Beiträge von Tom123

    KÖnnen bei uns viele auch in der 3. Klasse noch nicht unbedingt, üben wir immer und immer wieder, aber egal ob sie vorher in der Kita waren oder nicht.
    Einige können das, andere nicht, auch in der Oberschule noch nicht ;)

    Dass man es trotzdem übt, ist auch durchaus sinnvoll. Das heißt aber nicht, dass es gut ist, wenn es zu Hause nicht geübt wird. Und mag auch ein wenig daran zweifeln, dass diese Kinder dann ohne Probleme durch die Schulzeit kommen. Kinder, die dort Defizite mitbringen, haben es oft in der Schule deutlich schwerer. Irgendwo kommt es auch her, dass bei Pisa immer wieder festgestellt wird, dass in Deutschland das Elternhaus einen großen Einfluss hat. Aber wenn ihr das als Schule kompensieren könnt, ist das doch super.

    Und genau das ist Quatsch. Krnnst du Familien, wo bei einem Kind alles durchgeplant idt und beim anderen nicht? In der Regel gibt es eher organisiertere Familien oder eben weniger organisierte. Dann gilt es aber für alle Kinder der jeweiligen Familie. Dennoch können zwei oder mehr Kinder dieser einen Familie unterschiedlich gestrickt sein.

    Auch wenn du es nicht hören magst: Dass deine Kinder so super klar kommen, hat nur bedingt etwas mit deiner Erziehung zu tun. (Ohne sage zu wollen, dass Erziehung nicht wichtig wäre.)

    Ich weiß nicht worauf, du hinauswillst. Ich habe doch als erstes geschrieben, dass auch vom Kind, dem Eltern und der Erziehung abhängig ist. Ich weiß nicht. warum du dich angegriffen fühlst. Ich mache es mal konkret: Kind A lebt in einer kleinen Innenstadtwohnung, die Eltern sind oft beruflich eingebunden, der Tagesablauf ist komplett durchgeplant. Die Schul- und Vereinsschließungen waren sicherlich für das Kind und die Eltern ein größeres Problem als für Kind B. Kind B lebt auf dem Land auf dem Bauernhof, die Mama ist sowieso zu Hause und kümmert sich um die jüngeren Geschwister und Kind B verbringt seine Freizeit in der Regel auf dem Hof und beschäftigt sich selber. Da kann man sich doch durchaus vorstellen, dass die Coronabeschränkungen beide Kinder unterschiedlich getroffen haben?

    Ich weiß nicht. Diesen Bürgergeld-Diskussionsstrang finde ich etwas seltsam. Wenn ich mir die ökonomische Situation vieler meiner Schüler und ihrer Familien ansehe, dann ist Bürgergeld nicht so supi, wie das hier der eine oder andere meint. ;)

    Fairerweise muss man natürlich auch sagen, dass es durchaus Bürgergeldempfänger gibt, die das noch schwarz aufstocken. Ist sicherlich nicht die Mehrheit aber es gibt durchaus den einen oder anderen, der sich sicherlich nicht nur mit Bürgergeld seinen Lebensstil finanziert.

    Die Persönlichkeit der Kinder, die Entwicklung, die Interessen, die Belastbarkeit, all das und noch so viel mehr kann bei Kindern im selben Haushalt mit derselben Erziehung so stark variieren, dass es eine gewagte These ist, pauschal zu behaupten, die Probleme, die es mit dem Distanzlernen während Corona gab, wären hausgemacht gewesen.

    Um das noch mal deutlich zu machen: Das habe ich auch nie behauptet. Ich zitiere mich mal:

    Es hängt auch von den Kindern, von den Eltern und vor allem von der Erziehung der Kinder ab. Dabei muss man das gar nicht werten. Aber es gibt Kinder/Familien, wo der Alltag durch die Eltern durchgeplant ist. Da gibt es mehr Probleme, wenn Angebote wegfallen. Andere Kinder kennen es nicht so und sind es gewohnt, sich selbst beschäftigen...

    Da geht es auch nicht um Distanzlernen sondern allgemein darum, dass Angebote wegfallen. Und für Kinder, deren Alltag normal durchgeplant ist, ist es sicherlich ein größeres Problem als für Kinder, die auch vor Corona nur wenig feste Termine haben. Das ist auch keine Kritik. Es lediglich eine Feststellung. Hat alles seine Vor- und Nachteile.

