Beiträge von Kiggie

    Ich habe auch eine etwas exotische Kombi, damit gab/gibt es auch nicht viele BKs, aber es gibt sie :D
    Habe ich während des Studiums auch nicht so drüber nachgedacht.

    Im Ref könnte es passieren, dass du an zwei Schulen bist um deine Fächer abzudecken. Nach dem Ref kommt es drauf an wo du eingestellt wirst, da musst du nicht mehr zwingend zwei Fächer unterrichten.

    Wobei ich denke, wenn du an einer Metall/Technischen Schule bist gibt es dort ja auch Wirtschaftslehre, was von dir dann unterrichtet werden könnte?
    Sind dann halt keine Kaufleute sondern eben technische Ausbildungen oder im Vollzeitbereich fürs Abi die nötigen Kurse.

    pf... und wir witzeln immer darüber, dass wir bei "geschickter" Herangehensweise drei Jahre Elektrotechnik unterrichten könnten ohne das ohmsche Gesetz. Hauptsache,die Kompetenzen stimmen ;)


    Ich habe im Ref geflucht, aber letztlich war es ja dann bei den UBs auch nicht meine Schuld, wenn es keine Vorgaben gab.

    Beispiel informationstechnischer Assistent, Fach Elektrotechnik. Ist vorgesehen laut Stundentafel, im Rahmenlehrplan von technischer Informatik gab es den Nebensatz mit Elektrotechnik, sonst nichts. Herrlich.

    Mir wären da so konkrete Vorgaben lieber gewesen, gerade als Anfänger, wo man nicht richtig einschätzen kann, was welchen Stellenwert hat etc.

    Kurz zum Fachlehrer (oder Lehrer für Fachpraxis, oder wie auch immer der in den einzelnen Ländern heißen mag):

    Die haben nur ein Fach, keine Chance auf Verbeamtung und zumindest bei uns werden sie auch deutlich schlechter bezahlt als "Voll-Lehrer". Dazu kommt - ebenfalls bei uns - dass sie offiziell nur Werkstatt- und Laborunterricht machen dürfen. Damit sind sie auf Vorbereitungsklassen abonniert. Für die Schiene braucht's VIIIIIIEL Idealismus.


    Also unsere Werkstattlehrer in ET sind zwar auch dort eingesetzt, aber eben auch bei den Elektronikern Industrie bzw. Handwerk für Laborunterricht. Und in Chemie haben wir auch einen Werkstattlehrer, der unterrichtet aktuell nur Labor im Vollzeitbereich. Und kümmert sich auch noch um die Labore und das Chemikalienlager etc.


    Leider erfüllst du die Vorraussetzungen nicht. Du brauchst entweder eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker mit Ausbildereignungprüfung.


    Genau!
    Und dann geht es aber eben auch nur in die Schiene Werkstattlehrer.
    Ob es das im Bereich IT gibt, wäre mir zumindest neu.
    Von daher würde ich auch das Studium empfehlen!

    Sollte die Erklärung des Gebrauchs von Tampons nicht Aufgabe des Elternhauses sein? Wie sollen sich denn Jungs in so einer Unterrichtsstunde fühlen?


    Der alleinerziehende Vater ist damit vielleicht überfordert. Gar nicht erst zu sprechen von Familien mit schwierigen Verhältnissen. Da kommt es sicherlich drauf an, wo sich die Schule befindet.

    Ich weiß das damals im Biologie-Unterricht, als es konkret um Tampons/Binden ging die Jungs früher in die Pause geschickt wurden.
    Außerdem waren wir damals bei proFamilia. Und zu Beginn in 2 Gruppen getrennt (Junge/Mädchen) und hinterher noch gemeinsame Aufklärung.
    Also möglich ist vieles, aber vieles geht auch beide etwas an. Gerade auch die Menstruation ist kein Tabu-Thema und sollte bei Männern ebenso aufgeklärt werden.

    Anderes noch: Mittlerweile hört man viel von Menstruationstassen als Alternative zu Tampons, auch im Hinblick auf den Umweltschutz ("zero waste"). Thematisiert ihr das im Unterricht auch?


    Ich würde es mir wünschen. Ich habe leider, obwohl sie schon verdammt alt sind!, erst sehr spät davon erfahren.
    Wobei bei Mädchen diese noch etwas kritisch sein können, bzw eine enge Bindung zum Körper benötigen. Aber aufklären, dass es so etwas gibt, sollte man auch.
    Jungs dann auch, damit sie wissen, was da vielleicht so im Bad rumsteht ;)

    Das würde mich auch interessieren, weil es ja bekanntermaßen im Lehramt immer (traditionell) eine Einbahnstraße ist. Man studiert eben "auf Lehramt" und legt sich damit früh fest. Das ist doch ein uraltes Problem. Die wenigsten "Lehrämtler" können/werden dieses solide 2. Standbein also nebenher aufbauen können. Lehramt studiert man ja auch nicht mal so nebenbei.

