Ganz ehrlich, wenn ich das lange Jahre so mitgemacht hätte, dann wäre ich auch fertig, ganz unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.
Ich denke, dass diese Doppelbelastung in diesem Ausmaß auch im Lehrerberuf nicht zu stemmen ist. Oft ist es die Illusion, dass man meint, im Lehrerberuf die Zeit besser einteilen zu können. Die Aufgaben müssen trotzdem gemacht werden. Man reibt sich da auf.
Bei mir war es deswegen entspannter, weil mir mein Mann viel Arbeit abgenommen hat. Zuerst war ich beurlaubt, später bin ich sehr reduziert eingestiegen und habe nur so weit gesteigert, so weit ich das noch gut mit den privaten Sachen stemmen konnte.
Ich kenne einige Kolleginnen, die einen Rollentausch leben - sie sind die Hauptverdiener und der Mann kümmert sich hauptsächlich um die Familie und was sonst noch dazu gehört.