Beiträge von state_of_Trance

    Und an den berufsbezogenen Aufgaben, die oft sehr greifbar sind. Wenn ich ans Maschinenbau-Abitur denke, sind die Aufgaben sehr anwendungsbezogen und nicht so abstrakt.

    Ich habe leider keinen Zugriff auf die BK-Aufgaben und es gibt anders als fürs Gymnasium ja auch keinen bundesweit einsehbaren Pool. Ich habe mir nur mal für einen Leistungskurse Mathe die Inhalte angeschaut, die unterscheiden sich zum Teil, je nach Schwerpunkt ja auch deutlich.

    Beispielsweise wird im LK Mathe mit Schwerpunkt Informatik auch die Zahlentheorie behandelt. Wie abstrakt das dann ist, kann ich ohne Aufgaben nicht beurteilen.

    In Mathe liegen die "zu schweren" Prüfungen eigentlich häufig nur daran, dass die Schwerpunkte sich immer wieder spontan ändern können.

    Beispielsweise kamen in NRW sehr häufig Aufgaben, bei denen eine Änderungsrate gegeben war. Deshalb hat man die in der Regel viel geübt. Dann gibt es aber auch immer wieder Abiture, wo dieser Aufgabentyp kaum eine Rolle spielt, dafür plöztlich mal das graphische Integrieren.

    Meine Kollegen und ich haben in dem Fach oft das Gefühl, dass wir dies und jenes besonders üben müssen und am Ende gibt es doch nochmal eine andere Überraschung.

    Systemisch bedingt sind die Fehlzeiten nicht. Es gab Sportverletzungen inkl. OP (mit Zusatzproblemen), Rücken (inkl. OP), Elternzeit usw., bei zwei weiß ich es nicht. Vertretung von außen gibt es keine.

    Also ehrlich. Selbstverständlich ist das systemisch bedingt. Eine Schule müsste überbesetzt sein, um genau so etwas aufzufangen. Und es müsste eben doch Vertretungen von außen geben.

    Naja, also das finde ich dann unfair. Wenn ein Schüler einfach wegen 2 Wochen Grippe nicht mitschreiben konnte, dann ist er schon allein wegen dem verpassten Schulstoff gestraft genug. Da braucht er nicht auch noch einen schwereren Test zu Strafe.


    Disclaimer: ich habe auch schon schwierigere Nachschriften erstellt, wenn jemand gezielt immer nur am Prüfungstermin krank war.

    Da gibt es ja große Unterschiede. 95% aller verpassten Klausuren an meiner Schule sind "Übelkeiten" genau am Prüfungstag, verbunden mit regelrechten Wundergenesungen am Folgetag. Diese Kandidaten fange ich auch gerne zum sofortigen Nachschreiben ab.

    ja, es gab sehr sehr lange gar keine neuen A14-Stellen. Die waren alle besetzt von Regelbeförderten. Die danach kamen mussten warten bis der Kegel wieder stimmte. Dann gab es wilde Geschichten über vergangene Schulleitungen und Seilschaften :D ziemlich spannend. Ich wäre zu diesen Zeiten nicht dort geblieben. Mittlerweile ist es, finde ich zumindest, ganz gut hier :)

    In NRW gab es scheinbar nie wirklich die Regelbeförderung (oder es ist wirklich sehr lange her), deshalb war das immer etwas entspannter.

    An meiner Schulform wird es momentan halt haarig, da war ich vor ein paar Jahren scheinbar der letzte, der noch Glück hatte. Trotz Pensionierungen kommen scheinbar keine Stellen mehr nach. Die Schulform ist halt einfach überbesetzt und kämpft, wie bekannt, mit stark sinkenden Schülerzahlen.

    Das ist bei uns gar nicht so einfach. Es gab viele verdiente Lehrkräfte bei uns, die mit A13 in den Ruhestand gegangen sind (aber auch unverdiente mit A14). Die Jahrgänge mit A14-Regelbeförderung sind nun aber bald alle weg.

    Weißt du denn gesichert, dass es für die wirklich keine Option gegeben hätte?

    Kris24 ich stimmt dir zu, dass eine A14-Stelle kein Grund für einen Schulwechsel sein sollte. Es sei denn, man ist mit der Schule ohnehin bereits unzufrieden. Dann wäre es eine Win-Win-Situation.

