatten von den Studentinnen welche schon die Autorität, die man als Lehrer braucht, es sei denn, sie waren diesbezüglich Naturtalente. Ich hatte auch schon StudentInnen, die haben sich überhaupt nicht durchsetzen können, die hatten sicherlich noch einen weiten Weg vor sich.
Man lernt dazu. Wichtig ist, dass man sich auf eine Art durchsetzen lernt, die den Schülern nicht schadet. Z.B. finde ich Sarkasmus in der Grundschule (und überhaupt als Lehrkraft) unangebracht. In der Grundschule geht sehr viel über Beziehung. Als Praktikant kannst du das gar nicht erreichen.
Man muss erst in seine Lehrerrolle finden und mit der Zeit wirst du merken, dass man mit der richtigen persönlichen Einstellung und ein paar erlernten Skills einiges erreichen kann. (Wobei Brennpunktschulen eine größere Herausforderung darstellen.) Außerdem kann man sich immer im Kollegium austauschen. Gerade in Grundschule - so meine Erfahrung - ist der Zusammenhalt und der Austausch unter den Lehrern ganz gut und das Einzelkämpfertum nicht weit verbreitet.
Ich selbst war vor 30 Jahren! in Stuttgart Lehrerin. Und das war damals schon ein hartes Pflaster. Ich war in einem Außenbezirk, aber ich kann mich erinnern, dass Stuttgart Mitte noch härter war. Deswegen denke ich, dass du eine besondere Brennpunktschule erwischt hast.
Die Größe macht bei der Grundschule überhaupt nichts aus, denn die Schüler sind kleiner als du und müssen zu dir aufschauen. ![]()
Hake die 3. Klasse ab, die sind älter als die noch naiveren Erstklässler und probieren es aus in dem Bewusstsein, dass du der Student bist und nicht der Lehrer.
Nachfrage:
Was ist denn das für ein Einzugsgebiet, wo du das Praktikum machst?
Sind das viele Schüler oder nur einzelne Fälle?
Von welcher Klasse schreibst du?
Ich finde das beschriebene Verhalten für Grundschüler komisch.
In meinem Einzugsgebiet würden die das selbst bei einem Praktikanten nicht so wie beschrieben machen.
Warum lässt dich die Klassenlehrerin mit den Kindern allein?
Normalerweise ist die Klassenlehrkraft anwesend.
Die Masernimpfung musste die Schulleitung bei jedem Schüler überprüfen, ein Formular dazu ausfüllen und dies in die Schülerakte tun. Erfolgte kein Nachweis, wurde dies an das Gesundheitsamt gemeldet. Dieses Formular wird an die weiterführenden Schulen weitergereicht, sodass diese das nicht erneut überprüfen müssen.
Von den bayr. GrundschullehrerInnen kennen wir das ja schon mit der Erhöhung um 1 Stunde, sowie striktere Bedingungen, Teilzeit zu arbeiten.
Hier die Einschränkungen/Veränderungen ab 2020/21, betreffend die Grund-, Mittel- und Förderschullehrer. Angeblich kurzfristig - bis jetzt hat sich nichts verändert.
Für die Schüler der Grundschule ist es gut, wenn eine Lehrkraft möglichst viele Stunden in der Klasse hat. Klassen mit wenigen Lehrern sind sozial besser auffangbar. Das stellen wir immer dann fest, wenn unglücklicherweise für eine Grundschule zu viele Lehrkräfte in einer Klasse unterrichten. Außerdem kann eine Klassenlehrkraft alles besser koordinieren und rhythmisieren.
In Bayern wird, wenn es organisatorisch möglich ist, aus den genannten Gründen geschaut, dass Lehrkräfte mit möglichst vielen ihrer Stunden in den eigenen Klassen sind. Daraus ergibt sich, dass Lehrerinnen mit vielen Stunden auf jeden Fall eine Klassenführung haben, es sei denn, es stehen einige Gründe dem entgegen. Diese wurden in vorhergehenden Beiträgen schon genannt.
Lehrkräfte mit sehr wenigen Stunden haben in der Regel keine Klassenführung, sondern füllen auf. Wir haben junge Mütter, die mit wenigen Stunden (6 Stunden ist das Mindestmaß, das machen manche) einsteigen und die dann eher auffüllen oder auch Differenzierungsaufgaben haben. Ansonsten gilt die Faustregel, dass man für eine Klassenführung zumindest den grundlegenden Unterricht (D, M, HSU) abdecken sollte. In den letzten Jahren geht bei dem absehbaren Lehrermangel allerdings die Entwicklung dahin, dass auch LehrerInnen mit nicht so vielen Stunden eine Klassenführung übernehmen müssen, weil die "Köpfe" fehlen, wie das Schulamt pflegt zu sagen.
