Beiträge von Caro07

    In den Grundschulen Bayerns ist einiges anders im Vergleich zur Realschule und dem Gymnasium, so weit ich weiß in den Mittelschulen auch. Da wir keine Beförderungsstellen für Fachbetreuer haben, gibt es andere "Kontrollmaßnahmen".

    Wir geben unsere Proben- ABs mit den Schnitten bei der Schulleitung ab und die muss überprüfen, ob das Niveau stimmt. Klassentagebücher sind bei uns am Verschwinden, d.h. sie werden nicht zwingend genutzt. Wir müssen immer einen sogenannten Lehrnachweis auf Verlangen vorzeigen, das ist eine so Art Wochenplan. Die Form ist nicht vorgeschrieben, eher der Inhalt. Das muss das Stundenthema so halb genau skizziert sein. Der Lehrnachweis kann auch auf dem Computer erstellt werden. Für die Absenzen gab es bisher immer extra Vordrucke vom Maiß Verlag. Doch wir sind gerade am Umstellen auf digital über eine Schulapp.

    Die Proben werden wieder abgegeben und wir bewahren sie 2 Jahre auf. Ich weiß nicht, ob es aktuell sogar nur ein Jahr ist. Und wenn einmal eine Probe nicht mehr auffindbar ist, dann hat sie fast immer der Schüler verschlampt, der sie am Ende des Schuljahres irgendwo wieder findet, wenn alles aufgeräumt wird. (Bei mir gibt es Schüler, die haben monatelang ihre unterschriebenen Zeugnisse in der Hausaufgabenmappe und niemand kümmert sich darum, obwohl schon Zettel von mir draufkleben, dass man das Zeugnis zuhause lassen soll.)

    Zum Notenschnitt:

    Eine Notenverteilung dürfen wir nicht mitteilen, was auch richtig ist. Gerade in der Grundschule will man die schubladenartige Leistungszuteilung nicht fördern.

    Die Bekanntgabe des Notenschnitts ist eher eine pädagogische Entscheidung und Ansichtssache. Gerade für die schwächeren Schüler ist es frustrierend, wenn sie sehen, dass sie immer unter dem Schnitt sind. Ich gebe die Notenschnitte seit Jahren nicht mehr von vorneherein genau bekannt und ich meine, dass das für alle besser ist. Ich sage nur, ob eine Probe normal, schlechter oder gut ausfällt. Ich habe schwache Schüler, die freuen sich, wenn sie ihr persönliches Level halten können oder sogar etwas besser sind. Meistens sind deren Noten unter dem Klassendurchschnitt. Das muss ich ihnen nicht auf die Nase binden. Der persönliche Fortschritt und der Einsatz zählt. Im Elterngespräch relativiere ich bei Bedarf die Noten im Klassenvergleich.

    15 Schüler (5. - 7. Klasse, die bereits vor Ostern durch Nichterreichbarkeit aufgefallen sind) müssen täglich seit Anfang Mai in die Schule und werden dort betreut (1 Gruppe), wir Klassenlehrer sollen jetzt weitere Schüler aus Sek. I jetzt melden.

    Dass ihr die nicht erreichbaren Schüler in die Schule holt, finde ich eine gute Idee.

    Ich habe im Präsenzunterricht, den wir in Bayern in den 4. Klassen in den letzten 3 Wochen hatten, festgestellt, dass bei mir 3 Schüler das Homeschooling auf die leichte Schulter genommen haben. Da habe ich schon im Homeschooling den Eltern verstärkt auf die Füße treten müssen, die mir aber das Gefühl gaben, dass ihre Kinder fleißig wären. Dann kam im Unterricht klar heraus, dass es eben nicht so war, leicht nachprüfbar an gemachten Aufgaben im Arbeitsheft und am Verständnis des neuen Stoffes. Das war dann leicht peinlich für die Schüler und auch für die Eltern. Die Schüler mussten gewisse fehlende Aufgaben mit der Zeit nachholen. Ich bin zuversichtlich, dass das jetzt nicht mehr so schnell passiert.

    Ich glaube, dass manche am Anfang meinten, das seien "Corona- Ferien". Es liegt auch an uns, den Schülern und Eltern diesen Zahn zu ziehen und durch unser Einfordern bestimmter Aufgaben auf verschiedene Weise (bei mir mussten bestimmte Aufgaben ins Padlet eingetragen werden oder einmal Fotos von gemachten Aufgaben geschickt werden und es gab Pflichtaufgaben in der AntonApp) bzw. die Teilnahme an Videokonferenzen und Konsequenzen im Präsenzunterricht die Ernsthaftigkeit dieser Aufgaben zu unterstreichen.