    Ich will gar nicht bestreiten, dass MINT-Fächer evtl. anspruchsvoller sind als die meisten Geisteswissenschaften, wobei ich immer noch der Meinung bin, dass hier die Frage nach der natürlichen Begabung zu wenig berücksichtigen. Auf die Frage, ob du an Germanistik nur gescheitert wärst, weil es dich gelangweilt hätte, oder weil du vielleicht nicht in der Lage gewesen wärst, hermeneutische Denkmuster zu entwicklen oder schriftsprachlich das nötige Niveau zu erreichen, werden wir ebensowenig jemals eine Antwort bekommen, wie auf die Frage, ob ich ein Mathestudium geschafft hätte - und wenn ich daran gescheitert wäre, ob es eben auch die Langweile gewesen wäre oder die mangelnden intellektuellen Fähigkeiten. Es ist reine Spekulation.

    Wo wir dich schon zitieren, können wir die Diskussion eigentlich auch mit einem weiteren deiner Zitate beenden. Ich habe nur das eine studiert, du nur das andere.

    Danke für die Beihilfe zur Prokastrination :)

    Na ja, derjenige, der es sich leichter gemacht hat, warst du mit deinem so anspruchsvollen Lehramt M/Ph Studium.
    Und auch das bleibt anekdotisch. Ich möchte nicht allen M/Ph-Kollegen unterstellen, dass sie in ihrem Studium den einfachsten Weg gewählt haben.

    Welchen einfachsten Weg meinst du denn? Dass ich meine Bachelorarbeit nicht fachbezogen geschrieben habe?

    Oder meinst du den Weg in ein vermeintlich einfachereres Lehrerleben? Beides würde ich bejahen. An den Stellschrauben, wo man sich das Leben einfacher machen konnte, habe ich gedreht, ja.

    Und jetzt? Wo ist denn deine oder meine persönliche Erfahrung ein Beleg für irgendwas, außer vielleicht, wer es sich im Studium leichter gemacht hat als der andere?

    Das ist ja genau mein Punkt. Man kann es sich im geisteswissenschaftlichen Studium einfach deutlich leichter machen, bei geeigneter Wahl der Seminare und der zu schreibenden Hausarbeiten.

    Die Grundlagenvorlesungen mit verplichtenden Übungen und Klausur oder mündlicher Prüfung sind immer gleich im MINT-Studium.

    Ich habe noch eine für dich:

    Ich habe meine Bachelorarbeit in "Bildungswissenschaften" gemacht. Das war definitiv ein Aneinanderreihen von Quellen und eine oberflächliche, statistisch kaum signifikante Auswertung eines "Experiments". Und trotzdem ist das ja immer noch mehr Aufwand, alleine zeitlich, als so eine Hausarbeit. Dass die anspruchsvoll sind, sorry, davon überzeugst du mich in diesem Leben nicht mehr.

    Siehst du, das ist der Unterschied, ich will ja niemanden dissen.
    Und wie wissenschaftlich redlich das ist, eine Statistik, die man zitiert jetzt mit eigenen unbelegten Behauptungen zu framen, will ich mal dahingestellt sein lassen.

    Was ist denn daran unbelegt? Lass uns doch mal in einem durchschnittlichen Gymnasium/Gymnasium schauen, wie viele MINT-Lehrkräfte sich dort finden. Dann rechnen wir mal noch die anderen Schulformen gegen. Da dürfte nicht allzu viel übrig bleiben.

    Übrigens wird hier nicht nach Fächern unterschieden. Nach dieser Quelle ist also die Abbruchquote nur bei den MINT-Diplomstudiengänge so hoch. MINT-Lehramtsstudiengänge wären dann ebenso billig wie geisteswissenschaftliche Studiengänge. Bist du dir sicher, dass du mit der Statistik argumentieren möchtest?

    Ja.

    Wenn man jetzt nämlich mal aufschlüsseln würde, dass Lehramt Gymnasium NaWi nur einen kleinen Bruchteil aller Lehramtsstudiengänge ausmacht und bedenkt, dass die harten Prüfungen zu Studienbeginn im Lehramt Gymnasium die gleichen sind wie in den Diplom/BA-Studiengänge, sieht man, dass die Statistik durchaus belegt, wie gravierend der Niveauunterschied ist.

    Davon abgesehen, hat s3g4 sowieso nicht auf Lehramt studiert. Du kannst also höchstens mich damit dissen. Alllerdings verweise ich daruaf, die Veranstaltungen und Prüfungen wie gesagt in den ersten Semestern die selben waren, es waren nur zahlenmäßig weniger.

    Wir haben sehr viele mit Ü50 und ohne Chance auf A14. Beim Ausschreiben (A14 mit Aufgaben) sieht es kaum besser aus.

    Dann haben sich diese Kollegen wohl in keinster Weise darum bemüht, oder es sieht was das angeht in BW wirklich schlechter aus.
    Wer mit 50+ in NRW noch A13 ist, wollte nicht.

    Edit: Was ich an macnhen Schulen durchaus verstehen kann, weil man sich der Schulleitung stark anbieder muss, um in Erwägung gezogen zu werden.

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