Letztlich geht es doch um Schulleitungsverhalten, die Frage der Notwendigkeit sowie die Wahrnehmung desselben.
Die KollegInnenfraktion, die schlunzig ist, wird sich durch den Hinweis auf mehr Pünktlichkeit etc. gegängelt fühlen und möglicherweise renitentes Verhalten zeigen. Die Fraktion, die pünktlich ist, wird ein solches Schulleitungsverhalten wahrscheinlich begrüßen.
Die Frage ist ja auch, ob die Art und Weise, wie es hier dargestellt wurde der Realität entspricht. Wenn ich die Seite darstelle, die sich gegängelt fühlt, stelle ich die SL vielleicht auch gerne schlechter da als sie eigentlich ist?
Pünktlichkeit ist aus den genannten Gründen erstrebenswert und notwendig - und Lehrkräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Überspitzt formuliert wird dies aber nicht über Wohl und Wehe des Abendlandes entscheiden.
Bei uns fliegen viele Azubis aus ihren Betrieben wegen mangelnder Pünktlichkeit.
Das Auto fährt zur Baustelle ab, die Maschine kann nicht stillstehen, die Anlage nicht unbewacht bleiben.
Daher ist es umso wichtiger, es vorzuleben.
Ich pendel seit 9 Jahren mit der Bahn und bin nur eine Handvoll mal wirklich zu spät gekommen. Weil ich mit Puffer fahre und rechtzeitig schaue.
Ein paarmal davon war wegen Notarzteinsatz im Gleis - das ist nicht vorhersehbar und entschuldbar. Wenn ich aber die Bahn nehme, die laut Fahrplan um 5-10 Minuten vor Beginn erst da ist, dann plane ich falsch.