    Deswegen glaube ich, dass im Vorfeld durch konsequentes Einfordern von Homeschoolingergebnissen Defizite verhindert werden können und wir tatsächlich dort weitermachen können, wo wir aufgehört bzw. mit einer ausführlichen Wiederholung starten können.

    @ Lehrerin 2007

    Auf der Schüler- CD sind nur Lieder. Ich habe die Lehrer-CD, aber da sind nur die "großen" Hörbeispiele drauf. Es stimmt, wir sollen M, D, HSU machen, aber da ich selbst Englisch in meiner Klasse habe, will ich reduziert Englisch weitermachen, zumal ich in meiner Klasse aus verschiedenen Gründen in Englisch doch noch einiges zu tun hätte, während M und D ganz dastehen und HSU einigermaßen geht.

    Bisher habe ich den Schülern (Viertklässler) im Homeschooling in Englisch nur irgendwelche Links zu Filmen und Vokabelapps und anderen Angeboten gegeben.

    Jetzt will ich in den Gruppen, die nach den Ferien im Homeschooling sind, mit unserem Englischwerk (Buch und Arbeitsheft) weitermachen. Die Schüler sind im Wechsel eine Woche zuhause und eine Woche präsent. Im Grundschulenglisch sind die Einheiten so kurz, dass ich den Schülern nicht einfach etwas zu lernen aufgeben kann, ich muss diese kleinen Einheiten auch irgendwie einführen. Außerdem sollten sie die Wörter/Sätze und Texte (längere Texte sind kein Problem, die gibt es vom Verlag) auch hören. Wir arbeiten mit Sally 4.

    Jetzt bin ich am Hin- und Herüberlegen, wie ich effizient ohne stundenlange Vorbereitung (ich habe in der Schule auch noch die Präsenzgruppe) die Homeschoolinggruppe weitermachen lassen kann, wo sie auch noch die Wörter hören und die Aufgaben geklärt werden.

    Die weiterführenden Schulen unterrichten jetzt ja schon länger Englisch im Homeschooling und da dürften einige Erfahrungen vorhanden sein. In der Grundschule waren es bisher ja eher freiwillige Angebote.

    Ich habe mir überlegt, ob ich etwas auf das Padlet einsprechen soll oder den Schülern einen Link zu einem Internetvokabelverzeichnis geben soll, wo sie Wörter abhören können. Ansonsten bliebe mir noch ein Erklärvideo, in Mathe habe ich einige erstelllt, aber ich kann es mir für Englisch jetzt gar nicht vorstellen.

    Wie habt ihr das gemacht? Über Videokonferenzen? Habt ihr eine Powerpointpräsentation erstellt? Etc. ?

    Danke für deine Antworten. Ich habe noch die Möglichkeiten mit dem Schulkopierer Folien zu kopieren. Die sind dann in schwarzweiß.

    Da angeblich die digitalen Tafeln bald bestellt werden, hoffe ich, dass damit das Folienproblem erledigt ist. Die sollten schon längst da sein, aber irgendwie verzögert sich bei uns das jetzt und wird ewig hinausgeschoben. Durch Corona ist so oder so alles schwieriger geworden.

    Meine Hoffnung ist, dass jemand einen Trick kennt, wie man den Epson austricksten kann. Ich hatte schon einmal einen Drucker, da konnte man Folien über die Fotoglanzpapierfunktion drucken.

    Einige Gedanken:

    Ist eigentlich schon einmal untersucht worden, bei wie vielen Infizierten sich im Nachhinein nachhaltige Komplikationen (Ich meine jetzt nicht die Sterberate, die ist ja schon ziemlich bekannt) ergeben haben?

    In der südlichen Halbkugel haben wir bald Winter, da kann man wahrscheinlich doch sehen, wie sich unter solchen Bedingungen das Virus verhält.

    Das Grippevirus verteilt sich übrigens auch im ganzen Körper. Ich hatte einmal einen heftigen, wochenlangen Ausschlag, den man als Allergie auf ein Grippevirus diagnostizierte (keine Ahnung, ob diese Diagnose richtig war).