    Das hat für mich auch nichts mit selbstständig arbeiten zu tun.

    Und Stift richtig halten und richtig schneiden ist für mich eindeutig Aufgabe der Schule, wenn das nämlich die Aufgabe der Eltern wäre, dann würden noch mehr den Stift falsch halten.

    Auch alles andere von dir aufgezählte hat für mich nichts mit selbstständig arbeiten zu tun.
    Das sind Grundfertigkeiten des täglichen Lebens, die natürlich von zuhause kommen sollten (und oft nicht kommen), aber ohne vieles davon kann man auch selbstständig arbeiten oder die Kinder bringen sich da auch viel gegenseitig oder alleine bei ohne Eltern.

    Ok, da haben wir dann einfach eine andere Auffassung. In Nds. wird tatsächlich auch schon im Kindergarten mit der Schere geübt und die Stifthaltung trainiert. Dazu habe ich bereits angemerkt, dass Du mit dem was du als selbstständiges Arbeiten definierst gar nicht anfangen kannst, wenn die Grundlagen nicht da sind. Eigene Sachen erkennen, holen, wegräumen, Still sitzen, abwarten können, etc.. Da gibt es vieles, dass die Kinder von zu Hause mitbringen sollten. Das merkt man dann auch in der ersten Klasse, wenn es bei einigen Kindern "läuft" und bei anderen nicht.

    Natürlich ist das Lernen des selbständigen Arbeiten in der Schule Aufgabe der Schule und nicht der Eltern.

    Sonst müssten die ja ständig vor Ort anwesend sein, um das den Kindern beizubringen.

    Selbständiges Arbeiten ist ein Teil der Selbstständigkeit des Kindes und hat nicht nur was mit Schule zu tun. Das fängt an, dass die Kinder zu Hause oder im Kindergarten lernen ihre Sachen selbstständig zu holen oder wegzulegen. Oder überhaupt ihre Sachen zu erkennen. Oder ihre Sachen pfleglich zu fragen. Oder sinnvoll um Hilfe zu bitten. Oder Frustrationstoleranz. Oder gewissen Grundfertigkeiten wie den Stift halten oder schneiden. Oder überhaupt zu greifen. Oder der Umgang mit Mitschülern und Lehrkräften. Oder alleine auf Toilette zu gehen.

    Bevor du in der Schule überhaupt an selbstständiges Arbeiten denken kannst, müssen zu Hause, in der Krippe oder im Kindergarten schon so viele Sachen erlernt worden sein.

    In der Schule geht es darum... Das ist Aufgabe der Eltern. Aber nur wenn die Eltern Lehrkräfte sind oder?

    Hä? Es ist sowohl Aufgabe der Schule, des Kindergartens etc. und den Eltern. Oder glaubst Du wir bringen den Erstklässlern (normalerweise) bei sich anzuziehen, auf Toilette zu gehen usw.. Im Normalfall bringen die Kinder schon einige Kompetenzen mit. Daran knüpft man an und arbeitet daran gemeinsam mit dem Elternhaus weiter. Beispielsweise erledigen die vielen Kinder ihre Hausaufgaben noch zu Hause. Da sind die Eltern gefragt. Aber auch bei vielen anderen Dingen. Was Erstklässler in den ersten viel Schuljahren an Selbstständigkeit erwerben (oder auch nicht), liegt sicherlich nur zu einem geringeren Teil an der Schule. Ich habe Freitag die Mutter eines Drittklässler gesehen, die ihm nach dem Sportunterricht die Socken angezogen hat, ohne dass das Kind irgendwelche Einschränkungen hat. Da weiß man auch, wo die Probleme herkommen.

    Es hat nicht nur etwas mit Erziehung zu tun. Da sind wir uns einig. Andererseits geht es doch auch in der Schule darum, selbstständiger zu werden bzw. zu lernen selbstständig zu arbeiten. Und das ist natürlich vor allem auch Aufgabe des Elternhauses.

