Hallo Ketfesem,
in der Grundschulordnung steht, dass die Erstellung des Förderplans unter Einbeziehung des MSD erfolgt. Somit kann sich der MSD da nicht herausnehmen.
Hallo Ketfesem,
in der Grundschulordnung steht, dass die Erstellung des Förderplans unter Einbeziehung des MSD erfolgt. Somit kann sich der MSD da nicht herausnehmen.
Hallo FrauRottenmaier,
hast du nicht vor einem Jahr von zwei Jungs geschrieben, die in die erste Klasse kommen?
Beurlaubung aus familiären Gründen
Zum Gespräch:
Ich würde das Problem der Lehrerin so schildern, wie du es geschrieben hast, nämlich dass deine Tochter Angst vor der Situation hat. Ich vermute, dass die Lehrerin das Kind deswegen vor die Tür geschickt hat, um ihm eine Chance zu geben, sich zu zurückzuziehen und zu beruhigen. Als ich noch einen Gruppenraum direkt beim Klassenzimmer hatte, habe ich heulenden Kindern angeboten, sich in den Gruppenraum zur Beruhigung zurückzuziehen. Im Augenblick ignoriere ich es, wenn jemand weint, ich finde, das gehört einfach einmal dazu um Stress abzubauen. In der Regel beruhigen sich die Kinder schnell. Allerdings habe ich ältere Schüler, nämlich Drittklässler und da kommt das Weinen vermutlich seltener vor.
Auf Lösungsmöglichkeiten müsst ihr gemeinsam kommen bzw. ist das die Aufgabe der Lehrerin. Mit ungefragten Vorschlägen würde ich mich erstmal zurückhalten, denn das würde ich als betroffene Lehrerin als grenzüberschreitend empfinden.
Wenn ich in der Situation wäre, es keine andere Rückzugsmöglichkeiten gäbe und das Weinen längere Zeit immens stört, würde ich mir überlegen, ob ich ein Kind des Vertrauens mitschicken würde. (Ich schicke z.B. in manchen Fällen zwei Kinder (falls zuverlässig) vor die Tür bzw. an einen Rückzugsort um einen Streit zu klären.)
Ich wechsle in der Schule zwischen einer Stoffmaske und einer Plastikmaske (AllegraMask). Im Augenblick brauchen wir noch keine Maske im Klassenzimmer, wenn der Abstand gewahrt bleibt. Ich ziehe meistens die Plastikmaske auf, wenn mir die Schüler zu nahe kommen oder umgekehrt und man meine Gesichtsmimik sehen soll. Eine FFP2 Maske nutze ich in der Physio, länger als eine Stunde halte ich das mit dieser Maske nicht aus.
Masken:
Die Richtung stimmt schon, eher wie Ruhes Bild.
Ganz ehrlich, wenn ich das lange Jahre so mitgemacht hätte, dann wäre ich auch fertig, ganz unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.
Ich denke, dass diese Doppelbelastung in diesem Ausmaß auch im Lehrerberuf nicht zu stemmen ist. Oft ist es die Illusion, dass man meint, im Lehrerberuf die Zeit besser einteilen zu können. Die Aufgaben müssen trotzdem gemacht werden. Man reibt sich da auf.
Bei mir war es deswegen entspannter, weil mir mein Mann viel Arbeit abgenommen hat. Zuerst war ich beurlaubt, später bin ich sehr reduziert eingestiegen und habe nur so weit gesteigert, so weit ich das noch gut mit den privaten Sachen stemmen konnte.
Ich kenne einige Kolleginnen, die einen Rollentausch leben - sie sind die Hauptverdiener und der Mann kümmert sich hauptsächlich um die Familie und was sonst noch dazu gehört.
