Ich verdiene als angestellter Lehrer deutlich mehr, weil mir (völlig zu Recht) mehr als 10 Jahre Berufserfahrung anerkannt wurden. Was ich den SuS in der Mediengestaltung und zum Thema Werbung und Marketing erzählen kann, kann so keiner der "normalen" Lehrer: Ich erzähle nicht davon, wie Werbung theoretisch gut ist, sondern wie ich praktisch Kampagnen erfolgreich gestaltet habe.
Ich habe ca. 2000 Euro netto verdient ja.
Im TV-H (Hessen), Stufe 6, sind das ca. 3200 - 3400 Euro netto in Lohnsteuerklasse I bzw. IV.
ZitatWillkommen in der Wirklichkeit. Und davon, in einer mittelständischen Werbeagentur zu arbeiten, die nicht in einer Grossstadt ist und nicht "Jung von Matt" heisst. Und jetzt verdiene ich das Doppelte.
Du meinst in der Dummheit? Sorry, das soll keine persönliche Beleidigung sein; ich kenne dich nicht. Aber etwas anderes fällt mir dazu nicht ein, wen man sieben Tage die Woche, täglich > 11 Stunden arbeitet und dafür 1.700 Euro (oder 2.000 Euro, eine deiner Aussagen stimmt nicht) nachhause bringt, dann ist das dumm. So einen Vertrag unterschreibt kein vernunftbegabter Mensch oder ist nach zwei Wochen wieder weg. Mindestlohn für 80 Stunden sind rund 3.000 Euro netto (regulär 1.500 Euro).
ZitatSomit habe ich allein finanziell alles richtig gemacht. Auch ohne Verbeamtung. Was mich aber trotzdem ärgert, weil man mir ca. 1 Jahr keine Planstelle gegeben hat und jetzt ist es zu spät.
Andere warten 10 Jahre auf eine Planstelle.
ZitatIch fand es übrigens trotzdem toll auch für so wenig Kohle in der Werbung zu arbeiten. Nur Teilzeit isses eben nicht gut realisierbar. Da ist jetzt der Deal besser. Aber er zeigt, wie krass unterbezahlt wird - gerade im Marketing. Aber das ist sicher ein anderes Thema. Aber doch sicher auch mal interessant für den einen oder anderen zu lesen.
Nö. Das zeigt, wie selbstausbeutungsbereit viele Menschen sind. Warum sollte dein ehemaliger Chef mehr zahlen, wenn es genug Dumme gibt, die knapp über Mindestlohn für zwei arbeiten? Das ist nicht überall so, auch nicht im Marketing oder in der Kreativbranche.
Vor allem für Schüler ist das ein gutes abschreckendes Beispiel, was man sich als Arbeitnehmer nicht gefallen lassen sollte.