    Susannea was verwirrt dich mal wieder? Lass mich raten: Das Lernen des selbstständigen Arbeiten gehört bei euch nicht zum Lehrplan? Oder meinst Du, dass das Aufgabe von Kinderngarten und Schule und nicht Eltern ist?

    Ja, und das hat auch nur bedingt etwas mit der Erziehung zu tun. Kind 1 war immer schon sehr unabhängig und konnte sich super selbst beschäftigen, hat auf dem Spielplatz direkt Spielpartner gefunden, etc. Kind zwei brauchte immer länger um mit Situationen warm zu werden, brauchte mehr Begleitung und kann sich deutlich weniger beschäftigen. In Corona hat es bedeutet, dass Kind eins eine kurze Einweisung in die Technik meinerseits benötigte und danach fast alles selbständig gemacht hat. Kind zwei hat ohne mein Dabeisitzen keinen Strich gemacht und es war jedesmal eine Diskussion, ob es überhaupt etwas tun muss und wenn ja wieviel und ob ich es auch richtig erkläre... Ein Traum, wenn man eigentlich selbst arbeiten muss.

    Es hat nicht nur etwas mit Erziehung zu tun. Da sind wir uns einig. Andererseits geht es doch auch in der Schule darum, selbstständiger zu werden bzw. zu lernen selbstständig zu arbeiten. Und das ist natürlich vor allem auch Aufgabe des Elternhauses.

    watweisich

    Und die Wahlmöglichkeit ist jetzt der Grund dem Beamten eine Krankenkassenzulage zu verweigern? Der Wohnort (nicht Dienstort) und die Anzahl der Kinder obliegen doch auch der privaten Entscheidung des Beamten, warum dann nicht auch die Krankenkasse?

    Es gibt eine ganze Reihe von Aspekten, die da noch aufführen könnte.

    Manche Beamte haben besondere körperliche Einschränkungen. Diese führen zu Mehrkosten beispielsweise bei spezieller Ernährung.

    Je nach Schule und Schulform habe ich unterschiedliche Werbungskosten.

    Manche Beamte haben Unterhaltsverpflichtungen. Warum werden die nicht immer berücksichtigt?

    Manche haben ihr Studium von den Eltern finanziert bekommen, andere haben Bafög-Schulden.

    Einige haben teurere Hobbys?

    Am Ende ist es für mich nur begrenzt nachvollziehbar, warum der Staat in manchen Fällen (Ehepartner, Kindern, Wohnort) einen Zuschlag gewährt in anderen nicht. Bei Kindern kann ich es noch verstehen, allerdings würde ich es besser finden, wenn man alle Eltern unterstützt. Am besten nicht durch direkte Zahlungen an Eltern sondern durch Zuschüsse für Schulen und Kindergärten.

    Alles andere würde ich streichen. Wenn ich etwas machen würde, dann eine Zulage für besonders unbeliebte Stellen. Nicht mehr Geld für die Stellen, die sowieso jeder will.

    Auch wenn ich im Grundsatz bei dir bin, funktioniert die Rechnung so nicht.

    Beim Bürgergeld kommen noch die ortsangemessene Miete und angemessens Heizkosten hinzu. Je nach Region können das zusammen nochmal 1000 Euro pro Monat sein. Mit einem 14-jährigen Kind ist man insgesamt bei ca. 2300 Euro.

    Da geht es dann auch noch deutlich weiter. Der Bürgergeldempfänger zahlt keine GEZ und hat eine Reihe von Befreiungen bzw. Ermäßigungen. Nicht bei Eintrittspreisen sondern beispielsweise im Nahverkehr oder bei der Medikamentenzuzahlung. Da kann man durchaus noch mal 100 € dazu rechnen. Und wenn ich das dann mit dem Gehalt von Verkäufern im Supermarkt, Reinigungskräften, Paketboten, ... vergleiche, dann passt es aus meiner Sicht nicht mehr. Und dann möchte ich auch, dass mein Abitur, mein Studium, mein Referendariat entsprechend berücksichtigt wird. Das sind am Ende 6-10 Jahre, in denen ich nur wenig verdient habe bzw. sogar noch Schulden aufgebaut habe. Wenn man das alles reinrechnet, sieht es auf einmal nicht mehr so rosig aus.

