Beiträge von Tom123

    Das Regime kann nicht allein von Innen gestürzt werden. Das haben die letzten Wochen gezeigt. Vielleicht sorgt die militärische Aktion für eine Stärkung des Regimes, ja, aber es ist auch die einzige Möglichkeit das Regime loszuwerden. Dieses Risiko muss man eingehen, wenn man was ändern will.

    Die Frage ist aber, warum man nicht damals eingegriffen hat als Regime die Demonstranten gekillt hat. Und warum er jetzt erstmal in Genf nach einem Deal gesucht hat. Für mich hat das alles ein Geschmäckle.

    Ich glaube niemand hier geht davon aus, dass die Schläge gegen den Iran völkerrechtskonform sind. Ist mir aber ehrlich gesagt vollkommen egal. Wenn sich Massenmörder hinter dem Völkerrecht verstecken können, dann bedeutet mir das Völkerrecht in dem Falle nichts.

    Das halte ich für eine sehr schwierige Einstellung. Sollten wir dann auch gleich ein Attentat auf Putin fokussieren, um den Ukrainekrieg zu beenden? Und was ist mit Nordkorea? Und überhaupt, was ist mit Trump selbst? Wir sind uns doch einig, dass er eine Gefahr für die demokratische Ordnung in den USA ist. Wäre es legitim in Europa Attentäter auszubilden, um ihn auszuschalten?

    Das Problem an deiner Argumentation ist relativ einfach. Wer entscheidet dann, wann das Völkerrecht gilt und wann nicht? Jetzt haben wir den Verrückten im weißen Haus. Was ist wenn er nächste Woche sagt, dass Brasilien Massenvernichtungswaffen entwickelt und das eigene Volk unterdrückt? Dass er den aktuellen Präsidenten nicht mag, hat er schon deutlich gemacht. Ist das dann auch ok? Und war der Angriff auf Venezuela ok? Die Art und Weise politische Ziele mit Gewalt durchzusetzen, halte ich für extrem problematisch. Im Iran finden wir es wahrscheinlich alle gut. Aber wo ist die Grenze? Insbesondere wenn wir bedenken, dass seine scheichfreunde genauso ihr Volk unterdrücken, es da aber kein Problem ist.

    Inklusion ist nicht, das Kind muss in die Schule passen. Inklusion ist, was muss die Schule verändern damit es für das Kind passt? Es gibt Kinder, die eine kleine Gruppe brauchen, aber warum das z.B. nicht in Form von Klein Klassen an Regelschulen passieren kann, verstehe ich nicht. Naja, vielleicht doch. Das kostet Geld.

    Da hast Du wieder Theorie und Praxis. Das trifft grundsätzlich auch für alle Kinder zu. Ich gebe dir vollkommen Recht, dass sich Schule in wichtigen Bereichen zu langsam verändert. (Es gibt auch etliche Lehrkräfte, die jede Veränderung ablehnen.) Ich gebe dir auch Recht, dass es an Geld fehlt.

    Aber wir müssen auch realistisch sein. Personelle Ressourcen sind begrenzt und egal was wir machen, werden wir nicht kurz- oder mittelfristig die Situation ändern. Auf der anderen Seite haben Kommunen (und Länder) auch nur begrenzte finanzielle Mittel. Ich habe auch den Eindruck, dass viele Kommunen grundsätzlich bereit sind, Geld für die Bildung auszugeben.
    Am Ende bleibt die Situation, dass wir eine Menge X an Geld haben und uns überlegen müssen, wie wir das sinnvoll einsetzen. Momentan ist es gefühlt Flickenschusterei. Bestes Beispiel aus meiner Praxis: Es wird ein sechsstelliger Betrag in digitale Tafeln und Infrastruktur gesteckt, aber es fehlt nachher das Geld um für neue Lehrkräfte ebenfalls Endgeräte zu kaufen. Da geht es dann um Zuständigkeiten und am Ende sitzen die Lehrkräfte ohne Endgerät vor der digitalen Tafel. Und das lässt sich dann in alle Bereiche übertragen. Für unser Inklusionskind wurde für 5.000 € Technik angeschafft, die eigentlich nur in der Ecke liegt. Auf der andere Seite fehlt das Geld für dringend notwendige Anschaffungen.