Bei uns tragen mittlerweile viele Kolleg/innen Masken aus Hartplastik (keine Visiere, sie decken nur den Mund-Nasenbereich ab), die einen Medizinstandard haben sollen. Der Vorteil: Die Mimik ist zu sehen, man kann sie bei Nichtgebrauch wie eine Lesebrille umhängen, die Brille läuft nicht an und man bekommt besser Luft. Die gibt es bei uns vor allem regional (sind aber nicht gerade billig), da hat einer damit angefangen - die Masken verbreiten sich nun immer mehr.
Was könnte man verbessern, damit man es nicht bereut Lehrer/in geworden zu sein?
Meine einfache Antwort: die Rahmenbedingungen.
Unter den augenblicklichen Rahmenbedingungen können nur die halb oder unbeschadet überleben, die aus irgendwelchen persönlichen Gründen von diesem Beruf etwas oder mehr fasziniert sind bzw. , die dem Beruf und dem ganzen damit verbundenen Umfeld noch mehr positive Seiten abgewinnen können als negative.
Ich kann auch nochmals unterstreichen, was schon geschrieben wurde: Wer es schafft, sich zwecks Motivation von dem Bearf an positiven Rückmeldungen frei zu machen und stattdessen andere positive Aspekte im Beruf für sich sieht, der hat viel gewonnen.
Mit was man in der Schule unbedingt umgehen lernen muss - so meine Erfahrungen - ist der Stand in der Klasse den Schülern und den Eltern gegenüber. Hiermit muss man bereit sein, sich in seinem Berufsleben regelmäßig bzw. bei Bedarf auseinanderzusetzen. Dadurch eignet man sich durch Versuch und Irrtum und entsprechende Hintergrundsberatungen eine gewisse Souveranität an.
Lustig ist das Verhalten des Tieres:
Den ganzen Tag habe ich den Schnegel nicht gesehen. Erst jetzt, in der Dunkelheit, hängt er wieder innen am Deckel des Kompostierers. Bei uns hat es ca. 5 Grad, scheint dem Tier nichts auszumachen.
spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn...
(Eigentlich: Bunt sind schon die Wälder..., das war schon)
Party
Als ich gerade den Kompostierer im Garten aufgemacht habe, dachte ich, was ist das für eine komische, große Nacktschnecke am Deckel, die ich im fahlen Licht schemenhaft sah. Die Taschenlampe geholt und mit Hilfe von Wiki festgestellt, dass das ein Tigerschnegel ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tigerschnegel
Dieses Tier soll sogar nützlich sein und die anderen Nacktschnecken fressen. ![]()
Inzwischen habe ich die Länge gemessen. "Mein" Exemplar kommt auf 15 cm.
Wir reden täglich im Kollegium über Corona, gerade angesichts der stetig steigenden Fallzahlen bei uns in der Region.
Wir können gar nicht im Kollegium über Corona reden, weil unser Lehrerzimmer quasi wie leergefegt ist. Vor dem Unterricht machen alle Zusatzaufsichten, in der großen Pause haben alle Aufsicht auf dem Hof oder im Klassenzimmer bei der Klasse, bei der sie gerade Unterricht hatten. Nach dem Unterricht ist jeder ganz schön kaputt, erledigt noch notwendige Arbeiten und versucht danach nach Hause zu kommen. ![]()
Zu Schulen für Erziehungshilfe:
Das kommt in meinen Augen tatsächlich auf die Struktur dieser Schulen an. Wir haben in Bayern ganz wenige dieser Schulen, in der Regel Privatschulen. Mir ist regional nur eine solche Privatschule bekannt. Da kommt es tatsächlich vor, dass sich Verhalten nach Aussagen der Eltern potenziert.
Allerdings haben wir regional eine super stationäre Einrichtung, die an eine Kinderabteilung eines Krankenhauses angegliedert ist, wo es auch kleine Klassen gibt und Kinder mit großen Verhaltensproblemen behandelt werden, wo es wirklich etwas bringt. Der Nachteil: Diese stationäre Einrichtung mit angegliederter Schule hat keine großen Kapazitäten und der Besuch erfolgt zeitlich begrenzt, meistens mehrere Monate bis zu einem Jahr.