    Richtig. Genau das hast Du getan, indem Du Schokozwerg erklärst, was sie so zu tun hat, damit sie eine Forderung erfüllen kann, die an einem Berufskolleg nicht mal großen Sinn ergibt. Und sie ist an einem BK!

    Schokozwerg hat sich doch zu diesem Thread geäußert. Du meinst, dass sie uns damit nur sagen wollte, dass das Thema für sie gar nicht relevant ist? Ich würde Ihnen Beitrag so verstehen, dass sie eine solche Regelung generell und nicht an ihrer Schule für falsch hält.

    Ich weiß auf jeden Fall, dass es stark von der Schule und allen Beteiligten abhängt, wie verfahren wird. Ich wehre mich dagegen, weil Du immer von Deinem kleinen System auf den Rest aller Schulen schließt. Ein BK ist sehr viel anders organisiert. Wenn es ein Bündel-BK ist, wird's nochmal lustiger. Und dann treffen Deine Pauschalaussagen einfach nicht zu.

    Das wurde doch bestimmt schon 15 mal geschrieben. Und ich habe auch schon mehrfach geschrieben, dass es doch toll ist, wenn es an Schulen kein Problem ist. Darum geht es doch hier nicht. Hier geht es doch ganz konkret um den Fall, dass es Schulen gibt, wo man sich frühzeitig abmelden muss und die Frage, ob das rechtens ist oder nicht. Schokozwerg hat dazu geschrieben, dass sie nicht bereit wäre, wenn ihr nachts krank ist, sich direkt abzumelden oder die Schulleitung zu informieren. Ich habe versucht darzustellen, dass das für (bestimmte) Schulen ein Problem ist. Die Frage ist nicht, ob es an deiner oder Schokozwergs Schule nötig oder sinnvoll ist. Oder dieses Argument, dass man ihre Fähigkeiten als Mutter in Frage stellt, wenn sich frühzeitig abmelden muss. Es geht nur darum, ob Schulen eine Abmeldung beispielsweise bis 7:00 Uhr vorgeben können oder nicht.

    Die hast du ja auch nicht benannt, ich habe jedenfalls davon keine gefunden und nun, muss man davon ausgehen, dass ich doch Recht habe oder wie?
    Wenn du Urteile haben willst, dann suche sie doch, ich habe jedenfalls dafür gerade keine Lust und Zeit deine Arbeit zu machen.

    Ich habe das Urteil, des OLG doch samt Aktenzeichen im Thread gepostet. Das OLG hat sinngemäß entschieden, dass Vertretungsbereitschaften (im Rahmen der Arbeitszeit) angeordnet werden dürfen. Du hast aber behauptet, dass es bundesweit geltende andere Urteile gibt. Das mag sein. Das wäre aber dann auch schöne, wenn Du solche Behauptungen auch belegen könntest.

    Nein, du erklärst ganz einfach an DEINEM Beispiel, was für DICH nervig ist. Wie es Schokozwerg geht, was sein oder ihr Kind für Krankheiten hat und um wie viel Uhr er oder sie das feststellen kann, kannst du nicht erklären. Allenfalls könntest du fragen, wie Familie Schokozwerg das handhabt und welche Erfahrungen sie macht, wenn es dich wirklich interessieren würde.

    Davon abgesehen hast du auch keine Erfahrungen mit kranken Kindern, nur weil du Menschen kennst, die Kinder haben. Das weiß ich ganz sicher und erkläre es gern an einfachen Beispielen bei Bedarf.

    Leider hast Du das Problem nicht verstanden. Es geht nicht darum, welche Krankheiten das Kind hat und ob oder wann Schokozwerg das feststellen kann. Es geht darum, dass Schokozwerg wenn nachts ihr Kind krank ist ihre Schule informieren sollte und nicht noch abwarten sollte.

    Das ist auch keine Frage, die sie als Mutter betrifft. Im Zweifel ist es eine arbeitsrechtliche Frage. Hat Arbeitgeber sprich Schule das Recht, dass Du dich frühzeitig abmeldest oder hat der Arbeitnehmer das Recht auszuschlafen, abzuwarten etc.. Letztlich könnte die Frage sogar Bundeslandspezifisch sein.

