Beiträge von O. Meier

    Klar, aber dann verliere ich z.B. die eigenen Rentenbeiträge der letzten Jahre, seitdem ich Beamter bin, nur der Arbeitgeberanteil wird nachgezahlt. Ab einem gewissen Dienstalter ist die Entamtung grade mit Blick auf die Rente ruinös.

    Naja. Dann musst du halt abwegen, was dir wichtiger ist. Denn immerhin:

    anderswo bewerben und das ggf. sogar noch mit interessanten Aufgaben/Gehaltssteigerung etc. verbinden

    Nochmal langsam:

    interessanten Aufgaben/Gehaltssteigerung

    Wobei mich hier etwas wundert, dass dich neue Aufgaben interessieren könnten. Hattest du dich nicht darauf eingestellt, Arbeitsblätter aus dem Archiv an sechsköpfige Lerngruppen auszuteilen?

    An der Förderschule wartet eine neue Aufagbe auf dich. Kümmer dich um dich und sorg dafür, dass sie interessant wird. Bei gleicher Bezahlung, weiterlaufenden Pensionsansprüchen und geringem Kündigungsrisiko.

    Außer, dass die Analogie ohnehin wenig bis nichts bringt, meine ich, dass du dich mit der daregstellten Sichtweise, dass die Gymnasien oder WBKs die Sterne-Einrichtungen sind, die anderen aber die Imbisse, gehörig im Ton vergriffen hast.

    Also, Analogien bringen nichts. Trotzdem:

    Würzen als Gegenstück zur didaktischen Aufbereitung

    Vielleicht entspricht die didaktische Aufbereitung dem Anrichten der Speisen. Hier den Förderschulen Imbiss-Niveau zu unterstellen, ist schon frech.

    Sterne-Köchinnen sind übrigens nicht nur kreativ, sie sind auch in den handwerklichen Grundlagen ihres Faches gut drauf. Deshalb können sie problemlos auch in anderen gastronomischen Bereichen arbeiten. Außerdem sind sie in der Regel weit gereist, waren im Ausland und haben sich von unterschiedlichen kulinarischen Traditionen beinflussen lassen.

    Das Vorbringen von Gymnasiallehrerinnen, eben nur diese eine Sache zu können, sich unfähig zu sehen, sich woanders einzuarbeiten oder schlicht keine Lust zu haben, kann man sich nicht leisten, wenn man in der Sterneküche ein Bein an die Erde kriegen will.

    Nee, mir erscheinen eher die Gymnasien, in ihren schmalen, nie wechselnden Angebot als die Imbisse mit Pommes satt für alle. Die geringere Flexibilität, das geringe Zutrauen zur eigenen Fähigkeit, etwas neues zu Lernen und sich verändern zu können, macht die Friteusenbedienerinnen dann wohl für Förder- und Sternerestaurants schlechter einsetzbar. Womöglich müssen sie dann putzen und den Müll 'rausbringen. Aber sie bekommen weiterhin A13. Immerhin.

    Aber, wie gesagt, Analogien helfen uns nicht weiter. Wir sind halt keine Köchinnen.

    unglücklich

    Womöglich ist der Anspruch, dass der Job glücklich machen soll, schon überzogen.

    Ich brauche das nicht. Ich mache meine Arbeit so gut, wie ich sie kann. Dazu gehört auch, dass ich mich einarbeite.

    Das habe ich bei den Aushilfsjobs während Schule und Studium so gehalten. Und das mache ich heute noch so. Ich kriege da Geld für. Das hilft. Mein Glück hängt davon nicht ab.

    Vielleicht hilft ein etwas sachlicheres Verhältnis zur Arbeit. Dann muss man sich auch nicht selbst das Leben mit inneren Widerständen schwer machen.

    Gymshark: Die Arbeitgeberin betreibt die Frittenbude? Und sie bietet der Köchin, die im Sternerestaurant übrig ist, an, sie nicht ’rauszuschmeißen, sondern in der Frittenbude weiter zu beschäftigen? Für die gleiche Bezahlung?

    Auch wenn die Köchin das Angebot nicht annimmt, ist sie vielleicht trotzdem froh, dass sie weiß, dass sie im Zweifelsfall nicht arbeitslos wird.

    Ob es ihr an der Frittenbude gefallen wird, weiß ich nicht. So gut kenne ich sie nicht.

    Aber bei aller Kritik: Die Versetzung an die Förderschule ist immer noch hart und unangemessen.

