Beiträge von Tom123

    Finde ich auch nach wie vor eine unglaubliche Frechheit, jede Stunde müsste sofort ab der ersten (und zwar nach ordentlichem Satz, nicht dieser Abzockersatz!) Stunde bezahlt werden.

    Da wundert es mich persönlich z.B. nicht, wenn KuK sich die Zeit der unbezahlten Überstunden "wiederholen", sie wird ja schließlich auch gestohlen.

    Das System ist auch einfach pervers!

    Ich gebe dir vollkommen Recht, aber das ganze ist nicht so einfach. Der Arbeitgeber sagt nicht, dass Du insgesamt X Stunden mehr arbeiten musst, sondern, dass in deiner Wochenarbeitszeit genug Spielraum enthalten ist, sodass die Stunden noch leisten kannst ohne über dein 40+X h kommst. Konsequenterweise müsste man dann also andere Arbeiten kürzen. Die Korrektur bleibt länger liegen, Elterngespräche, Konferenzen fallen aus, da ich mehr unterrichten musste. Sinnvollerweise schreibt man alles genau auf und bitte die SL um Anweisung, was man nicht erledigen soll damit man seine Wochenarbeitszeit nicht überschreitet. Macht nur keiner.

    In Nds. kann man indirekt über das schulische Medienbildungskonzept Einfluss nehmen. Ohne das bekommt der ST nämlich keine Gelder. Und ehrlicherweise wird sich auch kein ST hinstellen und sagen wir kaufen etwas was die Schulen nicht wollen. Das Problem ist oft eher, dass die Schulen sich nicht vernünftig einbringen bzw. selber keine gemeinsame Stellungsname hinbekommen.

    Nein, du hast deutlich gesagt, dass kein ST an den Schulen vorbei arbeiten würde, das heißt dann auch egal welches Bundesland!
    und das stimmt einfach nicht!

    Mit Nds. meinte ich Niedersachsen. Ich dachte, dass es klar ist. Wie bei euch in Berlin bzw. an deiner Schule gehandhabt wird, kann ich ja schlecht sagen.

    DAs kann ich so leider nicht unterschreiben.

    Ich habe mich auch explizit auf Niedersachsen bezogen. Mir ist klar, dass es in anderen Bundesländer besser oder schlechter läuft.

    ...

    Das ist Geschichte, das gemeinsame Konzept der SL wurde nicht berücksichtigt, nun ist die Ausschreibung anders und die Schulen müssen es hinnehmen.

    Aber wenn du das so viel besser weißt, rufe ich dich nächstes Mal an und du lässt dich ins Büro des Schulträgers entsenden, um den nun dort Tätigen über die Schulter zu schauen.

    Ich weiß nicht, warum Du mich da angreifst. Ich habe lediglich dargestellt, dass es in Niedersachsen vorgesehen ist, dass die Schulen eingebunden ist. Auch muss das Konzept der Schule vorlegt werden, damit überhaupt Fördergelder fließen. Wenn euer Schulträger das ganze natürlich ohne Gelder aus dem Digitalpakt finanziert, habt ihr deutlich weniger Chancen auf Einflussnahmen. Ich denke aber trotzdem, dass es in den meisten Fällen durchaus den politischen Willen gibt, sich an den Wünschen der Schulen zu orientieren. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch bei einzelnen Schulträgern wie anscheinend bei euch scheiße läuft.

    Die hat man nur, wenn der Schulträger gewillt ist, das zuzulassen und zuzuhören.

    In Nds. kann man indirekt über das schulische Medienbildungskonzept Einfluss nehmen. Ohne das bekommt der ST nämlich keine Gelder. Und ehrlicherweise wird sich auch kein ST hinstellen und sagen wir kaufen etwas was die Schulen nicht wollen. Das Problem ist oft eher, dass die Schulen sich nicht vernünftig einbringen bzw. selber keine gemeinsame Stellungsname hinbekommen.

    Die PISA-Verantwortlichen sind durchaus keine Idioten.

    1. Also die Pisa-Verantwortlichen sind sicher keine Idioten. Aber ich glaube kaum, dass Du dazu gehörst.

    Wenn du dich mit Studie befasst hättest, wüsstest du, dass man die SuS mit Migrationshintergrund zur Differenzierung „herausgerechnet“ hat.

    In den Sachen die ich gelesen habe, gab es auch Aussagen zu Kindern mit Migrationshintergrund. Aber wahrscheinlich haben wir zwei verschiedene gelesen.

