Beiträge von O. Meier

    O.Maier

    Bist du zu dumm einen Namen abzuschreiben oder erregt dich diese Form von Pöbelei?

    der/die meinte, dass er/sie nach 8 Stunden auf Klassenfahrt die Beine hochlegen wolle

    Ich bin mir sicher, dass du das nicht durch ein Zitat belegen kannst. In meinen Ausführungen ging es darum nach der eingeteilten Dienstzeit Feierabend zu machen. Was ich in der Zeit zu tun Gedenke, ist völlig unerheblich und nicht Gegenstand der Diskussion.

    Das war für mich der Auslöser, vom "anderen Universum" zu schreiben, in dem er/sie sich bewegt.

    Wie viele Universen kennst du denn so? Oder leben wir im gleichen mit den gleichen Naturgesetzen? In meinem Universum brauchen Menschen zum Beispiel Schlaf, um regenerieren. Sie essen und trinken, um ihren Körper am Funktionieren zu halten. Und sie duschen gelegentlich, bevor sie anfangen zu stinken.

    In meinem Universum machen das die Menschen in ihrer Freizeit. Das ist die Zeit, die übrig bleibt, wenn man den Dienst erledigt hat.

    In deinem Universum haben Menschen diese Bedürfnisse nicht? Sie brauchen keinen Schlaf? Sie essen und trinken nicht? Und sie brauchen auch sonst keine Zeit um sich zu entspannen und zu regenerieren? Sie haben kein Bedürfnis an Freizeit? Sie sind 24 Stunden täglich im Dienst? Was für Lebensformen sollen das sein?

    Unterschiede in den Schulformen, die es zweifelsohne gibt, sind keine unterschiedlichen Universen. Es sind nur unterschiedliche Anforderungen, denen man planerisch begegnen muss. Tut man das nicht, handelt man fahrlässig.

    Erfordert z. B. das Alter, die Entwicklung, sonstige Umstände eine durchgehende Aufsicht, kann man die nicht dadurch gewährleisten, dass Menschen diese über ihre physischen Grenzen hinaus erbringen. Das führt nämlich zu übermüdetem Aufsichtspersonal. Man muss sich schon an der Realität in dem einen bekannten Universum orientieren. Also braucht man für mehr Aufsicht mehr Menschen.

    Ich habe das durch, ich habe mir 12 Stunden im Bus den Rücken krumm gesessen, um an Orte zu kommen, an denen ich nicht sein wollte, um dann dort zu versuchen mit zu wenig Schlaf auszukommen. Ich habe erlebt, wieviel Leben mich das kostet. Eine Klassenfahrt, nach der ich mich erst mal krank melden muss, kann kein Erfolg sein.

    Ich kann dem aber nichts abgewinnen. Ich rede mir nicht mehr hinterher ein, sie toll das doch war und wieviel das den jungen Menschen das gebracht hat und blabla. Das interessiert mich nämlich nicht, wenn es um meine Gesundheit geht. Niemand von denen ist die Gefährdung meiner Gesundheit wert. Daraus habe ich meine Konsequenzen gezogen.

    Womöglich bist du auch im weiteren Rückblick noch der Ansicht, immer alles richtig gemacht zu haben. Bitte. Aber spreche mir doch bitte nicht ab, dass meine Beurteilung der Situation sich an der Realität orientiert.

    Das Problem erledigt sich ja mit der Zeit.

    Nee, es wachsen ja auch solche nach.

    Ich erlebe immer wieder junge Kolleginnen, die z. B. auf Klassenfahrt fahren, ohne auch nur die Vorschriften zu kennen. Wenn die ein paar mal nach ihrem „System“ gefahren sind, halten die sich auch für unbesiegbar und erzählen dir auch, dass sie ihren Quatsch „schon immer so“ gemacht hätten.

    Womit Susannea ja Recht hat, ist dass man sich nicht schulterzuckend einfach um 21 oder 22 Uhr zurückziehen kann, unabhängig davon, was gerade um einen herum geschieht

    In dem Beispiel, das sie angeführt hat, gab es wohl keinen Dienstplan. Um 20:00 Uhr entscheiden zu wollen, wer sb 20:00 zuständig ist, ist etwas zu spät. Grober Planungsfehler.

    Deshalb nochmal mein Tipp: Klärt so etwas vorher und entscheidet dann, ob ihr unter den Bedingungen fahrt.

    Du kannst natürlich viele Ratschläge geben. Unter Umständen hören die Kollegen aber nicht darauf, weil es so wirkt, als käme es dir ganz recht, nicht fahren zu können.

    Ich erkläre den Kolleginnen, warum ich nicht fahre. Ich rate ihnen, aus diesen Gründen auch nicht zu fahren. Wenn sie fahren, kennen sie zumindest ein paar Stolpersteine.

    Ich kann mich irren. Vielleicht hast du die Problematik auch schon deiner SL vorgetragen und diese hat eine rechtlich wasserdichte Lösung gefunden, so dass du nun jedes Jahr eine Fahrt machst.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Schulleiterin sich da sonderlich für interessiert. Die lässt fahren, wer fahren will.

    Naja, es lässt sich nunmal gut Ratschläge geben, wenn man Kollegen den Vortritt lässt.

    Nun. Ich lasse niemandem den Vortritt. Ich rate davon ab, zu fahren. U. a. wegen Dienstzeiten, die jenseits der physischen Grenzen liegen.

    Ich rate daher dazu, einen Dienstplan zu erstellen, der mit der Beantragung der Fahrt eingereicht wird. Ich rate dazu, auch alles andere vorab zu klären und als Teil des Antrags einzureichen.

    Die meisten Kolleginnen hören nicht auf mich. Ich sage ihnen, dass ich das dumm finde.

    Ich rate dazu, die relevanten Vorschriften zu lesen. Die interessieren nicht alle.

    Ich rate davon ab, private Konten zu verwenden.

    Das sind meine Ratschläge. Die resultieren aus meinen Erfahrungen. Ich gebe sie gerne auch jungen Kolleginnen, die das erste Mal fahren.

    Wann muss meine letzte Fahrt gewesen sein, damit ich diese Ratschläge geben darf?

    Ich glaube aber, ich habe oft genug geschrieben, dass ich NIEMANDEM vorwerfe, wenn er sich auf diese Position "Ohne Konto der Stadt keine Klassenfahrt" stellt. Warum auch. Das darf gerne jeder machen. Alles gut.

    Ich stehe aber mehr auf den Austausch und Kompromisse und Lösungen und versuche so zum Ziel zu kommen. Nicht mit absoluten Positionen mit hohem Konflikt-Potential.

    Die angedeutete Dichotomie stimmt halt nicht. Eine klare Haltung heißt nicht, dass man sich nicht austauscht, keine Kompromisse eingeht oder ein gesteigertes Interesse an Konflikten hat.

    Ich habe aber auch mit der Schulträgerin nichts zu verhandeln. Sie trifft eine Entscheidung, daraus ergeben sich Konsequenzen.

    Ich mache halt viele Probleme nicht zu meinen.

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