Beiträge von Schmidt

    Natürlich kannst Du die Fragen so stellen, wie du möchtest. Aber wenn Du eine sinnvolle Auswertung haben möchtest, müsstest Du die Antworten neutral formulieren...

    Mir erschließt sich dein Problem nicht.

    An "Ich kaufe noch (i.S.v. nach wie vor) mit Maske ein." ist nichts auszusetzen. Auch i.S.v. "zur Zeit noch, aber in Zukunft unter Umständen nicht mehr" bleibt es eine neutrale Formulierung.

    "Ich kaufe Maske ein." ergibt hingegen gar keinen Sinn.

    Zudem unterrichten viel Kollegen an beiden Standorten und müssen während des Schultages zum Teil auch mehrfach wechseln (ca. 5-7 Minuten Fußweg, fahren ist wegen fehlender Parkplätze keine Option). Das ist für alle höchst anstrengend und ich glaube, die meisten Kollegen würden es eher bevorzugen, nicht ständig wechseln zu müssen.

    Warum sind 5 Minuten Fußweg für alle höchst stressig?

    Naja eben, bei euch funktioniert das. Hier muss man sich mit 19 entscheiden, ob Forschung oder Unterricht und dass das erst mal andere Menschen anzieht, fände ich nicht so seltsam. In berufsbildenden Schulen arbeiten ja auch wesentlich mehr Quereinsteiger*innen.

    In Hessen befähigt das L3 Studium (L1 nicht, L2 bin ich unsicher) auch formal zur Promotion in den studierten Unterrichtsfächern (nicht nur Didaktik, sondern eine ganz reguläre fachwissenschaftliche Promotion). Praktisch macht das auch gelegentlich jemand. Insbesondere in den Geisteswissenschaften, wo es keine echte fachliche Hürde gibt. In den Naturwissenschaften ist das seltener, aber auch nicht ausgeschlossen.

    Manche betreiben auch ein Doppelstudium in einer oder beiden grundständigen Fachwissenschaft(en) und dem Lehramt.

    Dass man sich mit 19 für Lehramt oder Wissenschaft entscheiden muss, ist zumindest bei L3ern in Hessen (in anderen BL vermutlich erst recht) nicht richtig.

    Ebenso ist aber auch nicht richtig sämtliche Religionen als Märchen abzutun.

    Welche Religionen sind denn keine Märchen?

    Zitat

    Man kann und muss sicherlich auch die Kirche als Institution kritisieren und man kann für sich selber entscheiden, dass man als Atheist leben möchte. Allerdings gibt es Mrd. von Menschen, die in irgendeiner Form an etwas Göttliches glauben. Solange wir die Existenz von etwas Göttlichen nicht widerlegen können, sollte man auch den Glauben anderer Menschen respektieren. Dazu gehört sicherlich auch Religionen grundsätzlich als Märchen abzutun.

    Es ist auch nicht widerlegbar, dass es das morphogenetische Feld gibt. Muss man deshalb jeden Schwurbler, der dessen Existenz behauptet Ernst nehmen? Wohl kaum.

    Solange Menschen mit ihren Mythen im Privaten bleiben, soll mir das Recht sein. Bleiben sie aber leider nicht.

    Das hast du nun schn zweimal festgestellt, ich frage mich aber ehrlich, wie du dazu kommst, das Statement abzugeben? Das hat meines WIssens nach niemand auch nur im Ansatz behauptet, sollte doch eigentlich so oder so sonnenklar sein, oder nicht?

    Ist etwas übespitzt formuliert, aber grundsätzlich klingt das in einigen Posts schon so durch.

    Auch wenn man seinen Kindern sagt "Hey, du kannst tun und lassen was du willst, aber du musst dir darüber im Klaren sein, dass mancherlei Vorstellungen nicht immer in der Realität verwirklichbar sind." ist das volllkommen in Ordnung.