    Ergebnis: Auch bei den „Bio-Deutschen“ misst man enorme Leistungseinbrüche. Und sogar bei den Gymnasiasten!

    Also ich weiß nicht, was Du mir unterstellen willst. Aber mit diesen AfD-Ausdrücken bist Du bei mir an der ganz falschen Stelle.

    Irgendwo haben wir auch einen Thread zu Pisa. Vielleicht solltest Du dort eine Erkenntnisse teilen? Ging hier eigentlich auch nicht um Pisa. Es ging darum, ob wir eine Bildungskrise haben oder nicht.

    Vielleicht sind wir eine Ausnahme, was ich persönlich zwar nicht glaube, da wir seit mehr als 10 Jahre eine der hiesigen Schwerpunktschulen für Erstförderung von Flüchtlingen sind, aber diese pauschale Zuschreibung mieser Studienergebnisse auf die Flüchtlingskinder macht mich richtig sauer, weil ich da in meiner Praxis keine Grundlage für sehe.

    Hä? Dann lese dir doch meinen Beitrag noch mal durch. Ich habe geschrieben, dass man solche Ergebnisse nicht pauschal sehen darf. Man muss beispielsweise fragen, wie viele Prozent davon Flüchtlinge sind, die erst kurz in Deutschland sind. Bei uns brauchen Flüchtlingskinder in der Regel 1,5 - 2 Jahre bis sie die Sprache ähnlich gut beherrschen. Auch ansonsten müsste man sich überlegen, wie sich die Gruppen zusammensetzen. Wenn sich die Schülerschaft ändert, ändern sich auch die Ergebnisse. Und wenn wir das analysiert haben, können wir über darüber sprechen, ob wir einen Bildungskrise haben oder nicht.

    Wenn 25 Prozent der Schülerschaft in der 4. Klasse (IQB-Studien) das Mindestniveau beim Schreiben, Lesen und Rechnung nicht mehr erreichen.

    Müssen es erst 50 oder 75 Prozent sein, sodass du von "Krise" sprichst!? Die obigen 25 Prozent sind für die weiterführende Beschulung verloren. Die verstehen gar nicht, was in den Schulbüchern steht. Das sind die Schulabbrecher von morgen.

    Dann wäre die erste Frage, woran es liegt. Wie viele der 25% sind beispielsweise Flüchtlinge, die noch nicht lange in Deutschland sind.

    Es ist auch nicht jeder verloren. Es gibt durchaus Spätstarter.

    Ich bin auch vollkommen bei dir, dass viele schief läuft und wir gegensteuern müssen. Aber ich würde das nicht so hoch hängen, dass jeder der nicht von Bildungskrise spricht gleich ein Leugner ist. Und eine Gleichsetzung von Bildungskrise und Klimakrise würde ich auch nicht vornehmen. Es gibt viele Dinge, die in Deutschland/weltweit gerade schief laufen. Mir machen Trump, der Ukrainekonflikt, der Klimawandel, der Rechtsruck und die Populisten momentan mehr Sorgen als die schlechte Schulpolitik. Deswegen leugne ich sie nicht und sehe trotzdem, dass wir da etwas machen müssen. Aber ich sehe noch nicht die Krise.

    Falls du mich meinst: Ich habe für BW gepostet, dass ich in allen Schulwochen und in allen Ferienwochen abzüglich der sechs Urlaubswochen 41h zu arbeiten habe. Und dass meine Schulleitung mich nicht zwingen kann, die Ferien immer frei zu machen und dafür in den Schulwochen mehr zu arbeiten.

    Die Frage ist natürlich, ob du deine Arbeiten so aufteilen kannst, dass Du in den Ferien ebenfalls deine 41 h arbeitest. Letztlich wird die Schulbehörde genauso wie Du argumentieren und sagen, dass du bitte deine Aufgaben so aufteilst, dass Du Aufgaben aus der Schulzeit in die Ferien verlegst um deine 41h in der Schulzeit sicher zu stellen. In der Praxis sieht es natürlich oft anders aus. Zu mindestens bei mir. Gerade wenn Zeugnisse anstehen oder auch jetzt kurz vor den Ferien arbeite ich sicher die eine oder andere Stunde mehr. Dafür arbeite ich aber auch nicht in den Ferien meine 41 h. Erspart mir am Ende auch Arbeit, weil ich gar nicht in den Ferien so gut vorbereiten könnte.

