Da's bei uns ja überwiegend funktioniert mit der Digitalisierung würde ich sagen: nein.
Na, dann gibt es ja kein Problem. Wenn's bei euch klappt, sind die Probleme der anderen nichts wert.
s gibt Leute, die sind einfach aus Prinzip dagegen und machen sich mit ihrer ablehnenden Haltung selbst das Leben unnötig schwer.
Als ich an die Schule kam, war computermäßig nicht viel los. Es konnten noch nicht mal alle etwas damit anfangen, dass ich ihnen meine E-Mail-Adresse nannte. Ich habe dann viel gemacht. Rechner gewartet, Fortbildungen gehalten, Tipps gegeben. Ich habe auch versucht, mich bei den Anschaffungen einzubringen. Aber da ging der Ärgr dann schon los. Lange Sitzungen um den heißen Brei und am Ende wurde etwas anderes gekauft.
Und so zieht es sich durch bis heute. Es wird irgendetwas gekauft und am Ende funktioniert doch nichts.
Zurzeit schlage ich mich damit 'rum, dass ich die Beamer nicht für Geometrie nutzen kann, weil mir niemand zusichern kann, dass das Seitenverhältnis der Projektion stimmt.
Ich bin aus der Rechnerwartung 'raus. Die beiden übrigen Kolleginnen kriegen alles, was anfällt, nicht abgearbeitet. Die Wartungsfirma beschäftigt katalytische Konverterinnen, die sich darin gefallen, buzz-word-reiche Erklärungen zu essayieren, warum alles nicht funktioniert. Nur mit dem Beheben der Probleme sind sie nicht ganz so behände. Meist geht es im Ticketsystem hin und her. Ich habe dann immer irgendwann aufgegeben.
unser komplettes Filmmaterial in der Chemie ist digitalisiert auf einem Medienserver abgelegt,
Das ist ja schön für die Chemie. Ich finde, es reicht auch, nach kleinen Positivbeispielen zu kucken. Die anderen haben halt Pech.
Für das, was du beschreibst, braucht es eben einen Server, jemanden, die ihn betreut. Weiter jemanden, die die Inhalte einstellt und gegebenenfalls anpasst. Es benötigt Client-Rechner mit einer passenden Software. Wenn man das alles hat, kann man ja loslegen.
Hier ist es z. B, so, dass die Fremdsprachenlehrerinnen bestimmte Filme (also Kino-Filme) zeigen müssen. Die hat man als DVD schnell angeschafft. Da der Kanon vom Land festgelegt wird, könnte es natürlich einen landesweiten Server mit den Filmen betreiben. Macht es aber nicht. Die DVD ist halt schnell eingelegt und läuft dann. Alternativ müsste die Schule einen solchen Server betreiben. Der betreibt sich nicht von allein. S. o. Ich glaube auch nicht, dass das Umgehen eines Kopierschutzes zu den dienstlichen Obligenheiten einer Lehrerin gehört.
Die DVD ist eigentlich schon ziemlich handlich. Allerdings werden bei uns immer wieder Klassenraumrechner ohne DVD-Laufwerk angeschafft und dann später aufwändig und teuer nachgerüstet.
Ich habe, das ist schon etwas her, vorgeschlagen für kleines Geld eine große Menge DVD-Player anzuschaffen und fest an die Beamer anzuschließen. Das wurde von der zuständigen Mitarbeiterin der Schulträgerien abgeleht. Also bei ihr öffne sich der Windows Media Player, wenn sie eine DVD im Computer einlege. Nun gut. Sie hatte in gewisser Weise recht. Beim Einlegen der DVD öffnete sich tatsächlich der Windows Media Player. Allerdings nicht, um die DVD abzuspielen, sondern um das Fehlen des kostenpflichtigen MPEG-2-Codecs anzumahnen.
Ja, ein Medienserver wäre praktisch. Aber wir haben keinen. Dass die Chemie im Baselland einen hat, nützt uns ehrlich gesagt nicht so viel. Außer, dass ich sagen kann „Seht her, dort funktioniertes. Es muss also gehen.“ Aber das interessiert immer noch niemanden.
Auf der einen Seite, ja, sicher, im Streaming-Zeitalter wäre so ein Server schon angemessen. Aber meint ihr wirklich, dass uns die Diskussion DVD vs. Server auf dem Weg in den digitalen Unterricht wirklich weiter bringt?