Ich sehe die Problematik, dass inzwischen bei den meisten Schülern die Klassenfahrt vom Landkreis bezahlt werden. Wir sind inzwischen bei vielen Klassen über 50% die vom Landkreis übernommen werden. Früher war es eher Einzelfälle. Und tatsächlich wird auch inzwischen so geplant. "Der Landkreis zahlt sowieso die Kosten". Dazu kommt auch bei uns, dass der Landkreis in der Regel freiwilligen Zusatzfahrten übernimmt. Das sind einfache Beträge, die sich ein Normalverdiener nicht so einfach leisten kann. Ich bin durchaus dafür, dass Kinder von Empfänger von Sozialleistungen gleichgestellt aber eben nicht besser gestellt werden. Vielleicht muss den Zuschussbetrag pro Jahr deckeln. Oder von Seiten der Schulen die Kosten für die Fahrten. Problem ist dann natürlich wieder, dass da wahrscheinlich irgendwelche unrealistischen Zahlen rauskommen und die Schulen sehen müssen, wie sie klar kommen. Dann lieber den Zuschussbetrag deckeln. Oder noch besser das Kindergeld für alle kürzen und davon für alle die Fahrten bezahlen...
Beiträge von Tom123
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Das Problem bei besseren Arbeitsbedingen ist recht einfach. Es wird jetzt vielleicht etwas verbessert (woran ich nicht glaube). Dann kommt die nächste Landesregierung oder die nächste Reform und dann wird wieder etwas drauf gepackt. Wann kommt denn die Entlastung für Inklusion oder Flüchtlingskinder? Am Ende wird sich die Regierung an der Notwendigkeit und nicht an den Arbeitsbedingungen orientieren.
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Das Problem ist, dass wir solche und solche Bürgergeldempfänger haben. Ein Elternteil von mir musste durch eine chronische Erkrankungen Hartz4 beantragen. Trotz 40 Jahren normale Arbeit. Pflegeheime sind teuer. Es gibt Menschen, die einfach nicht arbeiten können. Es gibt Menschen, die Opfer von Gewalt, Krankheit etc. werden. Aber es gibt leider auch genug Leute, die einfach keine Lust auf Arbeit haben. Teile unseres Einzuggebietes liegen auch in Problembereich. Dort sagen dir die Eltern ganz klar, dass sie keine Lust zu arbeiten haben. Schlimm ist, dass selbst die Kinder schon als Berufswunsch Hartz4 angeben. Dort gibt es in den Familien viele Kinder, weil es viel Kindergeld gibt. Und wenn man dann die Kinder vernachlässigt, kann man gut davon leben.
Ich weiß nicht, welchen Anteil welche Gruppe an der Gesamtmenge der Empfänger von Sozialleistungen hat. Aber es sind sicherlich nicht wenige, die eigentlich arbeiten können. Ich weiß Menschen aus den Ämtern, dass man eigentlich seit Wegfall der Sanktionen kapituliert hat. Da wird man sicherlich im Zukunft nachjustieren müssen. Und ich finde tatsächlich auch, wer unter 30 ist und noch nie gearbeitet hat und nicht krank ist, kann man ruhig möglichst preiswert unterbringen und mit Lebensmittelgutscheinen versorgen. Ohne Luxus. Wer natürlich krank ist oder lange gearbeitet hat und arbeitslos wird, dem müssen wir helfen. Aber es wird überall Personal gesucht. Momentan gibt es eigentlich keine Ausrede nicht zu arbeiten, wenn man dazu in der Lage ist.
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Man darf auch nicht vergessen, dass die SL oft auf den guten Willen der Kollegen angewiesen ist. Wenn alle nur Dienst nach Vorschrift machen, hat die SL schnell ein Problem. Zu mindestens an der GS.
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Dann der gläsener vor 10 Jahren neugebaute Bahnhof. Dieser wurde derart fehlkonstruiert, dass das Regenwasser nicht korrekt fließen kann und sich, wie ein See auf dem Glasdach sammelt. Bei "Überschwemmung" tropft das Wasser dann, wie eine Panoramadusche auf die Menschen. Ansonsten bilden sich dank des stehenden Wassers immerzu Algen auf dem Dach. Jeden Monat muss daher aufwendig das Dach gereinigt werden.
