Also, Analogien bringen nichts. Trotzdem:
Würzen als Gegenstück zur didaktischen Aufbereitung
Vielleicht entspricht die didaktische Aufbereitung dem Anrichten der Speisen. Hier den Förderschulen Imbiss-Niveau zu unterstellen, ist schon frech.
Sterne-Köchinnen sind übrigens nicht nur kreativ, sie sind auch in den handwerklichen Grundlagen ihres Faches gut drauf. Deshalb können sie problemlos auch in anderen gastronomischen Bereichen arbeiten. Außerdem sind sie in der Regel weit gereist, waren im Ausland und haben sich von unterschiedlichen kulinarischen Traditionen beinflussen lassen.
Das Vorbringen von Gymnasiallehrerinnen, eben nur diese eine Sache zu können, sich unfähig zu sehen, sich woanders einzuarbeiten oder schlicht keine Lust zu haben, kann man sich nicht leisten, wenn man in der Sterneküche ein Bein an die Erde kriegen will.
Nee, mir erscheinen eher die Gymnasien, in ihren schmalen, nie wechselnden Angebot als die Imbisse mit Pommes satt für alle. Die geringere Flexibilität, das geringe Zutrauen zur eigenen Fähigkeit, etwas neues zu Lernen und sich verändern zu können, macht die Friteusenbedienerinnen dann wohl für Förder- und Sternerestaurants schlechter einsetzbar. Womöglich müssen sie dann putzen und den Müll 'rausbringen. Aber sie bekommen weiterhin A13. Immerhin.
Aber, wie gesagt, Analogien helfen uns nicht weiter. Wir sind halt keine Köchinnen.