Beiträge von O. Meier

    Sind an euren Schulen inzwischen alle Lehrer und Schüler mit digitalen Endgeräten versorgt?

    Die Lehrerinnengeräte wurden weitgehend ausgegeben. Ich habe zum Beispiel keines bekommen.

    Dass Schülerinnengeräte ausgegeben wurden, habe ich noch nicht mitbekommen. Ich habe auch keien Ahnung, wie das laufen sollte, wer da die Ansprechpartnerin ist o. ä. Ich kann also noch nich mal auf jemanden verweisen, wenn ich eine Kandidatin für ein solches Gerät kennte.

    Zwichenzeitlich habe ich mitbekommen, dass an zwei Bildungsgängen geplant werde, iPad-Klassen einzurichten. Die Schulträgerin möchte nicht, dass die Geräte ungenutzt herumliegen. Keien Ahnung, was an den Gerüchten dran ist.

    Und wurden die Benutzer eingewiesen auf die Handhabung? Welcher Kollege übernimmt das eigentlich?

    Die Frage zeigt, du gehst davon aus, dass das eine Kollegin macht. Also niemand vom technischen Personal (der Schulträgerin), eine entsprechende Beratungsfirma, jemand von der Herstellerin oder Händlerin, weil man so etwas mitgekauft hat.

    Ja, hier auch. Eine Kollegin, aus dem, Cmputer-Streichel-Club, die ziemlich iPad-erfahren ist, übernimt das. Sie hat die Kolleginnen bei der Inbetriebnahme angeleitet und ertse Bedienungshinweise gegeben. Sie versendet unregelmäßig über E-mails Benutzungstipps an alle, steht für Fragen zur Verfügung, stellt Apps in den "internen Store" ein. Ob und welchen Ausgleich sie dafür bekommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Ist aber zuzutrauen, dass ihr das Interesse an der Sache schon reicht.

    elCaputo

    Ja, da ist schon etwas dran. Im Grunde genommen, kann man mir mit Digitalisierung auch gestohlen bleiben. Im Präsenzunterricht brauche ich das nicht. Man sollte sich auf das konzentrieren, was man jetzt braucht. Es vergeht kein Bildrundfunk-Beitrag, in dem nicht über fehlendes WLAN in Schulen geklagt wird. WLAN in der Schule brauche ich aber im Lockdown so dringend wie ein drittes Nasenloch.

    Die Pandemie zum Anlass zu nehmen, jetzt schnell alles reparieren zu wollen, was man jahrzehntelang vergeigt hat, ist Blödsinn. Da ersetzt operative Hektik die geistige Windstille.

    Aber Video-Konferenzen sind schon mal praktisch. Und Sie dienen einfach dazu, uns vor Infektionen zu schützen. Frau Bundeskanzlerin trifft sich nächste Woche mit den Ministerpräsdentinnen, um über weitere Maßnahmen zu beraten und wir ignorieren die Aufforderung, Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden durch technisches Schulterzucken.

    Wenn ich mir ansehe, wie viele Kolleginnen auch noch zu doof sind, 'ne Maske aufzusetzen, möcht' ich einfach nicht mit denen in einem Raum zusammensitzen.

    Es geht darum, dass ich studierte Menschen vor einen Computer setzen und einen Link anklicken. Trotz aller Scheiße die läuft, ist das nicht zu viel verlangt.

    Da legst du nicht nur den Finger, sondern direkt die ganze Hand in die Wunde. Das ist für mich leichter gesagt, als getan. Vielleicht die größte Baustelle in meiner Persönlichkeitsentwicklung, das mit dem Um-mich-selbst-kümmern. Wie kann man das lernen?

    Ich habe keine Ahnung, aber lass' dir etwas einfallen, damit du es nicht so lernen musst wie ich. Ich bin der Sensenfrau nur ganz knapp von der Schippe gerutscht.

    Vielleicht hilft dir die Idee, dass du nur ein Leben hast.