Ein bisschen Einblick, wie dort gearbeitet wird, habe ich einmal bekommen und fand das Konzept dort sehr einleuchtend. Dort sind multiprofessionelle Teams im Einsatz - also nicht nur Lehrer, sondern der ganze Tagesablauf ist durchdacht und betreut und der Kontakt zur Familie gut gesteuert.
Das finde ich komisch, dass es kein Gutachten auf sonderpädagogischen Förderbedarf bei einer Notenaussetzung gibt. Was ist denn so schlimm an einem sonderpädagogischem Förderbedarf? Dadurch kann man zumindest bei uns dann sofern Personal da ist, im Rahmen der Inklusion bessere Unterstützung erhalten. Eine Gesamtnotenaussetzung in Mathe oder Deutsch heißt, dass das Kind lernzieldifferent unterrichtet wird und deswegen die geforderten Klassenziele der aktuellen Klasse nicht unbedingt erreicht werden.
Dennoch kann das Kind auf einer weiterführenden Schule weiter zieldifferent unterrichtet werden. Wie dieser Übertritt nun gestaltet wird, liegt an den Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes.
Eine Feststellung auf sonderpädagogischen Förderbedarf hat (zumindest in Bayern) noch nichts mit dem Besuch einer Förderschule zu tun.
Etwas anders ist es, wenn ein Notenschutz wegen Legasthenie und anderer im Schulgesetz festgeschriebenen Teilleistungsstörungen besteht.
In Bolzbolds Link kann man die Voraussetzung für RLP gut nachlesen.
Wie Samu schon schrieb: Bist du Lehrerin, dann ist dein erster Ansprechpartner der Schulleiter, denn der sollte sich auskennen. Auch als Eltern erhält man von der Schule kompetente Auskunft.
Die Aufsichtszeiten und diese Vorviertelstunden wurden bei uns noch nie vergütet oder verrechnet. Nach wie vor haben wir im vollen Deputat 28 Stunden Unterricht abzuleisten. Die unbezahlten Vorviertelstunden, wo wir Schüler mit offenem Unterricht und Freiarbeit bespaßen, waren z.B. auch ein Thema, gegen das wir vor Corona im Frühjahr protestiert haben, doch das ist jetzt alles wegen Corona zurückgedrängt.
Eine Stunde Aufsicht am Stück finde ich auch schon ziemlich lang. Allerdings ist eine Stunde in der Woche geschenkt, wenn ich meine Zeiten während Corona angucke.
Wegen Corona (getrennte Klassen in der Pause und entzerrtes Betreten des Schulhauses) hat sich meine Aufsichtszeit in der Woche unermesslich erhöht.
Ich mache jetzt jeden Tag bei meiner Klasse 30 min Aufsicht in der Hofpause statt einmal normale in der Woche.
Außerdem haben sich die täglichen Vorviertelstunden verdoppelt. Statt 1x 30 min Aufsicht und 5x 15 min Aufsicht in der Woche (Vorviertelstunde) habe ich nun 5x 30 min Pause und 5x 30 min (Vorhalbestunde) in der Woche. Das sind aktuell 5 Stunden Aufsicht gegenüber 1 h 45 min in normalen Fällen ohne Corona. Allerdings betrifft die Aufsicht immer nur meine Klasse und das ist etwas entspannter als auf 300 Schüler aufzupassen. Dennoch sind das im Augenblick Schulvormittage, die für mich ohne Pause durchgehen.
Danke für die bisherigen Antworten.
Lautlesetandems sind für den Unterricht super. Die mache ich schon ein paar Jahre und die sind mit im Unterricht eingebaut. Wenn man diese regelmäßig macht, gibt es wirklich gute Lesefortschritte. Nur ist das bei Corona mit wechselnden Partnern im Augenblick bei uns nicht drin.