    Ich halte es für eine spannende Herausforderung. Wenn man will, kann man sich da einarbeiten. Eine kurz andauernde macht dann natürlich wenig Sinn.

    Hart und unangemessen, finde ich es z. B. Leute zusammenzutreten. Andere freuen sich darüber. Do unterschiedlich können Eindrücke sein. Soll das eine Schulaufsicht alles beachten?

    Warum freut man sich nicht über den Gammeldienst, den man eine zeitlang ausüben durfte, und bricht zu neuen Ufern auf.

    Eine Abordnung an eine andere Schulform finde ich weniger schlimm als eine große räumliche Entfernung.

    Als hätte man nicht wenigstens eine Gesamtschule mit Bedarf finden können.

    Die Betroffene kann ja eine vorschlagen. Hilft vielleicht mehr methodische Unlust.

    Ich halte es durchaus für angebracht, die Neigungen der Kolleginnen in die Personalplanung einfließen zu lassen. Es gibt aber noch andere Kriterien.

    Diese WBK-Hängematte, in der die Wellen der Unlust einem den Kopf mal links und mal rechts gegen die Wand schlagen, bekommt den Menschen aber auch nicht.

    Bei der aktuellen Witterung ist mir dann noch ein Nachteil von Radwegen aufgefallen. Diese kriegen entweder gar keinen Winterdienst oder sind später dran. Mit dem Herbstlaub ist's das Gleiche. Das liegt teilweise noch im Frühjahr auf den Radwegen, während die Fahrbahnen regelmäßig gefegt und poliert werden.

    Ich habe kein so großes Problem über überfrorenen Schneematsch zu radeln. Aber ich glaube nicht, dass das wirklich zur Sicherheitssteigerung eingeplant ist. Vielmehr kümmert man sich um den „normalen“ Verkehr, also um den, der brummt und stinkt. Radlerinnen interessieren einfach nicht.

    es wäre für Fahrradfahrer sicherer, weiterhin im normalen Straßenverkehr mitschwimmen zu müssen anstatt auf separaten Radwegen, oder?

    Mit dem „normalen“ Verkehr meinst du dann den motorisierten? That's the spirit, my friend. Diese Diktion möcht ich direkt hinter „mehr Energiebedarf ist Fortschritt“ in die TOP 10 der fünf gründlichsten Abgesänge auf das Klima einordnen.

    Suggerieren möcht' ich gar nichts. Aber blättere doch mal in den Tageszeitungen 'rum, wenn über Fahrradunfälle berichtet wird, wie viele davon beim Abbiegen auf Segregationswegelchen passieren und wie wenige im Mischverkehr.

    Und das nur, weil es unzumutbar scheint, dass ein abbiegendes Fahrzeug vorher sicherstellt, dass auch ein kollisionsfreies Abbiegen möglich ist?

    Ich soll mich auf einen schmalen Randstreifen mit schlechter Oberfläche schieben lassen, nur weil es unzumutbar erscheint mit genügend Abstand zu überholen?

    Ich halte es generell für mehr als zumutbar, sich an die Regeln zu halten, Rücksicht zu nehmen und andere nicht zu gefährden. Trotzdem passiert es nicht durchgängig.

    Eng überholen ist eine drohend, gefährdend, aggressiv. Schlicht asozial. Von Menschen, die sich so verhalten, erwartest du, bei dem komplexen Vorgang des Abbiegens über eine Geradeausspur hinweg besondere Rücksicht zu nehmen und besonders aufzupassen?

    Leider kann man die Aufmerksmkeit nicht beliebig willkürlich steuern. wer das versucht ignoriert triviale psycholgische Erkenntnisse. Man rechnet halt nicht rechts von der Rechtsabbiegespur mit weiteren Fahrzeugen. Man übersieht sie also, weil man sie schlicht nicht auf dem Schirm hat.

    Also schaut man sich an, was besser funktioniert. Der Mischverkehr ist sicherer, auch wenn sich dann „normale“ Verkehrsteilnehmerinnen die Fahrbahn mit niederen, unmotorisierten Lebensformen teilen müssen.

    bei Einfahrten bewegen sich regelmäßig auch Fußgänger in und gegen die Fahrtrichtung.

    In der Tat sind diese seltener Opfer von Rechtsabbiegeunfällen.

    Oder sollen diese jetzt auch ohne Trennung vom Pkw-Verkehr auf den Straßen laufen? Sorry, das ist natürlich bewusst polemisch und überspitzt.

    Nein. Das ist eine gute Idee. Nennt sich Shared Space.

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