Beiträge von O. Meier

    Das sind meine Kids,

    Nein. Diese jungen Menschen und dich hat letztendlich der Zufall zusammengeführt. Du hast in die Beziehung investiert, klar, aber diese war von vornherein auf Zeit angelegt. Lass’ los und übe professionelle Distanz.

    Sei froh, dass ihr eine Schulleitung habt, die rechtzeitig erkennt, wenn ed zu viel wird.

    Ganz ehrlich...wer weint denn um Menschen, die man nicht kennt.

    Sorry, aber das ist doch so.

    Eben. Insofern ist es auch sinnlos das du danach fragst, wer den wegen der Grippetoten geweint hätte. Es geht nicht um die Heulerei, sondern um eine möglichst rationale Einschätzung und eine ebenso rationale Entscheidung.

    Ich frag mich, ob in den anderen Ländern ohne Maske

    Wir sind kein Land ohne Masken, sondern nur eines ohne Maskenpflicht. Im Gegensatz zum Beginn der Pandemie haben wir Masken genug. Dänemark ist auch kein Land ohne Masken. Auch dort kann man welche kaufen.

    Und zum Thema Grippe...auch da besteht die Möglichkeit zur Impfung, die längst nicht von allen genutzt wird...daher NATÜRLICH keine Maske von mir dafür...

    Ja, ich muss schon sagen, dass ich die Grippe früher auch nicht so recht ernst genommen habe. Vorsicht mit Analogien, aber wir können aus der Covid-Pandemie auch etwas über die Influenza lernen. Z. B., wie viel die LAHM-Regeln gegen jene helfen.

    Ich habe, so nebenbei, erfahren, dass ich nicht nur zur Risikogruppe bezüglich Covid-19, sondern auch für die Grippe gehöre. Insofern bezahlte auch eine gesetzliche Krankenversicherung meine Grippe-Impfung. Was jene anbetrifft, so waren wir da jahrzehntelang insgesamt etwas nachlässig. Vielleicht ändert sich hier ja etwas.

    Die Grippeimpfstoffe weisen jedes Jahr eine andere Wirksamkeit auf. Das Influenza-Virus ist mit seinem Mutationspotenzial schon eine Besonderheit. Manchmal kriegen die einfach den Impfstoff nicht gut genug zusammengeprügelt. Insofern kann ich mir schon vorstellen, zukünftig in der Grippe-Saison Maske zu tragen. Vielleicht hilft es, selbst besonders gefährdet zu sein, um Rücksicht auf (andere) vulnerable Gruppen zu nehmen. Da mache ich es mir etwas einfach auf meinem stockmaßmaximalen Pferd. Sorry dafür.

    Ansonsten hoffe ich darauf, dass die mRNA-Impfstoffe auch bei der Grippeimpfung noch mal einen Schub geben.

    Palim

    Es braucht den Mut, etwas liegen zu lassen. Sowohl bei jeder einzelnen Kollegin als auch bei den Leitungen und deren Wasserträgerinnen. So lange eine ausgefallene Stunde als individuelles Dilemma verstanden wird, machen wir uns kaputt. Wir müssen sie als das sehen, was sie ist. Eine ausgefallene Stunde, ein Rundungsfehler in der Statistik, eine Nachkommakleinigkeit. Abhaken, weiter machen.

    und den Menschen einen Ausblick auf Normalität geben, oder etwa nicht?

    Inwiefern? Wenn alles wieder „normal“ ist, werden die Leute schon klar kommen. Aber wir wissen weder, wann es wieder normal ist, noch, ob jemals überhaupt.

    Warum sollte man Versprechungen machen, die man nicht einhalten kann?

    Wieso kann man nicht auf das Für und Wider eingehen, ohne Personen, die sich zu einem in einem Abhängigkeitsverhältnis befinden, durch "Bitten" unter Druck zu setzen? Viele

    Kann man. Allerdings sehe ich in einer Bitte noch keinen Druck.

    Die meisten SuS haben wenig Interesse, sich in einen Konflikt mit ihrem eigenen Lehrer zu begeben.

    Jede Menge Schülerinnen haben jede Menge Interesse sich ständig in Konflikte zu begeben.

    Die Entscheidung, ob die jungen Menschen sich zu selbstständigen Persönlichkeiten entwickeln, ist übrigens schon gefallen. Wenn man sie dahingehend falsch erzogen hat, hat man jetzt ein Problem.

    Lehrer sollten die Gesetzeslage akzeptieren;

    Das Schulgesetz sagt z. B., dass wir den jungen Menschen etwas beibringen sollen. Z. B. wie man etwas entscheidet. Zugegeben, das ist nicht ganz einfach, wenn man selbst betroffen ist, z. B. als Risikantin. Damit sie sich entscheiden können, müssen sie informiert sein. Dass die Maskenpflicht aufgehoben wurde, stimmt zwar, stellt die Faktenlage aber nicht vollständig dar.

    Für diese Verwaltungsarbeit im Rahmen des Mahnverfahrens beträgt der Zeitaufwand für mich max. 10 Minuten pro Mahnschreiben und Schüler*in (Fehltage aus dem Klassenbuch in den vorgefertigten Mahnbrief eintragen, abspeichern, einmal ausdrucken und unterschreiben, dann ins Sekretariatsfach legen, denn der Versand läuft darüber).

    Naj. Die Daten müssen ja auch irgendwie ins Klassenbuch kommen. je mehr gefehlt wird, umso mehr Arbeit ist das. D. h. die Vielfehlerinnen machen (in dem Punkt) die meiste Arbeit. Das sind hier mal ein Minüthcne, da mal zwei. Das läpperte sich, wenn man es mal aufaddierte. Der springende Punkt: die Schlumpfinen kosten uns Zeit, die nicht zum Lernerfolg beiträgt. Die Zeit fehlt den anderen (oder wir erarbeiten sie zusätzlich).

    Wenn die Lehrkräfte keine Maske tragen, werden die Kinder sich auch anpassen.

    Eben. Der „Druck“ funktioniert nämlich in beide Richtungen.

    Aber eines würde mich mal noch aus Sicht der Grundschullehrerinnen interessieren. Hier, das sehe ich auch so, ich die Möglichkeit (und vielleicht auch die Notwendigkeit) der Beeinflussung größer. Immerhin haben die kleinen noch den wenigsten Überblick und sind mit der Kognition noch nicht so weit.

    Ihr habt den Kindern doch sicherlichauch eine Begründugn fürs Maskentragen genannt. Das war doch sicherlich auch der Schutz vor Ansteckung dabei, oder? Was erklärt ihr ihnen eigentlich, was jetzt anders ist? Die Pandemie ist vorbei? Wir haben uns geirrt bezügich der Schutzwirkung? Die FDP und die anderen Corona-Leugnerinnen sind doch schlauer?

    plattyplus Ausschulungen wegen unentschuldigter Fehlzeiten scheitern spätestens, wenn die Schulaufsicht beteiligt ist. Die winken alles durch. Effektiver ist es, die Schlumpfinen mitlaufen zu lassen und sie am Ende entsprechend zu benoten. Ich will jetzt nicht sagen „Wenn wir sie nicht über die Fehlzeiten kriegen, kriegen wir sie über die Noten.“, weil es eben nicht darum geht, sie zu „kriegen“, sondern ihnen etwas beizubringen. Aber in den harten Fällen läuft es darauf hinaus.

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