    Bist Du an der Sek 1? Bei uns hat die Förderschule einfach (zu unrecht) einen schlechten Ruf. Da möchten Eltern ihr Kind nicht hinhaben. Noch schlimmer ist bei ES-Fällen. Da haben wir eine spezielle Schule in der Region. Die Eltern wollen da teilweise ihre Kinder nicht hinschicken und gleichzeitig ist die Schule hoffnungslos überlaufen. Dann sind nachher extreme ES-Fälle mit überforderten Schulbegleitungen an überforderten Regelschulen.

    Es ist einfach ein Unterschied, ob wir darüber diskutieren, ob militärische Maßnahmen gegen den Iran sinnvoll sind oder ob man Ukraine und Iran gleichsetzt.

    Aber ich denke hier geht es auch eher einfach darum, dass eine Forumsmitglieder provozieren möchte.

    Inklusion ist einklagbar und die dafür notwendigen Voraussetzungen, wie bauliche Maßnahmen, ebenso. Das wird auch regelmäßig gemacht und bei uns werden immer wieder bestimmte Voraussetzungen für einzelne zu inkludierende SuS angepasst, die Stadt finanziert das auch anstandslos (weil sie weiß, dass sie muss).

    Auch das ist ein großes Problem. Wir haben ein Kind für das über 20.000 € investiert wurde, obwohl es einfach nicht auf eine Regelschule passt. Dazu kommen nochmal jährliche Kosten in gleicher Höhe. Und oh wunder, für dringend benötigte andere Anschaffungen ist natürlich jetzt kein Geld mehr da. Der Etat ist leider ausgereizt.

    Um Inklusion sinnvoll umzusetzen, muss man die Rechte der Eltern/Kinder beschneiden und mehr auf das Urteil der Lehrkräfte setzen. Beispielweise könnte die Förderkommission einstimmig eine verbindliche Vorgabe machen dürfen, dass ein Kind an der Förderschule muss.
    Dass müssen auch nicht die Lehrkräfte der betroffenen Schule sein, wenn man ihnen keine Neutralität zutraut. Dann sollen es externe Förderschullehrkräfte entscheiden. Aber wir haben zunehmen Fälle, die bei uns nicht passen aber wegen Vorurteilen der Eltern nicht auf die Förderschule sollen. Und selbst wenn der Schulträger mal wieder Geld ausgibt, bringt es nichts wenn die personellen und sonstigen Rahmenbedingungen einfach nicht da sind.

    Übrigens stellt sich die Frage, wann Schüler generell etwas einklagen können. Können Schüler fehlende Ausstattung, fehlendes Personal, schlechte Räume etc. vor Gericht bemängeln? Wäre auch mal spannend.

    Aber grundsätzlich: wenn uns zuständige Ärzt*innen über besorgniserregende Befunde informieren, auch im Austausch "ist Ihnen auch aufgefallen, dass..." gleichzeitig aber mitteilen, dass sie nicht nachhaken dürfen, baut das schon zumindest gefühlt Druck auf.

    Die Frage ist, was besorgniserregende Befunde sind. Im Zweifel ist es gut, dass Du es schon mal weiß. Wenn dir weitere Dinge auffallen, wirst dann vielleicht eher das Jugendamt / die Schulleitung / die Schulsozialarbeit einschalten. Letztlich bist Du die Person, die das Kind außerhalb der Elternhauses regelmäßig und verlässlich sieht.

    Ich wundere mich über einige Beiträge. Chefarztbehandlung heißt definitiv nicht, dass man den Chefarzt nehmen muss. Es heißt nur, dass man eine freie Arztwahl hat und ggf. höhere Kosten akzeptiert werden. Ergo kann ich ins KKH gehen und mir dort einen Behandler wünschen und selbstverständlich kann das auch der Oberarzt sein.

    Hier ist das nicht so und das wird einem auch so gesagt.

    Hier gibt es auch Ärzte, die alle gleich behandeln. Die Mehrheit aber nicht.

    Wolfgang hat von Unikliniken gesprochen. Da spielt es meiner Erfahrung nach keine entscheidende Rolle, ob privat versichert oder nicht.

    Ich habe letztes Jahr Kontakt zu einer Uni-Klinik und einer anderen führenden Klinik auf ihrem Gebiet. Beide hatten zusätzlich zu der normalen Sprechstunde separate Privatsprechstunden. Als Privatpatient konnte meine beide Angebote nutzen.