    Ich habe bereits für Niedersachsen einen Weg skizziert. Wenn die Lehrkraft erst zur dritten Stunde hat, könnte die SL sie für die ersten beiden Stunden als Vertretungsreserve einplanen. Dann müsste sie sich auch rechtzeitig krank melden. Natürlich unter den schon bereits genannten Voraussetzungen in Sachen Arbeitszeit. Susanne hatte geschrieben, dass das rechtlich nicht möglich ist und es angeblich dazu Urteile gibt. Leider hat sie bis jetzt keines genannt. Also vermute ich mal, dass es keine gibt, weil die öffentlich zugänglichen Urteile das Gegenteil sagen.

    Ich verstehe auch nicht, warum man diese Frage besser beantworten kann, weil man Mutter ist. Bekommt man Geburt ein Jura-Studium?

    Mal davon abgesehen, gibt es auch viele Eltern, die das schaffen.

    ich kann Dir trotzdem sagen, was Du als Mutter falsch machst.

    Mansplaining at its best.

    Das ist doch Blödsinn. Ich habe kein einziges Wort über deine Erziehung geschrieben. Ich habe dir lediglich versucht deutlich zu machen, dass die Schule ein Interesse hat, dass Du dich frühzeitig abmeldest. Dein Problem ist, dass Du weder bereit bist dich frühzeitig abzumelden, weil dein Kind noch gesund werden könnte, noch morgens früh genug in Erfahrung bringen kannst, ob dein Kind gesund ist. Das hat nichts mit dir als Mutter sondern mit dein Verhalten als Arbeitnehmer.

    Wenn ich deine Beiträge hier lese, scheinst Du eher wenig Ahnung von Stundenplanung und Vertretungsplanung zu haben. Hast Du denn da schon Erfahrungen gesammelt? Geht es beim Mansplaining nicht darum, dass man über etwas herablassend spricht, obwohl man davon weniger Ahnung als das Gegenüber hat. Ich würde mal vermuten, dass Du noch nie an einer kleineren Schule mit der Vertretungsplanung beschäftigt warst. Trotzdem weißt Du, dass alles kein Problem ist. Mmh.

    Du hast doch geschrieben, dass es 2011 klug gewesen wäre, den Atomausstieg nicht durchzuziehen, dass das aber keine Stärke der Ampel sei. Drück dich einfach klarer aus, wenn du etwas anderes gemeint hast!

    Auch die Grünen und die FDP haben 2011 Druck gemacht, den Atomausstieg schnell durchzuziehen.

    Du hast keine Kids, oder? Meine Güte, selten so einenBlödsinn gelesen. Wenn um spätestens (!) 7 Uhr die Mail da sein muss, muss ich den Kurzen um 6:15 wecken, um zu wissen, ob er fit ist oder nicht, denn ja, der ist morgens IMMER erstmal quengelig und neben der Spur. Das heißt, über ca. 4 Monate hinweg kann ich den jeden Morgen wesentlich eher ausm Bett prügeln, damit ich weiß, ob er denn nun schlimm erkältet ist oder doch nicht. Viele Kids sinds eit Anfang Oktober dauererkältet. Und ja, ohne Pause.

    Also, ich habe keine Kinder aber durchaus Erfahrungen. Bei den meisten Menschen in meinem Umfeld wundere ich mich, wie schnell die Mütter schon erkennen, dass ihr Kind krank ist oder krank wird. Ich weiß nicht, was Du in den 45 Minuten machen willst. Du brauchst keine medizinische Untersuchung durchführen. Wenn dein Kind nachts z.B. gefiebert hat, weckst Du ihn, fragst wie es ihm geht. Guckst, ob er noch Fieber hat. Sicher kann es dir passieren, dass das Kind um 7:00 Uhr noch gesund wirkt und um 7:30 Uhr krank ist. Dann musst du dich halt später abmelden. Aber es gibt durchaus den Fall, dass man innerhalb von 5 min merkt, dass das Kind zu Hause bleiben muss.

