Beiträge von FrauZipp

    Die Ausbildung für Primarlehrer ist in der Schweiz nur ein Bachelor. Allerdings deckt hier eine Lehrperson in der Regel alle Fächer ab.(Sprache und textiles/technisches Gestalten nicht immer). So wie ich das mitbekommen habe, ist die Ausbildung unterschiedlich.


    Du musst deinen Bachelor von der EDK anerkennen lassen. Aber da habe ich keine Ahnung wie die Bedingungen sind. Allerdings herrscht hier je nach Kanton Lehrermangel.

    Ich hab für meine Holzkreisel in Regenbogenfarben bemalt, dazu kommt ein Zettelchen: "Ich wünsch dir einen bunten Sommer". Diejenige, die jetzt nach zwei Jahren wechseln, bekommen noch einen Fotokalender mit Fotos der letzten 2 Jahre und einen persönlichen Brief.


    Einmal hab ich Smarties in kleine Döschen gefüllt und diese mit "Regenbogentropfen" angeschrieben, das kam auch gut an.

    OT, aber ich hatte mal an einem freien Tag auf Wikipedia geschaut, was es alles für Ausbildungsberufe gibt und war überrascht ob der Vielfalt. Ich fand dabei sogar Ausbildungsberufe, bei denen ich immer dachte, dass es dafür gar keine Ausbildung gäbe (eben die von samu genannte Fachkraft für Speiseeis, oder die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft). Klar muss es erst einmal Betriebe geben, die in diesen Bereichen ausbilden, aber ich finde das voll spannend und würde mir wünschen, dass sich mehr Jugendliche auch trauen, einen solchen Beruf anzunehmen statt immer nur Bürokaufmann oder Erzieher (natürlich auch tolle Berufe, aber ihr wisst, was ich meine).

    dazu muss man aber auch die Jugendliche informieren was es alles an Berufen gäbe. Das braucht dann wohl eine gute Berufsberatung.


    Werden in Deutschland so viele Erzieher? Ich dachte Erzieher sind gesucht in Deutschland, weil es zu wenige gibt.


    Kan man anderen Menschen vorschreiben welchen Weg sie gehen sollen? Ich finde es wichtig, das Bild zu vermitteln, dass man auch Umwege gehen kann.


    Ich hab auch Matura gemacht, studiert und abgebrochen, dann eine Ausbildung und dann nochmals studiert.


    Für mich hat das einen faden Beigeschmack, wenn Leute mit Studium bzw. Hochschulreife behauptet, dass das zu viele studieren, dass eine Ausbildung besser wäre.

    Hallo Rosalee


    ich hab auch erst mit Anfang 30 studiert. Ja ich hab anfangen kurz gebraucht um mich daran zu gewöhnen, dass man einfach (vereinfacht gesagt) dasitzt und zuhören muss. Das Lernen hat sich verändert, war aber kein Problem. Ich hab anders gelernt wie früher, aber besonders schwer ist es mir nicht gefallen. Alte bewährte Techniken haben immer noch funktioniert.


    ok mein Vorteil war, dass Kindergarten/Primarschule beim uns ein Bachelorstudiengang ist, das ist in 3 Jahren gemacht. Ich hab das 1. Jahr wiederholt, da ich nie gelernt habe zu singen und das ein grosser Schwerpunkt war. Da hab mir dann die Lebenserfahrung geholfen nicht einfach aufzugeben, sondern Lösungen zu finden.


    Berufseinstieg war kein Problem in dem Alter auch die Stellensuche nicht. Ein Referendariat gibt es bei uns nicht. In den Praktika hatte ich nie Probleme und ich hatte auch 1 oder 2 mal eine Praktikumslehrperson, die jünger war wie ich. Als ich dann eine Stelle hatte, hab ich die Rückmeldung bekommen, ich wäre selbstständiger als andere Berufseinsteiger. Klar ich hab einfach gefragt, wenn ich etwas gebraucht haben oder wissen wollte. Der Berufseinstieg hier war 2 Jahre durch eine Mentorin begleitet.


