Beiträge von Tom123

    Wie, auf solche Sachen? Wenn eine seiner Schulen den Unterrichtsbetrieb nicht aufrecht erhalten kann, ist das sein Job, das zu lösen!

    Im Zweifel teile ich ihm mit, dass Klassen ins Homeschooling müssen, da nicht genug Lehrkräfte vorhanden sind. War bei uns in der Region in den letzten Wochen an mehreren Schulen der Fall. Aber auch da gilt: Er kann es auch nicht ändern.

    Wie, auf solche Sachen? Wenn eine seiner Schulen den Unterrichtsbetrieb nicht aufrecht erhalten kann, ist das sein Job, das zu lösen!

    Ganz ernsthaft: das wäre mir sowas von egal, wie er das findet. Die SL ist dafür verantwortlich, dass der Laden läuft. So schlecht, wie der Dienstherr Schulen mit Personal ausstattet, fallen Kollegen ins Gewicht, die nicht voll einsatzfähig sind. Von der Fürsorgepflicht der SL ggü dem Kollegen red ich jetzt mal gar nicht.

    Wenn ich ihm heute melde, dass Kollege A langfristig ausfällt, brauchen ich ihn nächste Woche nicht noch mal anrufen und das gleiche melden. Dann sagt er mir zurecht, dass er das bereits weiß und sich meldet, wenn sich etwas ergibt. Ich kann natürlich nach drei Wochen das dritte Mal anrufen aber dann ist der Ton wahrscheinlich nicht mehr so freundlich. Es hilft auch nichts. Er macht seinen Job und kann auch keine Lehrkräfte herzaubern. Die Dezernenten können genauso wenig etwas für den Lehrermangel wie Lehrkräfte oder Schulleitungen. Wenn ich natürlich den Eindruck habe, dass das untergegangen ist oder ein Rückmeldung ausbleibt, melde ich mich irgendwann mal. Aber Telefonterror hilft niemanden weiter.

    Nach "Öffentlichem Rundfunk" abschaffen klang das nicht... du sprachst vom "politischen System".

    Höcke ist ein Fascho, aber weder die Mehrheit der Afd-Wähler, noch die Mehrheit der Afd-Mitglieder möchte meiner Einschätzung nach die parlamentarische Demokratie abschaffen.

    Ich halte das für eine hysterische Eskalation, die dem Diskurs eher schadet.

    Der öffentliche Rundfunk und freie Medien allgemein ist (noch) ein wichtiger Bestandteil unseres politischen Systems. Wenn AfD-Politiker von der Abschaffung sprechen oder unliebsamen Medien und Reportern mit Konsequenzen drohen, sobald sie an der Macht sind, ist das brandgefährlich.

    Ich nehme an, das bezieht sich auf einzelne ostdeutsche Bürgermeister- und Kreistagswahlen, oder? Ansonsten fehlte der AfD bislang überhaupt das Potential, sich bei irgendeiner Wahl realistische Siegeswahrscheinlichkeiten ausmalen zu können.

    Da ist es besonders aufgetreten. Aber die Vorstellung, dass der AfD illegal Stimmen geklaut werden und die Wahlen von denen da oben manipuliert werden findet man inzwischen überall. Auch rund um die Bayernwahl gab es Verschwörungstheorien, dass man Frau Weidel ausschalten wollte, damit die AfD nicht zu gut abschneidet. Solche Spinner gab es natürlich schon immer. Aber scheinen in der AfD einfach extrem viele zu sein, die solche Theorien teilen. Das sind keine Einzelfälle mehr.

    Aber so wie es bei den Lehrern von der Schulart abhing, war es bei den Eltern sicher vom Alter der Kinder abhängig, wie anstrengend eine solche Zeit ist.