Zu den Fächern:
Für WG (Werken/Gestalten) haben wir spezielle ausgebildete Fachlehrer. Religion unterrichten kirchliche Lehrkräfte und Lehrkräfte von der Schule (Religionsgruppen), Ethik Lehrkräfte der Schule, aber das kann jeder machen, der jetzt nicht für Reli gebraucht wird. Englisch kann nur der unterrichten, der dafür eine Zusatzprüfung und Qualifikation gemacht hat, wenn er das Fach nicht studiert hat. Das ist in etwa die Häfte der Lehrer in 3/4, die Englisch unterrichten können. Für Sport und Schwimmen braucht man auch noch eine Zusatzqualifikation, aber die haben viele. Musik wird manchmal abgegeben. Ich finde gut, dass immer wieder Fortbildungen angeboten werden in Fächern, wo man das gut gebrauchen kann.
Weniger Hausaufgaben erscheint in der 4. Klasse sinnvoll, da viele ja dann auch mehr lernen wollen. Ich hab ja doch noch einige wenige, die auf eine weiterführende Schule wie Gymi oder RS wollen.
Ich habe eher von solchen Eltern die Rückmeldung, dass sie froh sind, wenn die Lehrerin Hausaufgaben gibt, damit sie nicht mit Zusatzaufgaben zuhause den Kampf haben. Die wenigsten Grundschüler lernen freiwillig. Da man mit den HA erarbeiteter Unterrichtsstoff einübt, finde ich es gerade in der Grundschule wichtig, dass mit den Hausaufgaben Grundlagen gelegt und vertieft werden. Sonst fehlt einfach die Übung.
Was ich mache zum Umfang der Hausaufgaben: In Bayern gibt es ja eine Empfehlung zur Hausaufgabenmenge im Verhältnis zur Zeit. Die Zeit bis zu einer Stunde ist in der Grundschule angemessen. Ich rechne mit den Kindern öfter mal zusammen aus, wie viel Zeit ein durchschnittlich schneller Schüler braucht. Meistens kommen wir auf eine Gesamtzeit unter einer Stunde, eher so 35 - 50 min konzentriertem Arbeiten. Es gibt Tage, da ergeben sich kürzere Hausaufgaben, dann wieder längere. Ich versuche mich aber im 4. Schuljahr schon an dieser Stunde zu orientieren.
Wichtig ist auch, dass die Hausaufgaben vorher durchgesprochen oder selbst erklärend sind. In der Regel vertiefen sie das Thema, was man im Unterricht gemacht hat und haben auch keine neuen Formate.
Ich bekomme öfter im 3. Schuljahr die Rückmeldung, dass Eltern jetzt nicht mehr beim "Erarbeiten" der Arbeitsaufträge helfen müssen und die Kinder von sich aus an die Hausaufgaben rangehen. Ich denke, dass das einerseits an der Vorarbeit in der Schule liegt, an der Auswahl der Hausaufgaben in Bezug auf den Unterricht am Vormittag und andererseits daran, dass die Kinder nun verständiger geworden sind.
Also, man sollte überprüfen, ob die Hausaufgaben, die man gibt für Schüler so klar sind, dass sie ohne Probleme mit den Arbeitsaufträgen zurecht kommen.
m Endeffekt hab ich den Eltern angeboten das Kind direkt in der OGS anzumelden, da dort die Hausaufgaben gemacht werden und die Eltern mehr oder weniger raus sind. Das war das Beste was wir machen konnten.
Diese Lösungsmöglichkeit bieten wir auch an.
Welche Klasse ist das?
Ich handhabe das in 3/4 organisatorisch grundsätzlich so:
Wir führen ein schuleigenes HA- Heft. Ich bestehe darauf, dass alle ihre HA aufschreiben.
Mit den notorischen Vergessern vereinbare ich ein Elterngespräch mit dem Ergebnis, dass wir wechselseitig unterschreiben: Das Kind zeigt mir seinen Aufschrieb und ich unterschreibe es. Die Eltern haken zusammen mit ihrem Kind die HA ab und unterschreiben wieder, dass sie darauf geachtet haben, dass ihr Kind die HA macht. Da habe ich schon einige damit aufgefangen und die Eltern werden in die Pflicht genommen.
Wo es nicht klappt, rufe ich hin und wieder zuhause an und erinnere x mal im Aufgabenheft daran. Irgendwann merken die letzten, dass es so langsam peinlich wird.
