Beiträge von Schmidt

    Der NC ist dafür da, das Problem des Nachfrageüberhang, der aufgrund eines beschränkten Angebots (=Studienplätze) und der wesentlich höheren Nachfrage (= mögliche Studenten) entsteht, zu lösen.

    Er gibt überhaupt keine Aussage zur Schwierigkeit des Studiums.

    Nein, sag bloß. :ohh:

    Erzählst du gleich auch noch, dass man bei Gender Studies gar nicht automatisch besteht!? 😱

    Glaubst du nicht, dass du das Potential nach 7 Jahren Fremdsprachenunterricht unterschätzt?

    Mit B1, also dem im besten Fall in Abi zu erwartenden Niveau der zweiten Fremdsprache im Grundkurs, liest man keine Romane flüssig und schaut auch in der Freizeit keine Filme in dieser Sprache.

    Du wirst es kaum glauben, aber die meisten Menschen verwenden Sprache als Mittel zum Zweck. Medien gibt es schon zur Genüge in Deutsch und Englisch, so dass die begrenzte Lebenszeit, die man für derlei Konsum aufwendet, in der Regel in einer dieser Sprachen stattfindet und für eine dritte Sprache weder Interesse noch Notwendigkeit besteht. Wer das gerne möchte, kann ja eine zweite Fremdsprache wählen dürfen. Und auch gerne noch eine dritte.

    Bei den "Argumenten" schon. Ich war immer schlecht in Naturwissenschaften und brauche die auch nicht. Kann weg, oder? Überhaupt wird hier von vielen gerne auf allen Fächern herumgehackt, die man selbst nicht unterrichtet.

    Keep up. Niemand argumentiert hier gegen das verpflichtende Lernen einer Fremdsprache. Auch wird hier nicht herumgehackt oder generell die Möglichkeit, sich in der Schule fremdsprachlich zu orientieren, wen man das möchte in Frage gestellt. Es geht ausschließlich darum, dass eine zweite, verpflichtende Fremdsprache für alle nicht sinnvoll ist.

    Ich bin auch nicht der Ansicht, dass jeder Informatik in der Schule lernen muss. Informationstechnische Grundbildung für alle ist sinnvoll, aber Informatik muss wirklich nicht jeder belegen.

    Die vier Stunden für die zweite Fremdsprache wären fast überall besser angelegt. Bei uns wird Powi in den Klassen sieben und acht nur ein-stündig erteilt, in neun und zehn zwei-stündig. Das Fach müsste einen viel größeren Stellenwert haben. Wir haben ab Klasse sieben keine Klassenlehrerstunde mehr. Hier eine Stunde in der Woche zu haben, wäre sinnvoll. Geschichte ist auch wichtiger, als die Abbildung in der Stundentafel vermuten lässt (ab Klasse sieben zwei-stündig, vorher ein-stündig). Ein religionswissenschaftlicher Unterricht wäre für das Verständnis der Welt, in der wir leben auch nützlich. Physik, Chemie und Biologie würde ich zu naturwissenschaftlichem Unterricht zusammenfassen. Kunst könnte auch mehr vertragen. Das gibts bei uns in der neun und zehn ein-stündig, in der acht gar nicht. Gerne kann Kunst mehr Stunden bekommen und sich auch gerne theoretischer aufstellen.

    Vielleicht hast du ja auch eine Idee, statt wild mit Behauptungen um dich zu werfen und alles so lassen zu wollen, weil halt.

    Ich weiß ja nicht, wo ihr unterwegs seit, dass alle Englisch sprechen, aber in Ländern wie Mexiko, Guatemala, Costa Rica und Kolumbien oder ähnliche, sprechen zwar viele Englisch, aber noch mehr Leute eben nicht. Da gerät man schnell an einen Taxi- oder Busfahrer, mit dem Touristen entweder spanisch reden oder mit Händen und Füßen kommunizieren müssen. Englisch ist wichtig, aber in vielen Ländern doch nicht ausreichend.

    Joa, und dann hat man in der Schule Französisch oder Latein gelernt.

    Von meinen Freunden, die in der Schule Spanisch als zweite Fremdsprache hatten, kann keiner mehr auch nur einen Kaffee bestellen.

    Alle Pro-Argumente werden einfach mit Lachsmileys versehen, super wissenschaftlich:top:

    Die Argumente für eine verpflichtende zweite Fremdsprache sind bisher

    1. Das haben wir schon immer so gemacht.

    2. "Ich finde das gut."