    Es hängt auch von den Kindern, von den Eltern und vor allem von der Erziehung der Kinder ab. Dabei muss man das gar nicht werten. Aber es gibt Kinder/Familien, wo der Alltag durch die Eltern durchgeplant ist. Da gibt es mehr Probleme, wenn Angebote wegfallen. Andere Kinder kennen es nicht so und sind es gewohnt, sich selbst beschäftigen. Ich wundere mich immer wieder, wenn wir mit dem Verein unterwegs sind oder auch im Bekanntenkreis wie wenig manche Kinder sich selber beschäftigen/organisieren können. Das kannst Du im Freizeitpark sein und die Kinder fragen, was sie jetzt machen können. Wir sind oft in Jugendherbergen, wo es in der Regel viele Freizeitmöglichkeiten gibt. Manche Kinder sind sofort weg und spielen etwas. Andere stehen nach 10 Minuten bei dir, weil Ihnen langweilig ist. Meiner Erfahrung nach hat das auch nur begrenzt etwas mit dem Alter zu tun.

    Die "Zeit" berichtet, dass Gymnasien die Schulform sind, für die sich die Ergebnisse am deutlichsten verschlechtert haben.

    Wundert mich nicht. Bei uns geht inzwischen auch jeder zum Gymnasium. Da brauchen wir auch keine Dreigliedrigkeit mehr.

    Zumindest in Berlin gab es dieses Jahr nachweisbar und von seriösen Quellen belegte Fälle von doppelt verschickten Briefwahlmaterialien und Briefwahlstimmen, die bei der Erstzählung übersehen wurden und nachträglich ausgewertet werden mussten.

    Hier müssen wir also unterscheiden zwischen tatsächlichen Vorfällen bei Briefwahlen, diffusen Befürchtungen und bewusster Medien- oder Wählermanipulation.

    In Berlin war das eine Katastrophe. Aber da ging es nicht um gezielte Wahlfälschungen sondern um Unfähigkeiten in der Organisation. Der Vorwurf der AfD ist, dass sie eigentlich viel mehr Stimmen haben / gewonnen haben, aber ihn a la Trump der Sieger geklaut wurde.

    Bei uns auch. Man muss den Dezernenten eben jede Woche bezüglich dieses Sachverhalts anrufen. Irgendwann tut sich was. Ich hab gelernt: Hartnäckigkeit zahlt sich oft aus!

    Das würde ich bei unseren Dezernenten nicht raten... Er reagiert auf solche Sachen sehr allergisch. Allerdings macht er seinen Job auch gut. Wenn er nichts sagt, gibt es auch nichts zu besprechen.

    Ich denke, dass der Hauptaspekt die veränderte Schülerschaft ist. Gefühlt werden die Kinder jedes Jahr schlechter und wir haben jedes Jahr mehr "Problemkinder".

    Aber ich finde auch die Abkehr vom reinen Ausrechnen im Mathematikunterricht der Grundschule sinnvoll...

    Ja klar. Kann er machen. Hier scheint ja auch die SL nicht die nötigen Schritte in die Wege zu leiten. Muss man sich natürlich auch leisten können, so als Schule. Wir könnten es nicht.

    Ich wäre mir da gar nicht sicher. Bei uns läuft das alles über den Dezernenten. Der Schulleiter gibt nur die reinen Zahlen weiter. Wir sind allerdings auch eine Grundschule. Animari scheint ja eine Sek1-Schule zu meinen.

    Mit dem Rundfunk hast du Recht. Magst du ausführen, was du mit angeblicher Wahlmanipulation meinst? Beziehst du dich hier auf die Position der Partei ggü. Briefwahlen oder den damaligen Pannen bei der Wahl in Berlin?

    Briefwahlen, ich glaube in Berlin hat auch die AfD nicht von Wahlmanipulation gesprochen. Grundsätzlich scheint die Afd die Vorwürfe auch nicht nur auf die Briefwahl zu beschränken. Grundsätzlich gibt es in diesen Kreisen immer wieder den Vorwurf, dass bei Wahlen manipuliert wird. Ich halte das für extrem Gefährlich für die Demokratie.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/wie-af…en-4765450.html

    Das halte ich für etwas überzogen. Höcke hat da Ambitionen ja, doch dass der Großteil der Afd den Führerstaat oder die Monarchie fordert, glaube ich nicht.

    Welche Änderungsabsichten vermutest du dort?