    Für mich persönlich war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und dass du deinen Weg findest.

    Meine Kollegin meinte heute (nachdem ein Kind in ihrer Klasse und eines in meiner negativ getestet wurde), dass die Kinderärzte vielleicht die Anweisung erhalten haben bei positiven Tests diese als negativ auszugeben :autsch:

    Vielleicht mal mit dem DaZ-Kollegen kurzschließen?

    danke für die "spanische"Sichtweise.


    Mich mit dem kurzuschliessen, geb ich langsam auf. Das funktioniert bis jetzt nur, wenn ich ihm genau sage, was er tun soll. Momentan hab ich aber keine Energie seinen Unterricht mitzuplanen.

    Plattenspieler ich bin damit auch noch nicht in Berührung gekommen bis jetzt, auch keine meiner berufserfahrenen Kolleginnen haben selektiven Mutismus erwähnt. Im Studium hatte ich das Schwerpunktfach "Schulische Heilpädagogik", da war es auch nie Thema. Einzig in einem Praktikum habe ich mal am Rande mitbekommen, dass ein Kind wohl auf selektiven Mutismus abgeklärt werden würde, da es eben in der Schule nicht gesprochen hat, daheim aber durchaus.

    danke für den Hinweis zu selektiven Mutismus. Ich werd mich da mal genauer schlau machen. Vielleicht kennt sich auch einer der Logopädinen damit besser aus, ich frag da mal nach. Zudem ist nächste Woche noch Förderplansitzung. Da kann ich das vorgehen mit dern Sonderpädagogin absprechen.

    Wichtig bei DaF/ DaZ: Muttersprache einbinden!

    In der ganzen Gruppe mal ein Sprachprojekt machen - wie heißt "Guten Tag!" auf spanisch, türkisch, italienisch, in der Schweiz gibt es ja sicher auch verschiedene Dialekte.

    Wie heißen bestimmte Alltagsgegenstände in den verschiedenen Sprachen?

    der DaZ Unterricht in meiner Klasse wäre ein eigenes Thema wert. Der Kollege beschränkt sich auf stures Vokallernen. Es hat Wochen gedauert, bis er den Wortschatz zum Thema Körper nicht nur stur nach Bildchen abgefragt hat, sondern damit begonnen auch die eigenen Augen, Nase, Mund usw. zu berühren. Darauf kam er erst nach dem ich ein Lied "Meine Hände sind verschwunden" eingeführt habe. Ich werde es ihm gegenüber nochmals ansprechen, aber langsam geb ich die Hoffnung auf, dass das noch was wird. Wir bieten im seit bald 2 Jahren Hilfe an, eine andere DazKollegin hätte fixfertigen Materialien. Er findet alles toll und macht dann nix.


    Ich frage die Kinder öfters wie etwas bei ihnen daheim heisst oder lass sie in der Muttersprache die Kinder zählen.

    So wie ich es verstehe, lernt der Junge aber seit nicht einmal ganz einem Jahr erst Deutsch? Wie schätzt du, FrauZipp , das Sprachverständnis ein (ohne Orientierung an Ritualen, Gestik und anderen Kindern)? Wie ist er in die Klasse integriert? Zeigt er auch körperlich manchmal Hemmungen, 'Erstarren' o. ä.?


    Und wie alt ist er denn?


    Generell denke ich, dass ihr auf einem guten Weg seid, wenn er gerne kommt und auch bereits zwei- bis dreimal pro Vormittag etwas vor der Gruppe sagt (sofern keine weiteren Probleme neben dem Schweigen vorliegen). Wenn er auf das Tokensystem anspricht, macht das weiter. Aber setzt ihn nicht unter Druck, zu sprechen. Bietet immer wieder Sprechanlässe, entwickelt eine Haltung, die ihm signalisiert, dass ihr davon ausgeht, dass er sprechen wird, aber dass es kein Drama ist, wenn er es nicht tut. Dafür bietet auch nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten an.

    Danke erstmal allen für euer Tipps und Inputs.