    3. Mit der zweiten Fremdsprache erschließen sich Kulturräume.

    1. und 2. sind keine Agumente.

    3. Stimmt zwar im Prinzip. Aber selbst, wenn man annimt, dass schulischer Fremdsprachenunterricht das leistet (was er nicht tut, aber du scheinst davon ja aufgrund deiner Erfahrung als Fremdsprachenlehrerin überzeugt zu sein) verschiebt das die Diskussion nur. Warum muss man in der Schule zwingend noch weitere Kulturräume als über die erste Fremdsprache erschließen? Das Bildungsziel, zu erleben, wie eine Fremdsprache Kulturen erschließt, wird auch schon mit einer Fremdsprache erreicht. Warum nicht drei Fremdsprachen verpflichtend machen. Warum ist eine zweite Fremdsprache wichtiger, als ein anderes Unterrichtsfach?


    Auf die Beiträge, die ich mit einem lachenden Smiley versehen habe, kann ich nicht anders reagieren.

    Wenn es danach geht, könnte man vermutlich für alle Fächer außer Deutsch und Mathematik ausreichend Gründe gegen den Status als Pflichtfach finden.

    Finde doch erstmal Gründe dafür, zwingend eine zweite Fremdsprache lernen zu müssen. Davon gibt es doch viele, sagst du. Um andere Fächer geht es gerade nicht.

    Zitat

    Es ist einfach schön, wenn man in einer 2. Fremdsprache Inhalte aufnehmen und selbst erzeugen kann, aber ich nehme an, dass dich das Argument wenig überzeugen wird, da man dies auch im Rahmen von Wahlpflichtunterricht erzielen könnte.

    "Ich finde das gut." ist ein genauso schlechtes Argument wie "Das haben wir immer schon so gemacht."

    Bei uns steht aber nicht Geometry oder Pre-Calculus oder so im Zeugnis, sondern nur Mathematik - da hat Antimon schon Recht.

    Ja, Antimon hat Recht. Du aber nicht.

    Zitat

    Es ist immer schwierig, zu rechtfertigen, warum etwas im Schulkontext so beibehalten werden soll wie es ist, weil vieles eben aus der Schulhistorie heraus entstanden ist und wir daraus irgendwie die Berechtigung ziehen, warum wir es immer noch so handhaben. Alleine aus dem Grund ist es so, dass immer mehr Punkte dafür sprechen, den Status Quo beizubehalten, als Punkte, die für eine Abkehr hiervon sprechen.

    Welche Punkte sprechen heute dafür?

    "Haben wir schon immer so gemacht." ist keine Begründung. "Machen wir jetzt erstmal so und gucken, was passiert." kann valide sein, bei den Fremdsprachen sind wir da aber schon etwas darüber hinaus.

    Zitat

    Hätte es nie Fremdsprachenunterricht in Deutschland gegeben, weiß ich nicht, ob ich im Jahr 2023 dafür plädieren würde, ihn einzuführen. Dasselbe würde aber auch für einige andere Fächer gelten.

    Es geht nicht grundsätzlich um Fremdsprachenunterricht, sondern um die Pflicht zur Wahl einer zweiten Fremdsprache neben Englisch. Wenn es keine Gründe/Argumente dafür gibt, warum sollte der Unterricht dann beibehalten werden?

    Ich bin nicht mit euren Curricula bewandert, aber vielleicht müsste da etwas optimiert werden, dass vom Unterricht mehr hängen bleibt, denn ich muss dir zumindest da durchaus Recht geben, dass, wenn nach vielen Jahren immer noch nix hängen geblieben ist, es verschwendete Unterrichtszeit ist. Dabei stelle ich aber nicht das Unterrichtsfach selbst infrage, sondern eher die verwendete Didaktik.

    Sprachen lernt man, wenn man sie aktiv benutzt. Aktiv benutzt man Sprachen in der Regel nur, wenn man eine persönliche Motivation dazu hat.

    Die Frage ist, warum eine zweite Fremdsprache gelernt werden muss. Diese Frage hast du noch micht beantwortet.

    Zitat

    Interessanter Vergleich mit Mathematik. In den USA wird die Aufsplittung in mathematische Teilbereiche weiterhin praktiziert.

