Beiträge von O. Meier
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Die Noteninflation ist ja deshalb eine Inflation, weil sie um sich greift. Die Schülerinnen merken, dass es woanders bessere Noten gibt und fordern die auch. Die Maßstäbe sind passen ja nicht, also haben sie noch nicht mal so ganz unrecht, wenn sie eine Anpassung fordern.
Ebenso geht's den Schulen, die um Schülerinnen (zu) konkurrieren (glauben). Die fürchten, dass ihnen die Schülerinnen wegbleiben, wenn sie nach den alten Maßstäben benoten. Also passen sie an.
Als einzelne Lehrerin kann man davon halten, was man will. Man wird aber nicht beliebig lange dagegen ankommen. Wenn die Schulleiterin mir andeutet, wie viele Widersprüche ich in den Ferien bearbeiten werde, gebe ich doch lieber die bessere Note. 'Ne Vier ist schnell gegeben und macht wenig Arbeit. Und deshalb machen das viele.
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Es scheint nun so, dass sich dies an der Schule herumgesprochen hat, denn der Schüler einer anderen Klasse sagte mir neulich wörtlich "Wenn Sie uns keine guten Noten geben, bekommen wir einen neuen Lehrer."
Damit hat deine Chefin ein Problem. Die hat das Fass aufgemacht.
Du solltest die Gelegenheit nutzen, um ganz sachlich zu analysieren, ob deine Bewertungsmaßstäbe passen. Falls ja, machst du weiter, wie bisher. Falls es etwas anzupassen gibt, passt du es an.
Ich hatte da auch mal eine Klasse, die ob der Noten gemeckert hat. Die haben sich auch darüber beschwert, ich hätte gesagt, sie seien zu doof fürs Abitur. Tatsächlich habe ich ihnen Tipps gegeben, an welchen Eigenschaften sie noch arbeiten könnten, um die Chancen auf den Abschluss zu erhöhen. Ich hatte auch nicht mehr so richtig Lust, diese Truppe zu unterrichten. Insofern war ich nicht bös’, dass sich jetzt eine Kollegin um diese kümmert. Mit der scheinen sie gut klar zu kommen. Also alles gut.
Seitdem habe ich extreme Probleme Aufgaben zu bewerten, habe sogar richtig Angst davor. Ich fühle mich regelrecht erpressbar. Ich weiß nicht wie ich mich davon lösen kann oder damit umgehen soll.
Kennt jemand so eine Lage und kann mir Tipps geben?
Worin soll denn die Erpressung bestehen? Mit Schülerinnen hat man eh nur begrenzte Zeit zu tun. Wenn die einen dich nicht wollen und eventuell ihren Wunsch nicht durchgesetzt bekommen, unterrichtest du andere. Der Job geht weiter.
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Genau. Hauptsache keine Minderjährigen.
Und wie hilft das gegen die Sauereien der Schulleiterin?
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Sind die Sozialdemokraten neuerdings nicht mehr links?
Neuerdings? Tucholsky schrieb bereits im letzten Jahrtausend:
Zitat von Die Weltbühne, 19. Juli 1932, Nr. 29, Seite 98Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.
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Das weiß auch platty
Soweit die Behauptungen.
Siegerseite stehen. Nicht auf der Opfer-Seite.
Siegerinnen? Opfer? Was ist denn das für ’ne Sichtweise? Da muss man sich ja nicht darüber wundern, dass Leute zusammengetreten werden.
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unterschiedlichen Regeln und Gesetzen
Eben nicht. Gleicher Staat, gleiches Rechtssystem und insbesondere die gleichen Gesetze.
Unabhängig von der Schulform ist die Dienstherrin dafür verantwortlich, Dienstfahrten zu finanzieren. Niemand muss ihr einen Kredit gewähren und hinterher um Tilgung betteln.
Mit Schulpflicht hat das schon gar nichts zu tun.
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Beide haben sie konträre Forderungen. Da könnten sie sich doch einfach gegenseitig blockieren
Könnten Sie. Konjunktiv. Werden die nicht tun.
und uns als außenstehende Bevölkerung in Ruhe lassen.
Wer immer „ihr“ sein mögt, ein „Protest“, den keine bemerkt, ist nicht so richtig sinnvoll.
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Bei uns wird tatsächlich erwartet, dass man lang anberaumte Termine (Arzt etc.) verlegt, wenn 1 Woche vorher eine Sitzung/Sondertermin anberaumt wird.
Derartige Formulierungen im Passiv können leicht etwas offen lassen. Wer erwartet etwas? Und warum kann man diejenige nicht benennen?
Ich erlebe oft, dass man so formuliert, weil man eben niemanden benennen kann. Dann meint man eigentlich so etwas wie „Haben wir schon immer so gemacht.“ Es gibt außerhalb der Gewohnheit gar keinen Grund, so zu handeln. Kolleginnen erzählen gerne alles Mögliche, das „erwartet“ würde. Auf Nachfrage können sie gerade genau gar keine rechtliche Grundlage benennen. Das kann man alles getrost ignorieren.
Manchmal sind es aber genau die, die etwas erwarten, die so formulieren, weil sie sich selbst nicht benennen möchten. Unehrlich.
Was meinst du hier?
