Mir fallen wenige Varianten für Dienstreisen ein, bei denen ich ein Fahrrad bräuchte.
Mir fällt wenig ein, das man nicht mit dem Fahrrad erledigen könnte. Bei uns fallen z. B. viele Praktikumsbesuche an. Da ist die Entfernung häufig unter 25 km. Einiges liegt sogar auf dem Heimweg. Was soll ich denn da mit der Bahn fahren, wenn ich eh mit dem Rad unterwegs bin?
Die private Nutzung, insbesondere der Arbeitsweg, steht da klar im Vordergrund,
Passt halt nicht zu der Formulierung eines Dienstrades, das auch privat genutzt werden kann. Aber es geht auch gar nicht darum, was das nun genau ist.
Die Leute, die zur Arbeit radeln, haben doch alle ein Rad (oder mehrere). Die Idee, dass das Menschen bisher nicht gemacht haben, weil Sie dafür ein Rad im Laden, wo sie's kaufen, auch bezahlen, sondern statt dessen ein System mit Zwischenhändler und Leasing und Kram bräuchten, bei dem sie eventuell ein paar Steuern sparen, ist genau so absurd, wie die Annahme, man bräuchte Radwege oder gar eine "Radverkehrsinfrastruktur", damit man Rad fahren kann.
Die Leute, die radeln wollen, machen das. Die die zu faul sind, kriegt man mit so etwas auch nicht überredet.
Unabhängig davon, würde ich nciht für ein Rad bezahlen wollen, das mir nicht gehört. Für mich sind Fahrräder Anschaffung für Jahrzehnte, nicht für Jahre.
Wobei die Logik, dass es alle drei Jahre ein neues gibt, weil man den Akku ja eh wegschmeißt, mit ihrer Nachhaltigkeit und ökologischen Weitsicht besticht.
Achja, neben allem, was ich zum Radfahren nicht brauche, brauche ich insbesondere keinen Zusatzbalast in Form eines Motors. Dann lade ich mir doch lieber 'ne Kiste kalten Hopfenblütentee in den Hänger.
Womöglich ist das für den einen oder anderen, der gerade mit dem Gedanken spielt, sich ein Strommofa zu kaufen, wirtschaftlich attraktiv. Von einem Baustein in der "Verkehrswende" ist das aber weiter weg, als der Akku hält.