    Ich rede weder von Führerstaat noch Monarchie. Aber die AfD kommuniziert doch ihre Kritik offen. Ich denke, dass der erste Schritt die Abschaffung des öffentlichen Rundfunks wäre. Dann wünscht sie sich Einschränkungen der Pressefreiheit und möchte negative Berichte über sie/politische Parteien einschränken. Ähnliches gilt für Schulen. Dann der ganze Kram rund um angebliche Wahlmanipulationen usw.. Höcke ist auch nicht irgendwer. Immerhin gilt er als heimlicher Chef der AfD.

    Als Schulleiter würde ich in diesem Fall eine Attestpflicht ab dem 1. Tag verlangen.

    Dürfen das Schulleiter bei euch? Bei uns entscheidet das die Schulbehörde. In der Regel auch erst nach einem Besuch des Amtsarztes. Die Problematik ist wohl, dass nur hohe Fehlzeiten kein Grund sein dürfen. Wenn die Lehrkraft beispielsweise unter einer chronischen Krankheit leidet, darf man sie bei uns deswegen nicht schlechter stellen.

    Das kann sein, aber auch mit einer chronischen Erkrankung ist es auf Dauer nicht tragbar, das muss ein Arbeitgeber nicht dauerhaft tolerieren und da wäre auch eine Kündigung möglich. Bei Fehlzeiten von mehr als sechs Wochen im Jahr liegt eine negative Prognose vor.

    Bei Beamten ist das vermutlich ähnlich.

    Kündigung wegen Krankheit bei Beamten???? Eher nicht. Wenn wird er vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Sechs Wochen pro Jahr glaube ich auch nicht. Die Prognosen bezieht sich auf die Zukunft. Wenn ich nun sechs Wochen nach einer OP krank bin, ist die Prognose in der Regel gut. Ich habe mal gehört, dass die Frage ist, ob sich der Zustand innerhalb von 2 Jahren bessern wird.

    Wenn aber jemand aus gesundheitlichen Gründen keine Vollzeitstelle schafft, darf das nicht zu Lasten der Schule gehen. Dann muss man eben seine BU bemühen oder mit geringerem Verdienst leben. Kein Arbeitgeber (auch keiner des ÖD) ist ein Wohlfahrtsverein.

    Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer. Am Ende schenkt uns das Land auch nichts. Dass der Kollege versucht eine Dienstunfähigkeit möglichst zu vermeiden, ist sein gutes Recht. Irgendwann wird es halt nicht mehr klappen.

    Ermöglicht? Süß. Am Arbeitsplatz habe ich keinen Arbeitsplatz. Meine Dienstherrin schnorrt sein Jahren ein Arbeitszimmer bei mir. Mir wird nicht ermöglicht, ich werde genötigt.

    Du wirst nicht genötigt. Du kannst jederzeit deinem Arbeitgeber mitteilen, dass Du in Zukunft nicht mehr zu Hause arbeiten möchtest und ihn um einen Arbeitsplatz in der Schule bitten. Wenn er dem nicht nachkommt, ist es nicht dein Problem. Ob es natürlich sinnvoll ist, wenn Du dann 43 h pro Woche in der Schule sitzen musst, ist eine andere Frage. Habt ihr denn gar keine Arbeitsplätze? Was machen Lehrer mit Freistunden etc.? Am Ende ist ein Geben und Nehmen, bei dem wir Lehrer oft ganz gut wegkommen. Ich zahle gerne ein Arbeitszimmer und kann dafür von zu Hause arbeiten.

    Ansonsten, bitte gerne. Ich glaube zwar nicht, dass unser Job gut mit der Stechuhr geht, aber wenn's gewünscht wird, steppe ich da um 08:00 Uhr auf, düddel meine 8 Stunden 12 ab und fahre nach Hause. Gerne. Sehr gerne.

    Es ist dein gutes Recht, dass deine Jahresarbeitszeit inklusive Ferien etc. passt. Worüber willst Du hier diskutieren? Am Ende arbeitest du auch nicht mehr, wenn Du statt von 23:00 Uhr bis 1:00 Uhr nachts von 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr morgens arbeitest. Dass Du davon losgelöst einen Anspruch hast, dass dein Arbeitgeber deine Arbeit so gestaltet, dass es mit deiner rechtlichen Arbeitszeit passt, müssen wir doch nicht diskutieren?