    "Du kannst dein lebenlang Vollzeit arbeiten, dir stehen alle beruflichen Türen offen." ist einfach gesagt, aber in vielerlei Konstellationen nur mit Abstrichen umsetzbar. Dass man den eigenen Kids erklärt, dass manchmal die eigenen Erwartungen an die Umsetzbarkeit der eigenen Vorstellungen runtergeschraubt werden müssen, ist nicht antifeministisch/unaufgeklärt/konservativ sondern schlichtweg realistisch. Und das gilt im Übrigen für beide Geschlechter.

    Es ging aber darum, dass explizit Mädchen gesagt wird, sie müssten mit beruflichem und persönlichem Erfolg "vorsichtig sein", weil sie sonst unter Umständen Probleme bei der Partnersuche haben. Das ist auf verschiedenen Ebenen eine merkwürdige Botschaft.

    Und ja, grundsätzlich können Frauen, wenn sie das möchten, ihr lebenlang Vollzeit arbeiten und ihnen stehen beruflich alle Türen offen. Warum auch nicht? Abgesehen vom Mutterschutz, gibt es keine Verpflichtung dazu, dass ausgerechnet die Frau im Job aussetzt. Oder, dass sie überhaupt Kinder in die Welt setzt.

    Ich weiß gar nicht, warum es immer wieder zu diesen Vermischungen gibt, vermute aber, dass sie daher rühren, dass sich manche User nicht vorstellen können, dass man sich aus freien Stücken für ein traditionelles Familien- oder Arbeitsmodell entscheidet, selbst wenn damit alle Beteiligten sehr zufrieden sind.

    Nein, darum geht es nicht. Offensichtlich hast du den Punkt der Diskussion nicht verstanden. Lässt sich wohl nicht ändern, Lindbergh.

    Ich denke bei dünner Luft eher an Professorinnen, Politikerinnen, erfolgreiche Unternehmerinnen, Künstlerinnen.

    In diese elitären Kreise kommen so oder so die wenigsten.

    Dass es bei Spitzenpolitikerinnen irgendwie eng wird, ist eine gewagte These. Von den Bundesministerinnen haben alle bis auf eine Kinder und alle sind oder waren verheiratet.

    In meiner Zeit als Mitarbeiter der Uni habe ich es selten erlebt, dass Professorinnen ungebunden waren. Das war eher die Ausnahme.

    Bei erfolgreichen Unternehmerinnen scheitert es eher an der Zeit. Das hat weniger damit zu tun, dass sich Männer nicht mit ihnen abgeben wollen. Dass sich Männer daheim einen Lenz mit dem Geld ihrer Frau machen wollen, ist eher selten.

    Meine Frau ist erfolgreiche Unternehmerin (und verdient dabei erheblich mehr, als ich). Wir haben uns glücklicherweise schon im Studium kennengelernt.

    Künstlerinnen kenne ich keine, die damit erfolgreich sind. Nur ein paar Frauen, die nebenbei künstlerisch tätig sind. Dass das ein Beziehungshindernis ist, wäre mir neu.

    Dass Bildung/beuflicher Erfolg für Frauen ein Partnerschaftshindernis war, überlebt sich langsam aber sicher. Der Pool wird natürlich eingeschränkt, das ist richtig. Aber was bringt ein größerer Pool, wenn man sich selbst zurücknehmen muss? Warum sollte maan das für eine potentielle Partnerschaft tun?

    Dass eine heterosexuelle Ehe mit Kindern das einzige erstrebenswerte Ziel und eine Leben ohne diese beiden Komponenten verschwendet sein soll, ist so oder so eine merkwürdige Einstellung.

    Da oute ich mich mal. Geringerer Bildungsstand käme für mich nicht infrage. Ich beschwere mich aber auch über nichts, ich stelle nur fest.

    Eben

    Gegen die Einstellung ansich ist mMn nichts einzuwenden. Dass der Partner mindestens (bis zum Diplom/Master) studiert haben sollte, wenn man das selbst auch getan hat, ist ja glücklicherweise nicht mal eine besondere Einschränkung. In dem Pool gibt es genug potentielle Partner.

