Man kann also davon ausgehen, dass es Leben im Universum und Gott nicht gibt?
Zwischen "es gibt kein Leben im Universum und auch kein irgendwie geartetes Wesen, das sich unserer Wahrnehmung bzw. unserem Verständnis entzieht; da bin ich 100% sicher" und "ich weiß, dass es den Mann mit Bart im Himmel gibt, ich glaube alle seine Geschichten und finde den so toll, dass ich für meinen Glauben eine staatliche Extrawurst will" liegen ganz viele Abstufungen.
Ich kann nicht ausschließen, dass es "höhere Mächte" oder Leben im Universum gibt. Ich weiß aber, dass es in diesem Zusammenhang unendlich viele Möglichkeiten gibt. Eine davon ist, dass die Katholiken recht haben. Eine davon ist dass die Protestanten recht haben. Eine ist, dass es einen Karate-Tiger gibt, der alles kontrolliert. Vielleicht ist es auch Cthulhu. Jede dieser Möglichkeiten hat bei unendlich vielen Möglichkeiten im Limes eine Wahrscheinlichkeit von 0. Woher kommt die Arroganz zu behaupten, dass ausgerechnet die eigene Religion recht hat?
Zitat
Wenn man das eine erforscht, ist es vernünftig, wenn man da andere erforscht, ist es unvernünftig?
Wenn man sich mit den Grundzügen des Glaubens, den Unterschieden, den Auswirkungen, die existent sind, beschäftigt, ist es unvernünftig, weil es Gott ja nicht geben kann und die Menschen alle irre sind?
Wenn man sich mit dem Leben im Universum, den noch nicht entdeckten Möglichkeiten, der Erreichbarkeit beschäftigt, ist es vernünftig, und Menschen, die daran glauben, dass da etwas sein könnte, sind ganz normal oder herausragende Wissenschaftler?
Der Glaube von religiösen Menschen geht in der Regel über die Gottesfrage hinaus. Dass es einen Gott oder mehrere Götter gibt, ist feste Voraussetzung für die meisten Glaubensrichtungen.
Verrückt ist der feste Glaube daran, dass ausgerechnet die eigene Vorstellung von Gott richtig ist. Und das Ableiten von Verhaltensregeln und Diskriminierung aus einem Fantasy Roman. Und die Vorstellung, dass Gott über die Menschen richtet. Und die Scheinheiligkeit vieler Gläubiger, die andere ablehnen, weil die keine Christen/Moslems sind oder die irgendwas von Nächstenliebe faseln, aber eigentlich genauso gleichgültig anderen Menschen und Tieren gegenüber sinr, wie die meisten anderen Menschen auch. Und die Vorstellung, dass der Papst irgendeinen besonderen Draht zu Gott hätte. Und, dass die Manager der katholischen Kirche nicht strafrechtlich belangt werden können. Auch nicht, wenn sie Kinder vergewaltigen oder das auch "nur" decken. Usw. usf.