Beiträge von O. Meier

    Die Radfahrer haben einfach das System einer Warteschlange noch nicht verstanden

    Die Radfahrer. Alle. Immer. Ich finde schon, das man das Stammtischige der Argumente durch Pauschalierungen unterstreichen. Sonst wär’ ja schad’ d’rum.

    Ich wäre allerdings vorsichtig damit, etwas verstanden zu haben, zur Voraussetzung für die Teilnahme am Straßenverkehr erheben zu wollen. Es könnte leer werden auf den Straßen.

    Ich weiß auch gar nicht, inwiefern die Warteschlange eines der Prinzipien im Straßenverkehr sein sollte. Sehr wohl gibt es Stellen, an denen man sich anstellt. Und andere, an denen man vorbeifahren oder -gehen kann.

    Hier spricht aber nicht der Neid, dass die ganzen vielen PS nichts nützen, wenn das Fahrzeug zu groß und zu schwer, schlicht zu unflexibel, ist?

    und halten sich für was Besseres.

    Mag sein. Und?

    Fahrradkurriere

    Sind alles andere als typische Radlerinnen. UPS-Fahrerinnen sind such keine repräsentativen Autlerinnen.

    Die Sichtweise, dass die Berufsausübung Gesetze außer Kraft setzt, gefällt mir unabhängig vom Verkehrsmittel nicht.

    suizidaler Absicht

    Wohl kaum. Oder ist dir irgendetwas über viele Todesfälle von Kurierinnen im Dienst bekannt?

    Nicht alles, was spektakulär aussieht, ist auch gefährlich. Bei aller Unverschämtheit muss man denen schon unterstellen, dass sie wissen, was die tun.

    dazu ins kalte Wasser geworden als Englischlehrer. Ein paar DaZ Bücher hingelegt und los geht’s.

    Ich hatte bereits im vorangegangenen Thread-Verlauf erwähnt, dass auch ich die Idee „erst Fortbildung, dann Einsatz“ bevorzuge. Klappt an der Schule oft nicht. Senkt den Wirkungsgrad.

    Aber es ist, wie’s ist. Der erste Jahrgang wird zäh, der zweite wird schon besser.

    Dazu wurden für die IK Klassen die schlechtesten Räume an der Schule gewählt ohne jede moderne Technik, obwohl gerade da Audio- und Videotechnik gut wäre.

    Fordere ein, was du brauchst.

    Zumindest hast du dich soweit eingearbeitet, dass du weißt, dass die Technik hülfe.

    h glaube das zeigt auch, wie von Seiten der Bezirksregierung und der Schule der Stellenwert der IK Klassen angesehen wird.

    Wundert dich das? Du hast selbst nicht sonderlich wertschätzend über diese jungen Menschen gesprochen. Glaubst du, dass es gänzlich unmöglich ist, dass andere auch so denken?

    Nicht schön zu sehen, wie die Öko-Fraktion immer noch keine Ahnung hat, daß es bei einer reinen Öko-Landwirtschaft schon heute gar nicht mehr möglich wäre die Weltbevölkerung zu ernähren.

    Gibt es da Zahlen zu? Ich habe da durchaus schon unterschiedliches gehört.

    Schön, dass es die Chemo-Landwirtschaft aber gut hinkriegt mit der Welternährung. Hungert ja niemand mehr.

    Oder muss ma sagen, es hungerte niemand mehr, wenn die Nahrung zu den Menschen käme. Wir haben kein Mengenproblem, wir haben ein Verteilungsproblem. Bei und werden die Lebensmittel weggeschmissen, von denen anderswo Menschen überleben könnten.

    Ich weiß auch nicht, ob es die Hungernden weiter bringt, wenn wir die Böden vergiften und langsam die Grundlage für die Landwirtschaft zerstören.

    Im Jahr 2050 werden bei einer Weltbevöklerung von 10 Mrd. Menschen in den Entwicklungsländern 1.400m² ausreichen müssen, um einen Menschen zu ernähren. Das wird von der Ackerfläche her gewaltig eng.

    Ich habe mal etwas von 300 qm pro Person für einen Selbstversorgerinnengarten gelesen. War bei Seymour? Insofern, ja.

    Viel landwirtschaftliche Fläche fällt übrigens dem Klimawandel zum Opfer. Und, schwupps, klick, klick, wir sind wieder beim Thema.

    Ich überhole nie eng

    Das bist du die Ausnahme.

    Deswegen versucht man, es möglichst gar nicht erst zum erfolgreichen "Rücküberholen" von Radfahrern kommen zu lassen.

    Wie muss ich mir das denn vorstellen? Aber ich sehe schon, eine Radlerin darf man überholen, muss gar. Die ist ja im Weg.

    Umgekehrt, wenn jemand seine zwei Tonnen Blech auf die Straße plumpsen lässt, bleibt die Radlerin schön dahinter. Wo kämen wir denn da hin?

    Aber dann so, dass ich möglichst nicht blockiere und ausbremse

    Wie auch? Wie soll denn das gehen?

    Das Vorbeidrängeln an der Ampel muss echt nicht sein.

    Nee, muss nicht. Vieles muss nicht sein. Was mich stört, ist, die Rechtsvorbeifahrmöglichkeit als Ausrede für zu enges Überholen anzuführen.

    Beides ist klar gesetzlich geregelt.