    Ebenso denke ich, dass für Mädchen und Jungs nicht nur Chancengleichheit sein sollte, sondern dass sie ihr Lebensmodell nach ihren Wünschen unabhängig ihres Geschlechts gestalten können sollen. Dennoch wäre es aus meiner Sicht naiv, sie nicht bei den Erkenntnisschritten zu begleiten, dass das nicht immer ein einfacher Weg ist.

    Das sehe ich anders. Menschen sollten erstmal zu Individuen heranreifen, die selbstbewusst und mündig sind, bevor sie sich Gedanken über Partnerschaft und Nachwuchs machen (und auch darüber, ob sie das überhaupt wollen oder nur denken, sie müssten das wollen). Wenn Kindern und Jugendlichen nicht ständig vermittelt würde, dass eine heterosexuelle Hochzeit mit anschließendem Nachwuchs das einzig erstrebenswerte Lebensziel sei, wäre schon vielen geholfen. Dazu gehört auch, seinen individuellen Weg nicht davon abhängig zu machen ob sich dann der Partnermarkt unter Umständen reduziert.

    Erfahrungsgemäß halten bspw. Ehen zwischen gleichberechtigten Individuen deutlich besser, als Ehen zwischen Menschen, bei denen sie einen Ernährer sucht und er eine gut aussehende Vorzeige-Ehefrau.

    Und ganz ehrlich: das "Problem", dass gebildete Frauen schwieriger einen Partner finden, ist teilweise selbst gemacht (wer nicht mal in Erwägung zieht, sich mit einem Mann mit geringerem Bildungsstand/beruflichem Erfolg zu verpartnern, braucht sich nicht über Partnermangel zu beschweren) und relativiert sich schon in meiner Generation.

    Wie soll die "Sensibilisierung" eigentlich aussehen? "Tochter, bist du sicher, dass du dieses Stipendium annehmen möchtest? Bedenke: Männer bevorzugen ungebildete und weniger erfolgreiche Frauen." oder "Tochter, bist du sicher, dass du an der LSE studieren möchtest? Wäre nicht eher eine Ausbildung zur Steuerfschangestellten sinnvoller? Dann kannst du mit etwas Glück einen Juristen heiraten."?

    Wenn du das Studium zeitnah durchziehen kannst, dann würde ich persönlich einen Studienkredit (von der KfW, nicht von irgendwelchem dubiosen Anbietern wie der DKB) bevorzugen. Mit 20 Stunden Arbeit pro Woche, dauert das Studium noch länger. Die Energie würde ich lieber in einen zügigen Studienabschluss investieren.

    Es ging in diesem Thread niemals darum, dass das ein Naturgesetz ist. Ich nehme wahr, dass Dir dieses Thema besonders wichtig ist. Da Du Dich jedoch bei nahezu jedem Beitrag von mir so äußerst, wirkt das auf mich so, als würdest Du jeden Beitrag von mir mit einer entsprechend gefärbten Brille lesen und dann Dinge hineininterpretieren, die ich so nicht gesagt habe und die ich nicht aktiv fordere.

    Wir kommen wahrscheinlich darin überein, dass Du die Aufteilung bei mir in Ordnung findest und dass ich Deinen Wunsch nach entsprechender Wahlfreiheit, Lebensgestaltung o.ä. völlig "in Ordnung" finde.

    Meine nüchterne Wahrnehmung der Lebensrealität (und das ist eben keine Forderung!) in Verbindung mit meinen Zweifeln (ebenfalls keine Forderung!) hinsichtlich der Realisierbarkeit Deiner Forderungen scheinen mir hier zentraler Gegenstand des "Konflikts" zu sein.

    Daher abschließend noch einmal zusammengefasst:

    Der Umstand, dass ich einer Entwicklung im Sinne Deiner Forderungen skeptisch gegenüber stehe, kommt keiner Ablehnung Deiner Forderungen gleich und basiert stattdessen eben auf meiner Wahrnehmung der Lebensrealität und den von mir eingeschätzten Perspektiven für eine Entwicklung in die von uns beiden (!) als wünschenswert gesehene Richtung.