Ich suche eher gezielt nach Empfehlungen, was Eltern mit ihren Kindern gezielt zuhause machen können. Ich bin der Überzeugung, dass man durch spezifisches Training schon noch einiges erreichen kann. IntraAct ist für diese Jahrgangsstufe nicht mehr angesagt. (Interessanterweise funktioniert IntraAct bei meinem inklusiven Downkind.)
Da ich nun - wie eigentlich oft - diese Fälle in der Klasse habe:
Was empfehlt ihr Eltern an Zusatzübungsmöglichkeiten bei einer Lesestörung? (3./4. Klasse)
Von unserer Schulpsychologin wird oft Gero Tacke "Flüssig lesen lernen" erwähnt.
Mir persönlich gefällt dieses Übungsheft eher mittelmäßig.
Gibt es noch etwas anderes?
Habt ihr etwas Gutes gefunden, mit dem Eltern mit ihren Kindern gezielt lesen üben können?
Dazu müsste man wissen, wie du "Texte verfassen" aufbaust.
Ich habe schon verschiedene Ansätze durch, wie es halt gerade "in" war.
Bei Ansätzen, wo vorher das Wortmaterial, der Stil usw. durch diverse Aufgaben entlastet wurde, hatten die Schüler wenig Probleme, inhaltlich eine Geschichte je nach Vermögen zu schreiben.
Bei Herangehensweisen, die ganzheitlich den ganzen Themenbereich durch diverses Wortmaterial aufbereiten (ist z.B. bei unserem Sprachbuch und Lesebuch der Fall), werden dadurch Zugänge geschaffen.
Schwierig wird es für einige Schüler, wenn ich den Kindern etwas gebe, wo vorher gar nicht vorgearbeitet wurde. Da kommt schon öfter dann: "Mir fällt nichts ein."
Bei einem solchen Ansatz ist es wichtig, alternative Angebote zu haben. Stichpunkt: Schreiben nach einem Bildimpuls.
Wenn ein Schüler keinen Schlusssatz zu einer Geschichte findet, findet er entweder keinen Zugang zu Geschichte oder er ist generell blockiert. Da könnte man ihm als Vorstufe z.B. mehrere Alternativen für einen Schluss anbieten.
Vielleicht sollte man sich bei manchen Geschichten testen, ob man selbst einen Schluss finden würde, denn bei manchen Vorlagen denke ich manchmal, da würde mir auch nichts einfallen, denn nicht alle Vorlagen für die Grundschule enthalten wirklich zur Kreativität auffordernde Geschichten.
Hallo,
merkt ihr auch irgendwelche Auswirkungen des Lockdowns und der aktuellen Situation?
Meine Kolleginnen und ich stellen gerade fest, dass
- unsere Drittklässler durch die Bank weg schlechter lesen können als die Jahre zuvor
- den Klassen die soziale Erfahrung im Klassenverband von der schulfreien Zeit fehlt oder sie sozial nachgelassen haben
- in dem, was wir gerade machen, begriffsstutziger sind, weil wir auf haptische und weitere Materialien verzichten müssen
( da geht einem schnell auf, welchen wichtigen Wert didaktische Spiele, Kärtchen usw. in der Grundschule haben)
- Noch eine Beobachtung bei mir: Wenn ich meine Schüler ein paar Gedanken in Sätzen aufschreiben lasse, ist das generelle Klassenniveau absolut nicht das Niveau vom Anfang einer 3. Klasse - sowohl von der Formulierung als auch der Rechtschreibung her. Und ich habe eine ganz normale heterogene Klasse.
Und das: Obwohl meine Kollegin während des Lockdowns die Schüler ständig mit verpflichtenden Aufgaben versorgt hat und ich von dieser schon einige Klassen übernommen habe, die immer gute Grundlagen gemäß ihrer Zusammensetzung hatten.
Fazit: Offensichtlich sind bei uns gerade alle Klassen im Gesamten wesentlich anstrengender als wir es gewohnt sind.
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