Wenn es dann immer noch nicht funktioniert, suche ich Möglichkeiten, dass ein Kind die HA während der Unterrichtszeit, wo wir etwas "Schönes" machen, nacharbeitet: Morgenkreis, Sport.... usw. Das wirkt manchmal Wunder.
Ich hatte schon mühsame bis sehr mühsame Fälle, irgendetwas hat dann gezogen, aber total resistente Fälle hatte ich noch nicht.
Bewusstmachung: Ich mache den Schülern (und Eltern) bewusst, warum es HA gibt. Das kann sogar einmal ein Thema einer ganzen Unterrichtsstunde sein.
Kinder, die das Pensum wirklich nicht schaffen, bekommen auch einmal eine differenzierte HA, die zu bewältigen ist.
Zum Geburtstag und den Feiertagen gibt es je zwei HA- Gutscheine, die flexibel eingesetzt werden können. Wenn einmal jemand an einem Tag einen Durchhänger hat, kann er diese nutzen.
Und als Letztes: Wenn eine HA wegen eines Arztbesuches usw. nicht gemacht werden kann, Kinder überfordert sind, akzeptiere ich eine Entschuldigung der Eltern.
Wichtig finde ich, das Bewusstsein zu schaffen, dass HA zum Übungszweck und nicht zum Selbstzweck gegeben werden. Halbtagsschüler brauchen HA um den Stoff einzutrainieren. Die Alternative wäre, wenige oder keine HA zu geben, dann braucht sich aber keiner wundern, wenn die Leistungen entsprechend sind bzw. ist da viel freiwilliges Üben gefragt.
Das ist glaube ich nicht überall üblich. Ich habe schon in drei Schulamtsbezirken gearbeitet und musste das noch nie tun!
Tja, dann hat sich bei uns wohl ein Schulrat ans Gymnasium gehalten und das eingeführt. ![]()
Wie kann man normale Spielunfälle von häuslicher Gewalt unterscheiden? Seid ihr da irgendwie geschult wurden?
Wie unterscheidet man das in so einem Fall?
Zur Ausgangsfrage. Ich kann das nicht unterscheiden. Ich würde aber ab diesem Tag genau hingucken und hinhören. Man kann dann etwas machen, wenn das Kind selbst etwas sagt/ andeutet. Wenn es aber wiederholt vorkommen würde, dann würde ich Verdacht schöpfen und würde ich mit dem Sozialarbeiter reden, der mit dem Kind redet und das Weitere in die Wege leitet. Bei uns gibt es die Möglichkeit einen Erziehungsbeistand in die Familie zu holen. Das haben wir öfter.
Dein Cousin war mit dem Fall betraut. Was hat er denn gemacht?
In dem Zusammenhang würde mich mal von den weiterführenden Schulen Bayerns interessieren: Müsst ihr die Verteilung der Noten, den Schnitt und die Leistungsnachweise irgendwem vorlegen, nachdem sie geschrieben wurden?
Das ist bei uns an der Grundschule - zumindest in meinem Schulamtsbezirk - nämlich schon seit Jahrzehnten der Fall. Wir müssen die Proben der Schulleitung vorlegen und erhalten u.U. gewisse Rückmeldungen.
Mich erstaunt die Maßnahme des Direktors von dieser Warte her nicht und ich empfinde sie auch nicht als drastisch. Es ist eher eine Hilfe, damit Schwierigkeiten zukünftig im Vorfeld vermieden werden können.
Ich verstehe eben nicht, wie es sein kann, dass es in Deutschland Kinder gibt, die jahrelang nicht zur Schule gehen und es wird nichts unternommen. Die Eltern zahlen das Bußgeld und alle haben das Kind aufgegeben. Ich verstehe es nicht.
Das könnte auch eine rechtliche Frage sein. Unser Schulsozialarbeiter sagte mir, wenn die Eltern nicht wollen und das Kind einen gepflegten Gesamtzustand zeigt, hat das Jugendamt keine Handhabe ein Kind aus der Familie herauszunehmen. Es ist die Frage, welche rechtliche Handhabe das Jugendamt bei Dauerschulschwänzen hat. Ich hatte noch nie einen Dauerschwänzer.
Es sind sehr kleine Klassen, die Schüler besuchen sie nur, solange wie notwendig. Es ist also ein vorübergehender Timeout.
So etwas Ähnliches haben wir auch in der Gegend. Diese Schule ist einer Kinderklinik zugeordnet. Manchmal sind dort auch über ein paar Monate Grundschüler, die nicht mehr zurechtkommen. Ich hatte selbst schon einen Schüler, der wegen massiver psychischer häuslicher Probleme dort ein paar Monate stationär aufgenommen wurde und zur Schule ging.
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