    Wenn immer vertreten werden muss, muss auch genug Personal da sein. Und es muss immer jemanden geben, die die Vertretung organisiert.

    Das ist nicht da und kann auch nicht da sein. Dann muss in jeder Schule ständig Personal sitzen, das notfalls einspringen kann. Unabhängig vom sicherlich vorhandenen Personalmangel kannst du das nicht leisten.

    Am Ende ist auch relativ einfach. Wenn an eurer Schule das Vertretungskonzept so gut funktioniert, dass es egal ist, wann du absagst, liegt kein berechtigtes Interesse der Schule vor und ich vermute mal, dass damit eine späte Absage rechtlich akzeptiert werden muss.

    Kann die Schule aber nachweisen, dass aus schulorganisatorischen oder anderen Gründen ein berechtigtes Interesse an einer frühzeitigen Absage vorliegt, wird es sicherlich schwierig werden Gegenargumente zu finden. Im Rahmen eines Interessenausgleichs finde ich die Aussage "ich möchte ausschlafen" recht wenig.

    In der Praxis wird es in der Regel sowieso keine Rolle spielen. Wenn ich mich einmal im Jahr erst um 10:00 Uhr abmelde, bin halt auch gerade erst erkrankt bzw. habe gerade erst gemerkt, dass ich dienstunfähig bin. Probleme tauchen doch erst dann auf, wenn so etwas regelmäßig passiert.

    Und gegen diesen Unmut sollten SL und auch weitere Dienstvorgesetze konsequent arbeiten. Entweder gegen das unberechtigte Krankfeiern, oder eben gegen Gerüchte, das Gemauschel und die Vorwürfe, wenn sie nicht berechtigt sind.

    Noch mal für dich Pepe: Wenn es keine berechtigten Zweifel gibt, ist es nicht in Ordnung, dass Eltern oder Kollegen dort Gerüchte schüren. Und selbstverständlich muss dann Seitens der Schulleitung eine klare Ansage erfolgen.

    Aber laut Betrag 25 geht es dir um das regelmäßige Fehlen. Und regelmäßiges Fehlen alleine ist kein berechtigter Zweifel.

    @Tom123   Darum geht es.

    Genau, aber das regelmäßige Fehlen ist kein berechtigter Zweifel. Zumal die SL darüber informiert ist und sicherlich die Fehltage entsprechend der Vorgaben dokumentiert und entsprechende Konsequenzen ziehen. Warum sollen sich dann Kollegen oder Eltern an die SL wenden? Das ist erstmal eine Sache zwischen SL und betroffener Lehrkraft. Ggf. kommen dann noch Schulaufsicht, Amtsarzt, etc. hinzu. Aber Kollegen und Eltern haben damit rein gar nichts zu tun.

    Nein. Eben nicht. Es gibt viele Berufe, in denen man später oder früher anfängt. Schichtdienst und Leute, die am Wochenende arbeiten. Es gibt sogar Schulen, die erst um 09:00 loslegen. Der Sieben-Uhr-Rhythmus ist einen Ad-hoc-Behauptung.

    Vollkommen richtig. Das bedeutet aber nicht, dass Du als Lehrkraft nur deine Unterrichtsstunden freihalten musst und sonst in deiner Zeitplanung frei bist. Bestes Beispiel Ferien: Wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt, kann die Schule durchaus verlangen, dass Du dir bestimmte Ferientage für dienstliche Aufgaben frei hältst. Ist letztlich ein ähnlicher Fall.

    Es geht nicht darum, ein Problem als weniger schlimm als ein anderes darzustellen, sondern vielmehr aufzuzeigen, dass es mehr als dieses eine Problem gibt.

    Das ist richtig aber doch eigentlich nicht Thema das Threads, oder? Wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass auch in der AfD Vorurteile gegen homosexuelle etc. stärker vertreten sind.