    Masken scheinen zu helfen, wie die Hamsterstudie erwiesen hat. Ich lasse zu der ständigen Belüftung, so weit das Wetter es zulässt, die Schüler im Klassenzimmer, wenn sie vom Platz aufstehen müssen und sich im Klassenzimmer z.B. zum Waschbecken bewegen, Masken aufziehen, obwohl das bei uns jetzt nicht ausdrücklich gefordert ist. Da bei uns in den Gängen so oder so Maskenpflicht besteht, ist das inzwischen für die SuS (sind allerdings Viertklässler, die sind die vernünftigste Grundschulgruppe) selbstverständlich geworden. Ich selbst trage bei näherer Annäherung (wenn ich mich also nicht nur im Tafelbereich und Pultbereich aufhalte) entweder diesen Visierhelm oder eine Maske.

    Ja, den Link habe ich mir auch schon angesehen.

    Ich habe spezielle Inketfolien "Overhead Transparencies" Inkjet von Avery Zweckform. Die haben bei meinem alten Drucker funktioniert.

    Die Folie hat es halb eingezogen, oben kam sie halb heraus (beim ersten Mal halb bedruckt, beim zweiten Mal unbedruckt), dann ging es nicht mehr weiter und stockte einfach. Danach musste ich den Rest mit Gewalt herausziehen.

    D.h. so kann es nicht weitergehen, denn ich möchte mir nichts kaputt machen.

    Liebes Forum,

    ich öffne extra einmal ein Thema dazu. Ich habe mir einen Epson Ecotank ET-3750 angeschafft. Nun habe ich - sehr überrascht - festgestellt, dass dieser Drucker keine Inketfolien für den OH- Projektor bedrucken kann. Im Anwählprogramm sind auch keine vorgesehen. (In meinen alten Druckern konnte ich Folie anwählen.) Der Drucker kann zwar unterschiedliche Fotopapiere bedrucken, aber keine Transparentfolien, wahrscheinlich sind die einfach zu durchsichtig. Nach meinen Recherchen im Internet berichten andere ebenso mit Schwierigkeiten damit, auch bei anderen Ecotank- Modellen.

    Ich habe es probiert, die Folie richtig eingelegt, aber sie blieb auf halben Weg stecken und ich möchte keinen neuen Versuch wagen, weil ich diese mit Gewalt rausziehen musste.

    Meine Frage: Gerade Lehrer benötigen doch öfter OH- Folien, sofern die digitale Ausrüstung in der Schule noch nicht so fortgeschritten ist. Hat jemand eine Möglichkeit gefunden, das Problem zu lösen?

    Vielen Dank fossi. "Inket tranparencies" bietet mir der Drucker gar nicht an, sondern unterschiedliche Fotoglanzpapiere, aber nur über den Computer. Über den Drucker komme ich komischerweise über Normalpapier nicht hinaus. Vielleicht habe ich auch noch nicht das Geheimnis der Tasten gänzlich ergründet.

    Die raue Seite muss nach unten, weil er ja unten bedruckt.

    Offensichtlich gibt es das Problem öfter, wie ich auf anderen Seiten gelesen habe. Anscheinend helfen Folien mit weißen Streifen.

    Susi Sonnenschein, ähnliche und unterschiedliche Erfahrungen kann ich berichten, nachdem bei uns die Vierklässler eine Woche Unterricht (jeden Tag 3 Stunden ohne große Pause, nur Klassenzimmerpause) haben.

    Hygieneregeln und Abstand halten klappen nach einer Woche immer noch gut.

    Mundschutz im Schulhaus wird brav getragen, auch von allen dort anwesenden Personen - wir haben auch noch die OGTS, Sozialarbeiter, Notbetreuungskollegen da. Für das Klassenzimmer haben wir Visirhelme. Wenn sich die Schule dann nach den Pfingstferien mit den anderen halben Klassen füllt, dann wird wohl alles etwas schwieriger.

    Und ich stimme dir zu, was das Homeschooling betrifft. Für die wenigen Schüler, die nicht viel gemacht haben, war es und ihren Eltern peinlich, erwischt zu werden. Die müssen jetzt zumindest die Arbeitsheftseiten nachholen. Das habe ich nämlich schnell gemerkt. Heftaufgaben habe ich nicht mehr nachkontrolliert. Außerdem waren die blank bei dem Stoff in Mathematik und teilweise Deutsch und man merkte sofort, dass sie das nicht gemacht hatten. Geärgert hat es mich schon, denn ich hatte viel Zeit auf Erklärvideos verwendet und alles genau aufgedröselt.

    Schwächere Schüler, wo sich Eltern zwangsweise gekümmert haben, was sie sonst nicht so tun, hatten sogar durch das Homeschooling einen Vorteil. Die guten Schüler sind nach wie vor gut mitgekommen. Allerdings bin ich froh, die Schüler wieder dazuhaben - manche Themen musste man doch nochmals aufgreifen und kleine Missverständnisse ausräumen.