    Im Beitrag den ich meinte war eher die Richtung: Ich arbeite in der Woche 41 h und in den Ferien nicht so viel. Da könnte das Land natürlich berechtigterweise meckern. Daher wäre es komisch, wenn es in einzelnen Bundesländern so geregelt ist. In den meisten Ländern wird es eher andersrum sein, dass der Arbeitgeber im begrenzten Maße Mehrarbeit erwarten kann, wenn die wieder (in den Ferien) ausgeglichen wird.

    Nachdem auch kein Nachbar den Schlüssel nehmen kann, weil diese selbst alle arbeiten, kann der angebotene Termin zumindest kein eifrig genutzter Sammeltermin für das Mehrfamilienhaus sein. Wenn dann irgendwo anders in der Straße.

    Frage ist natürlich auch, ob sie nicht können oder nicht wollen. Im Zusammenhang mit Paketen hört man auch immer wieder das manche Nachbarn sie schlicht nicht (mehr) annehmen wollen.

    Ich würde es andersrum formulieren: Die Firma bietet einen bzw. anscheinend zwei kostenlose Termine an. Wenn ich diese Termine nicht annehmen kann oder möchte, zahle ich die üblichen Gebühren. Ich würde davon ausgehen, dass es nicht üblich ist, dass die Firma kostenlos kommt. Wir können uns dann noch fragen, ob der Mieter oder Vermieter diese Kosten trägt. Wahrscheinlich landet es sowieso am Ende beim Mieter. Was für mich aber relativ klar ist, dass die Firma die Kosten nicht tragen muss. Man kann sie sicherlich nicht verpflichten, dass sie überall Wunschtermine anbietet. Da müsste man natürlich auch noch mal prüfen, warum der Austausch stattfindet. Wurde er vom Mieter/Vermieter veranlasst? Gibt es eine Notwedingkeit? Ist es nur Wunsch der Firma? Auch daraus könnten sich Konsequenzen für die Kostenaufteilung ergeben.

    Ich erwarte nicht, dass man mir entgegen kommt.

    Ich hatte nur auf Verständnis gehofft, da ich ja nichts dafür kann.

    Das erinnert mich an die Diskussion mit den Arztterminen ...

    Die laufen anscheinend die Straße ab und mache die Dinger nacheinander. Du bist zum zweiten Mal nicht da. Also muss ein Techniker noch einmal extra zu dir anreisen. Das muss irgendjemand bezahlen. Auch wenn Du gute Gründe hast, warum sollte die Firma das bezahlen? Die können doch auch nichts dafür und wollen sicherlich nicht dir Geld schenken.

    Und nein; mehr Deputatsstunden arbeite ich nicht.

    Deputatstunden ungleich Arbeitszeit. Du und dein AG haben jeweils ein Anspruch darauf, dass so viele Stunde wie bei anderen Landesbeamten gearbeitet wird. In der Regel setzt das Land deine Deputatstunden so fest, dass Du am Ende des Jahres die gleiche Jahresarbeitszeit wie andere Landesbeamte erreichst. Klappt allerdings oft nicht wirklich.

    Sinnentnehmendes Lesen gehört aber aus deiner Sicht schon noch dazu? Und Grundrechenarten?

    Ich kann dieses "das braucht man doch nicht (mehr)" nicht mehr hören.

    Das ist halt die Frage. Beim sinnentnehmenden Lesen bin ich bei dir. Aber selbst als Mathelehrer: Wo hört es mit dem Grundrechenarten auf? Ich kenne viele, die im Hunderter oder Tausenderbereich kaum Minus rechnen können. Ist das immer noch ein Problem? Und was ist mit den ganzen anderen Fähigkeiten/Kompetenzen? Ist es nicht viel gefährlicher für unseren Staat, dass so viele Leute auf die AfD reinfallen? Oder Fakenews glauben? Oder überhaupt nicht unser Rechtssystem kennen? Oder sich im Netz von Betrügern verarschen lassen? Oder soziale Fähigkeiten? Schwierig. Wir können auch nicht unendlich Inhalte in Pläne schreiben. Es gibt sicherlich deutlich mehr sinnvolle Inhalte als wir unterrichten können.

    Und ja, ich bin tatsächlich der Meinung, dass heute andere Inhalte wichtig sind als vor 30 Jahren.

    Und bitteschön, natürlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Klimakrise und Bildung. ...