    (Gibt es entsprechende konkrete Fälle oder war das ein theoretisches Beispiel?) vorbringst, sollte gleichberechtigt darauf hingewiesen werden, dass es gleichermaßen Alltag ist, dass in manchen Regionen Deutschlands die von mir beschriebenen Personengruppen Angst haben müssen, auf offener Straße attackiert zu werden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_fl%…eutschland_2019

    Das habe ich jetzt beim ersten googeln gefunden. Leider hört die Liste 2019 auf. Ich glaube, dass tatsächliche homophobe oder antisemitische Straftaten im Verhältnis zu mindestens bis zum aktuellen Konflikt weniger auftreten. Ich denke aber auch nicht, dass man hier Vergleiche ziehen darf. Jede Tat ist zu viel. Aber das eigentlich Problem entsteht, wenn eine Partei durch ihr Verhalten solche Straftaten fördert. Trump ist auch nicht zum weißen Haus gezogen. Aber die Ausschreitungen sind durch seine Äußerungen angefacht worden. Gleichzeitig hat er dafür gesorgt, dass das Vertrauen in die Demokratie und den Staat gesunken ist. Dank ihm gibt es eine größere Menge Amerikaner, die die Wahlen für gefälscht halten. Gleiches passiert momentan bei uns in Deutschland.

    "Eltern bzw. die Kollegen" müssen bei berechtigten Zweifeln nicht in die Akten gucken. Da geht es nicht nur um "Gartenarbeit mit kaputtem Rücken", sondern auch um zufällige Treffen beim Sport, um Restaurantbesuche bei "Magen-Darm", krankes Kind in der KiTa trotz Krankmeldung wegen des Kindes, Konzertbesuche trotz Grippe... usw. Und manchmal passiert das tatsächlich nach Ansage - "Ausgleichstag genommen" - , wie Maylin oben schildert, oder weil man sich immer so ungerecht behandelt fühlt.

    Alles ok. Aber wenn wir den Ausgangsbeitrag ansehen, geht es dort nur darum, dass der Kollege zu oft fehlt. Und das sind sicherlich keine berechtigten Zweifel, oder?

    Richtig, bei Krankheit. Aber es führt zu Unmut, wenn es berechtigte Zweifel an Gründen für auffallend umfangreiche oder regelmäßige Fehlzeiten gibt...

    Wie sollen denn berechtige Zweifel auftreten? Haben die Eltern bzw. die Kollegen Einblicke in die Personalakten? Wenn ich krank bin, melde ich das der Schulleitung. Wenn ich eine AU brauche, reiche ich sie ein. Es gibt sicherlich Fälle, wo berechtigte Zweifel auftreten. Aber da muss schon konkret etwas vorliegen. Nur weil jemand oft und viel krank ist, sind das keine berechtigten Zweifel. Wenn er mit kaputten Rücken anschließend im Garten arbeitet, ist das etwas anderes.

    Der Personalrat war dabei, durfte aber wohl "nur" zuhören und sich selbst nicht äußern. Und signalisierte ihr anschließend, besser die Füße still zu halten. Man warf ihr "Muster" bei den Fehltagen und letztlich Blaumachen vor in Fällen, wo in den 2 Wochen nach einer längeren Konferenz oder Elternsprechtag ein Fehltag kam ("Ausgleichstag genommen"). Gerade in einer Zeit, in der Coronafälle noch zu (nachweislichen) KiTa-Schließungen führten, ziemlich abstrus alles.

    "Füße still halten" ist leider viel zu oft die Reaktion. Dadurch kommen solche Leute damit durch. Allerdings wüsste ich auch nicht, ob ich selbst in so einem Fall die Motivation hätte mich da groß zu streiten. Ich hätte allerdings an der Stelle im Gespräch direkt nachgefragt, ob er mir vorwirft blau zu machen und wie er das begründet. Gerade wenn in den entsprechenden Fällen die Beweise vorhanden sind. Wenn man dann ganz konkret nachfragt, ist das in der Regel schnell geklärt: Es geht Ihnen also um den Krankheitstag am XX. Da hat die KiTA XY aufgrund von Corona geschlossen und ich musste daher zu Hause bleiben. Das ist in Erlass ZZ geregelt. Soll ich Ihnen das noch mal von der Kita bestätigen lassen? Gibt es noch andere Tage, die problematisch sind?

Werbung