    Manchmal macht es sicherlich keinen Unterschied, ob man privat ist oder nicht. Oft macht es aber (leider) einen großen Unterschied.

    Die Uniklinik behandelt doch nicht nur Privatpatienten. Verstehe jetzt nicht, was Wolfgangs Fälle mit der PKV zu tun haben. Sich eine zweite Meinung einzuholen ist doch grundsätzlich sinnvoll.

    Bei den "guten" Ärzten musst du entweder privat versichert sein oder Ewigkeiten warten. CT/MRT-Termine private teilweise am nächsten Tag, gesetzlich 4 Monate. Andere Fachärzte genauso. Auch wenn das System unfair ist und ich es generell schwierig finde, würde ich persönlich niemals auf die private verzichten. Wenn Du dann krank bist, ist sie Gold wert.

    Rechtlich ist doch das eine, was im Alltag dann gut funktioniert das andere.

    Mich nervt's, dass "Außenstehende" ihre Gefühle und Vermutungen in selbst so bezeichnete "doofe Fragen" kleiden.

    Letztlich sind wir da alle in einem Boot. In einem funktionierenden Kollegium versucht man Lösungen zu finden und allen entgegenzukommen. Da stellt sich durchaus die Frage, was man erwarten kann/soll und was nicht. Da es kein lehrerspezifisches Problem ist, stellt sich dann auch die Frage, wie es in anderen Bereichen gelöst wird.

    Dabei muss man auch die Eigenverantwortung sehen. Wir als Schule sollten Kollegen unterstützen, wenn sie keine andere Möglichkeiten haben. Aber erstmal sollte ich selbst aktiv werden. Es wird immer die Notfälle geben und da wäre ich der letzte, der sagt, dass man da nichts machen kann. Da muss die betroffenen Person ausgeplant werden und andere bleiben notfalls mal eine Stunde länger. Aber wenn 95% unserer Eltern das Schulausfallproblem lösen, dann sollten es auch die Lehrkräfte hinbekommen.

    In vielen Fällen ganz einfach: Urlaub nehmen! Und was auch nicht zu unterschätzen ist: es macht einen Unterschied, ob ich eine Betreuung ab 8.30/9.00 extern organisieren kann oder wie bei uns morgens um 6 Uhr. Um diese Uhrzeit erreiche ich nämlich nur schwierig jm, der an dem Tag evtl Zeit hätte mein Kind zu betreuen.

    Ehrlicherweise glaube ich, dass das die wenigsten Eltern machen. Wir haben bei uns an die 200 Kinder davon waren unter 5% in der Notbetreuung. Die meisten Eltern werden sich also einen Notfallplan gemacht haben. Als Außenstehender habe ich immer das Gefühl, dass sich die Probleme in der Praxis dann doch leichter lösen lassen. In meiner Klasse gab es dann 2-3 Kinder, wo dann Kinder ohne Betreuung untergekommen sind. Irgendwie hat sich das immer alles ergeben.

    Mitnehmen habe ich mit den größeren auch schon gemacht. Es gibt auch ein Kinderkrippenkind. Auch wenn es natürlich heißt,dass sie Notbetreuung vorhalten müssen, hilft es nicht, wenn die Erzieher wegen des Schnees erst 2h sogar öffnen. Und ein 2 jähriges Kind ist mit einem 7 Stunden Tag durchaus überfordert.

    Mal eine doofe aber ernsthafte Frage: Was würdest Du denn machen, wenn Du in einem Betrieb arbeitest, wo du nicht so einfach fehlen kannst und dein Kind nicht mitnehmen kann? Köchin im Restaurant, Anwalt mit Gerichtstermin, Bäckermeister(in), die alleine in der Backstube ist, Ärztin im Notdienst ...

    Ich meine klar. Niemand ist unersetzlich und man kann auch einfach mal krank werden. Aber letztlich erwarten viele Arbeitgeber doch, dass Eltern sich Gedanken um die Unterbringung ihrer Kinder machen. Die wenigsten werden wahrscheinlich zuhause bleiben können.