    Und das „Aber die! Aber die erst recht!“, zu dem sich hier einige hinreißen lassen, ist mir generell zu infantil. Für den Straßenverkehr ganz besonders.

    Interessant. Fahr meinetwegen so defensiv Rad wie du magst.

    Och. Defensiv wäre schon OK. Das Untertänige gegenüber dem motorisierten Verkehrsadel ist das Schlimme.

    Radfahrer gnadenlos überrrollen würde.

    Gnadenlos? Ja, die Haltung ist eines der größeren Probleme im Straßenverkehr. Ich frage mich immer noch, wo die Respektlosigkeit und die Aggression herkommen.

    Wie geht das eigentlich an Kreuzungen ohne Ampel? Und ist es wirklich diese permanente Drohung, die uns davon abhält, die Ampeln so zu schalten, dass die Radlerinnen ’ne grüne Welle haben.

    Und was ist mit Kreisverkehren? Ah, geht nicht, verstehe. Dann wackeln die Regale im Supermarkt. Nee, nee.

    Schön zu sehen, dass die Öko-Fraktion immer noch keine Ahnung hat wie die Regale im Supermarkt gefüllt werden.

    Ich weiß das. Ich hab das sogar mal gemacht. Damals. Als Schülerin. Als Nebenjob. Ist jetzt nicht sooo interessant.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das schneller oder besser geht, wenn man vorher jemanden zu eng überholt hat.

    Was war dein Punkt? Oder wolltest du einfach mal das Thema wechseln? „Ja, aber die da!“-Notbremse?

    Schön zu sehen, dass die Brummbrumm-Fraktion immer noch keine Ahnung hat, wie Staus entstehen.

    Ich frage mich trotzdem, woher die Rücksichtslosigkeit und die Aggression kommen. Sterbt ihr, wenn ihr an der roten Ampel steht?

    Was dem Straßenverkehr fehlt, ist etwas Entspanntheit.

    Ich möchte noch ein Beispiel aus dem Sportverein ergänzen. Zwei Mädchen aus unserer Gruppe berichteten (leider erst später), dass ein Junge sie nicht nur sexistisch beleidigt habe, sondern auch Äußerungen getätigt hat, die grundlegenden, nicht verhandelbaren Prinzipien unseres Sportes widersprechen.

    Er war geschickt genug, die Äußerungen nicht im Beisein von Trainerinnen loszulassen.

    Wir (Trainerinnen) führten ein Gespräch mit der Mutter und dem Jungen. Dieser sprach wenig. Bei der Konfrontation mit konkreten Vorwürfen hatten wir sehr stark den Eindruck, dass er sich ’rauszuwinden versucht. Wir hatten auch den Eindruck, dass die Mutter dem Jungen die Ausflüchte nicht abkauft.

    Die Mutter hingegen kritisierte, dass den Mädchen „so viel Glauben geschenkt“ würde. Sie regte ein beaufsichtigtes Gespräch der Kinder an. So wie sie das wohl in ihrer Tätigkeit als Grundschullehrerin macht.

    Da hatten wir keinen Bock auf. Insbesondere haben wir das als Zumutung für die Mädchen empfunden. Da wäre die Mutter dann nämlich als Anwältin aufgetreten, die den Mädels im Zeuginnenstand versucht, irgendwelche Widersprüche nachzuweisen.

    Ja, wir haben unseren Mädels geglaubt.

    Den Jungen haben wir ’rausgeschmissen.

    Ich bin nach wie überzeugt, dass ein solches Gespräch nichts zur Klärung beigetragen hat. Es war richtig, es abzulehnen.

    Ich kann das nicht so gut belegen, wie die anderen. Aber auch ich habe kein gutes Gefühl bei so einem Gespräch.

    Was soll dabei ’rumkommen? Zur Klärung der Sachlage trägt es nicht bei. Da helfen Einzelgespräche mehr.

    Wenn Y ihr Verhalten überdenkt, es ändern möchte o. ä. kann die das tun und einseitig erklären. Dafür braucht man die Konfrontation nicht.

    Mich erinnert so etwas immer an ein Gerichtsverfahren. Und da gilt dann das Sprichwort „Vor Gericht bekommst du kein Recht, sondern ein Urteil.“

    Vielleicht habe ich schon zu viele (amerikanische) Anwältinnenserien gesehen, aber die Befürchtung, dass das Handeln der Anwältinnen (also der Eltern) mehr Einfluss auf das Urteil hat als die Fakten, schwingt halt scho’ mit.

    Ich kann dir nicht raten, deine Tochter diesem Stress auszusetzen.

    Sie alle = Mama, Papa, Kind

    Ah, so. Du bist halt anderer Meinung. Kommt vor. Wenn die Eltern sich nicht an der Klärung beteiligen wollen, läuft’s halt über die Schule, das Jugendamt oder zivilrechtlich.

    Aber es steht Y ja frei, in Vorleistung zu gehen und etwas zu Klärung vorzuschlagen. Vielleicht fällt ihr ja etwas zu Wiedergutmachung ein.

    sie alle

    Wer genau?

    Ansonsten ist die Argumentation natürlich für’n Arsch. Dann man ja gleich auf Erziehung verzichten.

    Ich bin gespannt, was „sie alle“ sagen, wenn deine Tochter auf Ideen zur Klärung kommt, die Ihnen nicht direkt vorschweben.

    Nein, sie können das nicht untereinander klären. Es sind Kinder.

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