Beiträge von BlackandGold

    Irgendwie bleibt mir gerade das Lachen im Halse stecken. In einer ehemaligen Schule durfte ich erleben, wie die Schulleiterin eine Kollegin zusammengefaltet hat, weil sie in der Schule an einem Dienst-PC, der mit Dienst-Strom betrieben wurde, ein privates Foto eingescannt und auf einem USB-Stick abgespeichert hat. Hätte sich die Chefin aufgeregt von wegen "private USB-Sticks im Schulrechner und Virengefahr", hätte ich es noch verstehen können. Es ging ihr aber echt um die Abnutzung des Scanners und den Stromverbrauch.

    Zum Arbeitsklima dort muß ich wohl nichts sagen, oder? :traenen:

    Wenn man die Verbeamtung durch hat, müsste man eigentlich 1-2 Centstücke abzählen und der Schulleiterin in die Hand drücken. :D

    Wobei sie natürlich eigentlich recht hat. Private Nutzung von dienstlichen Geräten ist eigentlich nicht erlaubt.


    Thema Smartboard: Wir haben jetzt überall diese digitalen Tafeln, die quasi große Fernseher sind. Da steckt ein vollwertiger PC drin und die Möglichkeit, das Ding als Schreibfläche zu verwenden. Die hängen direkt neben den Whiteboards.

    Leider kann man sie nicht hochschieben, sie sind ganz links im Raum, was bei Sonneneinfall von der Seite die Dinger unbrauchbar macht. Hrm.

    hi, darf die Schulleitung die Lehrer zwingen einen Laptop zu benutzen? Er soll benutzt werden. Doch dann muss man einwilligen, dass man ihn bezahlt, wenn er kaputt geht oder repariert werden muss.

    Da ist ein E-Mail oder Chatprogramm drauf, welches man aber auch zu Hause an seinem Rechner nutzen könnte. Das darf ja evtl. aus Datenschutzgründen nicht. Habe ich noch nichts zu gefunden. Aber in der Schule könnte man einen PC ja dafür nutzen. Natürlich lästig würde das, weil die SL dann gewiss nichts mehr über E-Mail senden würde, nur noch über diese Laptop-Kommunikation.

    Muss man dem also einwilligen?

    1. Ich "muss" meines Erachtens nur das, was gesetzlich vorgeschrieben ist und was ich per Dienstanweisung erhalte. Ob eine Dienstanweisung rechtens ist, ist im Zweifelsfall auf dem Dienstweg zu klären.

    2. Die Nutzung privater Datenverarbeitungs-Anlagen (also: Der Rechner zu Hause) zur Erledigung von schulischen Aufgaben, bei denen personenbezogene Daten betroffen sind (also auch E-Mails und Chatprogramme), unterliegt in NRW der Genehmigung durch die Schulleitung. Man hört munkeln, dass in der kommenden Neugestaltung der passenden Verordnungen die Schulleitung das aber gar nicht mehr genehmigen darf, wenn dienstliche Geräte zur Verfügung gestellt werden. Ich empfehle normalerweise nicht die Nutzung von privaten Endgeräten, denn meiner Erfahrung nach sind die nötigen technischen Vorraussetzungen, damit eine Lehrkraft sich da nicht rechtliche Probleme einlädt, gar nicht so gering.

    3. "Laptop-Kommunikation" ist kein feststehender Begriff. Es ist Aufgabe der Schulleitung, die Kolleg:innen zu informieren. Wie diese Informationswege bestimmt werden, kann ich rechtlich nicht sagen, ich würde raten, dass es innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen der Schulleitung freisteht. Unter Einbeziehung des Lehrerrats potentiell.

    Wiederholte, dringende Empfehlung: Lies die gesetzlichen Grundlagen deines Berufs.

    Meiner Erfahrung nach interessiert nichts von den aufgezählten Jobs die zuständige Stelle. Sorry. :-/

    Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass noch nicht mal Dozent was brachte.