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Die TE fragte nach der „richtigen“ Einstellung. Ich gibt es womöglich gar nicht. Es gibt aber passende Einstellungen. Wir haben unterschiedliche Einstellungen an unseren Beruf. Uns sind unterschiedliche Ziele wichtig. Mir z. B. reicht es, wenn die Kohle stimmt und ich so weit wie möglich in Ruhe gelassen werde. Ich möchte weder die Schule noch die Welt retten. Ich habe mich auch damit abgefunden, dass die Umstände mir keinen vernünftigen Wirkungsgrad erlauben.
Wer vielleicht noch etwas erreichen oder etwas verbessern will, muss sich überlegen, wie wichtig das ist und wie groß die zu schluckende Kröten sein dürfen. So muss jede ihre Grenze ziehen.
Ein Problem wird’s, wenn man das nicht tut. Wenn die Kröten immer größer werden und man immer mehr auszuhalten versucht.
Also einfach vor sich hin wurschteln und hoffen, dass es besser wird, wird kaum funktionieren. Man muss sich entscheiden, was man macht und wie.
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Auch bei dir
Ein Blick auf die Tastatur deines Computers - oder ins Tabellenkalkulationsprogramm - sollte genügen.
Es ist der "Asterix".DIN 1302 besagt etwas anderes. Ich empfehle den Blick in ein Mathematikbuch.
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Ich verbringe viel Zeit auf der Arbeit und sie ist schon ein großer Teil meines Lebens.
41 Std./Woche. Ich schlafe mehr.
Ich wünsche mir durchaus Wertschätzung meines Chefs oder Chefin.
Und wenn du sie nicht bekommst, bekommst du sie nicht. Es lohnt sich für mich nicht, ihr hinterherzurennen.
In großen Einheiten kann die Schulleiterin gar keinen Überblick haben, was die Einzelne so treibt. Ehrliche Anerkennung ist kaum möglich.
Ich bekomme im Verein jede Woche mehr Anerkennung als in meiner ganzen Dienstzeit. Ich weiß, dass das ernst gemeint ist.
Für die Arbeit geben sie mir Geld. Das ist mir genug.
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Ich definitiv nicht (mehr). Danke
Junge Kollegen fürchten um Beförderungschancen....
Die müssen sich auch überlegen, was ihnen wie viel wert ist. Da kann man sich auch falsch entscheiden. Ich hätte da was zu erzählen. Mittlerweile bin ich geerdet genug.
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Einer Kollegin wurde triumphierend gesagt, die Konferenz sei fristgerecht angekündigt worden... also exakt 1 Woche vorher, da bleibe genug Zeit, sich um einen neuen Termin zu bemühen!
„Den Termin zu verlegen, war nicht möglich. Ich danke für Ihr Verständnis.“
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Haha, du musst ein Formular mit Bitte um Beurlaubung abgeben , einreichen und warten, ob das gnädig genehmigt wird :-))
Nein, muss ich nicht. Ich lasse mir nicht verbieten, zur Ärztin zu gehen. Dort gehe ich hin, weil ich ein gesundheitliches Problem habe. Entweder bin ich schon krank oder es ist vorbeugend. Ich glaube nicht, dass eine Schulleiterin die Verantwortung dafür übernehmen möchte, dass ich nicht behandelt werde. Insofern drücke ich ihr diese Verantwortung schon gar nicht auf. Das ist mein Teil der Fürsorge.
Wenn’s der Schulleiterin leichter fällt, lasse ich mir auch gerne einen gelben Schein mitgeben.
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Wenn dann 1 Woche vorher eine Extrakonferenz kommt, die nicht neben den zig anderen im Terminplan steht, nach dem man sich ja selbstverständlich neben seinem Stundenplan auch richtet?
Dann schreibt man brav eine E-Mail, mit der man sich entsprechend abmeldet. Ärztinnen-Termine werden nicht verschoben. Nie.
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Hier im Forum zeigt sich bei einigen Lehrern (immer dieselben Personen) extreme Unzufriedenheit mit dem Beruf.
Sehe ich nur in Einzelfällen. In den Threads geht es dann um Ausstiege.
Ansonsten nehme ich Unzufriedenheit mit bestimmten Aspekten, Situationen und Entwicklungen war. In den Threads geht es dann darum, was man nun in der Situation macht. Ein Berufswechsel ist aber nicht angezeigt.
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würdet Ihr noch zu geselligen Abendessen gehen
Was du beschreibst, klingt nicht gesellig.
Ich war auch nicht auf der Weihnachtsfeier, vermutlich wurde ich deshalb zu Jahresbeginn "auserwählt".
Ich kenne deine Schulleiterin nicht, ich stelle auch ungern Ferndiagnosen. Aber nach dem, was du schreibst, ist sie krank. Du wirst sie nicht therapieren. Kümmere dich um dich selbst.
Du hattest lange einen tollen Job, der dich erfüllt. Jetzt nicht mehr. Schließe damit ab. Die letzten drei Jahre kriegst du ’rum. Mach’ was du machen musst. Und kümmere dich nicht um den Rest. Deine Chefin hat sich gegen engagierte Mitarbeiterinnen entschieden, tu ihr den Gefallen.
Einteilung zu diversen Fahrten
Das ist schön. An der Stelle kann man furchtbar gut nerven. Erste Maßnahme: klar machen, dass man bei den Kosten nicht in Vorleistung geht. Ein Spaß für die ganze Familie.
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