    Das möglichst auf dem Platz bleiben, höchstens mal durch kleine sportliche Bewegungen am Platz und eine kleine Esspause am Platz unterbrochen, fällt Viertklässlern im Lauf der 3 Stunden immer schwerer. Die sind dann schon nach 3 Stunden fertig.

    Das ist auch das maximale Zeitfenster im Augenblick mit dieser Form des Unterrichts mit Tafel und OH- Projektor, außerdem frontal, keine Partner- und keine Gruppenarbeit, keine Nutzung von gemeinsamen (Freiarbeits)materialien im Klassenzimmer, keine interessanten Lernumgebungen, denke ich.

    Am Anfang war das für die Viertklässler eine große Umstellung. Sie waren am ersten Tag sehr ruhig und machten einen frustrierten Eindruck. So hatten sie sich den Beginn wohl nicht vorgestellt.

    Aber ich glaube, inzwischen haben sie gut kapiert, warum alles so sein muss.

    Fast alle meiner Schüler fanden es jetzt am Ende der Woche, als ich gestern gefragt habe, trotzdem besser, auf diese Weise in die Schule zu kommen als zuhause Homeschooling zu haben.

    Sorry, wenn sich Links wiederholen, aber ich kann/will nicht immer alle vorhergegangenen Seiten durchforsten.

    In den folgenden beiden Beiträgen geht es hauptsächlich darum, wie sich Kinder unter 10 infizieren:

    Nr. 1:

    Deutsches Ärzteblatt über die Übertragung durch Kinder und die Pandemiepläne, die auf der Grundlage von Grippeviren erstellt wurden. Die Überschrift des Artikels ist die Quintessenz, die für die Autoren aus den geschilderten Untersuchungen über die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung und Viruslast durch Kinder hervorgeht.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/213829/…cht-auf-Bildung

    Nr. 2:

    Zumindest die unter Zehnjährigen scheinen weniger gefährdet in Bezug auf Covid-19 - das besagen Studien aus Island und den Niederlanden. Deutschland und Frankreich haben aber unterschiedliche Strategien bei der Rückkehr in die Klassenzimmer. Was sagt u.a. ein Schweizer Kinderarzt und Infektiologe zu beiden Ansätzen? (Zitat von der Seite)

    https://www.arte.tv/de/videos/097577-001-A/corona-wissen/

    Genauso ging es heute auch den Viertklässlern. Die waren irgendwie nach den 3 Stunden ganz schön fertig und irgendwie machten einige lange Gesichter und waren nicht besonders gut drauf. Das war nämlich nicht der Unterricht, auf den sie sich freuten und auf den sie gehofft hatten. Letztendlich muss jeder 3 Stunden mit seinen Materialien an seinem Platz verharren und kann höchstens mal aufs Klo. Verständnislose Gesichter, als ich sage, dass wir kein Geburtstagslied singen dürfen. Praktische musikalische Aktivitäten dürfen wir nicht machen, man darf keine Freiarbeitsmaterialien zur Beschäftigung nehmen - nichts.

    Ich finde, dass es in den Schulen übertrieben wird. Einer meiner Schüler hat geäußert: "In der Schule ist es am strengsten." Manche äußerten auch: "Hoffentlich wird das bald anders." Es halt noch so: Die Kleinen nehmen alle Maßnahmen ernst. Man vermittelt zusätzlich unbewusst den Schülern, dass alle potentiell hoch ansteckend sind. Bei uns gibt es im Landkreis alle paar Tage eine Neuinfektion. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass sich da etwas verbreitet.

    Dieses ganze Desinfizieren, was wir machen müssen, wird nicht mal beim Verkauf eingehalten. Auch da nimmt die Verkäuferin die Ware oder man tippt seine Geheimzahl an der Kasse ein.

    Durch diese ganze Maßnahmen, die den Anschein erwecken, wie die Schule ein hygienischer Hochsicherheitstrakt wäre, befürchte ich, dass dadurch einige Kinder psychisch längerfristig daran zu knappern haben. Hoffentlich gibt es da keine Traumatisierungen.

    Zu deiner Frage: Natürlich ist diese Art von Unterricht ätzend und das Gegenteil eines guten Unterrichts.

    Auf die Stimmung geht es mir persönlich nicht, ich mache mir eher Sorgen um die Kinder. Außerdem sehe ich die Verhältnismäßigkeit nicht, was die Summe der Maßnahmen betrifft.

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