    Der Junge ist 6 Jahre alt. Er ist auch sonst eher gehemmt in seinen Bewegungen. Ich bin mir sicher, dass er ein Sprachverständnis hat, wenn ich etwas zu ihm sage, reagiert er entsprechend. Er ist so weit gut integriert und wird auch von den anderen Kindern wahrgenommen.


    Ich tendiere momentan dazu ihm noch Zeit zu lassen. Er ist jetzt für die Psychomotorik angemeldet und sobald ein Platz frei ist, kann er einmal pro Woche dahin. Es gibt bei uns immer im Januar einen Beobachtungsmorgen von Psychomotoriktherapeutinnen und Logopädinnen. Da ist er aufgefallen, weil er so gehemmt war.


    Ich freu mich ja schon darüber, dass er nonverbal kommuniziert und hab ihm das auch so gesagt. Meine Haltung ihm gegenüber ist so, dass er sich ruhig noch Zeit nehmen darf. Ich finde er ist ein toller ruhiger Junge. Allgemein ist er sehr perfektionistisch veranlagt, wenn er etwas selbst macht. Er ist jetzt dann mit dem 1. Jahr im Kindergarten fertig und wird noch ein weiteres Jahr hier sein. Ich glaube das ist ganz gut.


    Es gibt hier von der Schule aus einen schulpsychologischen Dienst, Logopädie und Psychomotorik. Das ist alles sehr niederschweflig, weil es über die Schule koordiniert und von der Gemeinde bezahlt wird.


    samu das mit der Handpuppe probiere ich mal aus. Momentan ist eh die Kuh Lieselotte bei uns. Vielleicht will er ja ihr etwas erzählen.


    Könnte es eventuell in die Richtung gehen "ich sage Sätze erst, wenn ich sie perfekt kann"? (ICH bin genau das Gegenteil davon, aber ich kenne es von Auslandsaufenthalten, dass es Menschen so gehen kann. und bei einem kleinen Kind ist es vielleicht besonders stark?)

    ja das könnte ein möglicher Grund sein. Es gibt wohl immer wieder so Kinder. Ich hab bis jetzt noch keine erlebt, aber unterrichte auch erst im 3. Jahr. Meine Kollegin hat schon Kinder, die erst gesprochen haben, nachdem sie es perfekt konnte.


    Dass es (selektiven) Mutismus gibt, weiss ich. Da hab ich daheim irgendwo einen guten Fachartikel. Auch wenn ich es eher ausschliesse, werde ich mich da nochmals etwas kundig machen. Danke für die Hinweis.

    Er scheint auch nach Aussage der Eltern recht viel deutsch zu verstehen. Einfach Aussagen auf Deutsch wie "Ich muss aufs Klo" sollten möglich sein oder wenn es nur ein Wort ist.


    Ja er spricht in der Familie, das hab ich vergessen zu erwähnen. Ich hab noch ein anderes Kind, welches auch spanisch spricht. Seit letzter Woche unterhalten sich die beiden ab und zu auf spanisch. Er kann also sprechen (es liegt nix medizinisches vor, dass dagegen spricht)


    Er ist nicht das einzige fremdsprachige Kind in der Klasse. 12 von 17 Kinder sind fremdsprachig bei mir. Es gibt zusätzlichen Deutschunterricht und auch mein Unterricht ist sehr visuell und auf diese hohen Fremdsprachenanteil ausgelegt.

    Hallo zusammen


    vielleicht hat ja jemand noch einen guten Tipp für mich. In meiner Klasse ist ein Kind, dass kaum ein Wort spricht. Wenn ich Glück habe, sagt er mir leise "Guten Morgen" und "Tschau" am Ende des Morgens. Er ist sehr schüchtern und gehemmt. Mit anderen Kindern kommuniziert er mittlerweile wenigstens nonverbal über Gesten/Berührungen. Das macht er auch oft bei mir, wenn er etwas möchte. Wenn man dann will, dass er etwas ausspricht, nickt er nur. Dazu kommt, dass er sehr selten Mimik zeigt. Es ist oft schwer einzuschätzen wie es ihm geht.


