Und wenn einem die Argumente ausgehen wird abgelenkt und auf "die Anderen" mit dem Finger gezeigt.
Das hast du nicht verstanden. Auch im Christentum gibt es radikale Strömungen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass Religionsunterricht unter staatlicher Aufsicht stattfindet.
Das ist das Dauerbrenner-Bullshit-Argument schlechthin. Da kann man jetzt noch dreihundertmillionenmal schreiben, dass dafür der Ethikunterricht erheblich besser geeignet wäre ... hilft nix. Ich unterrichte ja auch nicht Homöopathie um meinen Jugendlichen zu erklären, dass Homöopathie dummes Zeug ist, ich unterrichte eben Chemie.
Ok, wieder ganz viele Menschen, die keine Ahnung haben. Es geht nicht um Ethikunterricht. Dieser kann zusätzlich angeboten werden.
Es gibt doch eine Menge X an Eltern, die für ihre Kinder einen konfessionellen Religionsunterricht wünschen. Wobei diese Anzahl sicherlich seit Jahren sinkt und irgendwann so niedrig sein kann, dass es keinen Sinn mehr ergibt, den Unterricht anzubieten.
Und nun ist die Frage, wie man für diese Gruppe den Wunsch erfüllt. Entweder indem man es unter staatlicher Aufsicht und im Einklang mit staatlichen Werten durch staatlich geprüfte Lehrkräfte und mit einem vom Land erlassenen Curriculum unterrichtet oder indem man das ganze im privaten Rahmen macht.
Das gilt für Christen genauso wie für Moslems oder alle anderen. Natürlich kann der Staat es nicht immer leisten aber dort, wo wir so viel Nachfrage haben, dass es Sinn ergibt, macht ein staatliches Angebot mehr Sinn als ein privates.