    Ich habe dich schon mehrfach gefragt, was dagegen spricht, seine Kinder entsprechend zu erziehen. Darauf antwortest du stets mit "Lebensrealität". Das ist aber keine Begründung.

    Deshalb frage ich erneut: Was genau ist deiner Meinung nach problematisch daran, Kinder zu einer gleichberechtigten Einstellung und dem Selbstbewusstsein, den individuellen Weg nach den eigenen Wünsch wählen zu dürfen, zu erziehen?

    Ich antworte auf deine Beiträge explizit, weil du versuchst den Anschein zu erwecken, in einer gleichberechtigten Partnerschaft zu leben, gleichzeitig aber Stereotype für zwingende Lebensrealität hältst, die gerade keine Gleichberechtigung darstellen. Und vor allem keine zwingende Lebensrealität sind. Das passt nicht zusammen. Ich mag diese Art der Scheinheiligkeit nicht.

    (Und die lehrgangsmäßige Diskussionart ist ebenso ermüdend, das nur am Rande.)

    Ich gestehe, die Diskussion hier hat mich seit gestern ein wenig ins Grübeln gebracht. Aktuell könnte ich mir tatsächlich vorstellen, mit meiner Frau jeweils eine 2/3-Stelle zu machen.

    Das ist nicht der Punkt. Dass ihr alles so aufteilt, wie ihr das macht, ist mMn vollkommen in Ordnung.

    Es geht darum, dass die Aufteilung kein Naturgesetzt ist, weil Frauen qua Geschlecht weniger verdienen müssen als Männer, mehr Care Arbeit/Haushalt übernehmen müssen und nach dem Kinder-in-die-Welt-Setzen so oder so zuhause bleiben.

    Töchter müssen lernen, dass sie sich durch ihr Geschlecht nicht einschränken lassen müssen. Es gibt kein Gesetz, dass Mädchen/Frauen dazu zwingt, schlechter (aus)gebildet oder weniger erfolgreich zu sein, als Jungen/Männer.

    Natürlich müssen auch Söhne lernen, dass Hausarbeit keine "Frauenarbeit" ist. Und auch, dass es nicht "unmännlich" ist, wenn die Partnerin erfolgreicher ist. Oder, dass Väter ihre eigenen Kinder nicht "babysitten".

    Mädchen wenigstens implizit zu vermitteln, dass sie darauf achten müssen, nicht zu erfolgreich zu werden, um einen Mann abzukriegen und Jungen darauf vorzubereiten, dass sie mal eine Frau heiraten werden, die finanziell ausgehalten werden muss und sich im Gegenzug um die Kinder kümmert, ist befremdlich.

    Diese Wahlfreiheit existiert in der Lebenswirklichkeit jedoch nur sehr bedingt - und um diese nüchterne Beschreibung der Lebensrealität geht es mir.

    Warum sollte das so sein? Natürlich besteht die Wahlfreiheit. Wer oder was hindert Mädchen/junge Frauen daran, zu tun und zu lassen, was sie wollen? Abgesehen von Eltern, die ihren Mädchen beibringen, dass sie doch bitte nicht zu erfolgreich werden sollen, weil es sonst vielleicht keine Enkelkinder gibt.

    Nein. Aber hätte ich Töchter, würde ich ihnen durchaus mit auf den Weg geben, dass ganz oben die Luft (vulgo: die Chance auf einen passenden Partner) dünner werden kann.
    Und ich würde ihnen mit auf den Weg geben, dass Gleichberechtigung ein wünschenswertes Gut ist und sie dafür eintreten sollen, aber sie ebenso sich dessen bewusst sein sollten, dass dieses Ideal eben auch immer an der Lebenswirklichkeit scheitern kann.

    Wow. Du willst ihnen also de facto sagen, dass sie sich nicht zu sehr bilden sollten bzw. nicht zu erfolgreich sein sollten, weil sie sonst vielleicht keinen Mann abbekommen. Wow.

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