    Laut Eltern komme er gerne in den Kindergarten und fühle sich wohl hier. Seine Muttersprache ist nicht deutsch, er ist seit Juli 2019 in der Schweiz und seit August bei mir in der Klasse.


    Zusammen mit der Heilpädagogin haben wir jetzt ein "Kleberlisystem". Jedes Mal, wenn er was sagt, bekommt er einen Kleber. Wir sind bei 2 maximal 3 pro Morgen.


    Ansonsten hat er einen Platz für eine Psychomotoriktherapie und kann starten, sobald da etwas frei wird.


    Hat jemand Tipps wie man ihn zum sprechen animieren könnte?


    vielen Dank

    Man sollte meinen, dass medizinische Fachgesellschaften, noch dazu 4-e an der Zahl, Ahnung haben, wovon sie reden. Allerdings ohne Klein(st)gruppen, Abstandhalten und Mund-Nase-Schutz ?


    Ich glaube, damit machen sie sich ziemlich unbeliebt (hier).

    Bei uns in der Schweiz ist das so. Die Abstandsregeln gelten für Kinder unter 10 nicht. Im Kanton Zürich sind wir letzte Woche mit Halbklassenunterricht gestartet. Eine Mundschutzpflicht gibt es in der Schweiz auch nicht. Erwachsene untereinander müssen die 2m Abstand einhalten.(Das ist eher das Problem). Lehrpersonen zu den Kinder so weit möglich (und das ist auf meiner Stufe nicht möglich bzw. nicht den gesamten Morgen).


    Ansonsten gelten die Hygieneregeln wie häufigeres Hände waschen, Niessen und Husten in den Ellbogen. Daran halten sich die Kinder meiner Klasse gut.

    also ich merke auf meiner Stufe steht und fällt es mit den Eltern. Da kommt es immer wieder vor, dass man die Eltern miterziehen muss in der Hoffnung, dass es dann in der 1./2. Klasse besser klappt. In dem Alter (4-6 Jahre) liegt den Grossteil der Verantwortung klar bei den Eltern. Da kann man nur schauen, dass die Kinder nicht gross darunter leiden (was auch nicht immer zu verhindern ist). Allerdings habe ich mittlerweile angefangen diese Eltern mehr in die Pflicht zu nehmen. Ich hab gemerkt vieles was für mich selbstverständlich ist oder ich voraussetze, ist es nicht unbedingt für alle Eltern.


    Wir bieten einen Kurs für Eltern an "Wie kann ich meinem Kind beim spielen/lernen" helfen.


    Es kommt ein bunter Haufen zusammen sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern.


    Bei uns im Kanton sind sogar 2 Jahre Kindergarten obligatorisch.

    Susannea meine lieben dieses Lied:

    Ich hab es auf CD. Die Kinder kennen es bei mir aus dem Yogaunterricht.


    Ansonsten als kurze Bewegungspause zwischendrin gerne Yogaübungen (es gibt viele, die man auf kleinem Raum und auch Matte machen kann). Dafür nutze ich verschiedene Karten von hier https://www.yogagogik.de/downloads/flashcards/deutsch/ . Ich leg eine Auswahl verdeckt in den Stuhlkreis und darf ein Kind würfeln, so viele Übungen machen wir dann. Also das ist mein "Spiel" dazu und sie lieben es. Ich hab dafür vor allem stehende Übungen und welche, die im Sitzen möglich sind ausgewählt. Ion


    Oder einfach 1 Min Meditation bzw. still sein. Da bietet sich am Anfang an, dass sie auf die Geräusche, die dann hören können achten. Und danach ein kurzer Austausch darüber. Am Ende des Schuljahres sind wir letztes Jahr sogar auf 3-5min Mediation gekommen. Es braucht anfangs etwas Übung und Geduld.


    Ansonsten habe ich noch 2 Bewegungsgeschichten, die sie gerne mitmachen. Fantasiereisen bieten sich auch an und danach ein Bild dazu malen.

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