Beiträge von O. Meier

    - Normalbetrieb nach den Sommerferien, dabei wird die Möglichkeit von Samstagsunterricht in Betracht gezogen um den fehlenden Unterricht aufzuholen

    Den Unterricht auf mehr Wochentage zu verteilen, brächte da ja nichts. Alos geht s um mehr Stunden. Ja, die Köpfe der Lernenden sind beliebig flexibel. Da kann man einfach mehr 'reinstopfen. Meht Stunden heißt, dass mehr Lehrer gebraucht werden oder die vorhandenen massiv Überstunden machen müssten. Die müssten ja auch irgendwann ausgeglichen oder bezahlt werden. Mal abgesehen davon, dass das eine erheblich Belastung für die Kollegen wäre. Wie lange die das durchhalten, ohne dass die Krankheitszahlen durch die Decke gehen, wird man ja sehen. Wenn ich mehr Unterricht halten muss, wird die einzelne Stunde aber auch nicht besser...

    Das ist nicht zu Ende gedacht.

    Aber schön zu wissen, dass etwas "aufgeholt" werden muss. Die Landesregierung hat ja mächtig viel Vertrauen zu dem Fernunterricht, den wir gehalten haben. Das klang zu Beginn der Krise noch ganz anders. Aber so habe ich mir's gedacht. Wir reißen uns das Gesäß auf, setzen private Technik ein, um den Laden am Laufen zu halten, und zu Belohnung gibt es auf die Fresse - mit Anlauf.

    - keine Notbetreuung in den Sommerferien, es wird aber die Möglichkeit von "pädagogischen Kompensationen" in den Sommerferien in Betracht gezogen, um fachliche Lücken aufzuholen

    Also weniegr Ferien. Das brauche wir dringend, nachdem hier jetzt echte Leute auf dem zahnfleisch kriechen. Zusammen mit der obigen Maßnahme ein prima Konjunkturpakte für Ärzte und Rehakliniken.

    Aber schön zu wissen, dass etwas "kompensiert" werden muss. Die Landesregierung hat ja mächtig viel Vertrauen zu dem Fernunterricht, den wir gehalten haben. Das klang zu Beginn der Krise noch ganz anders. Aber so habe ich mir's gedacht. Wir reißen uns das Gesäß auf, setzen private Technik ein, um den Laden am Laufen zu halten, und zu Belohnung gibt es auf die Fresse - mit Anlauf.

    Aber deine Aussagen aus dem Eingangsposting klingen eher so, als wenn sie ein Schüler geschrieben hätte, der sich mal ein bisschen über seine lehrer "auskotzen" möchte weil er meint alles besser zu wissen, nur weil er selbst mal Schüler war.

    Oder ein Öler, der sich ärgert, dass er mit seinem Studium nun nicht Mathematik und Physik unterrichten darf, obwohl er "das doch auch hatte". Wegen der zu wenigen Credit-Points. Dann wüssten wir auch, was er mit Punkt-Regel meint.

    Ich denke, dass es mehr darum geht wie die Lehrkraft mit der Klasse harmoniert. Natürlich ist dies schwer messbar.

    Aha, deshalb schrieb er auch in den bsiherigen Postings von etwas anderem. Mir geht es übrigens in erster Linie darum, dass die jungen Menschen etwas lernen. Mag sein, dass das in harmonischer Atmosphäre besser geht. Ich bin auch gerne bei guter Stimmung dabei. Und? Braucht's somst noch etwas? Oder reicht Harmonie? Belastbare Quellen hierzu?

    Ich wollte hier eine Art Brainstorming mit euch machen.

    Das hat ja stattgefunden. Und wie geht's jetzt weiter? Die Punkt-Regel hält unseren Freund immer noch davon ab, einen OBAS-Platz zu bekommen und so werden wir nie erfahren, wie lernwirksam sein Harmonie-Konzept in der vorgestellten Form ist. Schade, oder?

    PS: Und wenn Kritik am Reff nur in der Form "Alles doff, das muss doch besser gehen." daherkommt, muss man sich auch nicht wundern, wenn sich nichts ändert. Damit kann auch das wohlwollenste Seminar nichts anfangen.

    Wir haben auch diverse Rückkehrer, die ab morgen wieder arbeiten.

    Gearbeitet haben die vorher auch schon. Schon mal 'was vom Home-Office gehört?

