Scheinbar kennt ihr euch nicht mit dem Teilrahmenplan Ethik in meinem Bundesland aus.
Eben. Ich weiß noch nicht mal welches Bundesland das sein soll. Du kannst uns aber gerne erhellen, ich hätte da sogar eine Nachfrage des Lehrplans.
alle Weltreligionen im Fach Ethik zu behandeln
Was auch immer das mit Ethik zu tun haben soll. Scheint mir eher ein Religionsunterricht zu sein, der nicht so heißen darf. Aber sei’s drum. Wenn’s im Plan steht, steht’s um Plan
Rituale und Traditionen exemplarisch zu zeigen und ggf. einmal anzuwenden
Jetzt frage ich nochmal nach. Steht es tatsächlich im Plan, dass die Kinder Riten einer Religion ausüben, der sie gegebenenfalls nicht angehören?
Grundschulkinder sind nicht religionsmündig. Die Eltern melden sie zum Ethikunterricht mitunter auch deshalb an, weil es kein Religionsunterricht an. Inwiefern wird deren Zustimmung eingeholt, bevor die Kinder an den Riten teilnehmen.
Im Übrigen meine ich, dass man nicht bei allem mitmachen muss, mit dem man sich auseinandersetzt. Wie macht ihr das so, wenn es im Unterricht um Essstörungen oder häusliche Gewalt geht?
Hättet ihr es gewusst, dass es einen Ramadan-Kalender gibt
Nein, wusste ich nicht. Und? Jetzt weiß ich es. Was ist jetzt besser?
Allerdings konntest du mir diesen Faktum vermitteln, ohne mich an religiösen Riten teilnehmen zu lassen.
Dass die abrahamitischen Weltreligionen eigentlich denselben Ursprung haben
Aha. Auch zu dieser „Erkenntnis“ musste ich an keiner religiösen Handlung teilnehmen.
Dass jede dieser Weltreligionen einen Gott hat
Oder drei. Wie man jeweils so zählt.
Es geht darum Gemeinsamkeiten herzustellen, um dann die Unterschiede herauszuarbeiten.
Gerne. Dazu muss man, wie gesagt, keine Riten begehen. Ich halte das sogar für kontraproduktiv. Damit verführt man die Kinder nur dazu, die religiösen Innensicht anzunehmen.
doch ich musste kurz in den Rechtfertigungsmodus
Allein, eine Rechtfertigung dafür, Kinder zur Teilnahme an religiösen Handlungen zu verpflichten, fehlt noch.