Diese Fälle sind meistens vor allem populistisch. Solche Sachen liegen oft an Fehlern einzelner Mitarbeiter oder es gibt gute Gründe. Am Ende passieren solche Fehler überall. Wenn man in die glorreiche Privatwirtschaft schaut, findet man auch zahlreiche Beispiele. Die kommen halt nicht in die Öffentlichkeit.
Aber vor allem selbst wenn würden wir damit kaum genug Geld zusammenbekommen, um das Rentenproblem zu lösen. Da reden wir doch von ganz anderen Dimensionen. Ich würde sagen alle Sozialausgaben statt immer weiter zu erhöhen pauschal um 10-20% kürzen. Das Geld verpflichtend in ein Staatsfond einzahlen. Ob man das am Ende dann lieber möchte...
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Nur Chuck Norris darf diesen film gucken ... damit er noch was lernt.
Chuck Norris kann nichts mehr lernen. Chuck Norris weiß alles und kann alles.
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Dann ist es aber eben kein Dienstunfall. Den gibt es nur bei Beamten. Und in allen Fällen, wo von diesen geklagt wurde, wurde die Klage abgewiesen.
Aus dem alle würde ich ein "die mir bekannten Fälle" machen. Du hast sicherlich keinen Überblick über alle Klageverfahren. In der Regel läuft das darauf hinaus, dass es ein Verfahren gibt, dass durch alle Instanzen geht und man dann ein endgültiges Urteil hat, dass ggf. auch bindend ist. Solange es aber noch keine höchstrichterliche Entscheidung gibt, ist man sicherlich gut beraten ggf. Corona als Dienstunfall anzuzeigen. Im schlechtesten Fall hat man nichts gewonnen und nichts verloren. Im besten Fall ist man abgesichert. Ich sehe nichts, was gegen eine Anzeige als Dienstunfall spricht.
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Unabhängig davon habe ich nicht ein Wort über meine Kuk’s verloren.
Auch würde ich nie behaupten dass sie weniger „ Rechre“ hätten und für kranke Kinder habe ich absolut immer Verständnis… keine Ahnung was du in meinen Text hineininterpretierst…
Zieh dir den Schuh selbst an, da kann man nur mit dem Kopf schütteln …
ich zitiere dich mal:
So frech das jetzt klingen mag, aber ich finde auch , dafür dass ich quasi nie krank bin ( weder ich, noch meine Kinder), meine Sachen die ich erledigen muss immer pünktlich erledige, etc. kann man dann in solch seltenen Momenten auch mal auf Verständnis von der Sl erwarten.
Verständnis der SL finde ich vollkommen ok. Aber die Frage, wie oft Du krank bist oder deine Kinder krank sind, hat damit nichts zu tun.
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So frech das jetzt klingen mag, aber ich finde auch , dafür dass ich quasi nie krank bin ( weder ich, noch meine Kinder), meine Sachen die ich erledigen muss immer pünktlich erledige, etc. kann man dann in solch seltenen Momenten auch mal auf Verständnis von der Sl erwarten.
Und die Lehrkraft, die eine chronische Krankheit hat und sich vielleicht oftmals trotz Krankheit in die Schule schleppt oder die Lehrkraft mit dem schwerbehinderten Kind hat Pech gehabt? Sorry, aber eine solche Argumentation ist unter aller Sau. Sei froh, wenn Du gesund bist. Aber dafür irgendwelche Extrawürstchen zu erwarten ... Die SL sollte in solchen Fällen grundsätzlich Verständnis haben. Auch bei Kollegen, die mal krank sind oder wo Kinder krank sind. Dort frei zu bekommen ist nämlich ihr gutes Recht.
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Blöd, dass das, was sich über viele Jahre an Rechnern außerhalb des Apple-Kosmos bewährt hatte (außerhalb internetbasierter Apps) nun plötzlich nicht mehr läuft. Wer hätte das gedacht ...
Was meinst Du damit? Magst Du ein paar Beispiele nennen.
Und jedes Stückchen App kostet plötzlich Geld, das man beantragen muss ...
Naja, dass Verlage etc. Geld für ihre Leistung haben wollen, finde ich durchaus normal. Ich bin aber durchaus bei dir, dass die Preise für Lehr- und Lernmittel in den letzte Jahren stark gestiegen sind. Das fängt aber auch schon bei Schulbüchern an. Jedes Jahr etwas mehr. Ich nehme es auch so wahr, dass es durchaus über der Inflation liegt. Dann gab es früher für ein Schuljahr ein Übungsheft für z.B. 7 €. Heute gibt es einen Teil A und einen Teil B für jeweils 5 €. Dazu noch etliche Zusatzmaterialien. Wenn die Bücher über die Lehrmittelausleihe ausgeliehen wurden, müssten die Eltern eigentlich noch das Zusatzmaterial kaufen. Das ist so teuer, dass sich die Ausleihe fast nicht mehr lohnt.
