Letztendlich bewertet man im Musikunterricht kompetenzorientiert. Musik ist ein praktisches und theoretisches Fach, das alles kann sich in den Noten widerspiegeln. Das könne Referate, Wissensabfragen und praktische Teile sein, die im Musikunterricht erarbeitet wurden. Wenn ich Rhythmen mache, lasse ich Kinder vorklatschen und benote dies dann bei allen. Da wir oft rhyhtmisch arbeiten, ist das für meine Klasse kein Problem mal einzeln vorzuklatschen. Schließlich muss man in anderen Fächern auch Arbeitsergebnisse und Referate vor der Klasse präsentieren und Gedichte auswendig vorsagen. Da ist es mitunter sehr spannend, wer ein gutes Rhythmusgefühl entwickelt hat. Das müssen nicht einmal Kinder sein, die ein Instrument spielen. Ich habe schon die ganze Klasse kreativ zu einem Musikstück tanzen lassen und das bei den Kindern bewertet. Da waren wieder ganz andere mit vornedran. Was ich nicht mache, ist, Kinder einzeln vorsingen lassen, obwohl es vielleicht auch eine Kompetenz wäre. Für viele ist das ein Horror, wenn sie vorsingen müssen. Aber man könnte evtl. eine Zusatznote geben, wenn Kinder eine "tragende" Rolle bei einem Kanon spielen. Vieles, was man so praktisch macht, kann man bewerten. Das ist so wie im Sport: Die einen können das besser, die anderen wieder etwas anderes. Auf der anderen Seite kann man auch die Theorie in einer Probe (Arbeit) abfragen, wie schon erwähnt Referate erarbeiten lassen, Lapbooks usw. Ich habe in den schriftlichen Abfragen manchmal einen Teil drin, wo man etwas hören (Instrumente, Rhythmen) und bestimmen muss. Oft bringen sich Kinder, die ein Instrument spielen, so oder so besonders aktiv in den Musikunterricht ein.
Musik sollte in der Grundschule überwiegend ein praktisches Fach sein, deshalb sollte man schon vor allem in diesem Bereich schauen, wo man benoten kann, wenn's halt sein muss.