    Nö. Jedenfalls nicht so, wie du denkst. In verschiedenen Schuljahren heißen die Mathethemen unterschiedlich, das ist auch bei uns der Fall.

    Zumindest in Hessen zahlt das Land keine Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Du zahlst alleine den kompletten Betrag.

    Arbeitgeberbeiträge zahlt das Land bei Angestellten. Beamte sind beihilfeberechtigt und keine Arbeitnehmer. Pauschale Beihilfe gibts in Hessen nicht. In Bayern auch nicht.

    Lange Rede, kurzer Sinn: das, was du meinst, stimmt natürlich, die Begriffe sind nur nicht richtig.

    Das Problem, dass Landesbeamte in der GKV die Beiträge der freiwilligen Versicherung komplett selbst tragen, gibt es auch in Bayern. Im Ref fährt man damit vielleicht noch günstig genug, mit ca. 270 Euro für die GKV. In A12 oder A13 werden das aber schnell 1000 Euro pro Monat, die man komplett selbst tragen muss. Dafür kann man Kinder in Ausbildung kostenlos mitversichern (statt die Differenz zur Beihilfe privat versichern zu müssen). Und der GKV Anteil ist prozentual vom Gehalt, nicht absolut wir bei der PKV. Bei Teilzeit kann das hilfreich sein. Komplexe Frage, die man nicht so einfach auf Zuruf beantworten kann.

    Echt, Schmidt ? Ich kann gerne alle Zitate der Art heraussuchen, aber das findest du sicher selbst.

    Du hast also nichts gefunden. Hätte mich auch gewundert.

    Im Zitat steht, dass nicht alle Schüler eine zweite Fremdsprache lernen müssen sollten.

    Da steht weder, dass Fremdsprachen weg müssen, weil ich sie nicht konnte/wollte/brauchte noch, dass Fremdsprachen generell überflüssig wären.

    Zitat

    Ein weiteres Beispiel: warum lernen israelische Jugendliche Deutsch?

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutsch-als-fr…lernen-100.html

    Laut Artikel: sie wollen in Deutschland studieren, weil es hier kostenlos ist und ihre Eltern oder Großeltern sind Deutsche und sie wollen die Sprache der Familie lernen. Was hat das mit dem Thema zu tun?

    Zitat

    Fremdsprachenerwerb hat zudem auch Vorteile bei der Jobsuche und Karriereplanung. Wer zwei oder mehr Sprachen spricht, wird eher eingestellt.

    Das ist so pauschal falsch. Englisch ist als Fremdsprache in vielen Berufen mittlerweile fast selbstverständlich (das sind dann technisch natürlich zwei Sprachen: Deutsch und Englisch). Darüber hinaus ist Chinesisch in manchen Branchen wirtschaftlich relevant. Französisch und Spanisch sind gelegentlich relevant. Latein ist wirtschaftlich überhaupt nicht relevant.

    Zumal diejenigen Schüler, die eine zweite Fremdsprache nach dem Abitur so gut beherrschen, dass sie einen wirtschaftlichen Vorteil bringen könnte, gegenüber denen, die keinen geraden Satz herausbekommen, in der deutlichen Unterzahl sind.

    Auch neurologisch nachweisbar bietet Fremdsprachenerwerb Vorteile, wie Intelligenzsteigerung, Konzentrationsfähigkeit, spätere Gehirnalterung etc.

    Z. B. https://sla-basel.ch/fremdsprachene…ie-intelligenz/

    Mal abgesehen davon, dass das eine private Sprachschule ist, die ihre Kurse verkaufen will und sich der Text wie von ChatGPT erzeugt liest, steht dort sogar expilzit, dass es dem Gehirn egal ist, wann eine zweite Sprache gelernt wird. Von drei oder mehr Sprachen steht da nichts. Deutsch als Muttersprache und Englisch reichen demnach.

    Ich habe dir nichts getan, aber du mutmaßt die ganze Zeit über mich.

    Und du stellst fest, dass die Schülerin Liebeskummer hat (nicht haben könnte, sondern hat).

    Zitat

    Ich weiß, dass das wieder etliche blöd von mir finden, aber ihr seid ja nicht das Opfer.

    Du bist auch kein Opfer. Man kanns auch übertreiben.