Zur Arbeit mit den Tablets muss man aber auch sagen, dass es durchaus kostenlose Angebote gibt. Beispielweise von engagierten Lehrkräften. Oft sind diese Angebote aber nicht so hochwertig wie die professionellen Angebote.
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Das ist Richtig, es ging aber gerade um die geschuldete Leistung und nicht um die geschuldete Arbeitszeit.
Viele Lehrerarbeitszeitverordnungen gehen übrigens von wöchentlich 45 Stunden aus, wegen der eingerechneten Ferien. Wobei ich zugebe, das ist Quatsch davon auszugehen, das wir in den Ferien nicht arbeiten.
Wobei ich auch glaube, das viele meiner Kollegen keine Lust auf die Führung von Arbeitszeitnachweisen hätten. Persönliche hätte ich kein Problem damit.
Ist für mich auch vollkommen ok, wenn ich den Ferien nichts tue. Ich glaube, dass man es drehen kann man wie man will. Würden die Lehrkräfte ihre Stunden aufschreiben, käme die Mehrheit deutlich über den Sollwert.
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Niemand hat ein Problem damit, dass SuS 30 Minuten pro Woche an Leih-iPads der Schule arbeiten (und jeder weiß, dass Mediengeräte zu Hause oft noch unkontrollierter genutzt werden). Das entspricht aber bereits dem von dir selber geschilderten Szenario nicht (du zählst ein halbes duzend Einsatzbeispiele auf und kommst dann auf 30 Minuten pro Woche, die Rechnung kann wohl nicht aufgehen) und es kritisch wird es beidem oben geschilderten Fall, bei dem keine Hefte und Bücher mehr genutzt werden und diese bereits in der Grundschule digital ersetzt werden.
McGonalgall schreibt über den iPad-Einsatz allgemein. Ihr habe ich geantwortet. Ich denke auch, dass es ein absoluter Sonderfall an Grundschulen ist, dass die Kinder ab Klasse 3 nur noch mit dem Tablet arbeiten.
Zur zweiten Frage: Ich habe Beispiele genannt. Wir machen nicht alles jede Stunde / jede Woche. Ich glaube nicht, dass Du das besser als ich einschätzen kannst. Aber selbst wenn es am Ende 45 min pro Woche sind, macht es keinen Unterschied.
Wir sehen die Kinder, wie sie in die Grundschule kommen. Seit langem haben die Kinder immer größere Defizite bzw. Fertigkeiten und Kompetenzen fehlen. Daher liegt das Problem sicherlich nicht an der Mediennutzung im Grundschulunterricht.
Ich frage mich, wie es war als vor vielen Jahren zum ersten Mal OHP oder Filmprojektoren oder sogar Fernseher mit VHS-Kassetten in die Schulen kamen. Gab es damals die gleichen Bedenken?
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Fast: Du bist zur Leistung verpflichtet mittlerer Art und Güte, insoweit und so gut du diese auszuführen vermagst.
Das heißt gerade nicht, dass du deine Leistung deinem Gehalt anpassen darfst, du musst sie deinen Fähigkeiten anpassen.
Die meisten Lehrkräfte arbeiten deutlich mehr als die 40 Stunden. Wenn mein Arbeitgeber mich nervt, mache ich halt keine Überstunden mehr. Problem gelöst.
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Wie können wir da weiter auf IPads setzen, wenn immer weniger Kinder eine leserliche Handschrift entwickeln können, wenn immer weniger Kinder eine verbundene Handschrift beherrschen, wenn immer weniger Kinder einen Text abschreiben können, weil die Hand nach 3 Sätzen schlapp macht, weil die Hand-Augen-Koordination nicht funktioniert, weil die Konzentration. nicht reicht etc?
Du hast mit vielen Dingen vollkommen Recht. Aber für mich ist das zu mindestens an der Grundschule kein "oder". Die Probleme, die die Kinder haben liegen nicht an den 30 min pro Woche, die die Kinder vielleicht in der Schule mit dem iPad arbeiten. Oder dass sie im Nachmittagsangebot Stop-Motion-Filmchen drehen. Wir alle haben genug Kinder, die den Nachmittag mit Handy, iPad oder Spielekonsole verbringen. Und wir haben leider auch genug Kinder, wo die Eltern die Kinder nur damit fördern, dass sie vorm Fernseher geparkt werden.
