Beiträge von O. Meier

    Da der Doppelpunkt im Wort auch in der digitalen Version als Glottisschlag vorgelesen wird, wurde irgendwo von irgendwem : vorgeschlagen, damit wird es beim Vortrag hörbar.

    Der Doppelpunkt wird von den meisten Screenreadern als Pause gelesen, weil er für ein Satzzeichen gehalten wird. Damit ist die Pause dann so lang, wie am Satzende. Also zu lang. Es ist insbesondere kein Glottisschlag.

    Auf Braille-Lesern wird der Doppelpunkt wohl korrekt dargestellt, der Stern wohl nicht (sagt Wikipedia).

    Um einen korrekten Glottisschlag bei Screenreadern zu kriegen, müsste man die Software entsprechend anpassen. Aber Informationstechnik ist nicht so auf Innovationen eingestellt. Es dauert lange, bis so etwas umgesetzt wird.

    M.E. nicht. Es belegt nur die Variable "geschlechtsspezifsichen Anrede" nicht mit einem bestimmten Wert. Sie ist somit frei und legt damit auch niemanden auf einen bestimmten Wert fest.

    Das halte ich für eine, sagen wir, etwas unübliche Sichtweise auf Sprache. Iniwefern sollte man überhaupt „Variable“ verwenden? Insbesondere, wenn das Geschlecht bekannt ist, besteht daran kein Bedarf.

    Vielmehr ignoriert man das Geschlecht bei der Anrede. Den entsprechenden Begriff lässt man ja weg. Man ersetzt ihn eben nicht durch eine Variable. Ich befürchte, viele fühlten sich davon eben nicht angesprochen. Vielleicht empfänden sie es auch als unhöflich.

    Aber probiert's doch gerne aus. Womöglich ist es wirklich nur eine Frage der Gewohnheit.

    Ich für meinen Teil mache das gar nicht, auch die diesbezüglichen Einträge in irgendwelchen Akten sind für mich uninteressant, weil es meinen Fächern einfach keine Rolle spielt.

    Ja, hier ebenso. Ansprechen muss man die jungen Menschen aber können. „Herr“, „Frau“, „Enby“ wären da schon mal im Rennen. Ich kann ja nicht einfach „Müller“ sagen. Also kann ich schon, aber das ist mir dann doch zu brrr. Und wenn sich jemand als „Herr Müller“ vorstellt, dann ist das „Herr Müller“. So gesehen, nein, ich überprüfe die geschlechtlichen Identitäten der jungen Menschen nicht. Ich wüsste weder wie noch warum.

    Ist das irgendwo anders? Oder warum hast du mich das gefragt.

    Wie gesagt, für Formulierungen auf Zeugnissen verwenden wir die Aktenlage. Womöglich sollte man da auch mal über die Vorgaben sehen, ob sich da etwas Besseres zur Formulierung findet.

    Es ist schon schräg, von einer rechtlichen Benachteiligung von Frauen zu sprechen, die es nicht gibt.

    Ja, richtig, sicher. Vielleicht sollte man (pun intended) über die gesellschaftliche Benachteiligung von Menschen aufgrund des Geschlechts sprechen. Das ist durchaus etwas anderes, als die Rechtslage.

    Nach Rechtslage darf auch man auch nicht über eine rote Ampel fahren. Passiert aber trotzdem. E sagt niemand, wir bräuchten keine Kontrollen im Straßenverkehr, keine Bußgelder und Kram. Im Gesetz sei alles geregelt. Rechtlich sei alles klar.

    Überprüfst du das bei deinen Schülern? Wenn ja, wie?

    Von einer Überprüfung spräche ich da nicht. Aber in aller Regel haben Menschen irgendwo in den Unterlagen einen Geschlechtseintrag. Dieser ist dann auch bei uns dokumentiert und findet sich z. B. in der Datenbank und findet z. B. Eingang in die Formulierungen auf den Zeugnissen.

    Im Alltag nehmen wir immer das Geschlecht an, mit dem ein junger Mensch sich selbst zu erkennen gibt. Das deckt sich nicht immer mit den dokumentierten Angaben, ist aber kein Problem.

    Ich kann deine Frage nicht richtig gut beantworten, weil ich nicht weiß, was du mit „überprüfen“ meinst?

    "Meister und Lehrling"

    „Lehrling“? Heißt das nicht „Stift“? Die Meisterin macht halt nur in den Berufen Sinn, in denen es diese gibt und ausschließlich diese ausbildet.


    Nicht nur, <ber das Gendern verschlimmert die Situation nur noch.

    Mag sein. Es macht aber auch keinen Sinn, die jungen Menschen nur in einer sterilen Schulsprache zu unterrichten. Sie werden in ihrem Alltag gegenderten Formen begegnen. Dann müssen sie wissen, was es damit auf sich hat, auch wenn es nicht im Duden steht.

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