    Ich versuche es dir mal ganz einfach an deinem Beispiel zu erklären. Wenn Du dein Kind erst um 7:30 Uhr weckst und dann 45 min brauchst, um zu erkennen, ob es gesund oder krank ist, ist es 8:15 Uhr. Da bin an vielen Tagen schon im Unterricht. Die Sekretärin ist nur an einzelnen Tagen da. D.h. bis 10:15 Uhr wird niemand deine Krankmeldung erhalten. Um 10:15 Uhr bin ich wahrscheinlich gerade wieder am Telefon oder PC. Dann habe ich rund 15 min Zeit eine Vetretung für die nächste Stunde zu organisieren. Wir haben aber weder Vertretungsbereitschaft noch Hohlstunden. D.h. die Kinder müssen aufgeteilt werden oder ein Lehrkraft muss zwei Klassen übernehmen. Aufteilen ist aber auch schwierig, da die Kinder bereits in der großen Pause sind. Ich habe als 15 min Zeit 4 Kollegen zu finden, die jeweils 6 Kinder aufnehmen. Manche Klassen sind nicht da, schreiben eine Arbeit oder haben gerade andere Dinge. Um 10:30 Uhr gehe ich dann nicht in meinen Unterricht sondern lasse meine Klasse alleine sondern teile die andere Klasse auf. Meine Klasse weißt auch nicht, dass ich später komme, steht also auch irgendwann vor dem Lehrerzimmer und sucht mich. Erschwerend hatten wir jetzt bei der Krankheitswelle schon Zeiten, wo bereits Klassen aufgeteilt waren und die Räume einfach alle voll waren. Ein Tag ist dann eine Lehrkraft mit 3 Klassen auf den Schulhof gegangen. Aber auch das muss organisiert werden und vor allem sind dann noch andere Klassen betroffen.

    Wenn ich aber um 7:00 Uhr wüsste, dass die Kollegin wahrscheinlich nicht kommt, würde ich unsere Vertretungs-PM anrufen. Dann kommt die um 10:30 Uhr und übernimmt die Stunden. Wenn dann die Kollegin doch noch kommt, sind sie halt zu zweit in der Klasse.

    Anscheinend haben aber unsere Lehrkräfte Superkräfte. Die schaffen es tatsächlich in der Regel morgens früh abzusagen, auch wenn ihr Kind krank ist. Und wenn dann wirklich eine Kollegin mal kurzfristig ausfällt, dann wissen wir alle, dass das nicht anders ging. Tatsächlich kann ich mich aber für die letzten Monate nur an eine kurzfristige Absage erinnern. Eine Lehrkraft ohne Kinder, die meinte das sie wieder fit ist und dann auf dem Fahrrad merkte, dass sich doch besser zu Hause bleiben sollte.

    Nun - da klagt man gegen ein Sondervermögen von 60 MRD für den Umbau der Energieversorgung, nimmt jedoch 30 MRD pro AKW (!!!) für die Entsorgung und den Abbau pro AKW in Kauf. Wobei sich diese prognostizierte Summe so entwickeln wird, wie die Kosten für Stuttgart 21.

    Klar, wenn man die AKW weiter laufen lässt bis die sich selbst "entsorgen", kann man sparen.

    Bekommst Du da nicht gerade einiges durcheinander? Ich habe geschrieben, dass man die AKWs noch weiterbetreiben hätte können. Vielleicht noch 5 oder 10 Jahre länge. Je nach AKW. Hätte weniger Schadensersatzforderungen gegen den Staat und noch ein paar Mrd. Einnahmen gebracht. In dieser Zeit hätte man in Ruhe die Energiewende umsetzen können.

    Er steht um 7:30 auf und das ist bereits eine Qual. Ich habe immer zur dritten und dafür immer lang in den Nachmittag hinein.

    Du möchtest jetzt ernsthaft wegen 30 min eine Grundsatzdiskussion führen ??? Da fragt man den Stundenplaner, ob es auch um 7:30 Uhr reicht oder man einigt sich auf die Mitte. Ganz ehrlich. Was sind das für Probleme. Vielleicht gibt es wichtige Gründe, warum er so früh wissen muss. Ich bin mir sicher, dass es deinem Kind nicht schadet, wenn Du ausnahmsweise nach so einer Nacht schon um 7:00 Uhr guckst, ob es ihm gut geht.

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