    Der (vermeintliche) Lohn für diese (risikobehaftete) Selbstbeschneidung ist ja das lockend winkende Beamtentum.

    Sicherlich ist es so, wie kecks es sagt: Lieber kein Lehrer werden, wenn man (zu) spät merkt, dass es doch nichts für einen ist. Aber dann ist es eben notorisch zu spät und wird meist durchgezogen.

    der Buntflieger

    Durch das Bachelor/Master-System ist es nicht mehr so die Einbahnstraße.
    Ich habe zunächst eine Ausbildung gemacht und dann im Bachelor nur Fachwissenschaften gemacht und Schwerpunkt in Chemie gesetzt (Thesis), dadurch hätte ich auch mit wenigen Auflagen in den Master of Science in Chemie rutschen können.
    Ebenso habe ich im Master noch zusätzlich Fachwissenschaftliche Inhalte studiert und meine Thesis fachwissenschaftlich geschrieben. Dadurch hätte ich Chancen auch in der Branche unterzukommen, Einige Paper sind bei mir auch im Studium schon rumgekommen.

    Kenne viele die rein auf die Didaktik setzen, oft auch, weil es da vielleicht leichtere Themen gibt (zumindest bei unserer Chemiedidaktik). Damit hat man definitiv eine Einbahnstraße.

    Aber das mit der Einbahnstraße gibt es ja auch bei anderen Berufen. Jura ist da fast noch schlimmer dran, wenn man am Staatsexamen scheitert.

    Vielleicht war die Formulierung "in zwei Monaten" zweitlich gesehen auf die Zukunft bezogen i.S.v. "in zwei Monaten werde ich dann die 48 Wochen Betriebspraktikum in verschiedenen Arztpraxen und Heimen abgeleistet haben"?!?

    Das würde Sinn machen :victory:

    Wenn NRW, dann fehlen da aber noch Wochen, aber das ist ein anderes Thema.

    NRW schreibt 12 Monate vor, Zeitraum ist dabei offen, von daher ist urlaub ja egal:


    Zitat

    (6) Es ist eine einschlägige fachpraktische Tätigkeit von zwölf Monaten Dauer nachzuweisen. Der überwiegende Teil der fachpraktischen Tätigkeit soll vor Abschluss des Studiums geleistet werden. Die fachpraktische Tätigkeit kann auch im Rahmen besonderer Praktika der Hochschulen erbracht werden. Das für Schulen zuständige Ministerium erlässt die näheren Bestimmungen.

    Lehramtszugangsverordnung , §5 Abschnitt 6

    Nun habe ich aber etwas Angst, was meine Einstellung später angeht, da ich keine Ausbildung gemacht habe? Die 48 Wochen Betriebspraktikum habe ich in knapp zwei Monaten zwar abgeleistet in verschiedenen Arztpraxen und Heimen, aber ich bin etwas unsicher, ob diese meine fehlende Ausbildung kompensieren?


    Wie schafft man in 2 Monaten (=8 Wochen) 48 Wochen abzubilden?

    In NRW sind es auch mal 52 Wochen fachpraktische Tätigkeit gewesen, hat sich das geändert?
    Wobei ich da schon einiges mitbekommen habe, was so anerkannt wird. Ob ich das gut finde, steht auf einem anderen Blatt.

    Also es gibt durchaus Ausschreibungen, die als Zusatz führen, Einsatz in diesem und jenem Bereich und daher Erfahrung und/oder Ausbildung da wünschenswert, aber Kriterium ist es nicht.
    Einstellung am BK ist aktuell in NRW aber weniger ein Problem.

    Wo es eher zu Problemen führen kann: Im Alltag. Ich merke das an mir selbst. In Chemie habe ich ne Ausbildung und bewege mich sicher. In ET kenne ich nur die Uni und bin meilenweit von dem entfernt, was die Azubis so machen und brauchen.
    Da kannst nur du einschätzen, ob die Praktika für dich ausreichend waren.