    Das Problem ist doch wieder ein strukturelles. Du brauchst eine Lehrkraft wie Wolfgang, die sich damit auskennt und das zu ihrem Projekt macht. Stattdessen bräuchte jede (größere) Schule eine eigene IT, die sich um die ganzen Sachen kümmern. Gerne auch landes- oder bundesweit einheitlich. Bei den Grundschulen müssten sich 2-3 einen ITler teilen. Aber so haben wir wieder einen Flickenteppich. Der Einsatz der IT hängt davon, wie sich einzelne Lehrkräfte an den Schulen engagieren. Bei uns ist das extrem unterschiedlich. Wir haben Schulen, die iPads sinnvoll, zielgerichtet und produktiv einsetzen. Da hat die Digitalisierung eindeutig zu einem besseren Unterricht und besserer Verwaltung geführt. Und wir haben Schulen, wo die Dinger nur im Schrank liegen, weil sich keiner auskennt ...

    Im schulischen Bereich betrifft es aber ja auch Facharbeiten, Projektarbeiten, Referate, über mehrere Stunden anlegte Arbeitspläne... hab ich immer recht gerne gemacht, im letzten Halbjahr gingen solche Aktionen aber zu 100% schief, weil überwiegend nur noch KI Ergebnisse rausgerotzt wurden. Schade, dann eben nicht mehr.

    Die Lösung muss sein, dass sinnvoll aufzuarbeiten. Ich habe letztes Jahr eine nette Fortbildung dazu gemacht. Ein Gymnasiallehrer, der im Unterricht klar Möglichkeiten aber auch Grenzen der KI aufzeigt. Es gibt z.B. bestimmte Texte, die eine KI nicht richtig interpretieren kann. Wenn es beispielsweise nur wenige Inhalte dazu im Netz gibt, bestimmte Bildsprache kann schlecht interpretiert werden etc.. Das kann man auch gut einsetzen. Interpretiere den Text mit Hilfe einer KI. Begründe, ob das sinnvoll ist. Wo hat die KI den Text falsch interpretiert und warum? Usw.

    Entweder, das Problem existiert, dann muss die logische Konsequenz sein, dass entsprechend viele SuS sitzen bleiben bzw. die Prüfung nicht bestehen. Oder es existiert nicht und Jugendliche sind vergesslich wie eh und je und lernen nur bis zur nächsten Klausur was sie hinterher sofort wieder vergessen. So wie die meisten von uns auch.

    Das Problem existiert. Es zeigt sich nicht nur in der Schule sondern auch in Vergleichstest etc.. Die Schüler mögen heute auch andere (digitale) Kompetenzen mitbringen aber bei den klassischen Kompetenzen, die wir erwarten zeigt sich ein Defizit. Ein Aspekt davon ist sicherlich, dass Kinder zunehmend vor digitalen Medien als Babysitter gesetzt werden und bestimmte Erfahrungen wegfallen.

    Das werden wir alles grundsätzlich nicht ändern. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Alle sitzen bleiben lassen, wird das Problem auch nicht lösen. Ein Aspekt ist daher, dass (gefühlt) die Anforderungen jedes Jahr ein wenig zurückgehen. Wahrscheinlich gibt es dazu auch Untersuchungen. Auf der andere Seite wird es sicher auch Bereiche geben, wo die heutige Jugend besser ist. Ich war mit ein paar jungen Studenten unterwegs. Sie haben eine dicke Hausarbeit in 2-3 Stunden mit KI erstellt. Inklusive Kniffen, wie man verhindert, dass man erwischt wird. Losgelöstl vom inhaltliche und moralischen, war ich erstaunt wie kompetent sie eine KI einsetzen können. Das war schon spannend.

    Ich Stelle nur fest, dass 80 - 90 % der Schüler, die vor mir sitzen, nicht wirklich rechnen, kaum sinnentnehmend lesen und keine vier Sätze ordentlich schreiben können. Und ich meine damit keine Migranten, sondern Schüler die nach 10 Jahren in unserem Schulsystem die mittlere Reife erhalten haben. Bei den allermeisten Schülern ist da irgendwas schief gelaufen. Sie haben nicht die Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie hätten haben sollen. Können aber rechts und links wischen auf ihrem Handy.

    Sorry, das zeigt aber, dass Du einfach keine Ahnung hast. Die Probleme kommen sicher nicht vom schulischen Einsatz moderner Medien. Und gerade weil Kinder heute in einer digitalen Welt groß werden, müssen wir das in der Schule aufgreifen. Und da geht es nicht darum, die Bedienung zu lernen, sondern Risiken, Gefahren und Möglichkeiten digitaler Medien zu erfahren.