    Ich kann dir aber ein Experiment anbieten. Räumst du vielleiccht auch kurz vor den Sommerferien deinen Schreibtisch. Durchforste die Zettelstapel kritisch, lege nur die wirklich wichtigen Dinge auf einen Stapel, alles andere auf den anderen. Sei ehrlich. Alles, das nicht existenzgefährdend ist, kommt auf den anderen Stapel. Der eine Stapel ist sehr, sehr klein, der andere kommt ins Altpapier. In dem Nicht-wirklich-überlebenswichtig-Stapel finden sich viele Sachen, die ich wegen ihrer Wichtigkeit augehoben habe, beim Aufräumen war aber alle Fristen schon lange 'rum. Ich habe also Sachen einfach nicht gemacht, die sind schlicht im Gewusel liegen geblieben, und es stört niemanden und ist auch niemandem aufgefallen.

    Du könntest auch jemandem aus deinem Haushat bitten, dir gelegentlich mal Zettel vom Schreibtisch zu klauen und zwie Jahre später wieder 'rauszurücken.

    Vieles von dem, was wir machen, ist einfach nicht wichtig. Wir nehmen uns nur zu wichtig.

    Noch 'ne Tipp: Such' dir ein zeitfressendes Hobby.

    Aber auch Programme wie Word oder Excel sind überlastet mit Funkionen. Klar, es gibt Leute, die davon einige/meherer/viele nutzen, aber der Großteil der Nutzer käme im Alltag mit viel, viel weniger Funktionen aus

    Es ist schon ewig her, da hat MicroSoft Nutzerinnen befragt, welche Funktionen sie in den Office-Programmen noch gerne hätten. Die meistgenannten waren schon drin, die hat nur nie jemand gefunden. Das gab damals den Anlass zur Einführung der Riboons. Die haben meiner Ansicht nach aber auch nichts geholfen. Ich finde sogar im Gegenteil, dass die die Perogramme noch unübersichtlicher gemacht.

    Und seit dem sind bestimmt noch Funktionen hinzugekommen, die auch wieder keine findet.

    Und was die technischen Fähigkeiten der Kolleginnen anbetrifft. Bei uns wurde vor den Winter-Saturnalien darüber nachgedacht, die Zeugniskonferenzen online durchzuführen. Wird jetzt nicht gemacht. Offizielle Begründung: pädagogischer Bedard. Es tröppelt aber immer wer durch, dass etwas die Hälfte der Kolleginnen, das nicht hinkriegt.

    Wo genau das Problem ist, einen zugemailten Link anzuklicken, konnte mir aber niemand erklären.

    weil ich mir alles wundarbeite.

    Vielleichr hilft es, wenn du dich nicht mehr tust. Es ist schon so, dass der Distanzunterricht und sowieso die Pandemie uns viel abverlangt. Also muss man auch mal die Bremse ziehen. Und da kümmert man sich bitte um sich selbst. Da kann man nicht auch noch kucken, wie man andere ans Arbeiten kriegt. Das wäre Aufagbe der Schulleitung oder vielleicht der Schulaufsicht.

    Dieser Automatismus "wenn jemand Trump gewählt hat, dann aus Protest

    Es gibt keinen solchen Automatismus. Allerdings wurde hier solcherlei Protestwahlverhalten (gegen die Demokraten, gegen Geschlechetrgerechtigkeit etc. ) angeführt.

    Es ist nunmal so, man eine Stimme für einen Kandifaten abgeben, aber nicht gegen irgendwen oder irgendetwas. Wer's trotzdem versucht, muss in Kauf nehmen, dass er dann eben nicht bekommt, was er möchte, sondern etwas mehr oder weniger anderes, das mit seinem Wunsch nur die Ablehnung von etwas gemein hat.

    Das Verhalten und Auftreten von Trump ist mir absolut unangenehm, was meine persönliche wirtschaftliche Situation angeht, fahre ich mit ihm aber deutlich besser als mit der Alternative.