    Was sehen wir stattdessen: Viel Ignoranz, Leugnen, Fake-News.

    Es wurde aufgeworfen, dass man auf der einen Seite Gegenwind bekommt, wenn man die Klimakrise leugnet aber niemand die Bildungskrise erkennt.

    Du willst ernsthaft in Zweifel ziehen, dass es überhaupt eine Bildungskrise gibt?

    Ich unterrichte an einem Gymnasium. Nicht wenige meiner Schüler in der Mittelstufe können keine Zeile mehr fehlerfrei schreiben! Beim Lesen und Rechnen ist es ähnlich dramatisch. Und genau das bilden die jüngsten Studien (IGLU, IQB, PISA) glasklar ab.

    Ich müsste dich eigentlich als Bildungsleugner bezeichnen. ;)

    Bildungskrise ist ein hartes Wort. Da müsstest du erstmal definieren, was das ist. Und was ist Bildung? Ist es relevant, dass ich fehlerfrei schreiben kann. Welche Kompentenzen machen 2023 Bildung aus? Alleine darüber könnte man lange diskutieren. Brauchen wir ein Schulsystem, dass vor allem "paukt". Fehlerfreies Lesen, Schreiben, Rechnen, schriftliche Rechenverfahren in Perfektion? Was ist mit Latein? Mit Sprachen? Ich denke wir sind hier an einer Stelle, wo viel im Wandel ist. Wir müssen überlegen, was die nächsten 50 Jahre wichtig ist. Was müssen Kinder lernen? Keine leichte Frage.

    Dann läuft sicherlich einiges im Bildungssystem falsch. Aber im Gegensatz zur Klimakrise können wir vieles mit entsprechenden politischen Willen ändern. Die meisten von uns werden sicherlich zustimmen, dass alleine mehr Lehrerstunden viel bringen würde.

    Dann sind die Ergebnisse und die Studien auch nicht so klar, wie Du es darstellst. Wir haben keine Krise, dass die Kinder nichts mehr lernen. Wir haben Probleme in bestimmten Bereichen. Oft wird festgestellt, dass unsere Spitze durchaus gute Leistungen bringt. Es gelingt uns aber nicht die schwachen Schüler abzuholen. Elternhaus, Migrationshintergrund, Einkommen der Eltern, ... spielen eine viel zu große Rolle bei den schulischen Leistungen. Das muss man ändern. Ob wir deshalb eine Bildungskrise haben? Vielleicht. Aber sicherlich nicht mit dem Klimawandel vergleichbar.

    Du hast geschrieben, dass Kinder mit durchstrukturierten Nachmittagen benachteiligt waren (also: hoher sozioökonomischer Status) und Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status aber auch, also alle Kinder. Das kann man doch festhalten, es waren einfach alle Kinder benachteiligt, weil Kinder soziale Kontakte brauchen.

    Das ist wieder sehr pauschal. Mache wir es doch einfach so: Kinder haben unterschiedlich stark unter den Coronamaßnahmen gelitten. Dieses ist unter anderem Abhängig vom Kind (Persönlichkeit des Kindes), Eltern (Elternhaus, sozialer Status, Wohnsituation ...) und der der Erziehung des Kindes (Selbstständigkeit, ...) .

    Für mich ist das ein wenig wie Sachunterricht. Das beste ist jedes Thema direkt von der Sache aus zu behandeln. Beim Thema Abwasser fahren wir zum Klärwerk, dann zum Bauerhof, dann in den Wald, dann das dann das. Das schaffen wir aber nicht. Also brauchen wir Alternativen. Wir können mit dem Buch arbeiten. Das ist manchmal ganz gut, oft aber nicht die erste Wahl. Gleiches gilt für Filme und nun auch für Tablets. Also müssen wir uns immer wieder fragen mit welchen Medien wir unsere Ziele am sinnvollsten erreichen. Und es gibt viele Fälle, wo digitale Medien Vorteile bieten.

    Würde man sie fair entlohnen, gäbe es weniger Schwarzarbeit.

    Schwarzarbeit ist nur ein Symptom von zu hoher Steuerlast.

    Dem widersprechen doch die Fakten. Schwarzarbeit gibt es schon immer und überall. Egal wie hoch die Steuerlast ist. Am Ende ist die Frage verdiene ich einen Betrag X legal oder einen Betrag X+Y mit Schwarzarbeit. Das ist die Frage nur, wie groß ist y und wie hoch ist die Gefahr erwischt zu werden.

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