    Ich bekomme Stehhaare, wenn ich lese, dass an der Grundschule Tablet genutzt werden. Ich bin ITler durch und durch, aber bis zur 8. Klasse ist ein digitales Gerät quatsch. Dis sollen lesen, schreiben und rechnen lernen. Und zwar analog. Im Sachunterricht Dinge begreifen im wahrsten Sinne des Wortes. Und am Tablet hin und her wischen bringt gar nichts.

    Da zeigt sich leider, dass Du didaktisch nicht auf der Höhe der Zeit bist. Ich habe schon im Studium eine Arbeit über den Taschenrechnereinsatz in der Grundschule geschrieben. Einfaches Beispiel: Am Taschenrechner ist die Ziffer 7 defekt und kann nicht genutzt werden. Wie kannst Du trotzdem die Aufgabe 777*99 rechnen?

    Aber auch aktuell gibt es so viele sinnvolle Möglichkeiten, Tabletts oder andere neue Medien produktiv einzusetzen. Die Frage ist immer, wo digitale Medien einen Vorteil gegenüber analogen Möglichkeiten haben.

    Wenn ich nur mal an den Mathematikunterricht denke:

    Es gibt Apps mit denen man Aufgaben automatisieren kann. Die Apps geben den Schüler direkt eine Rückmeldung, ob das Ergebnis richtig ist. Wenn sie gut sind, werden die Aufgaben auch direkt basierend auf den Fehlermustern der Schüler gestellt.

    Die App zu unserem Mathematikbuch stellt Aufgaben direkt mit der passenden didaktischen Anschauung. Also entsprechend Plättchen, Hunderterfeld, etc. Nachdem ich es analog eingeführt haben, können die Kinder noch beim Üben die Aufgabe visuell sehen.

    Manche Aufgabenformate lassen sich analog nicht oder nur mit großem Aufwand durchführen. Einführung des Hunderterfeldes. Die Kinder bekommen von der App eine Zahl gesagt und müssen die richtige Stelle am Hunderterfeld antippen. Gewichte: Es gibt eine Balkenwaage und 5 Bälle mit verschiedenen Gewichten. Durch Vergleichen sortieren die Kinder die Gewichte nach Größe.

    Bei Würfelgebäuden kann ich Pläne in der App erstellen, mir Seitenansichten zeigen lassen etc.
    Auf der andere Seite dokumentieren die Kinder ihre Arbeit mit Fotos und wir können es am Ende an der digitalen Tafel gemeinsam besprechen.

    Bei Referaten über berühmte Mathematiker nutzen die Kinder entsprechende Webseiten um Informationen zu sammeln.

    Schon im Einsatz für Klasse 1: Simultane Zahlerfassung: Die App zeigt eine Anzahl von Plättchen in einem 20er-Feld und die Kinder sagen die Anzahl. Das kann ich natürlich auch analog gemeinsam machen. Das mache ich auch. Aber danach üben die Kinder noch mal 10-20 Minuten am Tablett. Jedes Kind ist aktiv und sich sehe am Ende von jedem das Ergebnis.

    Am Ende muss ich natürlich bei jedem Einsatz überlegen, ob es sinnvoll ist oder nicht. Es sind auch nur Möglichkeiten. Aber den Einsatz komplett abzulehnen ist einfach nicht mehr zu unseren heutigen Welt passend.

    Wenn ein Schüler ein digitales Endgerät (Laptop oder Tablet) nutzt kannst du davon ausgehen, dass er vorrangig andere Dinge im Unterricht macht und die gestellten Aufgaben nebenbei erledigt. Andere Dinge sind z. B. surfen, Shopping, YouTube schauen, asoziale Medien durchforsten und manchmal sogar eBook lesen.

    Das ist doch einfach ein Problem des Unterrichts. Wenn ich merke, dass die Geräte zur Ablenkungen führen, kommen sie weg. Die Schüler brauchen die Geräte auch nicht permanent bedienen, sondern sinnvoll einsetzen. Wenn ich an einer Berufsschule bin, sollten die Schüler das auch langsam lernen. An einer Uni sagt auch niemand, dass man sein Gerät weglegen soll. Diesen Umgang zu lernen, gehört auch zu den Kompetenzen, die wir als Schule vermitteln müssen.

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