    Es kann natürlich andere Erfahrungen und hilfreiche Tips geben. Das will ich auf keinen Fall ausschließen! Ich will nur die Hoffnung dämpfen.

    Für alle Interessierten:

    http://sonderfall.bplaced.net/

    Eine sehr schöne Analyse der Grundproblemlage auf 30 Seiten und ein Vergleich mit anderen germanischen Sprachen. Verschiedene Lösungsvorschläge/-ansätze werden unterbreitet und durchdacht.

    https://geschlechtsneutral.net/

    Dieses Jahr hat sich auch ein Verein für geschlechtsneutrales Deutsch gegründet. Die Gründung erfolgte wohl hauptsächlich von Menschen, die sich als nicht-binär identifizieren, weil sie den Genderstern selbst als unzureichende Lösung ansehen.

    Wer ernsthaft behauptet, dass das Englische ja doch so neutral sei, der hat sich kein Stück mit der entsprechenden Problematik in englischssprachigen Ländern auseinandergesetzt. Wir haben hier ja nur wenige Probleme verglichen mit der Selbstverständlichkeit, mit der in den USA immer noch soziale Rolle und biologisches Geschlecht verknüpft sind. Aus meinem Hobby (P&P-RPG) weiß ich auch, dass Sexismus in US-amerikanischen Kontexten noch viel schlimmer ist.

    Begeher ist ein Jäger, der eine Jagderlaubnis vom Jagdausübungsberechtigten (JAB) für dessen Revier hat. Mit anderen Worten, ich "darf" da für den JAB nach dessen Vorstellungen jagen und die Nachfrage für Jagdgelegenheiten ist in meiner Gegend seit Jahren so groß, dass sich die JABs sich diese Jagderlaubnisscheine saftig bezahlen lassen.

    Also im Endeffekt eine Umkehr des Marktes, die Nachfrage ist viel größer als das Angebot? Hast du ne Ahnung, woran das liegt, ist die Jagd in den letzten Jahren wieder spannender geworden? (und das mit dem Ruf kenne ich, ich habe inzwischen einen guten Bekannten, den ich dadurch kennengelernt habe, dass er Angst hatte, ich würde negativ über ihn urteilen, wenn ich sehe, dass er gerade Wildschwinjagd recherchiert)

    ich muss zugeben: mir ist es wirklich peinlich, wenn ich sehe, was einige alles machen.

    Sollte es nicht sein. Meine Frau betreibt dasselbe Hobby und ist im selben Verein, für die politische Arbeit habe ich Rückendeckung durch sie und in der Gemeinde ist sie ebenfalls (als Küsterin) aktiv. Das bedeutet, dass die Hälfte der ehrenamtlichen Zeit auch gemeinsame Familienzeit ist. Ansonsten wäre das nicht drin.

    Ich habe früher (im Studium) auch bei YFU mitgearbeitet und dort auf Tagungen die SuS die wieder nach Deutschland zurück gekommen waren, nachbetreut. Mittlerweile bin ich im Förderverein der Kita als Kassenwartin und habe mich letztes Jahr in unserer Stadt in den Stadtrat wählen lassen. Das ist zugegebenermaßen aber auch sehr zeitintensiv.

    Ja, das ist wahrscheinlich eines der zeitintensivsten Ehrenämter überhaupt, also Kommunalpolitiker. Ich habe mich ja auch aufstellen lassen, aber dann hätte ich mich nicht zum Vorsitzenden meines Vereins wählen lassen.

    Eine angebliche Zerstörung von Eigentum. An meine Haftpflichtversicherung gemeldet. Im Sande verlaufen.

    (Und nein, ich bezahle nichts um des lieben Friedens willen.)

    Die Person saß danach weiter in meinem Unterricht, wurde fair von mir benotet (laut Aussage des Klassenlehrers hatte sie Schiss, dass ich sie unfair benoten würde) und kam danach normal mit mir klar.

    War halt nach einem ziemlich eskalierten Konflikt der Versuch, nachzutreten. So be it.