    Es tut mir leid, @Eva.k0_ , du meinst es sicher gut. Deswegen möchte ich dich bitten, nicht weiter über mögliche Probleme des rauchenden Vaters zu grübeln, sondern klar ansprechen, dass das Verhalten deutlich auffällig ist, du dir Sorgen machst und empfiehlst, es ärztlich abzuklären zu lassen.

    Das ist der einzige vernünftige Ratschlag (wenn das Reden mit der Schülerin nicht zum gewünschten Ergebnis führt).

    Ich bin gerade schwer irritiert davon, wie hier wild auf die Entfernung festgestellt wird, dass das Kind offensichtlich Liebeskummer hat, alternativ bei AD(H)S immerhin einen Nachteilsausgleich bekommt oder das alles ganz normal ist.

    Zitat

    Zum Unterricht rate ich dir, sie zu fragen, wie es ihr geht, was sie gerade braucht, um zu lernen und in kleinen Schrittchen mit Pausen vorzugehen, so wie du es bereits tust.

    Naheliegend, aber offenbar nicht selbstverständlich.

    Informatik hat keine gesellschaftliche Relevanz.

    Wie bitte?

    Zitat

    Warum sollte Wirtschaft und Recht wichtiger sein, als Fähigkeiten in den Naturwissenschaften oder den anderen Gesellschaftwissenschaften?

    Weil Wirtschaft und Recht zentrale Bestandteile unseres Lebens sind, ob man will oder nicht. Dass dafür Nawis wegfallen sollen, steht hier bisher eher nicht zur Diskussion (könnte man aber sicher diskutieren).

    Zitat

    Die zweite Fremdsprache ist hier ja eh nur für das Gymnasium vorgeschrieben. Bis sich das ändert, wird es sicherlich dauern.

    An den anderen Schulformen ist Bildung ja eh unwichtig. 🤓

    Ich verstehe es nicht. Wieso sammeln Lehrkräfte allen Ernstes Argumente gegen Bildung?

    Wer tut das? Warum muss "Bildung" auf jeden Fall drei Fremdsprachen umfassen, von denen mindestens eine, eher zwei bis drei, nur rudimentär gelernt wird/werden? Warum sind Sprachen wichtiger für Bildung, als Kunst(geschichte), Wirtschaftsgeschichte, Religionswissenschaft, Naturwissenschaften? Warum gibt es konfessionellen Religionsunterricht, wenn Bildung vermittelt werden soll?

    Zitat

    Nicht gegen oder für Inhalte, nicht gegen oder für eine bestimmte Art der Leistungsbewertung und auch nicht für eine bestimmte Art der Didaktik, sondern gegen Fremdsprachenerwerb im Allgemeinen?

    Ich jedenfalls argumentiere nicht gegen den Fremdsprachenerwerb im Allgemeinen. Ich sehe in der Schule nur erheblich sinnvollere Inhalte, als eine zweite oder dritte Fremdsprache.

    Das meine ich nicht, aber es gibt Ausdrücke, die man eigentlich nur verstehen kann, wenn man sich mit der zugrundeliegenden Kultur bzw. der entsprechenden Sprache einigermaßen auskennt, weil es z.B. nicht für jedes französische oder englische Sprichwort ein genau passendes Gegenstück im Deutschen gibt. Das dürfte im Japanischen auch nicht anders sein.

    Du weißt schon, dass Filme, Serien und Bücher übersetzt werden, manche davon sogar gut?

    Und du weißt auch, dass man zum Erfassen von Sprachnouancen ein Niveau braucht, das die meisten Menschen nicht erreichen, schon gar nicht, wenn sie Sprachen selten in realen Kontexten verwenden/keine Immersion haben? Noch sind menschliche Übersetzer (die ihre Sprachen jahrelang studiert haben und in der Regel nur aus der studierten Sprache in die Muttersprache übersetzen) darin besser, das dürfte sich aber bald gändert haben.

    Ich lerne jetzt seit 20 Jahren Japanisch, mal mehr, mal weniger intensiv, und ich bin immernoch ein gutes Stück von einem gebildeten, eloquenten Muttersprachler entfernt.

    Was ich damit sagen will: Sprachenlernen ist für mich relevant, ich finde es toll, mich in einer anderen Sprache auf relativ hohem Niveau verständigen zu können, und mag es, wie sich über Sprache Kultur erschließt. Das heißt aber nicht, dass andere das auch so sehen müssen und auch nicht, dass Schule das leisten kann.

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