Beiträge von state_of_Trance

    Der "asiatische Raum" ist ziemlich groß und umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Länder, in denen sich auch die Bildungsideale und Schulsysteme mitunter sehr unterscheiden.

    Da kann ich nicht widersprechen. Ich bezog mich auf den ostasiatischen Raum, insbesondere die Länder China, Japan, Korea.

    OK und gibt es umgekehrt auch Fächer, die es in deren Herkunftsländern überhaupt nicht gibt oder in denen hier in Deutschland ein höherer Standard als Ziel schulischer Bildung gilt als das in ihren Herkunftsländern der Fall ist?

    Man mag es im europäischen Vergleich nicht glauben, aber im Fach Englisch sind wir gegenüber dem asiatischen Raum weit vorne. Dort ist der Unterricht "formaler" und auf das sprechen wird kaum Wert gelegt.

    Ok, also eine reine unfundierte Annahme von dir.

    Auch wenn ich das Klischee durchaus auch kenne und es mich nicht wundern würde, wenn es zuträfe.

    Wir haben teilweise Migranten aus Japan, China, Korea weil deren Abschlüsse nicht anerkannt werden. Die lachen über das, was bei uns läuft und können es gar nicht glauben. Ganz besonders in Mathe. Das ist da maximal 10. Klasse, was hier im Abi passiert.

    Woher kommt dieses "Gefühl"?

    Im asiatischen Raum wird nicht "gekuschelt", sondern da wird Leistung gefordert. Das kann man mit Deutschland nicht ansatzweise vergleichen. Vielleicht vor 50 Jahren oder so.

    Edit: Dazu kommt natürlich die Schamkultur. In Deutschland ist man ja stolz drauf, nichts zu können.

    Ich habe eben Artikel gelesen, dass sich Japan in allem Disziplinen seit 2018 verbessert hat. Den größten Sprung hab es wohl beim Leseverständnis, was durch extra Kurse oder ähnliches verbessert wurde. Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Kurse nicht sonderlich "schülerzentriert" waren, aber komischerweise gewirkt haben.

    Wenn einem sonst nichts mehr einfällt, greift man halt ein bisschen in die stereotype Klischeekiste und stellt das Gegenüber als unmündigen Mitleidsempfänger dar ^^

    Edit: Erstell du bitte mal an einer 1500-Personen-Schule auch nur eine Woche lang den Vertretungsplan. Dann sprechen wir nochmal.

    Ne, das ist nicht nur das Klischee. Du hast dich schon mehrfach stereotypisch bayrisch geäußert. Ich unterstelle das nicht automatisch allen Lehrkräften aus Bayern, aber du hast dir das Klischee mit vorigen Beitragen bereits verdient.

    Für ausreichend Entlastung, gerne. Ich würde aber Mails verlangen, ich habe selbst keine Lust zu telefonieren und dieser Kommunikationsweg ist doch auch wahnsinnig ineffizient. Mit Mails sieht man auf einen Blick, wer fehlt.

    Die Vorstellung, ich habe Unterricht um 10 und schlafe bis 9. Wirkt auf mich wie ein Teenager ;)

    Erst recht die Argumentation:; ich habe erst um 10 Uhr Unterricht, also ist mir nicht zuzumuten, um 7 in der Schule anzurufen (Anrufen bei Krankheit halte ich auch für antiquiert, per mail ist sinnvoller): So würden meine Schüler in 8, 9 und 10 auch argumentieren :rofl:

    Das sind die blöden Sprüche von den Lerchen, die meinen IHR Lebensmodell wäre automatisch das einzig richtige. Ich finde den Beitrag unglaublich anmaßend.

    Angeblich "können" Jugendliche in der Schweiz gar nicht mal so schlecht Mathe. Ich halte das für ein Gerücht. Oder mir fehlt es an Vorstellungsvermögen, wie viel schlechter man eigentlich noch Mathe können kann.

    Dann hospitiere mal an einer typischen Schule in NRW. Ich lade dich gerne ein. Wenn du meinst bei mir der 2. Bildungsweg ist nicht "typisch" genug können wir gerne mal am Tagesgymnasium im selben Gebäude vormittags hospitieren.

    Ich muss bezüglich des "Kalküls" nochmal ansetzen. Bei uns machen Schüler Abitur, die immer noch die pq-Formel nicht unfallfrei anwenden können (falls sie ihnen überhaupt einfällt), die immer noch nicht wissen, dass exp(ax) nicht Null wird, die immer noch keine Klammern sinnvoll auflösen können, die immer noch nicht wissen, wie man selbst einfachste Funktionen ableitet.

    Wir bekommen Fachabiturienten von anderen Schulen, die können nicht 2x+1=3 nach x auflösen. Nicht (-3)*(-2) berechnen. Von Brüchen will ich gar nicht erst anfangen.

    Kann man bei solchen Leuten von "Kompetenzen" sprechen?

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