    Nunja, wenn einem das reicht und man dafür bereit ist, auf eine Menge andere Dinge zu verzichten, die eine Zivilgesellschaft ausmachen, dann hat man wohl richtig gewählt. Allerdings würde ich Trumps Aggressivität, Überheblichkeit und Menschenverachtung mehr als "unangenehm" empfinden, weshalb wohl meine Abwägung anders aussähe.

    Die wirtschaftlichen Vorteile für Selbstständige hätte man vielleicht aber auch mit einer anderen (republikanischen) Präsidentin bekommen. Da muss sich auch der RNC fragen lassen, ob er alles richtig gemacht hat.

    Für die meisten steht der individuelle Nutzen im Vordergrund

    Protestwahlverhalten hat nur den Nutzen, sich an einem diffusen Frust abzuarbeiten. Die Katharsis währt nur kurz, mit dem Präsidenten, der Regierung und den parlamentarischen Mehrheiten muss man es mitunter länger aushalten.

    je näher man am unteren Rande des wirtschaftlichen Gefälles steht, um so mehr Verständnis habe ich dafür auch.

    Wenn es darum ginge, abzuschätzen, bei welcher Wahlentscheidung die Chance auf Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität denn am größten ist, wäre das so. Aber wie häufig ist das denn eine rationale Entscheidung? Und wie oft wird man von Frust und Sozialneid getrieben? Einen Feind zu benennen nützt so wenig, wie ihm an der Wahlurne eins auszuwischen.

    Da kann es einem schon mal passieren, dass man sich gewaltig ins Knie schießt.

    aber wir würden unseren Dienstgeber nie damit durchkommen lassen, dass er behauptet, das Ganze wäre Mobilarbeit und kein Home-Office.

    Schniggeldieschniggsache, kompliziert. Für mobiles Arbeiten spricht, dass zumindets der Distanzunterricht emporär ist. Dagebem dass wir das, was mir machen, nicht mobil machen können, da wir mit 'nem iPad im Zug noch nicht fertig sind.

    Bei der tagesschau versuchen die das auseinander zu klamüsern. Interessant bei allen Unterschieden:


    Ansonsten gelten allerdings weitestgehend die gleichen Regelungen wie beim Homeoffice auch. Das heißt: grundsätzlich muss der Arbeitgeber auch eine sogenannte Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz vornehmen. Er muss also insbesondere Arbeitsmittel, Arbeitsplatz und vor allem auch die Arbeitszeit auf potenzielle Gefährdungen für seine Angestellten untersuchen. Flexibles Arbeiten heißt demnach nicht, dass man rund um die Uhr im Einsatz sein muss. Jedem Mitarbeiter stehen regelmäßige Pausen zu, und nach maximal zehn Stunden ist Feierabend.


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    Um rechtliche Unklarheiten zu vermeiden, gibt es in vielen Unternehmen Regelungen zum Homeoffice im Arbeitsvertrag, zur Möglichkeit des mobilen Arbeitens in Betriebsvereinbarungen oder im Tarifvertrag. Darin werden auch der Datenschutz, die Arbeitsmittel, den Kostenersatz dafür und insbesondere auch Haftungsfragen vereinbart.

    Ja, wie im prescht der öffentliche Dienst da vor. Alles bis ins Details geregelt. Die Regelung lautet: "Seht zu, wie ihr klarkommt."

    Man nimmt nicht die Brisanz aus den Themen Geschlecht und Herkunft raus, indem man es wieder und wieder betont und als Grundlage für so viele Entscheidungen nimmt.

    Nochmal, langsam um zum Mitdenken, Geschlecht und Herkunft sind seit Jahrtausenden Grundlage für Personalentscheidungen. Bis heute. Der Unterschied zum Genderismus ist, dass das dieser nicht in Weiße-Männer-Klüngelclubs in Bordellen und auf Golfplätzen betrieben wird, sondern offen das Problem benennt und die Gegenstrategien. Das mag ein Bisschen viel Ehrlichkeit auf einmal sein. Ich finde die aber eher erfrischend als kritikwürdig.