Ich würde behaupten ohne Tableteinsatz würden meine Schüler keinen einzigen zusätzlichen Satz schreiben. In manchen Bereichen ist es einfach sinnvoll und dort setzen wir sie ein. Dort wo sie nicht sinnvoll sind, weil beispielsweise die Feinmotorik geschult werden soll, nutzt man sie nicht.
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Die Gewerkschaft ist kein Serviceunternehmen, sondern ein Mitmachzusammenschluss.
Schlechte Ergebnisse kommen auch deshalb zustande, weil viele Kollegen schlicht zu faul sind, mal zu einer der entsprechenden Demos zu gehen, die meist sogar so gelegt sind, dass auch verbeamtete Kollegen teilnehmen können. Wenn da irgendwo dann nur 300 Leute stehen, dann hat man halt eine schwache Verhandlungsposition.
Letztlich ist aber Problem, dass Verdi einfach viel zu groß und viel zu unspezifisch ist. Selbst wenn plötzlich 10% aller Lehrkräfte in Verdi eintreten, wären wir noch eine kleine Minderheit. Viele Dinge, die Verdi fordert, sind für uns uninteressant. Aber für die Mehrheit der Verdi-Berufe wichtig. Die Kindergärtner*in oder Müllmann/frau freuen sich über einen Mindestbetrag. Für uns Lehrkräfte ist er weniger spannend. Und das betrifft natürlich auch andere Dinge. Letztlich ist es schön, dass sie alle für uns streiken und unsere Lohnerhöhungen mit durchdrücken. Aber ich kann nicht glauben, dass wir Lehrkräfte eine Chance haben, dass Verdi unsere Interessen / Wünschen wirklich vertritt. Und die echten Lehrergewerkschaften leiden darunter, dass Verdi als Platzhirsch eine Deutungshoheit hat. Ich sehe momentan leider keine Chance, dass meine Interesse vertreten werden.
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Aber wo ist der "digitale Mehrwert", den Viola anspricht, darum ging es im anderen Thread bereits. Das einzige, was in deiner Aufzählung darunter fällt, sind m.E. Dokumentation und Präsentation. Machen deine SuS das selbständig am IPad?
Was ist denn für dich der digitale Mehrwert???
Wenn die Schüler Aufgaben am Tablet lösen, bekommen jeder Schüler gleich eine Rückmeldung. Analog nicht. Bestimmte Apps, Seiten, können sogar direkt eine Auswertung erstellen und Fehlerquellen benennen. Ggf. sogar entsprechende Übungsaufgaben vorschlagen. Kannst Du natürlich auch als Lehrkraft. Kostet viel Zeit und Arbeit, die du nicht hast. Also passiert es in der Regel nicht.
Recherchen kannst Du schnell im Internet machen. Ich kann dir Kinder natürlich auch in die Bibliothek schicken. Aber einerseits ist ungleich schwieriger bestimmte Fragen zu beantworten andererseits guckt man heute nicht mehr in in Lexika sondern googelt etwas schnell. Versuche mal eine Frage wie "Fressen Katzen auch Hamster" mit Lexika zu beantworten.
Dokumentationen machen die Schüler natürlich selbstständig. Wir gehen in den Wald und jede Gruppe macht ein Foto von Baum X,Y und Z. In der Klasse gucken, wir ob das stimmt. Oder wir machen ein Experiment oder dokumentieren ein Zwischenergebnis. Gerade wenn sich etwas verändert ist das super. Einfaches Beispiel: Wir reinigen Wassern. Wie sieht das Wasser am Anfang aus? Wie nach dem Sieb? Wie nach Filterpapier?
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Ich frage mich, wo du das hernimmst. Wer hält denn Digitalisierung für eine Mode?
Gesagt habe ich:
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Es ist zu kurz gegriffen, es über das Alter laufen zu lassen und zu meinen, die Fähigkeiten seien bei Älteren nicht vorhanden. Ältere Lehrkräfte sind tendenziell immer bei Neuerungen skeptischer, weil sie schon genug Säue durchs Dorf treiben mussten. Bleiben sie bei den alten Aufgaben, sehen sie vielleicht dort einen Nutzen, der anderen nicht klar genug ist. Ich bin inzwischen irgendwo in der Mitte. Es gibt durchaus Methoden und Herangehensweisen, die herkömmlich sinnvoller sind, es gibt auch Neues, was man nutzen kann ... und ich stelle zunehmend fest, dass die alten Sachen wiederkommen - wie auch Buttonmaschinen, Cordhosen und Trockenblumen.