    Da frage ich mich schon, warum man auf einmal wieder arbeiten gehen kann, wenn man doch zu einer Risikogruppe gehört. Man müsste das doch 'einfach' vom Arzt bescheinigen lassen. Warum macht man das dann nicht?

    Die Einteilung der Risikogruppe ist nicht fix. Nach den bisherigen Regeln galt ich aufgrund meiner Erkrankung als Risikogruppe. Jetzt nicht mehr. Ohne dass ich für mich etwas anders entschieden habe, ist die Situation für mich jetzt anders. Neue Erkenntnisse, neue Entscheidungen, mehr Druck von den Stammtischen.

    Nun habe ich mich trotz Attest entschlossen, am kommenden Mittwoch am Präsenzunterricht zu unterrichten

    Hätte ich schon nicht getan. Woz was riskieren. Für die A****geigen, die sich das Maul zerreißen. Den kannste es eh nicht recht machen.

    habe das auch im Kollegium mitgeteilt, - werde aber trotzdem wie eine Aussätzige behandelt.

    Siehste.

    Diejenigen, die offen meckern, kannst ja mal fragen, ob sie tauschen möchten. Mit den anderen wirst du wohl kaum ins Gespräch kommen, einfach ignorieren.

    Und ja, hinter das Arbeitsrecht kann man sich immer zurückziehen. Jeder kennt Kollegen, die es "ruhig angehen lassen". Die machen arbeitsrechtlich auch alles richtig.

    Und wo ist das Problem, wenn arbeits- oder eher dienstrechtlich alles in Ordnung ist? Nur zur Erinnerung: traditionell machen die meisten Kollegen mehr, als sie müssten, indem sie in privaten Arbeitszimmern mit privater Infratstruktur die Lücken, die Schulträger und Dienstherr produzieren, stopfen. Und da haben wir noch nicht über Arbeitszeit gesprochen. Die meisten machen mehr, als sie müssten. Wo ist da der Anlass sich darüber zu echauffieren, dass jemand genau das macht, was er müsste?

    Ach, und dazwischen gibt es nichts? Z.B., dass der Schulträger den Messenger zahlt?

    Kann er von mir aus machen. Allerdings übersieht er dann wieder, dass mit dem bezahlten Messenger noch nicht alles erledigt ist. Hardware, Netzzugang, Wartung. Das Übliche halt.

    Aber ich weiß auch gar nicht, ob man über Messenger diskutieren muss, wenn es E-Mail gibt. Damit kann man eine systemübergreifende Kommunikationsmöglichkeit. Man brauch keine spezielle App. Ein Mail-Client läuft auf so zielich allem. Im Zwiefelsfall auf der IoT-Waschmaschine. Auf dem schul- oder landeseigenen Server dürfte man die Kosten und den Datenschutz in den Griff kriegen.

    Man wird seine Schüler nicht zwingen können, eine App zu kaufen.

    Zwingen sowieso nicht, wohl eher verpflichten. Das Land NRW verpflichtet seine gymnaialen Oberstufenschüler z. B. zum Erwerb eines graphikfähigen Taschenrechners, also abverkaufter, überteuerter Technik aus dem letzten Jahrtausend. Eigenanteil bei Büchern? Lektüre? Hefte? Stifte? Zirkel und Geodreieck? Was so ein Schüler alles auf Weisung der Schule kaufen muss.

    IANAL. Aber ist das nicht etwas, was im Binnenverhältnis zu klären wäre. Im Außenverhältnis hat die Schule nunmal einen Vertrag geschlossen. Allerdings bezweifle ich, dass im Vertrag explizit OBAS drinsteht. Falls doch, ist es fraglich, ob man einen Abschluss machen kann, wenn man die Voraussetzungen nicht erfüllt, selbst wenn man an der Ausbildung teilnehmen kann.

    Aber das sind alles Fragen für juristische Fachleute.

    Ich habe quasi in der Schule einen Vertrag unterschrieben. Der Bezirksregierung zufolge war es aber ein Verfahrensfehler, da bezüglich des OBAS-Programms nur die Bezirksregierung den Vertrag ausstellen darf.

    Eben, du hast einen Vertrag, dass du an der Schule diese zwei Fächer unterrichtest. Den OBAS-vertrag bekommst du nur, wenn du die Voraussetzung erfüllst. Alos, so seh' ich das.

