generellen Contra-Haltung gegen Klassenfahrten
Die vermag ich nicht zu erkennen. Ich sehe nur nicht, dass der Nutzen von Klassenfahrten den Aufwand rechtfertigt. Und, ach ja, ich möchte nicht fahren. Ansonsten, fahrt, wenn ihr Spaß habt. Nichts dagegen, kein Contra. Macht und lasst mich in Ruhe.
darf den vielen Lehrkräften, die hier im Forum durchaus auch positiv von solchen Fahrten und deren Wirkung auf ihre Klassen anekdotisch berichten, durchaus auch mal Glauben geschenkt werden.
Oh, ich glaube denen durchaus, dass das ihre Wahrnehmung ist. Ich kann aber nicht ausschließen, dass diese ein wenig biased ist. Wenn man eine Klassenfahrt durchführt, damit die jungen Menschen als Gruppe zusammenwachsen (oder so etwas), nimmt man vielleicht die gemeinsame Abendgestaltung eher wahr als das Mobbing bei der Zimmerverteilung.
Und was wird denn da berichtet? Sind das denn wirklich objektivierbare Kriterien, die da angelegt werden? Oder kommt man in guter Stimmung aus der Woche zurück und hat das Gefühl, dass „die sich jetzt echt besser verstehen“.
Welche es auch immer Effekte sind, die man da wahrzunehmen meint. Woher weiß man, dass die in der Fahrt begründet liegen? Hätte ein ähnlicher Effekt nicht auch ohne Fahrt, einfach durch die Zeit, in der die jungen Menschen eine Gruppe bilden, eintreten können? Oder gar ein besserer?
Oder hätte man den gleichen oder einen ähnlichen Effekt auch mit einer anderen, weniger aufwändigen Maßnahme erreichen können Oder einen besseren? Sollte man z. B., wenn Teambuilding ein Thema ist, nicht vielleicht eine gezielte Teambuilding-Maßnahme durchlaufen? Usw.
Wie dem auch sei, verstehe ich nicht, worin das Interesse der einzelnen Lehrkraft an den Fahrten liegt, dass sie bereit ist, dafür Geld zu geben.
Wer Klassenfahrten für so klasse hält, dass man mehr davon braucht, muss die politischen Entscheidungsgremien überzeugen und nicht Kolleginnen nötigen.