    Und das die Umdeutung dessen als Protestwahlbegründung angeht: das sind immer Ausreden, um die Verantwortung für das eigene Handeln (hier: Wahlentscheidung) nicht übernehmen zu müssen. Mag sein, dass es im US-Zwei-Parteien-System eng um die Alternativen bestellt ist, aber trotzdem muss man wissen, dass man Trump wählt, wenn man Trump wählt. Ein Kreuzchen für "die Demokraten sind doof" gibt es auf dem Wahlzettel nicht. Egal, ob man's bräuchte oder nicht.

    Keinen Cent mehr werde ich diesen unfähigen und verantwortungslosen Lügnern schenken.

    Die Formulierung ist deutlich. Ich kann nicht widersprechen.


    Ich werde nur noch das verwenden, das mir gestellt wird. Und wenn ich dann wieder alles mit Kreide an die Tafel male, mir auch egal, kann ich auch.

    Tafel ist immer noch mein Lieblingsmedium. Alles andere dient nur der Unterstützung. Nö, Tafel ist cool.

    ich finde die meisten Kollegen da aktuell sehr kulant zugunsten des Dienstgebers...

    Das ist so. Ich bekenne mich schuldig. Es sind besondere Zeiten. In denen habe ich nicht so wirklich Hemmungen, private Hardware für den Distanzunterricht einzusetzen. Und so beruht dann vieles, das gut läuft auf Engegament der Lehrerinnen, das über ihre dienstliche Verpflichtung hinaus geht.

    Ich find's ätzend, dass die Dienstherrin uns mal wieder hängen lässt. Auf der andere Seite finde ich es angenehm, technisch soweit ausgestattet zu sein, dass eben doch etwas läuft.

    Ich baldowere aber schon 'rum, wie ich's mache, wenn die Pandemie soweit im Griff ist. Ich denke ernsthaft darüber nach, den Einsatz meines privaten Rechners für dienstliches gänzlich einzustellen. Dann empfinge ich auf den Dienstrechnern die E-Mails in der Schule (einmal täglich), würde mein Archiv an Material Archiv sein lassen und es gibt Buch und Tafel (so lange wir noch Buch und Tafel haben).

    Mal sehen, was ich dann wirklich mache.

    Alles Käse. Die Anbindung der Schülerinnen ist das Problem. Manche haben gar kein internetfähiges Gerät, andere zu wenig Datenvolumen oder zu schlechten Empfang, dass es eine vernünftige Bildübertragung gibt. Ob und wie sich das mit den zu geringen Serverkapazitätn ergänzt, weiß ich nicht.

    Da haben Laschet und Gebauerin durchaus recht, mit den derzeitigen Mitteln werden welche im Distanzunterricht abgehängt. Hätte man sich aber drum kümmern können. Bei denjenigen, die Transferleistungen bekommen, versucht der Sozialarbeiter beim Amt etwas zu kriegen. Aber ob das klappt? Und noch rechtzeitig?

    Ich habe da kein gutes Gefühl, wenn ich Online-Stunden gebe, an denen aus wirtschaftlichen Gründen nicht alle teilnehmen können. Endgeräte haben meines Wissens nach bei uns die "Bedürftigen" nicht bekommen. So sitzen dann viele vor ihren Handys und versuchen etwas zu erkennen.

    Priorisieren nach Geschlecht sowie Rasse und gleicher Zugang sind in diesem Fall wohl ein Widerspruch, nicht?

    Ja, ich meine auch, die Gleichbehandlung der Geschlechter und Ethnien, wie wir sie insbesondere in der amerikanischen Gesellschaft erleben, sollten wir auf kenen Fall stören.

    Leute, seit Jahrhunderten und Jahrtausenden ging es um das Geschlecht, um Herkunft und Abstammung und was nicht alles. Das scheint viele bis heute nicht zu stören. Aber wenn die Waage sich nur einen Mikrometer Richtung Ausgleich bewegt, ist das Abendland ist Flammen. Schon klar.

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