Beiträge von O. Meier

    Die Verweigerung, sich digitale Kompetenzen draufzuschaffen, verursacht an allen Eckn und Enden Arbeit für die Kollegen.

    Ich frage jetzt noch mal nach, welche Ecken das wären. Welche Arbeit verursacht jemand anderen, durch die Entscheidung etwas nicht „digital“ machen zu wollen?

    Ich erlebe insbesondere folgende Momente, die Arbeit erzeugen:

    a. Dinge, die nicht zu Ende gedacht sind. Da hat jemand 'ne Idee für ein „Projekt“ und überblickt nicht, was da alles erledigt werden muss. Da kommt man nicht hin und die Schulleiterin verhaftet Unschuldige zur Mitarbeit. Da geht es dann meistens irgendwie um Außenwirkung. Also nichts, von dem unsere Schülerinnen etwas hätten.

    2. Zeuch, das nicht funktioniert. Das sind halt häufig die elektrischen Geräte. Analoges seltener. Da ist einfach nicht so viel dran, was kaputt gehen kann.

    kannst du mal schnell..." Nein, kann ich nicht, merk dir einfach wie's geht.

    Eben. Insofern verusachen diese nur jenen Arbeit, die sich welche machen lassen.

    Ich finde es völlig in Ordnung, dass Kolleginnen sich in der Arbeit unterstützen. Dazu kann auch ein Computer-Tipp gehören. Aber man muss nicht alle Fehler reparieren, die man elektrsch so machen kann.

    Auf der einen Seite fehlt Fortbildung, auf der anderen Seite werden (interne) Angebote auch nicht immer wahrgenommen. Womöglich sind Webquests spannender als Textverarbeitung. Das bedeutet aber nicht, dass man auf Kenntnisse in zweiter verzichten kann.

    Der Kollege, der nicht mit einem Tablet umgehen kann und deshalb nicht kapiert, dass es sowas wie einen leeren Akku geben kann. Du hast das Grundproblem nicht verstanden.

    Ich auch nicht.

    Welche Möglichkeiten hatte denn die Kollegin den Umgang mit dem Gerät zu lernen?

    Dass man erklären muss, dass de Akku geladen werden muss, hätte ich auch nicht gedacht. Aber es ist wohl so. Also erklärt man es.

    das ich nutzen muss, weil ich in einer Ipad-Klasse eingesetzt bin, sonst hätte ich das Ding niemals angefasst

    Verstehe ich nicht. Ich unterrichte auch in einer so genannte Tablet-Klasse und habe daselbst kein solches Gerät. Was soll es denn bedeuten, dass man das iPad nutze müsse? Was konkret MUSS man denn damit machen?

    Geht schon los beim digitalen Noteneintragen, hört auf beim "Mein IPad […] funktioniert nicht." Stellt sich raus: Der Akku ist leer.

    Und? Wo entsteht denn nun die Mehrarbeit für andere? Ich verstehe das Beispiel nicht.

    Noteneingabe am iPad hat übrigens nichts mit digitalem Unterricht zu tun, um den es zunächst hier um Thread ging.

    Mal abgesehen davon, dass ich mich dazu lieber an einen Rechner mit physischer Tastatur setzte.

    Und es ist müßig zu fordern "Dann machen wir halt Analoges und Digitales parallel". Nein. In dieser Welt leben wir einfach (überwiegend) nicht mehr.

    Klingt ein Bisschen danach, als wenn man das Digitale um seiner selbst Willen betreibe. Das macht man halt jetzt so. Um die Vor- und Nachteile geht es gar nicht mehr?

    Wenn das aber so wäre, müssten wir eigentlich auch an den Schulen eine entspreche Ausstattung bekommen (und Ausbildung). iPads austeilen und sich wundern, dass diese nicht benutzt werden, reicht halt auch nicht, um den Anforderungen einer digitalen Welt zu begegnen.

    was irgendwie Arbeit macht

    Eben.

    wenn ich Vorschläge unterbreite, was ICH machen möchte

    Ich habe schon oft genug erlebt, dass die einen die Ideen hatten und die anderen die Arbeit. Ich habe schon auf Konferenzen Antworten protokollieren lassen, dass die Organisation von xy nur die Projektgruppe mache. Nein, nein, das liefe alles. Auf der nächsten Konferenz wurden dann die Aufgaben bekannt gegeben, die alle zu erledigen hätten. Für den Hinweis, dass zuvor etwas anderes gesagt wurde, durfte ich mich anpöbeln lassen.

    Wenn ich gefragt werde, ob wir Projekt sowieviel machen, stimme ich nur noch dagegen.

    Fool me once, shame on you. Fool me seven or more times, shame on me.

    ich weiss schon, an wen ich dabei denke.

    Wir aber nicht.

    Ich frage mich, wie uns die Betrachtung dieses Einzelfalls überhaupt weiterbringt.

    Kolleginnen, die einem Bogen ums Digitale machen, stören mich nicht. Sie verursachen mir übrigens keine Mehrarbeit.

    Viel nerviger finde ich diejenigen, die zwar alles gerne digital machen, aber keine Lust haben sich minimale Kenntnisse anzuschaffen und dann ihren Kram auf andere abzuladen versuchen.

    Die verursachen übrigens auch keine Mehrarbeit, wenn man weiß, wie man mit deren Anfragen umzugehen hat.

    Das Problem sind schon wirklich einzelne Personen und nicht die Digitalisierung.

    Und um die muss man sich wirklich nicht über Gebühr kümmern.

    Ich halte die Diskussion „DVD vs. Streaming“ nicht für ausschlaggebend. Aber. Von den technischen Möglichkeiten her, sollte jede Schule einen Medien-Server betreiben können. Das sind ja nun keine Fusionsreaktoren. Zählt nach, welche Schule hat das?

    Und wenn alle Filme tatsächlich in einen zuverlässigen Netz verfügbar sind, verstehe ich auch nicht, dass man noch optische Medien ’rumschleppt.

    Bei uns machen’s die Kolleginnen in Ermangelung von Alternativen. Sie können sich nur nicht sicher sein, ob sie die DVD auch abspielen können. Vielleicht hat jemand den Rechner im Klassenraum durch einen neueren ohne Laufwerk ersetzt.

    Die Windmühlen sind vielfältig. Sie lauern im Kollegium und außerhalb. Bei der Dienstherrin, bei der Schulträgerin. Bei politischen Entscheidungsträgerinnen, bei der Verwaltung.

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