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Dieser Thread zeigt, wie wichtig die Diskussion darum ist.
Und wie bei jeder Methode und jedem Medieneinsatz muss die Frage erlaubt sein, wo der Mehrwert ist.
Auch die Vor- und Nachteile muss man diskutieren und abwägen.
Du hast das meine Aussage nicht verstanden. Natürlich muss jeder Methoden- und Medieneinsatz reflektiert und werden. Und natürlich sollte das Thema kritisch diskutiert werden. Es geht hier aber nicht um Methoden. Es geht um das Grundsätzliches.
Aber aus meiner Sicht kann man den Aspekt nicht diskutieren, dass die Digitalisierung kommt und ohne Leben in den letzten Jahren und in der Zukunft dadurch massiv ändert. Die Digitalisierung ist keine Modeerscheinung die kommt und dann wieder geht. Die Digitalisierung hat und wird unser Leben massiv verändern. Da gibt es kein zurück mehr. Wir werden nicht in 20 Jahren wieder in einer analogen Welt leben. Wir müssen uns mit der Digitalisierung auseinandersetzen und der Frage, wie es das Leben der Schüler betrifft. Und dann kann man über Methoden und Medien diskutieren. Aber wenn Lehrkräfte in der Digitalisierung nur eine Modeerscheinung sehen, läuft irgendwas falsch.
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Dir auch vielen Dank für deinen Beitrag. Okay, das klingt so, als ob es die Arbeit der Lehrkräfte erleichtern würde, was per se ja nicht schlecht ist.
Ich sehe dabei aber nicht den (digitalen) Mehrwert für die Schüler. Ist nicht bös gemeint ...
Welche Fächer hast Du denn?
Mathematik: Kopfrechenübungen mit sofortigen Antwort für die Kinder, ob die Lösung richtig ist. Ggf. mit Auswertung von Fehlerquellen und automatischer Auswahl geeigneter Übungsaufgaben.
Sachunterricht: Recherche von Informationen, Dokumentation und Präsentation von Ergebnissen,
Deutsch: Antolin, Rechtschreibapps wie bei Mathe, ...
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Dazu kommen viele "neue" Inhalte, die heutzutage unter Medienbildung auftauchen.
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Ist das deine Hoffnung?
Naja, ich habe keine Studie gemacht.
Aber unsere neuen Lehrkräfte arbeiten alle schon im Seminar mit Tablets. Sie wissen, was es bedeutet, dass die Geräte verwaltet sind. Sie kennen wichtige Apps. Sie können mit ihren Geräten arbeiten z.B. airplay, airprint, Mails lesen oder schicken, ...
Bei den älteren Kollegen haben wir mehrere, die gar keinen Bezug zu einem Tablet haben.
Ältere Lehrkräfte sind tendenziell immer bei Neuerungen skeptischer, weil sie schon genug Säue durchs Dorf treiben mussten. Bleiben sie bei den alten Aufgaben, sehen sie vielleicht dort einen Nutzen, der anderen nicht klar genug ist. Ich bin inzwischen irgendwo in der Mitte. Es gibt durchaus Methoden und Herangehensweisen, die herkömmlich sinnvoller sind, es gibt auch Neues, was man nutzen kann ... und ich stelle zunehmend fest, dass die alten Sachen wiederkommen - wie auch Buttonmaschinen, Cordhosen und Trockenblumen.
Das mag arrogant klingen oder sein, aber ich glaube nicht, dass es in diesem Bereich eine Diskussion geben kann. Wir leben Welt die sich von analogen Zeiten zu digitalen Zeiten wandelt. Wir werden damit leben (müssen), dass die Digitalisierung fortschreitet. Unsere Schüler werden auch in der Grundschule schon Kontakt zu digitalen Medien haben. Die Frage ist nicht, ob wir darauf reagieren. Die Frage ist, wie wir reagieren. Es geht nicht um irgendwelche Neuerungen oder Modeerscheinungen. Es geht darum, dass sich unser Welt in manchen Bereichen fundamental geändert hat.
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