    Aber in Corona-Zeiten einen Thread zu eröffnen mit "Wähh, ich will keinen Fernunterricht machen" ist menschlich in Ordnung?

    Einen solchen Thread hat niemand eröffnet. Und als Übertreibung ist das zu platt.

    Der Ausgangsthread ist eine Ohrfeige für jeden engagierten Schüler und Lehrer, der in diesen Zeiten versucht, trotzdem das Beste daraus zu machen.

    Ich bin (nach eigener Einschätzung) engagiert und versuche, das beste daraus zu machen (ohne Video!). Ich fühle mich nicht geohrfeigt.

    Ich habe schon vor einiger Zeit in einem anderen Thread angemerkt, dass ich kein Problem habe, meinen ohnehin vorhandenen, nicht mehr ganz neuen, privaten Rechner für den Fernunterricht und kollegiale Kommunikation zu verwenden. Dazu verpflichten lasse ich aber nicht. Und ich entscheide, was auf meinem Rechner geschieht, welche Software darauf läuft. Auch sehe ich es nicht ein, zusätzliche Hard- oder Software anzuschaffen. Bei Messenger-Diensten, die ein Mobiltelefon voraussetzen, bin ich z. B. 'raus.

    Dass der Dienstherr seit Jahrzehnten der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung nicht gerecht wird, dass die Verantwortlichen den lieben, langen Tag über Digitalisierung schwafeln, aber keinen Millimeter 'was auf die Kette kriegen, ist nicht unsere Schuld. Im Gegentum, seit Jahrzehnten füllen wir die Lücken mit privaten Mitteln und außerordentlichen Engagenment. Das machen wir jetzt auch. Ohne private Mittel wäre im Fernunterricht nichts (in Worten: nichts) gelaufen. Und da darf man sich schon mal hinstellen und fragen, wo die Grenzen sind, auch die rechtlichen (darum ging es wohl im Threadtitel, guck doch noch mal nach).

    Alle anderen Arbeitnehmer können in der Corona-Krise gekündigt werden oder in Kurzarbeit rutschen. Ich werde zu vollen Bezügen ohne Risiko eines Jobverlustes weiterbeschäftigt.

    Dass unser Dienstherr und nicht betriebsbedingt kündigen oder auf Kurzarbeit setzen kann, wusste er, als er uns in den Beamtenstand erhoben hat. Das ist keine besonderes entgegenkommen, das ist die dienstrechtliche Grundlage. Zu der gehören auch die Nachteile dieses Beschäftigungsverhältnisses wie fehlendes Streikrecht oder leichtere Versetzbarkeit.

    Ja, das ist in dieser Zeit ein Vorteil. Andere genießen den nicht. Die Idee, dass denen geholfen wäre, wenn es uns schlechter gingee, ist nur am Stammtisch nobelpreisverdächtig.

    Deshalb mache ich meine Lernvideos o.ä. in Ruhe von zuhause mit meinem privaten Rechner

    Und andere finden andere Formen des Fernunterrichts. Wäre ja auch langweilig, wenn alle nur Lernvideos einstellen würden. Gelegentlich 'was Gedrucktes schadet auch nichts.

    Aber ja, auch dafür verwenden die Kollegen private Rechner, die sie in ihren privaten Wohnungen mit privatem Strom betreiben. Ob sie das möchten, ob das überhaupt geht, hat sie keiner gefragt. Auch nicht Herr Ministerpräsident Laschet, als er im Fernsehen verkündete, die Lehrer machten ihre Arbeit von zu Hause weiter (Direkt nachdem er angekündigt hatte, die Osterferien werden vorgezogen). Da sind wir unserm Dienstherren ein Stück entgegengekommen. So 'rum nämlich, nicht anders.

    Und wenn dann jemand sagt, seine Hard- und Software reiche nicht für Lernvideos oder Video-Konferenzen, und etwas anderes anbietet, dann ist das kein Verpisser, sondern jemand, der seinen Teil beigetragen hat.

    Diese Gebauer hat ja auch nicht mehr alle Latten am Zaun. Wenn sie die Schüler auf mehr Flächen verteilt

    Das war, so lese ich das, nicht Gebauers Forderung. Sie möchte nach den Ferien alles so haben wie vor Corona.

