Beiträge von state_of_Trance

    Also mir haben die Ausbildungslehrer gleich gesagt, daß die Unterrichtsbesuche und insb. die UPP eigentlich reine Show-Veranstaltungen sind, die nichts mit der Realität zutun haben. Das fängt schon mit dem Planungsaufwand für solche Stunden, den man für 25,5 Std./Woche eh nicht einmal ansatzweise durchhalten könnte an, geht weiter über die Tatsache, dass man keine Klassenarbeiten sowie deren Rückgabe zeigen darf und endet bei einer überbordenden Reflexion, die so im Alltag auch schlicht nicht durchführbar ist.

    Genau so ist es, ich finde das nicht schlimm. Siehe mein Kommentar zum "Meisterstück" des Azubis.

    Ich weiß, dass das alles ein ganz eigenes Thema ist und als junger Mensch, denkt man dabei eigentlich nicht ans Geld. Vielleicht zum Glück.

    Du meinst "Junge Menschen, die nicht nachdenken, denken nicht ans Geld".

    Ich beobachte wohl eher das Gegenteil, man schaut definitiv aufs Geld und auch die finanzielle Bildung ist deutlich gestiegen.

    Ich darf ab Februar nach vielen Jahren ohne Physik mal wieder ran. Ziemlich seltsam, in Mathematik unterrichte ich seit Jahren schon das gleiche und bin extrem routiniert, während ich in Physik auf dem Stand eines Referendars bin. Das wird für mich tatsächlich ein großer Mehraufwand, aber ich freue mich auch darauf nicht komplett einzurosten.

    Ich würde auch die fehlende Aufsichtspflicht als großen Vorteil nennen. Wer meint völlig quer zu treiben, den setze ich vor die Tür. Es kam bisher in 6 Jahren WBK nur einmal vor, aber es entlastet mich zu wissen, dass diese Option besteht.

    Ich finde es erschütternd wie wenig Handhabe die Kollegen in der Sek 1 haben.

    Ich persönlich habe ihn nie verwendet, aber ein älterer Kollege hat mir erzählt, dass viele Bandgeneratoren nur funktionieren, wenn die Luftfeuchtigkeit passt. Wenn das Fenster an einem Regentag gekippt war, kann es sein, dass er nicht mehr funktioniert. Aber ein kleiner Heizlüfter in der Sammlung schafft wohl Abhilfe.

    Es hat in der Situation einfach nicht gepasst. Ich verstehe deine Sichtweise, aber so sind die Prüfungen einfach nicht konzipiert. Das finde ich aber auch in Ordnung so. Das erinnert mich an das berühmte Beispiel, dass der Handwerksazubi auch seine Glanzstücke präsentieren soll, auch wenn er im Alltag anderes produziert.

    Was genau ist denn an einem Lehrerjob so gesundheitsschädlich? Ich wiederhole gern mein Mantra: Arbeitszeit tracken, Pareto-Prinzip anwenden, effektives Zeitmanagement anwenden, Prioritäten setzen, konsequent Feierabend machen, wenn Zeit erreicht und/oder Akku leer, Wochenenden frei nehmen

    Und und und..

    Ich mache mir damit jetzt wieder keine Freunde in diesem Forum, aber ich glaube, dass die Kolleg(vor allem -innen) gefährdeter sind, je jünger die Schüler.

    Ich finde es müsste viel mehr verpflichtende Coachings geben, in denen erfahrene Lehrerkollegen Hilfestellungen geben zum schnellen und effektiven Korrigieren, zur schnellen Unterrichtsplanung etc. Ich habe das Gefühl, dass sich da viele maßlos in Kleinigkeiten verlieren.

    Bei uns hat ein Chemiereferendar total Ärger bekommen, weil er in einer Besuchsstunde seine ganze Stunde umgeworfen hat, weil da voll motivierte Schüler zu einem ganz anderen Themenbereich Fragen hatten. Der ist spontan in die Sammlung, hat ein paar Chemikalien geholt und das spontan mit den SuS bearbeitet. Kam überhaupt nicht gut an bei unserer Fachleitung. Ich kenne die Geschichte nur von seiner Erzählung (die Umsetzung weiß ich also nicht genau), aber das zeigt doch (wenn es so stimmt und so ablief) genau wie Schule ist.

    Ersticken jeglicher tiefergehender Fragestellungen durch das Korsett Schule.

    Sorry, das ist jetzt aber auch wiederum Unsinn. Der Referendar wurde dahingehend beurteilt, wie er die Stunde umsetzt, die er geplant hat. Da in die Sammlung zu gehen und anderen Kram spontan machen ist völlig unpassendes Verhalten in der Situation. Das hätte er für eine andere Stunde aufgreifen können (die Schüler natürlich dahingehend loben, dass sie interessante weiterführende Ideen hatten). Da sehe ich auch nicht das "Korsett Schule", ich halte häufiger mal spontane Stunden, aber im ALLTAG. Nicht in einer Prüfungssituation.

    Das mag stimmen. Im Endeffekt ist es auch eine intellektuelle Leistung zu erkennen "was eigentlich gemeint ist".
    Ich finde es zeigt aber eindeutig die Richtung, in die sich Schule bewegt. Es wird alles "aufgehübscht", sei es durch Kontext (der gar nicht nötig ist für eine innermathematische Aufgabe!) oder durch fancy Methoden. Da wird Ringenpietz mit Anfassen im Unterricht gespielt und lehrerzentrierter Unterricht verpöhnt, alles muss bunt und motivierend sein. Und der Inhalt? Ja, der wird fachlich schwächer und fehlerhafter.

    Dem Beitrag stimme ich vollumfänglich zu.

    Nein, es geht nur darum, dass ihr es auch übertreibt damit die Aufgabe aufblähen zu wollen, in eine völlig nicht intendierte Richtung. Ja, gut ist sie nicht. Aber auch nicht so ein Problem wie hier dargestellt.

    Ich bin hier echt völlig bei Schmidt. Die Aufgabe ist auch nicht bescheuerter als das, was im NRW Abi halbjährlich (WBK hat auch im Herbst Abitur) aufgetischt wird. Kontext ignorieren und rechnen, fertig.

    Edit: Kontext ignorieren ist vielleicht das falsche Wort. Aber das Modell infrage stellen ist, außer explizit verlangt, nicht Teil der Aufgabe.

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