    @Kiggie: was wäre in dem Fall denn das Problem? Erhöhung der Beiträge? :cash:


    Das kann dir keiner sagen.
    Aber im schlimmsten Fall können Sie auch eine Aufnahme verweigern.
    Gerade Psyche ist ein solches Ausschlusskriterium. Weiß natürlich nicht, wie es bei abgeschlossener Therapie so aussieht. Und sollte auch kein Grund sein, eine Therapie, wenn nötig, nicht zu machen.
    Erhöhung des Beitrages geht natürlich auch, das fällt aber nicht so sehr ins Gewicht, habe ich auch, wegen anderen "NIchtigkeiten"


    Die PKV kann dich rückwirkend rauswerfen, wenn sie erfährt, dass du vorher Diagnosen hattest. Für viele PKVen sind psychische Diagnosen sowieso Ausschlusskriterium. Und DAS kostet dich deutlich mehr als es eine Therapie tut.
    Übrigens: was der Arzt alles an Diagnosen aufschreibt, um abzurechnen, weißt du nicht. Ich war gelinde gesagt überrascht über die Liste.

    Der erste Satz ist der Wichtige! Aber schrieb ich ja auch schon.
    Kenne das Problem gerade aus meinem Umfeld.

    Zu den Diagnosen, da war ich auch sehr überrascht! Da waren Diagnosen bei wo ich nur den Kopf schütteln konnte und dir mir am Ende einen Riskozuschlag beschert haben. Aber gut, der macht den Braten nicht fett, besser als in der GKV alleine zahlen.

    Schulen direkt anzufragen halte ich für eine gute Idee, weil oft selbst bei Bedarf nicht ausgeschrieben wird, wenn die Stelle schon x-mal ins Leere gelaufen ist.


    Kann ich bestätigen.
    Wenn eine Stelle leer läuft auf Grund von mangelnder Bewerber, wird sie eben gar nicht besetzt und das ist dann ein größeres Problem als eine Besetzung mit einem Fach was auch, wenn auch nicht so dringend, nötig wäre. Also wird häufig etwas ausgeschrieben, wo mit höherer Wahrscheinlichkeit was gefunden wird um damit dann intern Leute anders freizuschaufeln, die dann vielleicht in dem Mangel (fachfremd) unterrichten können.

    Die Kommentare mögen einem nicht passen, jedoch stellen sie die Realität dar.

    Ein Jahr nach meiner Verbeamtung reichte ich eine Rechnung ein, worauf zusätzlich Verdachtsdiagnose stand. Schneller als man blicken konnte wollte die PKV *alle* Informationen vom Hausarzt usw. usf. Das hat Wochen gekostet und war äußert unangenehm.

    Welcome to the real world! Bis zu 5/10 Jahre wollen sie alle Informationen haben ...


    So schaut es aus.
    Und wenn dann vorher mal beim Arzt was in der Akte stand kann die PKV da auch ganz schnell Nein sagen und wenn man noch nicht so lange drin ist, einen rauswerfen.

    Ich finde, das Argument, dass man sich zu Beginn seiner Tätigkeit einiges reinarbeitet, darf nicht außer Acht gelassen werden. Es ist doch allgemein bekannt, dass man als Junglehrer, wenn man alle Unterrichtsstunden das erste Mal plant, lange braucht und später dann von dieser Vorbereitung enorm profitiert. Wie will man das verrechnen?


    Besser wäre es, einfach alles in etwa umzurechnen, die Ferien mit einzurechnen, um dann auf eine ungefähre Wochenarbeitszeit zu kommen.
    So ist es ja auch geschehen und so wurde die Unterrichtsverpflichtung berechnet. Passt für mich eigentlich. Man könnte das alle paar Jahre stichprobenartig überprüfen, aber dass jetzt jeder Lehrer seine Arbeitszeit stempelt ist meiner Meinung nach unpraktikabel aus genannten Gründen.


    Ich möchte ja auch nicht im nächsten Jahr wenn ich von meiner Arbeit zu Beginn profitieren hören: Du arbeitest zu wenig, dann kannst du ja noch dieses und Jenes machen.
    Deswegen bin ich eben auch der Meinung, dass man über ein Schuljahr hinaus schauen muss.

    @Karl-Dieter:
    Hätten wir wirklich einen Mangel, würde es solche Diksussionen wie diese gerade hier nicht geben.

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das Ausschreiben von Stellen, die Auswahl an Bewerbern bei den Gesprächen etc kostet Zeit.
    Und daher gibt es nun einmal Sammeltermine, so blöd finde ich das nicht.
    Das kostet sonst nämlich noch mehr Arbeitszeit, und dann sind wir wieder beim anderen Thread mit der Lehrerarbeitszeit.