    Der Hörsaal war nachträglich angebaut, so daß man, um ins dahinterliegende Gebäude zu kommen, vorne 2m durch den Hörsaal mußte, durch eine Tür rein und durch die andere Tür direkt daneben wieder raus. Entsprechend war in dem Hörsaal auch während der Vorlesung vorne direkt neben der Tafel ein ständiges Gerenne.

    Das ist aber auch mal richtig doof gemacht.

    Der Typ, der gerade reingekommen war, nahm den Prof. ernst, schnappte sich das Mikro und fing dann echt an die Vorlesung zu halten. Er war halt Mathe-Dr. an einem anderen Lehrstuhl, was unser Prof. wohl nicht so schnell überblickt hatte.

    Hihi. Das ist grandios.

    So früh?!? An meiner Uni begannen die ersten Veranstaltungen erst um 8 Uhr - mit dem akademischen Viertel also erst um 8:15 Uhr.

    Nur Mathe war um 8 Uhr. Physik-Professoren sind bei uns nicht vor 10 Uhr aufgetaucht. :D

    Thema Geschlechterzusammensetzung: Von ca. 10% bei den Diplomphysikern über 25% zu den Physik-Lehrämtlern bis hin zu über 50% bei den Chemie-Lehrämtlern schwankte der Anteil von Frauen schon ziemlich.


    Am Unangenehmsten war daher der Dozent, der keine Frauen und keine Lehrämtler leiden konnte und die Einführungsvorlesung in Physikalischer Chemie für Lehrämtler gab. Gerade für die Studentinnen, die Bio als Zweitfach hatten (fast alle) eine echt undankbare Veranstaltung. Ich habe mich dann mit ihm mal angelegt, fachlich war das eh völlig machbar (wenn man Quantenmechanik kann, kann man auch Physikalische Chemie) und ich war damals als Studierendenvertreter in der Fakultät, kannte also seinen Chef sehr gut.

    Allerdings war der gesamte akademische Mittelbau in der Physikalischen Chemie zu uns Lehrämtlern komisch. Ich werde nie vergessen, wie der Doktorand mich und meine Laborpartnerin mitleidig anguckte und uns (mit dem Seufzen, das "die können das eh nicht" kommunizierte) nach Gauß'scher Fehlerrechung fragte. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits als studentische Hilfskraft im Physik-Anfängerpraktikum angestellt und meine Partnerin war Mathematikerin im Zweitfach. War ein kurzes Kolloquium.

    Da meine Fragen ja sehr ausführlich beantwortet wurden, habe ich auch nichts gegen das OT, finde es sogar interessant. Ich muss zu meiner Schande nämlich gestehen, dass ich nach dem Studium 5 Jahre lang keine Chemie gemacht habe (bzw. nur das bisschen, das man in Physikpraktika für Physik-Lehrämtler macht) und jetzt nach dem Referendariat auch zwei Jahre lang keine Chemie gemacht habe, mangels Räumlichkeiten und Möglichkeiten.

    Ich mag daher diese Anekdoten aus dem Chemieunterricht auch sehr.

    Mein bisheriges Fazit:

    - Aufstellen von Experimenten mit dazugehörigen groben Unterrichtsreihen

    - Dringend Kontakt zu anderen Kollegen aufnehmen und sich Räume zeigen lassen

    - Finanzielle Möglichkeiten klären lassen

    Danke schonmal bis hierhin, viele Aspekte waren mir so nicht präsent. :)

    Bin zwar kein Chemiker aber wir haben für unseren neuen Physikraum einen Vertreter von Phywe eingeladen und den alles aufstellen lassen. Der hat uns auch ein verdammt gutes Angebot gemacht. Kosten weiß ich leider nicht mehr, da mein Kollege dafür bei Cheffe anschaffen war, aber vielleicht wäre so ein Vertreter auch für euch eine Überlegung wert?

    Ich finde ja, Phywe ist so ne krasse Apotheke... Aber hier vielleicht sinnvoll.

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