    Ich sehe ein anderes Problem: Auch wenn die zweite Welle zunächts ausbleibt, weil die Bundesbürger doch vernünftiger waren, als es mir erscheint, könnten wir ein Problem kriegen, die wieder massich da sonstwo in den Urlaub gefahren wird.

    Hatte ursprünglich eine Zusage und einen Vertrag bekommen für das Fach Ev. Religion an einer Gesamtschule.

    Wer hat denn die Zusage erteilt? Wurde dabei explizit "OBAS" als Vertrgasbestandteil genannt? Ich habe keine Ahnung von der Rechtslage, gebe aber zu bedenkenm, dass es um zwei Sachen geht. Das eine wäre ein Arbeitsvertrag, da könntest du dich womöglich auf die Zusage berufen. OBAS ist ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis, für das du nunmla zwei Fächer brauchst. Das Arbeitsverhältnis kann aber auch ohne begründet werden. Ich bin mir nicht sicher, ob man sich aufgrunde eines mündlichen "Wir nehmen Sie." eines Schulleiters in OBAS 'reinklagen kann. Da müsstest du dich gezielt beraten lassen. Das ist so'n Ding zwischen Arbeits- und Verwaltungsrecht.

    Hast du schon mit der Schule gesprochen, wie die sich das eigentlich vorstellen?

    evangelische Religion und katholische Religion können nicht vomselben Lehrer unterrichtet werden. Reli und PP meiner Meinung nach auch nicht.

    Im ersten Fall dürfte es an der Zusimmnung außerschulischer Entscheider scheitern. Das ist der Preis für den Luxus, Fächer zu unterhalten, die nicht vollständig vom Staat kontrolliert werden. Was inhaltlich dagegen spreche, sehe ich nicht. Im zweiten Fall sowieso nicht. Könntest du mal ausführen, was für sich dagegen spricht?

    So wie es es sehe, ist die Lehrerausbildung teilweise aus einen anderen Jahrhundert.

    Ja, vermutlich aus dem zwanzigsten.

    Dazu kommt, dass die vermeintlichen Unterrichtsbesuche im OBAS zwingend Methoden angewandet werden müssen.

    Na, da bin ich doch mal gespannt auf den methodenfreien Unterricht, den uns diese kleine Genie zeigen wird.

    Dazu kommen die Probleme mit den Punkt-Regeln

    ... mit den Komma-Regeln, mit der Rechtschreibung. Sehen wir.

    Troll, sicher!

    Oh mann... heute gerade mit der konkreten Planung für den kleinen Ersatz ohne Eltern angefangen... alles in die Tonne treten.

    Äh, nein, bleibt doch bei der Planung. Das kist sicherer als ein größerer Rahmen. Mehr sicher ist mehr besser. Ein Verpflichtung zu überfüllten Sälen wird Frau Ministerin ... man weiß nie.

    Schön, wenns klappt. Ich bin gespannt auf die Vorgaben.

    Die Vorgaben sind klar. 1,50 m in alle Richtungen. Alles was ihr damit hinkriegt, ist sicher. Alles andere wollte ich nicht verantworten wollen. Auch nicht, wenn das MInisterium sgat, dass das Virus gar nicht so schlimm sei, wenn genug Zeugnisse im Raum sind.

    Unsere Aula ist mit 50 Abiturienten nebst Eltern schon an der Grenze dessen, was der Brandschutz hergibt. Unter Abstandwahrung läuft da gar nichts. Ist mir aber auch wumpe. Ich werde da nicht hingehen. Ich weiß ohnehin nicht, wozu dieses Brimborium nötig ist. Ich gehe auf Abschlussfeiern und -bälle nur, wenn ich mindestens Klassenlehrer bin. Für mich fällt das in die gleiche Kategorie wie Fußball und Gottesdienst, die ja nach Ansicht mancher Show-Politiker vorrangig sein müssen, nämlich "besonders unwichtig". Nichts, für das es sich der Aufwand und das Risiko lohnt.

    Mir graust es vor den Stornokosten für die Abibälle - dafür wird das Land ja nicht einspringen, weil das private Veranstaltungen sind...

    Eben. Und warum sollten sie sich vom Feiern abhalten lassen? Nach allem, was ich so mitkriege ist Vernunft ja kein Kriterium für Schulabschlüsse.

Werbung