    Mit meiner Fächerkombi gab es auch kaum Stellen, verständlich, sie ist exotisch, das weiß man mit technischen Fächern im Bereich BK aber auch. Die Anzahl der BKs begrenzt schon die Zahl der Stellen.

    Ich würde durchaus auch andersherum herangehen. Schulen suchen, die in Frage kommen, anrufen und horchen ob Stellen ausgeschrieben werden können. Dann können die vielleicht auch passend ausgeschrieben werden. Läuft nach dem Ref ja so.

    Leo sind nur die schulscharfen Stellen. Liste läuft übers Ministerium (oder so ... ? jedenfalls nicht über Leo).

    Bei LEO muss man immer regelmäßig reingucken, das kann man so pauschal nicht sagen.

    Für das Listenverfahren musste man sich aber auch über Leo registrieren (zumindest war es nach dem Ref so im letzten Jahr).
    Zuweisung kommt dann per Mail von der Bezirksregierung.

    Für BK weiß ich, dass es deutlich mehr als 4 Ausschreibungstermine gibt, da da so eine hohe Flaute herrscht. Aber ob das bei anderen Schulen auch so ist weiß ich nicht.
    Deswegen würde ich auch sagen, regelmäßig rein schauen. Aber man kann sich auch Mails zusenden lassen, wenn was Passendes drin steht.

    Ich hätte auch Bedenken bei der PKV, je nach Fragestellung steht dort ob bereits eine Psychotherapie angedacht wurde.
    Ich weiß ja nicht, ob du schon alle Vortermine wahrgenommen hast. Ich kenne mich da nicht so aus, aber in der Regel fängt man ja nicht von heute auf morgen eine Therapie an.

    Zum Rest weiß ich nicht wie es in BW ist.
    In NRW muss man in der Regel nicht noch einmal zum Amtsarzt vor der Lebenszeitverbeamtung.

    In meinem ET-Seminar sind wir super mit den OBAS (Seiteneinsteigern) zurecht gekommen. Aber es gab andere Fachseminare, wo die sehr überheblich waren. Wer an die Uni zurück denkt, darf überlegen, welches dazu gehören könnte. Die haben raushängen lassen, dass sie ja so viel mehr Erfahrung haben etc.
    Aber das betraf wirklich nur wenige.

    Bei uns im Kollegium komme ich super mit denen klar und man ist einfach dankbar, dass sie da sind. Viele machen es auch im ET Bereich, weil sie Bock auf Familie haben und sonst im Außendienst unterwegs waren. Familie ist mehr wert als jegliches Geld.

    Also man kann nicht alle über einen Kamm scheren, aber es ist wie so häufig, der eine Negative bleibt mehr im Gedächtnis, als die restlichen neun Positive.

    Ich habe nun nicht alles gelesen, aber beim Überfliegen wurde in meinen Augen ein Aspekt etwas vergessen, da ich es gerade als Junglehrer merke.

    Ich verbringe noch sehr viel mehr Zeit mit Fachliteratur lesen, Arbeitsblätter, Projeke und Klassenarbeiten erstellen.
    Das was ich jetzt aber ausgiebig plane hoffe ich doch in den nächsten Jahren noch einmal einzusetzen. Aktuell könnte es also gut sein, dass ich zu viel arbeite. In 3-5 Jahren sieht das dann vielleicht anders aus.
    Gerade beim Beruf Lehrer mit sehr vielen Stoßzeiten darf man doch nicht wochenweise schauen, sondern müsste größere Zeiträume, in meinen Augen auch über ein Schuljahr hinaus, beobachten.

    Ich könnte es aktuell bei mir nicht einschätzen, bin aber nicht überarbeitet und habe noch genug Zeit für Hobbies.
    Habe aber auch Glück mit Parallelklassen und eben Projekten, die einmal viel Aufwand bedeuten und danach dann weniger.

    Außerdem unterrichte ich gerade ein Fach, was ich letztes Schuljahr im Ref schon so hatte und nutze meine Materialien fast 1 zu 1, da ich mir damals viel Mühe gegeben hatte.

    Ich würde auch zur Studienberatung gehen.

    Zum weiteren Fach später: sobald du dein Staatsexamen abgeschlossen hast studierst du die fachwissenschaftlichen Inhalte nach von Bachelor und master. Übergreifende Inhalte, wie Bildungswissenschaften, fallen dann weg.
    Je nach Fach kann dir auch wieder was anerkannt werden. Nennt sich Erweiterungsprüfung oder Drittfach. Da gibt es aber auch schon Threads zu.

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